Beiträge von _idefix_

    Hallo Buffy,


    ich versuch's mal der Reihe nach mit ein paar vereinfachten Fallbeispielen:


    1. Beispiele Wasserabrechnung:


    Im letzten Jahr wurden Abschlagszahlungen in Höhe von 3000 EUR bezahlt, die in der HG-Abrechnung 2010 im Verhältnis des Verbrauchs 2010 verteilt wurden.
    Eigentümer A: 1500 EUR
    Eigentümer B: 800 EUR
    Eigentümer C: 700 EUR


    Im Februar kommt dann die Abrechnung von der Gemeinde, die


    a) eine Nachzahlung von 100 EUR ausweist.


    Diese Nachzahlung muss jetzt verbucht und dann in der Hausgeldabrechnung 2011 berücksichtigt werden. Dabei darf sie aber am Ende natürlich nicht im Verhältnis des Verbrauchs 2011 verteilt werden, sondern entweder
    aa) im Verhältnis Verbrauch 2010 (z.B. wenn sich nur der Preis geändert hat):
    Eigentümer A: 50,00 EUR
    Eigentümer B: 26,67 EUR
    Eigentümer C: 23,33 EUR
    ab) in einem anderen Abrechnungsverhältnis (z.B. wenn sich Abrechnungskomponenten, z.B: Grundpreise, verschoben haben)
    Eigentümer A: 30,00 EUR
    Eigentümer B: 40,00 EUR
    Eigentümer C: 30,00 EUR
    ac) noch komplizierter wird's dann, wenn die Restbeträge ein unterschiedliches Vorzeichen bekommen (s. Bedienung Vorzeichen bei Festbeträgen
    Eigentümer A: -5,00 EUR
    Eigentümer B: 55,00 EUR
    Eigentümer C: 50,00 EUR


    b) eine Erstattung (Einnahmerückzahlung) von 100 EUR ausweist. Die Vorzeichen aus den obigen Beispielen aa) kehren sich also um und in ab) und ac) kommen andere Beträge raus.


    c) eine Erstattung für 2010 enthält und dann zusammen mit der nächsten Abschlagszahlung 2011 verrechnet wird => Gesamtausgabe, die in Ausgabe und Ausgaberückzahlung gesplittet werden und dann gemäß obigen Beispielen auf die Eigentümer verteilt werden muss.



    2. Beispiele Müllabrechnung:
    Das Grundproblem ist hier wie beim Wasser: Es wurden zunächst Abschlagszahlungen verteilt und dann kommt irgendwann im neuen Jahr die Abrechnung, nach der einzelne Eigentümer eine Erstattung andere eine Nachzahlung bekommen müssen, die aber zwangsläufig ein ganz anderes Aufteilungsverhältnis haben müssen als die laufenden Abschlagszahlungen für dieses Jahr, weil es sich nur um einen Differenzbetrag handelt.



    3. Beispiel Garten:
    Einige Eigentümer sollen aufgrund anderer Nutzungsverhältnisse einen festen Sockelbetrag zahlen; der Rest, der im Laufe des Jahres an Kosten anfällt, soll nach MEA verteilt werden:


    Sockelbetrag: 300 EUR gesamt
    Eigentümer A: 200,00 EUR
    Eigentümer B: 100,00 EUR
    Eigentümer C: 0,00 EUR


    Restbetrag: 3000 EUR (MEA: 50/40/10)
    Eigentümer A: 1500,00 EUR
    Eigentümer B: 1200,00 EUR
    Eigentümer C: 300,00 EUR


    gesamt: 3300 EUR
    Eigentümer A: 1700,00 EUR
    Eigentümer B: 1300,00 EUR
    Eigentümer C: 300,00 EUR



    Ich hoffe, ich habe in meinen Zahlenbeispielen jetzt keine Rechenfehler eingebaut. ;)


    Ich kann alle Beispiele mit Excel-Nebenrechnungen erledigen und dann mit dem Umlageschlüssel lt. Abrechnung arbeiten, es scheint mir aber nicht Sinn der Sache zu sein, zusätzlich zur Abrechnung noch x Excel-Tabellen zu verteilen (schließlich habe ich HV ;-)).
    Oder ich kann die Kosten jeweils auf zwei Konten (bei unterschiedlichen Vorzeichen bei Eigentümern müssten es sogar mehr sein) verteilen. Das scheint mir aber auch nicht sonderlich elegant, da man auf diese Weise ganz schnell Konten "verbrät" (was auch für das Problem gilt: Verbesserungsvorschläge Änderung Verteilungsschlüssel ab Datum).



    Anmerkung:
    Wir rechnen streng nach dem Abflussprinzip ab; periodengerechte Abgrenzungsposten oder ähnliche Praktiken scheiden für uns - laut Anwalt - aus. Trotzdem soll's natürlich gerecht sein.



    Anmerkung 2:
    Ich bin nicht als Meister vom Himmel gefallen, aber ich lerne gerne täglich dazu, wenn man mir die Gelegenheit dazu gibt! ;)

    Da die Eigentümer nach neuem WEG beschließen können, Verteilungsschlüssel zu ändern, wenn diese gerechter sind (z.B. Umstellung auf Abrechnung nach Verbrauch), wäre es notwendig, eine Änderung des Verteilungsschlüssels ab einem bestimmten Datum xx.xx.xxxx eingeben zu können, da ansonsten jede Schlüsseländerung für den gesamten Zeitraum des Gebäudes wirksam wird, (wenn ich das richtig verstanden habe).

    Beispiel Wasser:
    Schlüssel 1: -574,30 € lt. Abrechnung
    Schlüssel 2: Rest (6000 €) nach Verbrauch


    Beispiel Müll:
    Gesamt 2500 €
    Schlüssel 1: 78,22 € lt. Abrechnung (Vorjahr)
    Schlüssel 2: Rest lt. Abrechnung (aktuelles Jahr)
    (die kann ich natürlich auch zusammen in eine Abrechnung nehmen, getrennt ausgewiesen wär's aber transparenter)


    Beispiel Gartenbetreuung:
    Schlüssel 1: 1200 € lt. Abrechnung
    Schlüssel 2: 3700 € n. MEA

    Bei einigen Konten muss ich die Kosten nach verschiedenen Umlageschlüsseln verteilen.


    Da die Aufteilungsbasis nicht Prozente sondern Beträge sind, helfe ich mir im Moment mit Excel-Tabellen und verteile die zusätzlich zur Hausgeldabrechnung.
    Alternativ wären auch zwei verschiedene Konten denkbar, was aber auch nicht sonderlich übersichtlich ist.


    Sehr viel eleganter wäre es, wenn ich in HV nicht nur Prozente eingeben könnte, sondern Beträge, z.B.

    • Schlüssel 1 - 3.000 EUR nach MEA
    • Schlüssel 2 - Rest nach Verbrauch

    Hm, bei uns sieht das ganz vernünftig aus:


    1. Seite Abrechnung:
    Zufrührung zur Rücklage: xxx €
    abzgl. Rücklagenvorauszahlungen: yyy €
    Nachzahlung (oder Erstattung) xxx-yyy €


    Und bei der Rücklagenentwicklung stehen für jeden Soll und Ist und ggf. Rückstand.


    Was ist bei dir da anders?

    Schon wenn ich nur die Umsätze abfrage, muss ich in HV jedes Mal die PIN zweimal eingeben, das ist lästig zumal wenn ich eigentlich nur die Umsätze des Hausgeldkontos abfragen möchte (dies in HV aber nicht trennen kann).


    Ganz schlimm wird's jedoch, wenn ich eine Reihe von Buchungen wie z.B. Nachzahlungen/Erstattungen aus der Hausgeldabrechnung durchführen will. Da kommt man aus dem PIN-eingeben gar nicht mehr raus. :(


    Eigentlich sollte das doch geschmeidiger gehen, indem man die PIN für einen Kontozugriff nur einmal eingibt (wenn ich per Internet Onlinebanking was mache, brauche ich die PIN auch nur einmal). Zindest de Software könnte einem die endlose Tipparbeit abnehmen.


    Auch de TAN-Eingabe ließe sich sehr vereinfachen, wenn man mit HV Sammellastschriften/-überweisungen druchführen könnte (andere Banking-Programme schaffen das auch).

    Bei der Hausgeldabrechnung habe ich per "Erzeugung Sollstellungen aus den Abrechnungen" die Nachzahlungs- bzw. Erstattungsbeträge errechnen lassen. Dis Sollstellungen erschienen dann auch richtig in den offenen Posten.


    Nachdem ich nun die Erstattungsbeträge per Onlinebanking überwiesen und anschließend verbucht habe, stehen zu meiner Überraschung in den "Offenen Posten" (kein Filter) falsche Kontostände bei den Eigentümern mit Erstattungen.


    Beispiel:
    Erstattung 69,40 €
    verbucht als Einnahmerückzahlung
    Kontostand - 138,80 €


    Versteh ich nicht so recht... ?(

    Hallo Buffy,


    nachdem ich inzwischen den WP 2011 erstellt hatte und dieser genehmigt ist, suche ich vergeblich nach einer Möglichkeit, die Hausgeld(soll)zahlungen anzupassen, damit diese dann im Abgleich der Umlagezahlungen erscheinen.
    Muss ich doch alle Sollwerte für Hausgeld- und Rücklagenvorauszahlungen von Hand bei jedem Eigentümer eingeben?

    Danke für deine Meinung! :)


    Aber ich habe da meine Zweifel. ?(


    Dann würden ja Weisungen gar keinen Sinn ergeben, dabei gibt es sogar speziell Formulare zu kaufen:
    http://www.arbeitshilfen-online.de/Download.asp?ANR=10108


    Aber möglicherweise finde ich meine Antwort im BGB (bin halt auch kein Jurist):


    "§ 665 BGB Abweichung von Weisungen
    Der Beauftragte ist berechtigt, von den Weisungendes Auftraggebers abzuweichen, wenn er den Umständen nach annehmen darf, dass der Auftraggeber bei Kenntnis der Sachlage die Abweichung billigen würde. 2Der Beauftragte hat vor der Abweichung dem Auftraggeber Anzeige zu machen und dessen Entschließung abzuwarten, wenn nicht mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist."

    Wir verteilen mit der Tagesordnung jeweils Vollmachtsformulare mit der Möglichkeit entweder eine Vollmacht "nach eigenem Ermessen" zu erteilen oder Weisungen für die einzelnen Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten anzukreuzen (Ja, Nein, Enthaltung). Das funktioniert in der Regel recht gut.
    Nun kommt es aber gelegentlich vor, dass im Laufe der Diskussion Beschlussvorschläge umformuliert werden. Wie geht man dann korrekterweise mit den Stimmen/Weisungen um?


    • Kann/soll der Bevollmächtigte dann trotzdem nach eigenem Ermessen abstimmen oder
    • muss er sch strikt an die Vorgabe halten, obwohl der ursprüngliche Beschlussantrag mehr oder weniger stark abgeändert wurde oder
    • sind solche Stimmen grundsätzlich als "ungültig" oder "Enthaltung" zu werten?

    Eure Meinung und wie ihr damit umgeht, würde mich interessierren.

    Den Assistenten "Abgerufene Umsätze in die Einnahmen und Ausgaben übernehmen" kann bisher nur - gut versteckt - über "Meine Hausverwaltung > Übersicht eigene Daten > Bannkverbindungen" erreichen.


    Erwarten sollte man ihn unter "Daten erfassen > Einnahmen / Ausgaben". Jedenfalls suche ich dort immer wieder vergeblich danach. Schön wäre, wenn es von dort auch einen Link gäbe.