Beiträge von Ponderevo

    Erheblich ist aber die Art der Unterbringung, ob es sich tatsächlich um einen Haushalt im einkommensteuerlichen Sinne handelt.

    Oje. Was ist denn ein "Haushalt im einkommensteuerlichen Sinn"? Also es gibt dort nur ein (1) Zimmer mit einer kleinen Waschgelegenheit. Küche und Dusche/WC sind auf der Etage, werden also mit anderen geteilt. Zählt das?

    Und dann als dauernd getrennt lebend als Eheleute mit zwei verschiedenen Hauptwohnsitzen? Komische Mentalität, erst immer überall sparen wollen und dann Sorge haben, dass an anderer Stelle nicht noch einmal gespart werden könne

    Naja, ich hatte mich eher über die Mentalität der Kommune gewundert, die durch die Zweitwohnsitzsteuer offenbar mit Gewalt ihre Haupt-Einwohnerzahl erhöhen will (ich wusste vorher noch nicht mal, dass es sowas überhaupt gibt).
    Aber da Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt ja unterschiedlich sein können, ist das wohl kein Problem.

    OK, ich formuliere das mal anders:


    Besteht eurer Einschätzung nach überhaupt eine Chance, dass das Finanzamt die Wohnkosten meiner Frau am Studienort als doppelte Haushaltsführung anerkennt? (Wie gesagt, Bezug zur geplanten Berufstätigkeit ist gegeben, Lebensmittelpunkt ist natürlich bei uns zuhause).


    Ich habe da im Internet nämlich Widersprüchliches gefunden - teils heißt es, es müsse in jedem Fall eine Arbeitsstätte sein und Studienort geht gar nicht, teils das Gegenteil (z.B. hier: http://www.schoenhoeft.de/sr.html)


    Wäre über eine kurze Einschätzung sehr, sehr dankbar. :)

    Hallo,


    meine Frau hat im Oktober (nach Berufstätigkeit) ein einjähriges Master-Studium aufgenommen, das ein Zweitstudium darstellt (sie hat 2007 ein Erstudium abgeschlossen). Berufstätig ist sie seither nicht mehr.


    Prinzipiell finde ich es sehr schön, dass die Kosten dafür als Werbungskosten absetzbar sind (künftige Berufsbezogenheit ist gegeben).


    Aber: Ich habe große Probleme damit, rauszufinden, wo einige Angaben hingehören. Ich benutze als Maske die "Fortbildungskosten" im Bereich "Werbungskosten". Ist das richtig?


    Und das größte Problem: Da der Studienort 150 km von unserem Wohnort entfernt ist, hat meine Frau dort ein billiges Zimmer in einem Wohnheim genommen, wo sie unter der Woche bleibt. An den Wochenenden und in den vorlesungsfreien Zeiten fährt sie dann nachhause in unsere Hauptwohnung.


    Können wir die Miete für das Wohnheim ebenfalls absetzen? Wo muss das hin? Ist das doppelte Haushaltsführung? Oder Übernachtungskosten?


    [Edit: 1 Abschnitt gestrichen, schon geklärt]


    Dazu kommt noch, dass meine Frau die dortige Wohnheim-Wohnung als Erstwohnsitz angemeldet hat, da der Studienort Zweitwohnsitzsteuer verlangt. Haben wir uns damit ins Knie geschossen, was ihre Fahrten in unsere eigentliche Wohnung betrifft, die jetzt nur noch ihr Zweitwohnsitz ist?


    Wäre sehr dankbar für jegliche Tipps und Hilfen.

    Hallo,


    ich habe die Sache jetzt mit meinem AG geklärt, und da ich die Lösung ganz praktisch finde, dachte ich, ich teile sie hier mal mit.


    Also: Viele Arbeitgeber haben noch im Hinterkopf, dass sich der geldwerte Vorteil (sowohl die 1% insgesamnt als auch die 0,03% pro Kilometer) reduziert, wenn der Arbeitnehmer die Benzinkosten selber zahlen muss. Dem ist aber seit einem Urteil 2007 nicht mehr so.


    ABER: Der geldwerte Vorteil reduziert sich durchaus, wenn der Arbeitnehmer dem AG ein ENTGELT für die Nutzung des Fahrzeugs zahlen muss. Dann wird der geldwerte Vorteil entsprechend runtergerechnet, und die Steuerlast reduziert sich.


    ALSO haben wir das jetzt so geregelt: Mein AG zahlt die Benzinkosten (nicht mehr ich), dafür zahle ich dem AG ein regelmäßiges monatliches Entgelt in ungefährer Höhe der monatlichen Benzinkosten. Der AG war damit einverstanden, und meine Steuerlast reduziert sich, obwohl geldmäßig alles mehr oder weniger aus selbe rausläuft. Ganz legal und praktisch :)


    Gruß, ponderevo


    Was hast Du für betrieblich veranlasste Fahrten (Auswärtstätigkeiten)? Wer tankt für diese Fahrten? Wer zahlt den Sprit für diese Fahrten?

    Also ehrlich gesagt kaum welche. Das ganze war ursprünglich eher als Belohnung gedacht. Ich benutzte das Ding beruflich für die Fahrten zur Arbeit und ansonsten weitgehend privat. Bis letzten Oktober hatte ich die 1%-Regelung, da habe ich die Benzinkosten eingereicht und bezahlt bekommen (allerdings habe ich bei längeren Privatfahrten und Urlauben immer selbst gezahlt). Seit letztem Oktober stehen bei mir in der Gehaltsabrechnung unter "KFZ-Nutzung" nicht mehr die 1% (ca. 150 Euro), sondern nur noch 100, und statt der bislang ca. 90 Euro für Fahrten Wohnung/Arbeit nur noch ca. 25 Euro. Der AG hat gesagt, das wäre eine andere Regelung und im Ausgleich müsse ich die Benzinkosten selber tragen.


    Habe jetzt selbst mal gegoogelt und befürchte zwei Dinge: a) entweder ist das eine Altregelung, die es so nicht mehr gibt, oder b) ich muss jetzt ein Fahrtenbuch führen. Das hat mir aber keiner gesagt. AArgh!

    Kann ich mir so nicht vorstellen. Warum solltest Du für den Firmenwagen bzw. die betrieblich veranlassten Fahrten die Benzinkosten tragen. Dem liegt mit Sicherheit ein anderer (rechnerischer) Sachverhalt zu Grunde.

    Hallo Miwe,


    ist aber (leider) so. Im "Ausgleich" ist der auf meinen Monatsabrechnungen eingetragene geldwerte Vorteil für die Kfz-Nutzung und die Fahrten Wohnung-Arbeit ab diesem Zeitpunkt auch herabgesetzt worden (also seit November 2009 nicht mehr 1% und 0,03% des BLP, sondern weniger). Die Begründung des AGs lautete, dass aufgrund meienr Arbeitszeitverkürzung (und damit einhergehendem Gehaltsverzicht) der geldwerte Vorteil einen zu großen Teil des Gehalts ausmachen würde. Jetzt haben sie eben den geldwerten Vorteil herabgesetzt, und stattdessen muss ich das Benzin selber zahlen. Welche Regelung da steuerrechtlich dahinter steht, weiß ich aber nicht.


    Ganz verstehe ich das mit der Abrechnung aber immer noch nicht. Wenn ich jeden Monat den geldwerten Vorteil versteuere und dann NOCHMAL den Posten auf der Lohnsteuerjahresabrechnung habe und mir das von den Werbungskosten abgezogen wird - versteuere ich dann nicht doppelt?


    Gruß, Ponderevo

    Hallo,


    ich bin ob dieses Postens (Nr.18 ) auf der Lohnsteuerbescheinigung etwas verwirrt.


    Meine Freundin bekommt von ihrem AG jeden Monat Geld für ihre Fahrtkosten ausbezahlt, das dann (natürlich) unter diesem Posten in der Lohnsteuerbescheinigung erscheint.


    Ich hingegen fahre einen Firmenwagen und bekomme KEIN Geld ausbezahlt, sondern versteuere nur jeden Monat den geldwerten Vorteil (die berühmten 0,003%). TROTZDEM habe ich diesen Posten Nr.18 auf der Lohnsteuerbescheinigung, und seine Höhe entspricht exakt 12x dem "geldwerten Vorteil", den ich jeden Monat versteuere.


    Ist das nicht ein Fehler? Ich habe dieses Geld ja nie in Natura ausbezahlt bekommen, so wie es bei meiner Freundin der Fall ist. Ich habe es nur virtuell versteuert.


    P.S. Tankkosten habe ich früher bezahlt bekommen, seit ein paar Monaten (nach einer Arbeitszeitverkürzung) aber nicht mehr.


    Gruß, Ponderevo