Beiträge von Scea

    Hallo zusammen,


    ich habe gestern zum ersten Mal die Steuer 2012 für Arbeitnehmer ausprobiert und habe Probleme mit der Anrechnung der Werbungskostenpauschale. Diese möchte ich in Anspruch nehmen, da ich nicht über 1.000 Euro komme. Die Software sagt, dass die Pauschale automatisch angesetzt wird, wenn kein Feld in dem betreffenden Reiter "Werbungskosten" ausgefüllt wird. Also habe ich alles frei gelassen. Trotzdem bekomme ich am rechten Rand die Meldung, dass ich die Pauschale noch nicht ausgeschöpft hätte. Woraus ich folgere, dass sie noch gar nicht in die Steuerberechnung eingegangen ist. Gleichzeitig sehe ich rechts die Vorausberechnung meiner Steuer, wonach ich ca. 400 Euro nachzahlen müsste.
    Wie bringe ich das System dazu, die Pauschale mit einzuberechnen? Ich möchte es nicht darauf ankommen lassen, dass ich die Erklärung so abgebe (habe die Prüfung schon durchlaufen lassen, die Pauschale wurde nirgendwo mit reingerechnet) und nachher 400 Euro nachzahlen muss nur weil die Pauschale nicht drin war bzw. ich diese an keiner Stelle einsetzen konnte.


    Wer kann mir weiterhelfen? Vielen Dank schon einmal!

    Vielen Dank für die Antwort zur Pauschale!


    Aber nochmal meine Frage nach einschlägigen Gerichtsurteilen, denn dass ich abwarten muss, ob und was ich anerkannt bekomme ist mir schon klar. Ich erhoffe mir hier mehr Hinweise. Gibt es solche positiv ausgefallenen Urteile?
    Oder alternativ, kennt jemand ein paar gute Argumente, mit denen man das Finanzamt überzeugt, wenn man Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen möchte?

    Hallo,


    da ich nach längerem Suchen keine exakten Antworten auf meine Fragen gefunden habe, möchte ich diese hier im Forum mal posten.


    Ich bin im September 2010 in die Nähe meines Arbeitsplatzes gezogen. Meine Fahrtzeit vor dem Umzug betrug laut Routenplaner 45-50 min. je nach gewählter Strecke. Real aber habe ich immer - aufgrund des starken Berufsverkehrs (Rhein-Main-Gebiet), der natürlich im Routenplaner nicht berücksichtigt wird - mindestens eine, manchmal sogar 1,5 Stunden einfache Strecke benötigt. Jetzt beträgt mein Weg zur Arbeit 5 min. mit dem PKW oder ich fahre mit dem Rad.
    Nun möchte ich natürlich die Kosten für den Umzug - Spedition und Makler für die Mietwohnung - von der Steuer absetzen. Mir ist bekannt, dass das nur dann problemlos klappt, wenn sich die tägliche Fahrtzeit laut Routenplaner, den das Finanzamt ja immer zur Bemessung heranzieht, um mindestens eine Stunde verkürzen muss. Real ist das aufgrund des Berufsverkehrs auch der Fall, aber der Routenplaner sagt ja etwas anderes. Ich bin also ein "Grenzfall". Nun habe ich von einem Gerichtsurteil gelesen, bei dem genau diese Sachlage gegeben war. Dem Arbeitnehmer wurden die beruflich bedingten Umzugskosten nicht als Werbungskosten anerkannt, da der Routenplaner 50 min. für die alte Strecke zur Arbeit ausgab. Der Argumentation des Arbeitnehmers, dass diese Zeit aufgrund des Berufsverkehrs unrealistisch sei und nie vorkomme, er vielmehr min. 1,5 Stunden für eine Strecke bräuchte, ließ das Finanzamt nicht zu. Ihm wurden die Umzugskosten nicht erstattet. Meine Frage: Gibt es gleich gelagerte andere, aktuelle Urteile, die für den Kläger entschieden wurden? Dies würde mir sehr helfen, da meine Kollegen mir bereits gesagt haben, dass mein neues Finanzamt wenig kulant sei!


    Zweite Frage: Verstehe ich das richtig: Kann ich meine Kosten für Spedition und Makler, für die ich eine Rechnung erhalten habe, in der Steuer einzeln angeben und ZUSÄTZLICH noch die Umzugskostenpauschale anführen? Oder geht nur "entweder oder"? Die Pauschale beträgt für Ledige aktuell 628 Euro, ist das korrekt?


    Vielen Dank für Ihre hilfreichen Antworten!