Beiträge von peter111

    Der Vorsteuerabzug beim Kaufpreis und den laufen Kosten ist ja letztlich nicht "geschenkt". Bei der Buchung des Privatanteils kommen 19% MwSt auf Abschreibung und laufende Kosten drauf. Der Vorteil wäre nach meinem Verständnis, dass die Vorsteuer beim Kaufpreis sofort abgezogen wird, während sich die Belastung mit Umsatzsteuer auf Privatentnahme über die Abschreibungsdauer (6 Jahre) bzw. bis zum Verkauf erstreckt. Das wäre dann primär ein Liquiditätsvorteil, unter dem Strich sehe ich grundsätzlich ein Nullsummenspiel, wobei die Rechnung auch etwas anders ausgehen kann, je nachdem wie lange der Wagen gehalten wird und was für ein Kaufpreis erzielt wird. Letzteres ist schwer zu prognostizieren. Ich denke, ich werde würfeln...

    Materiell sehe ich für den laufenden Betrieb keinen Unterschied, ob der Pkw im gewillkürten Betriebsvermögen ist oder im Privatvermögen. Im ersten Fall werden zunächst 100% aller Kosten betrieblich gebucht und später der Privatanteil (hier 85%) ermittelt und als Privatentnahme gebucht (für Gewinnermittlung als auch für die Umsatzsteuer). Beim Einordnen ins Privatvermögen ist es eben quasi umgekehrt: es werden 15% aller Kosten als anteilige Kfz-Kosten als Betriebsausgaben gebucht. Letzteres scheint mir für meinen Fall (nur 15% betrieblicher Anteil) in der Praxis günstiger zu sein. Ich muss zwar weiterhin alle Belege sammeln und alle Kosten festhalten, ich brauche aber nicht für jede Ausgabe eine Buchung zu tätigen, sondern kann mich darauf beschränken, zum Ende eines Kalendervierteljahrs den betrieblichen Anteil (85%) zu buchen. Auf diese Weise habe ich auch mehr Transparenz, denn beim Fall des gewillkürten Betriebsvermögens kommt ja erst zum Jahresende die Aufteilung in betrieblich und privat.
    Im Internet habe ich mehre Quellen für die These gefunden, dass bei relativ geringer betrieblicher Nutzung es sinnvoller sein kann, den Pkw ins Privatvermögen zu nehmen:
    "Daher ist es steuerlich attraktiv, den gemischt genutzten Pkw im Privatvermögen zu belassen. Das große Plus beim Privat-Pkw ist nämlich, dassein späterer Verkauf reine Privatsache ist. Beim Betriebs-Pkw müssen Sie dagegen den Verkaufserlös in voller Höhe als Betriebseinnahme erfassen."
    Ich habe auch eine ganze Abhandlung zu dem Thema gefunden ("Steuertipps konkret für Selbständige"). Ich füge diese bei.


    Das Fahrtenbuch habe ich gefunden. Man kann dort aber m.E. nicht die laufenden Kosten (Tanken, Inspektion, Versicherung, Steuer..) verwalten. Ist aber kein Problem. Dafür gibt es ja z.B. Excel.

    zu der Frage, was bei welcher Konstellation günstiger ist, bin ich noch nicht fündig geworden. Ein (praktischer) Nachteil bei der Einordnung als Privatvermögen ist nach meinem bisherigen Kenntnisstand der Umstand, dass man dann den Pkw "handisch" verwalten muss (z.B. in einer Excel-Tabelle), damit man die Kosten aufteilen kann; jedenfalls habe ich bei Wiso Steuersparbuch kein Tool zur Verwaltung gefunden.

    Habe als Selbstständiger einen neuen Pkw gekauft und muss nun über Zuordnung zum Betriebsvermögen oder Privatvermögen entscheiden. Betriebliche Nutzung ist lediglich 15%, private Nutzung 85%. Bruttopreis inkl, 19% MwSt: 22.500,-- Euro. Nach meinem bisherigen Recherchen scheint die Zuordnung zum Privatvermögen bei 85% Privatnutzung sowohl buchungstechnisch (einfach nur 15% der laufenden Kosten und der Abschreibung vom Bruttopreis) als auch finanziell günstiger zu sein, nämlich wenn der Pkw verkauft wird. Bitte um Kommentar, ob ich das so richtig sehe oder einen Denkfehler begehe. Vielen Dank!

    Hatte kürzlich vom Finanzamt email bekommen, dass für mich vom Finanzamt über das Verfahren ELSTER in Kürze eine verschlüsselte Datei (Einkommenssteuerbescheid 2010) zur Abholung bereitgestellt würde und ich diese Datei über die entsprechende Funktion meines Steuerprogrammes ab dem 5.9.2012 auf meinen PC herunterladen könne.


    Da ich die Einkommenssteuer 2010 mit dem Programm WISO-Steuersparbuch 2011 gemachte hatte, ging ich in dieses Programm, machte ein Update und ging in die Funktion "Weiteren Steuerbescheid abholen". Das ist mir nur zum Teil gelungen, denn einen Bescheid sah ich nicht, sondern nur einen Vergleich mit dem ursprünglich erhaltenen Steuerbescheid (Steuerbescheid No.1). Meines Erachtens ist auch dies ein Fehler, denn nach dem Steuerbescheid No.1 hatte ich - allerdigs schon vor ca. 1 Jahr) noch einen weiteren Steuerbescheid (Steuerbescheid No.2) erhalten, mit dem m.E. das Programm hätte vergleichen müssen.


    Fazit: Es fehlt mir der neue Steuerbescheid (Steuerbescheid No. 3) sowie ein Vergleich "Programmberechnung mit Steuerbescheid No. 3.


    Bleibt noch zu erwähnen, dass es nach dem Programm-Update eine Fehlermeldung gab. Vielleicht hätte ich das Update nicht machen sollen?

    Zur Info: Das Finanzamt hat inzwischen - aufgrund der eingereichten Unterlage (Bescheinigung des Arbeitgebers, dass es sich um eine Zahlung aufgrund eines persönlichen Dienstjubiläums handelt) - der ermäßigten Besteuerung zugestimmt. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn die Arbeitgeber standardmäßig eine solche Bescheinigung ausstellen würden; damit könnte späterer Aufwand vermieden werden. Bei meinem 25-jährigen Dienstjubiläum hatte ich dieses Problem übrigens nicht. Vielleicht hängt es von der Höhe des Betrages ab, ob das Finanzamt nachfragt oder nicht.

    die Links habe ich mir angeschaut (vielen Dank!) ; danach bin ich durchaus optimistisch. Ich verstehe eigentlich nicht, warum es bei der steuerlichen Behandlung von Jubliäumszahlungen überhaupt Diskussionen gibt: Jedes Jahr dürfte es in Deutschland zigtausend Dienstjubiläen mit entsprechenden Jubiläumszahlungen geben, da sollte doch eigentlich Klarheit herrschen können....
    Gut wäre es, wenn der Arbeitgeber für die steuerliche Einordnung (ermäßigte Besteuerung oder nicht), die er selbst vornimmt, verantwortlich wäre. Soweit ich gelesen habe, ist dies nicht der Fall, da der Arbeitnehmer der Steuerschuldner ist.
    Im Nachhinein macht m.E. die Einschaltung eines Steuerberaters nicht sehr viel Sinn. Falls das Finanzamt dem Einspruch nicht stattgibt, kann ich immer noch klagen (sofern der Steuer-Rechtschutz den Fall übernimmt, was bekanntlich von einer hinreichenden Erfolgsaussicht abhängt).

    In den Zeilen 11 und 12 hat mein Arbeitgeber die von Zeilen 9. und 10. einbehaltene Lohnsteuer (Zeile 11) und den einbehaltenen Solizuschlag (Zeile 12) eingetragen. Zeile 13 (Kirchensteuer) entfällt in meinem Falle.
    Für das Finanzamt ist nach deren Aussage letztlich nicht maßgeblich, was der Arbeitgeber eingetragen hat. Lt. Finanzamt würden viele Arbeitgeber falsch eintragen, weshalb das Finanzamt nachprüfe.

    Hallo,


    ich hatte in 2010 eine Zahlung durch meinen Arbeitgeber anläßlich meines 40-jährigen Dienstjubiläums bekommen. Der Arbeitgeber hatte in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung den Betrag in der Zeile 10. "Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre und ermäßigt besteuerte Entschädigungen" eingetragen. In meiner Einkommenssteuererklärung habe ich dies entsprechend eingetragen.


    Im kürzlich ergangenen Steuerbescheid teilt mir das Finanzamt mit: "Jubiläumszuwendung: Die Begünstigung des § 34 EStG erstreckt sich nicht auf Zahlungen, die als Zuwendungen anlässlich eines Firmenjubiläums erbracht werden. Eine ermäßigte Besteuerung kann insoweit nicht erfolgen". Telefonisch habe ich die Sachbearbeiterin informiert, dass die Zahlung nicht anläßlich eines Firmenjubiläums, sondern anläßlich meines Dienstjubiläums erfolgte. Darauf wurde mir erklärt, dass auch für Zahlungen anläßlich eines Dienstjubiläums die ermäßigte Besteuerung nicht anwendbar sei.
    Mir kommt dies sonderbar vor, da ich in der Literatur viele Hinweise finde, dass Zahlungen des Arbeitgebers anläßlich eines Dienstjubiläums der ermäßigten Besteuerung unterliegen; Beispiel:


    "Die Jubiläumszahlung kann als Vergütung für mehrjährige Tätigkeit nach einem etwas ermäßigten Steuersatzversteuert werden. Diese wird dazu auf 5 fiktive Jahre aufgeteilt. Zunächst wird die Steuer für das Jahreseinkommen + 1/5 vom Jubiläumsgeld ermittelt. Davon wird dann der Steuerbetrag für das normale Jahreseinkommenabgezogen. Die Differenz wird mit 5 multipliziert und ergibt dann die Steuer für das Jubiläumsgeld".

    Ich werde erst einmal Einspruch einlegen. Wer weiß mehr zu diesem Thema?

    Hallo,



    bin seit ein paar Monaten arbeitslos und habe von der Arbeitsagentur für den Zeitraum bis 31.12.2010 insgesamt rund 6.000,-- EURO bekommen. Diesen Betrag habe ich im WISO Steuersparbuch als Lohnersatzleistung angegeben. Nun erhalte ich von der Agentur für Arbeit eine Entgeltbescheinigung, in der als "Entgelt für Rentenversicherung" ein Betrag von rund 13.000,-- EURO ausgewiesen wird. Welchen Betrag muss ich bei der Steuererklärung angeben: den tatsächlich erhaltenen Betrag (6.000,-- EURO) oder den von der Arbeitsagentur als "Entgelt für Rentenversicherung" bescheinigten Betrag (13.000,-- EURO)? Oder erhalte ich demnächst noch von der Arbeitsagentur eine Entgeltbescheinigung für das Finanzamt mit einem evtl. anderen Betrag?

    Wir (Ehemann und Ehefrau) unterstützen unseren in England studierenden Sohn finanziell. Kindergeld gibt es leider nicht mehr (Altersgrenze). Im WISO-Sparbuch habe ich die Zahlungen getrennt für mich und meine Ehefrau angegeben (jeweils eigener Eintrag). Die Zahlungen liegen zusammen weit über dem steuerlich absetzbaren Höchstbetrag für die unterstützte Person (für 2009 EURO 7.680,--). Das Programm setzt 2x 7.680,-- EURO ab, das Finanzamt reduziert (zu Recht) auf 1x 7.680,-- EURO. Entweder mache ich etwas falsch bei der Bedienung oder das Programm hat hier eine kleine Lücke.

    Man könnte auch direkt nur den betrieblichen Anteil buchen, aber das ist wohl nicht lege artis, auch wenn das Ergebnis das gleiche ist. Habe inzwischen in einem früheren Beitrag gefunden, wie man die Buchung des Privatanteils zum Jahresabschluss machen kann, nämlich mit 1880 S Unentgeltliche Wertabgaben an z.B. 8921 H Private Kfz-Nutzung m. 16% USt (inzwischen 19% USt), falls es sich um Kosten mit Mehrwertsteuer handelt. Wie man aber den Privatanteil bei jeder einzelnen Buchung von Kfz-Kosten elegant bucht, ist mir noch ein Rätsel. Wenn man mit der Buchung des Privatanteils bis zum Jahresende wartet, hat man ja während des Jahres ein falsches Bild, was nicht unbedingt sein muss. Vielleicht wissen die Programmersteller wie es geht und verraten es ihrer Fangemeinde. Ansonsten kann man zur Not auch mit der Buchung am Jahresende leben, aber wie gesagt, das muss bei einem Computerprogramm nicht unbedingt sein oder braucht man dafür das Programm "Einnahmeüberschussrechnung + Kasse"?

    Im WISO Sparbuch ist m.E. leider nur die 1%-Methode gut erklärt. In meinem Fall handelt es sich bei dem Kfz um gewillkürtes Betriebsvermögen mit foldender Kostenaufteilung: 15% geschäftlich, 85% privat. Die Buchung der Kfz-Kosten selbst ist kein Problem; so werden z.B. die Benzinkosten auf Konto 4530 (Laufende Kfz-Betriebskosten) gebucht. Wie wird der Privatanteil von 85% gebucht? Lässt sich das automatisieren? Durch ein Splitbuchung? Beim Versuch, eine Splitbuchung zu erzeugen, wurden mir nur Kostenkonten angeboten, der Privatanteil muss aber auf ein Erlöskonto, jedenfalls dann, wenn vorher 100% auf Konto 4530 gebucht wurden. Bei dem Programm QBU wurde zuerst der Gesamtbetrag auf Kfz-Kosten gebucht und dann der Privatanteil über eine automatisierte Splitbuchung auf ein Erlöskonto "Privatnutzung Pkw" gebucht.

    Ich habe bisher mit QBU gearbeitet. Dort hatte ich - der Empfehlung folgend - nur mit einem Gegenkonto, nämlich 1000 (Kasse) gearbeitet. In der Wiso-Einnahme Überschussrechnung scheint man Bank und Kasse differenzieren zu wollen; jedenfalls sind die Konten Bank und Kasse bereits in der Grundeinstellung aktiviert. Was bringt das? Für die Gewinnermittlung ist es doch egal, ob in bar oder über die Bank bezahlt wird. Wenn ich weiter nur mit einem Gegenkonto arbeiten will, nehme ich dann Konto 1000 (Kasse) oder evtl. das Konto 1371 (Verrechnungskonto für Gewinnermittlung § 4/3 EStG, nicht ergebniswirksam)? Das Konto 1371 war mir bisher nicht geläufig.