Beiträge von froodo

    Das Software-Update hat die Grundvoraussetzung zur Korrektur der LoSt-Bescheinigung geschaffen.


    Den Arbeitgeber trifft in diesem dreier- oder vierer-Gespann (Finanzverwaltung,Softwareanbieter,AG-oder Steuerberater) wohl die geringste Schuld; wird aber auf den zusätzlichen Kosten, die eine Neuanfertigung mit sich bringt, sitzen bleiben dürfen - was einige Unternehmen in der Tat als wirtschaftlich unzumutbar erachten dürften.


    Ich frage mich, warum den Clearingstellen der Finanzverwaltung der Fehler bei der Übertragung nicht aufgefallen ist - da gibt es doch sonst auch jedemenge Rückmeldungen, fall bei der Übertragung irgendetwas unstimming erscheint.


    Softwarehäuser fügen sich in ihr Schicksal:


    http://www.haufe.de/newsDetails?newsID=1297930436.5&d_start:int=0&topic=Personal_Lohn_Gehalt&topicView=Personal%20und%20Lohn%20%26%20Gehalt&topic=Personal_Lohn_Gehalt&topicView=Personal%2520und%2520Lohn%2520%2526%2520Gehalt


    ...und es bleibt natürlich jedem selbst überlassen -falls ein Update zu Verfügung steht- ob er in's Lohnbüro wackelt und um eine Neuanfertigung zu bitten, oder nicht.

    Ich weiß ja nicht, welches Verhältnis Du zu Deinem AG hast, daß Du das so auslegst... :whistling: Ich habe zu meinem jedenfalls ein sehr gutes Verhältnis und würde ihm unter den gegeben Umständen eine solche Reaktion nicht verübeln (erst recht, wenn er kein Softwareupdate bekommt, was bei seinem Anbieter relativ unwahrscheinlich scheint, siehe #128

    Ich kann Dir versichern, dass das Verhältnis zwischen meinem AG und seinen Angestellten ausgezeichnet ist. Auch ich verüble ihm rein gar nichts und bin mit dem bereitgestellten Lösungsweg auch einigermaßen zufrieden. Zumal allen Verwaltungsbehörden die Problematik jetzt bekannt ist. Ich könnte ihm unter den gegebenen Umständen auch nicht verübeln, keine korrigierte LoSt.-Bescheinigung auszuhändigen, selbst wenn ein Update der Software bereitstehen würde. Ich bin sehr wohl in der Lage, die Situation in "unserem Laden" selber einschätzen zu können. Viele andere nicht.


    Ich finde einfach nur Verallgemeinerungen ziemlich doof - gerade bei der hier diskutierten Problematik.


    Mir würde es auch nicht einfallen (Beitrag #140), einen AG unterschwellig als unvernünftig zu bezeichnen, falls er die BMF-Aussage nicht zu seinem eigenen Vorteil auslegen würde.


    Trotzdem schön zu wissen, das zumindest wir beide in diesem Fall kein Problem mit unserem AG haben.


    Für mich ist diese Thema damit auch erledigt - und bin auf weitere Rückmeldungen gespannt.

    Zitat Billy1963: "Was denn für ein Angriff? :rolleyes:"


    ok - nochmal


    Siehe Beitrag #140 - ihr unterstellt "den Unternehmen" doch quasi, dass sie die schwammige Formulierung des aktuellen BMF-Schreibens ausschließlich zu ihrem eigenen Vorteil auslegen und an einer alle zufriedenstellenden Lösung nicht weiter interessiert sein werden. Diese Sprüche bedienen doch nur die klassischen negativen Vorurteile, und einige AG könnten das mit Recht als ehrenrührig auffassen. Schnellschuss - das Urteil wird gefällt, noch bevor eine Reaktion überhaupt erfolgen kann.


    Verallgemeinerungen sind doch unsinnig und hier überhaupt nicht zielführend, das hat doch auch gerade der Beitrag von mwinte3 (Beitrag #152) gezeigt. Aufschlussreich wäre es doch von denjengen, die sich hier "positiv" zurückmelden zu erfahren, welche Software denn verwendet wurde - damit könnten zumindest diejenigen, in deren Unternehmen die gleiche Softwarelösung zum Einsatz kommt, die Möglichkeiten ihrer AG besser einschätzen.

    Offenbar hast Du selbst inzwischen etwas dazugelernt. Dann beziehe aber andere User nachträglich bitte nicht in Deinen eigenen "Lernprozess" mit ein.

    Na, wenn ich zumindest Billy1963s Beiträge vor und nach meinem Kommentar ( # 141) betrachte, dann klingt das doch im nachhinein und vernüftigerweise wesentlich differenzierter. Ich hatte der Gerechtigkeit halber Partei ergriffen und zu Gunsten der Arbeitgeberschaft eine Gegenthese aufgestellt (unter #151), weil ich zitierte Kommentare als unsachlich, ungerecht und als haltlose Verallgemeinerung ansehe. Waum greift man an, wenn die Reaktion noch gar nicht erfolgt ist? Vielleicht im Überschwang der Gefühle?


    Mein Lernprozess - ja nenn es so; da auch meine Verallgemeinerungen natürlich falsch sind.


    Ich revidiere meine Aussage:


    da einige (mich eingeschlossen / Herrmann sei hier ausdrücklich nicht erwähnt) dazugelernt haben dürften, dass Verallgemeinerungen meist und Vor-Verurteilungen grundsätzlich
    falsch und hier auch wenig hilfreich sind, wäre es doch jetzt an der Zeit, von denjenigen die sich positiv
    zurückmelden zu erfahren, welche Software im Einzelnen verwendet wird /
    wurde.

    Moin mwinte3: :) Glückwunsch - vielen Dank für die Mitteilung.

    Warum schreiben die nicht einfach: "Macht, was ihr wollt"? :cursing: Darauf läuft es doch hinaus.


    Sicher, wenn der AG diese Vorlage nicht aufnimmt, ist er doch selbst Schuld.


    Gruß
    Dirk

    Da wir alle mal wieder gelernt haben, dass Verallgemeinerungen meist und Vorverurteilungen grundsätzlich falsch sind, wäre es doch jetzt schön, von denjenigen die sich positiv zurückmelden zu erfahren, welche Software im Einzelnen verwendet wird / wurde.


    Schön, dann betreibst Du also auch "Arbeitgeber-Bashing".

    Nein - ich hatte lediglich darauf hingewiesen, dass es unrealistisch erscheint zu erwarten, dass der AG bis Ende Februar korrigierte LoSt.-Bescheinigungen aushändigen kann, sofern die verwandte Software kein entsprechendes Update anbietet.
    (Beitrag #141)


    Zudem möchte ich immer ersteinmal glauben, dass der AG die Interessen seiner AN vertritt und dementsprechend zu deren Wohle handelt und die letzte Klarstellung des BMF (insbesondere hier den letzten Satz) eben nicht szs.freundig und mit einem unterschwelligen Grinsen zur Kenntnis nimmt. Auch glaube ich, dass viele AG in der Tat versuchen, die Softwareanbieter unter Druck zu setzen - was aber wohl ein sinnloses Bemühen sein dürfte.

    Zitat von »froodo«


    Deshalb bleibt sie doch anonym - oder was? Oder gibt es so 'ne Art Bundes-Tinchen
    Wenn sie denselben Nick noch woanders nutzt, ist es schon nicht mehr so ganz anonym.

    Ja das ist wahr - kann Tinchen dann auch selber einschätzen.


    Sehe, dass seit heute Morgen die Datev-Seite nicht mehr erreichbar ist - Wartungsarbeiten - hat das evtl. mit dem Thema zu tun? Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben. Denke aber auch, dass die Softwareanbieter -sofern noch kein Update geliefert wurde- die Sache bis Ende Februar aussitzen werden.

    Das ist doch Unfug. Der Arbeitgeber überträgt die Daten an die Finanzbehhörden und gibt dem Arbeitnehmer dafür die Bescheinigung. Beides ist auf Grund der vom AG verwendeten Software fehlerheft.

    Der Arbeitgeber oder der Dienstleister überträgt die Daten mittels der Software and die Finanzbehörden. Der Arbeitgeber händigt die Bescheinigung aus.

    Beides ist auf Grund der vom AG verwendeten Software fehlerheft.

    Dem AN bleibt nun nichts anderes übrig, als abzuwarten, was letztendlich das FA dann macht, wenn der jeweilige AG es als unzumutbar erachtet, da eine Korrektur zu erstellen (was, wie gesagt nur geht, wenn sie ein Update bekommen würden, aber warum sollte da eins geliefert werden ...).

    Hatte ich auch gesagt.


    Vielleicht könntest du unter dem Deckmantel der anonymität verraten,
    In einem öffentlichen Forum? :rolleyes: Toller Tipp.

    Deshalb bleibt sie doch anonym - oder was? Oder gibt es so 'ne Art Bundes-Tinchen

    Zitat Tinchen:"Ausgerechnet jetzt wo wir eigentlich einiges an Steuern wieder bekommen sollten, gibt es Probleme ... Toll!"


    Ja toll von miwe4 - der hat dich jetzt nämlich hier sozusagen abgestellt, und dir kann scheinbar so niemand weiterhelfen - zumal sich hier in diesem Thread hauptsächlich freiwillig gesetzlich Versicherte tummeln, die sich aus Frust gerade damit begnügen so 'ne Art abgemildertes Arbeitgeber-Bashing zu betreiben ;)


    Bin wahrlich kein Steuerexperte - kann aber mal versuchen den Ball ins rollen zu bringen. Vielleicht können dann Versiertere das Ruder übernehmen.


    Da ihr pflichtversichert seid, geh ich davon aus, dass in eurer LoSt.-Bescheinigung die Zeile 24 nicht befüllt ist - oder etwa doch?? Sind dort anderweitig steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse oder pauschalisierte Arbeitgeberleistungen bescheinigt?
    Hattet ihr zusätzliche steuerpflichtige Einkünfte?


    Dein Zitat: "Ausgerechnet jetzt wo wir eigentlich einiges an Steuern wieder bekommen sollten"


    Warum solltet Ihr - hattet ihr sonstige erhöhte steuerrelevante Aufwände / Werbungskosten?


    Vielleicht könntest du unter dem Deckmantel der anonymität verraten, was auf der LoSt. Bescheinigung unter folgenden Ziffern eingetragen ist: 3 und 4

    "...wenn dies wirtschaftlich zumutbar erscheint."... ist doch ok und realistisch.


    es ist doch schon mal beruhigend zu wissen, dass den Verwaltungsbehörden der Mißstand bekannt ist; und es geht doch nur noch um Schadensbegrenzung. Wer will denn seinen Arbeitgeber gerne ans Bein pinkeln - anders wäre es wenn die Lohnabrechnung im Outsourcing ist - dann könnten beide pinkeln. Aber was macht der arme Dienstleister, wenn ihm sein Programm kein Update anbietet - soll er alle Daten sämtlicher Betroffener prüfen, selber nachrechnen und die Auswertung der Software mit Tipp-Ex korrigieren und dem Finanzamt zufaxen (so stell ich mir das vor - hab das selber noch nie machen müssen - mich erinnert das gerade an AtTuSo und Elsner). Ich denke letzlich müssen es die Finanzamtsmitarbeier ausbaden - und derSteuerbürger den zusätzliche finanzielle Aufwand finanzieren.


    Wiso gibt es kein Update von Datev zur korrekten Berechnung der LoSt-Bescheinigung für 2010 (oder gibt es mittlerweile eins)?? Die "corrective action" sieht dort so aus (jedenfalls in unserem Betrieb), dass dem Betroffenen in eim Schreiben mitgeteilt wird, dass er die Werte der falsch erstellten Lohnsteuerbescheinigung abgeändert in der Steuererklärung eintragen soll (bei mir - Zeile 24 "verzichten Sie in der Zeile 37 der 'Anlage Vorsorgeaufwendungen' auf die Eingabe des Betrags, der als Arbeitgeberzuschuß in Zeile 24 der Lohnsteuer ... blabla.) Agenda z.B. hat es doch offensichtlich auch hinbekommen.


    http://www.haufe.de/personal/fc/14926#14938


    "die Firma AGENDA, über welche wir die Löhne abrechnen, hat bereits am
    03.02.2011 ein Update geliefert in welchem nur die betroffenen
    Lohnsteuerbescheinigungen neu erzeugt und zur Übermittlung an das FA
    bereit gestellt werden"

    Lohnsteuerbescheinigung 2010: Müssen die Beiträge bei freiwillig Versicherten erneut übermittelt werden?


    Für Arbeitgeber bleibt es spannend, welche Folgen dies für bereits übermittelte Bescheinigungen hat.


    Lösung 1:


    Das Bundesministerium der Finanzen besteht auf einer Korrektur und erneuten Übermittlung der Bescheinigung. In diesem Fall müssten die Softwarehäuser neu programmieren und die Arbeitgeber die Bescheinigungen erneut übermitteln.


    Lösung 2:


    Das Problem wird im Rahmen der Einkommensteuererklärung gelöst. Das würde jedoch zusätzliche Arbeit bei den Finanzämtern bedeuten.



    Angesichts der vertrackten Situation bleibt betroffenen Arbeitgebern derzeit nichts anderes übrig, als abzuwarten, wie die Entscheidung der Finanzverwaltung ausfällt.

    Moin,


    Habe heute folgende Antwort vom BMF / Referat für Bürgerangelegenheiten erhalten. Einsellung hier ausdrücklich genehmigt.


    Hab das mal von meiner mailbox per copy und paste erstellt.


    BMF 09.02.2011.pdf


    Wer es als hilfreich ansieht, diese mail als Original zu haben, der kann mich ja per PN kontaktieren


    ....... somit kann man auch den Verfasser (Anhang) die Arbeit für die kommenden Tage evtl. etwas erleichtern.

    Moin,


    solange Miwe4 noch am suchen eines passenden Links ist, (oh, schon gefunden) wollte ich die Zeit nutzen, nochmal etwas beizutragen:


    http://www.rehmnetz.de/Persona…egeversicherung-4047.html


    "Das Bundesministerium der Finanzen hat aufgrund von Anfragen von
    Softwareanbietern klargestellt, dass in den Zeilen 25 und 26 der
    Lohnsteuerbescheinigung stets der gesamte Beitrag des freiwillig
    versicherten Arbeitnehmers zu bescheinigen ist"


    (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 7.1.2011 IV C 5 – S 2378/0-05; DOK 2011/0001181)


    Das könnte evtl. die letzten Zweifler unter den Arbeitgebern überzeugen.


    Hab mich gestern allerdings schon plattgegoogelt - dass erwänte BMF-Schreiben allerdings nicht gefunden.

    Moin,


    ...und andere machen öffentlich, dass sie nachziehen:


    http://www.jruder.de/archives/2507


    (wobei ich bezweiflen, dass die im obigen Link angegebene "Veröffentlichung" des BMF im Januar 2011 auch tatsächlich existiert - habe jedenfalls bis jetzt keine Antwort auf meinen "Kommentar" erhalten)


    Ich denke, wenn Herr Ruder mit "Agenda" in der Lage ist, bis Ende Februar korregierte Lohnsteuerbescheinigungen anzufertigen und zu übermitteln (und auszuhändigen), sollten es die anderen einschlägigen Softwareanbieter und Personalabteilungen / Lohnbüros ebenfalls schaffen.

    Habe folgende Neuigkeit entdeckt:


    DATEV INFO II.pdf


    "Datev" scheint zur Zeit sämtliche Software-Anwender/Lohnbuchhaltungen anzuschreiben (jedenfalls kann ich das im Falle meiner Firma bestätigen /war vor 2 Std da) - und bittet um Korrektur der im Einzelfall falsch ausgefüllten/übermittelten Lohnsteuerbescheinigungen.


    Diejenigen, dessen Lohnsteuerbescheinigungen mittels Datev und falsch erstellt wurden (keine Ahnung, was noch so auf dem Markt ist), können ihre Lohnsteuerbescheinigungen scheinbar ersteinmal beruhigt beiseite legen, und die Aushändigung einer korregierten Bescheinigung abwarten - (sollte das bis mitte Februar geschehen ??)