Beiträge von sparkasse olpe

    Wie heißt die Sparkasse mit den drei geschlossenen Filialen?


    Ich gebe dir in dem Punkt recht, dass der elektronische Kontoauszug mit einer Signatur versehen sein müsste. Bisher ist er bei Sparkassen lediglich schreibgeschützt und sein Inhalt kopiergeschützt, wenn man von Screenshots einmal absieht. Wenn er mit einer QES versehen wäre, könnte man ihn mit ELSTER zum Finanzamt schicken. Ich werde das mit unserem Rechenzentrum besprechen. Vielleicht gibt es in der Richtung schon Planungen.


    Unter http://www.s-trust.de/produkte…aturanwendungen/index.htm finden sich einige Beispiele, die zeigen, warum S-Trust sinnvoll ist und daher von den Sparkassen angeboten wird. Vor allem für Rechtsanwälte wg. Mahnungen und Handwerksunternehmen wg. öffentlichen Ausschreibungen ist das Produkt sehr interessant.



    Sind die Kontoauszüge dort denn mit einer QES versehen (wie gesetzlich wohl vorgesehen)?


    Die Kontoauszüge im Internetbanking sind grenzwertig, das gebe ich zu. Ich selbst warte auch darauf, dass in diesem Punkt irgendwann einmal Klarheit herrscht. Bis dahin kann ich nur auf meine Empfehlung (s.o.) verweisen und euch ansonsten sagen, dass ich selbst meine Auszüge nur noch online abhole und keine Probleme mit dem Finanzamt habe, auch nicht, als ich durch meinen Hausbau viele Belege und damit auch Kontoauszüge dort abgeliefert habe. Eine Diskussion über mögliche Schwierigkeiten, wenn es hart auf hart kommen sollte, also bei Gerichtsprozessen, führt an der Realität vorbei. Die Finanzbeamten wollen auch nur ihren Job machen. Für unnötige Schikanen haben sie gar keine Zeit und sie wissen auch, dass sie auf lange Sicht damit scheitern würden, denn der Bankkunde kann, wenn auch kostenpflichtig, die Originalauszüge nacherstellen lassen. Mir ist noch kein Fall bekannt, in dem das Finanzamt oder eine andere Behörde darauf bestanden hat. Man möge mich eines besseren belehren. Dann hätte ich der Neugier halber auch gerne Angaben zum zuständigen Amt und der betroffenen Bank, damit ich mich mit den dortigen Kollegen darüber unterhalten kann.



    Geschäftskunden nutzen grundsätzlich kein online Banking (in irgendwie gearteter Form) und bekommen nie ihre Belege online?


    Geschäftskunden nutzen Onlinebanking in noch größerem Maße als dies Privatkunden tun. Sie holen sich mit ihrer Software auch Kontoumsätze ab, die sie für die Buchhaltung und andere Dokumentationszwecke nutzen. Zum Beispiel kann man, wie viele hier bestimmt wissen, in einer Umsatzdatenbank innerhalb einer Software komfortabel und bequem nach einzelnen Posten suchen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Kontoauszüge, sondern nur um Umsatzabfragen. Die Auszüge holen die Geschäftskunden am Kontoauszugsdrucker ab oder lassen sie sich zuschicken.



    1. Die allgemeine und Sparkassen (und andere Geldinstitute) Geschäftspolitik wirkt doch aber schon (über die Kostenschiene) derart auf die Kunden ein, dass diese möglichst wenig Kosten verursachen. Sprich wer alles online macht (auch Kontoauszüge abholt) zahlt weniger Kontoführungsgebühren. Hier wird schon indirekt auf den Kunden eingewirkt, die Kosten der Geldinstitute zu senken (weniger Fillalen => Miete, Personal, Anlagevermögen oder Betriebskosten, weniger Auszugsdrucker => weniger Invest und Betriebskosten wie Papier und Toner sowie Wartungspersonaleinsätze).


    Jedes Unternehmen der freien Wirtschaft ist bestrebt, Kosten zu sparen. Wenn es das nicht wäre, hätte es auf Dauer keine Überlebenschance. Die Sparkassen sind kein Unternehmen der freien Wirtschaft, da sie den Kommunen gehören. Allerdings stehen sie im Wettbewerb zu Unternehmen der freien Wirtschaft. Somit gelten für sie die gleichen Regeln, mit einer Einschränkung: Die Sparkassen haben das Ziel, Gewinn zu machen, aber nicht das Ziel der Gewinnmaximierung. Ihre Überschüsse werden daher zu einem großen Teil gespendet und gestiftet. Aber ich schweife ab. Zurück zum Thema. Die Sparkassen möchten gerne, dass ihre Kunden möglichst viel online machen. Das ist richtig. Die elektronischen Kontoauszüge sind jedoch nur als zusätzlicher Service zu verstehen. Es ist keinesfalls geplant, Kontoauszugsdrucker abzubauen oder Filialen zu schließen. Das unterscheidet die Sparkassen und übrigens auch die Genossenschaftsbanken deutlich von der Privatbankenlandschaft! Würden die Sparkassen das Prinzip der Kostenminimierung anwenden, gäbe es sehr sehr viele Filialen nicht mehr.



    Andererseits ist man aber von Seiten dieser Anbieter dann nicht bereit, die Investitionen für eine Rechtskonformen Geschäftsprozess zu tätigen (QES).


    Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) ist als Zugangsweg zum Onlinebanking in Planung. Inwieweit sie zur Sicherstellung der Echtheit von Kontoauszügen verwendet werden kann, ist mir nicht bekannt. Fest steht aber, dass, egal wie sehr man ein Dokument absichert, seine Echtheit nicht mehr garantiert werden kann, sobald ein Medienbruch erfolgt. Das heißt im Klartext: Wenn man den Auszug ausdruckt, ist es eben nur noch ein Ausdruck, den man selbst zuvor am PC manipuliert haben könnte. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass man einen elektronischen Kontoauszug, der einen irgendwie gearteten Schutz gegen Manipulationen enthält, online zum Finanzamt schicken könnte. Auch hierzu würde sich die QES theoretisch eignen. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Fest steht, dass die Verwendungsmöglichkeiten der Signatur stetig zunehmen und die Sparkassen mit ihrem Produkt S-Trust darauf vorbereitet sind.




    Btw. Gerade die Sparkassen als "Anstalten des öffentlichen Rechts" mit den Kommunen als Anteilseigner sollten sich hier bemühen, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.


    Die Sparkassen halten die gesetzlichen Vorgaben durch die Bereitstellung der Kontoauszüge auf herkömmlichen Weg ein. Die elektronischen Auszüge sind - wie gesagt - nur ein zusätzlicher Service, worauf im Internetbanking übrigens auch hingewiesen wird. Hier ein Auszug aus der Seite, auf der der Auszug abgerufen wird:


    Die steuerliche Anerkennung des elektronischen Kontoauszuges liegt im Ermessen Ihres Finanzamtes.
    Mit der Funktion Elektronischer Kontoauszug können Sie Ihren Kontoauszug online abrufen und speichern. Sie verzichten damit auf die Bereitstellung Ihrer Kontoauszugsdaten auf Papier. Ein zusätzlicher Ausdruck durch die Sparkasse ist anschließend nur noch eingeschränkt möglich. Sofern Sie z.B. für Firmen- oder Vereinskonten einen steuerrechtlich anerkannten Kontoauszug benötigen, klären Sie bitte, ob Ihr zuständiges Finanzamt den elektronischen Kontoauszug anerkennt.

    Zurück zum Eröffnungsthema: Ich habe unserem Rechenzentrum eine Anforderung geschickt, damit der Kontoauszug Typ 3 auch von Software empfangen werden kann.

    Na wenn es da noch nie Anfragen gab, warum stellt die SPK dann im Internet keinen MT940 sondern PDFs bereit


    Der elektronische Kontoauszug ist eine Serviceleistung der Sparkasse, die für deren Privatkunden bestimmt ist, da diese nicht so sehr (oft gar nicht) auf Originalauszüge angewiesen sind. Da die meisten Privatkunden das Internetbanking nutzen und keine Software, wurde die Funktion auch nur hierfür komfortabel ausgestaltet. Der Normalkunde möchte keine MT940-Dateien haben, sondern fertige PDFs. Wenn er es aber wünscht, kann er nach dem Speichern als PDF den Auszug im MT940- oder im CSV-Format exportieren.


    Der Zugang zum Onlinebanking für Software wie z.B. MG erfolgt über eine andere Schnittstelle. Hier stellt sich für das Rechenzentrum der deutschen Sparkassen die Frage, ob die Zielgruppe, also private Kunden, in dem Maße Software nutzt (s.o.), dass es sich lohnt, den Geschäftsvorfall HKEKA Typ 3 zu implementieren. Ich kann den Aufwand hierfür nicht einschätzen, aber ich weiß, dass das Rechenzentrum (Finanz Informatik: www.f-i.de) ständig mit Anfragen von Sparkassen und deren Kunden beschäftigt ist und zwangsläufig nicht alle umsetzen kann.


    Für Kunden, die sicher gehen wollen, empfehle ich, dass sie ihre Auszüge am Kontoauszugsdrucker holen. Wenn sie sie dort abgeholt haben, können sie sie immer noch im Internet bekommen, so dass sie sie elektronisch archivieren können. Der umgekehrte Weg ist nicht möglich. Einmal abgeholte Auszüge, egal ob am Drucker oder im Internet, kommen nicht mehr aus dem Kontoauszugsdrucker heraus. Wer den Weg zum Kontoauszugsdrucker scheut, kann mit der Sparkasse vereinbaren, dass ihm die Auszüge in einem bestimmten Rhythmus zugesandt werden. Die Kosten für ihn bestehen i.d.R. nur aus Porto. Auch hierbei ist zu beachten, dass er nur bereits abgeholte Auszüge im Internet abruft.


    Hallo,


    erstmal danke für deine schnelle und kompetente Antwort. Hier meine Stellungnahme zu deinen Fragen:


    man muss hier zwischen zwei Schnittstellen unterscheiden: eine für Internetbanking (Website der Bank) und eine für HBCI/FinTS (Zugriff über eine Software). Im Internetbanking bieten die Sparkassen den Kontoauszug Typ 3 an, für HBCI/FinTS nur Typ 1. Wenn man im Internetbanking den Kontoauszug Typ 3 abholt, ersetzt dieser den herkömmlichen Auszug. Es werden also auch der Rechnungsabschluss, Zinssatzänderungen etc. abgedruckt.


    Wie der Kontoauszug vom Typ 1 aussieht, weiß ich leider nicht, da die Software, die wir in Olpe anbieten, gar keinen Kontoauszug hat. Einige Programme nennen ihre Umsatzabfrage "Kontoauszug". Davon darf man sich nicht in die Irre führen lassen.


    Warum wir nicht den Typ 3 anbieten, fragte ich unser Rechenzentrum auch. Ich erfuhr daraufhin nur, dass dies zur Zeit nicht geplant sei. Wenn nun mehrere unserer Kunden danach fragen sollten, werde ich eine entsprechende Anforderung an das Rechenzentrum stellen. Bisher war es jedoch nur ein Kunde, der danach gefragt hat. Hinzu kommt, dass wir den elektronischen Kontoauszug für unsere Geschäftskunden grundsätzlich nicht freischalten, da das Finanzamt diese Form des Auszugs nicht akzeptiert. Da hat jedes Finanzamt seine eigene Meinung, leider.


    Viele Grüße


    Christian

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    WISO Mein Geld unterstützt nur den Kontoauszug Typ 3. Sparkassen z.B. senden ihre Auszüge über die HBCI-Schnittstelle über Typ 1 und nur im Internetbanking selbst auch als PDF. Hier eine Übersicht der Typen:

    Kontoauszugsformate nach Spezifikation:


    *HKEKA* Typ 1 = S.W.I.F.T. MT 940


    *HKEKA* Typ 2 = ISO 8583


    *HKEKA* Typ 3 = Druckaufbereitetes Dateiformat (z.B. PDF)


    Wie wäre es, wenn die anderen Typen, vor allem Typ 1, von WISO auch unterstützt werden würden? MT 940 ist schließlich der uralte Standard, der von jedem unterstützt werden sollte, sozusagen als gemeinsamer Nenner.


    Mit freundlichen Grüßen



    Christian Hombach


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