Beiträge von G.L.1964

    Außerdem ist hier nur relevant, ob du steuerpflichtig bist. Deine Kunden spielen für die Beurteilung deiner Steuerpflicht zunächst keine Rolle. Der Staat verzichtet nicht auf Umsatsteuer von dir, nur weil hier eine Verwaltung die Rechnung bekommt. Sie kann nur diese Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abziehen (wie übrigens auch andere Kunden, ich spreche hier z. B. von Privatkunden, Kleinunternehmern etc.).

    ... siehe Antwort oben an neuer_uhu. Wir wussten vorher auch nicht, dass so etwas überhaupt möglich ist und hatten vorher alle Rechnungen (auch an Gemeinden und Kirchen) mit UST abgerechnet.


    Grüße

    Gisela

    Gemeinden sind ja von der Steuer befreit.

    ...sagt wer, bzw. steht wo?

    ... sagt sowohl Gemeinde als auch der Friedhofsträger (Kirche), welche von uns die Abrechnung netto verlangt laut folgender Vorschrift:


    Friedhof- und Steuerrecht


    Umsatz- (Mehrwert)-steuerpflichtige Tätigkeiten im Zusammenhang mit einer Bestattung:


    (1) Nach Art. 13 Abs. 1 Unterabschnitt 1 der EU-Mehrwertsteuerrichtlinie gelten Staaten, Länder, Gemeinden und sonstige Einrichtungen des öffentlichen Rechts als nicht Steuerpflichtige, wenn sie die Tätigkeiten ausüben, die ihnen im Rahmen der öffentlichen Gewalt obliegen. Die Rechtsprechung des EUGH fasst darunter Tätigkeiten, die die Einrichtungen des öffentlichen Rechts als Rechtssubjekte des öffentlichen Rechts, d.h. im Rahmen des deshalb für sie geltenden Rechtskreis, des für sie geltenden Sonderrechts, ausüben (=hoheitliche Tätigkeiten auf einem Friedhof).


    Deshalb sind Personen des öffentlichen Rechts, die in den Formen des öffentlichen Rechts entgeltliche Leistungen erbringen, grundsätzlich n i c h t steuerpflichtig!


    Die Errichtung und Unterhaltung öffentlicher Friedhöfe wie auch die Vornahme der Bestattungen sind hoheitliche Aufgaben, die Friedhofsträger werden insoweit in Ausübung öffentlicher Gewalt tätig (Gleiches gilt für seinen sog. Erfüllungsgehilfen). Sie kann sich hier eines sogenannten „Erfüllungsgehilfen“ (Bestattungsunternehmens) bedienen.


    Zudem verlangt die Kirche sogar noch, dass wir die Rechnung über die hoheitlichen Aufgaben, welche wir eigentlich an die Kirche stellen müssten, damit wir diese OHNE Umsatzsteuer berechnen dürfen, direkt dem Kunden in Rechnung stellen sollen mit folgender Begründung:


    Da es sich bei den an den Bestatter übertragenen Aufgaben um Tätigkeiten handelt, die dem Friedhofsträger unmittelbar vorbehalten sind (=hoheitliche Aufgaben), müssen diese umsatzsteuerfrei abgerechnet werden. Streng genommen besteht das Vertragsverhältnis zwischen Friedhofsträger und Bestatter; d.h., die hoheitlichen Tätigkeiten (die er als Erfüllungsgehilfe ausübt) müsste der Bestatter mittels Rechnung gegenüber der Kirchstiftung ohne MwSt. abrechnen. Diese müsste dann zusammen mit den durch den Bestattungsfall ihr selbst entstandenen Kosten an die Angehörigen weitergeben. Wir behelfen uns hier eines zweckmäßigen Lösung, indem wir unter § 4 des Bestattervertrages dem Bestattungsunternehmen die "Abgabe des Kassengeschäfts" übertragen.


    Speziell dieser Punkt stößt uns selbst "sauer" auf, da wir der Meinung sind, dass dies so nicht zulässig ist (auch der Bestatterverband vertritt diese Auffassung).


    Bei der Gemeinde (es handelt sich bei meiner Frage oben um 2 verschiedene Kunden (1 x Kirche, 1 x Gemeinde) ist es zumindest so, dass wir die Rechnung direkt an die Gemeinde schicken und diese dann die Kosten per Bescheid an unseren Kunden weiterberechnet. Das Geld erhalten wir in diesem Fall dann von der Gemeinde, nachdem unser Kunde die Zahlung an die Gemeinde getätigt hat.


    Ich bin ja mal gespannt, ob jemand mit den obigen Aussagen etwas anfangen kann.


    Grüße

    Gisela

    Hallo,


    ich muss an eine Gemeinde meine Rechnung OHNE Steuer stellen, da diese von der Gemeinde per Bescheid an unseren Kunden weiterberechnet wird. Gemeinden sind ja von der Steuer befreit. Muss ich bei meiner Rechnung an die Gemeinde den Steuerschlüssel 69 (umsatzsteuerfrei Verkauf) oder 101 (ohne Steuer Verkauf) verwenden?


    Gruß und schon mal Danke im Voraus

    Gisela

    Hallo,


    ich habe mal eine Frage zu einer schon älteren Anleitung zum Jahresabschluss von Berg System.


    Ist folgende ROT MARKIERTE Aussage tatsächlich richtig? Denn bei mir hat das Konto 9000 leider keinen Saldo von 0.


    Bei einem "Überschuss" (Gewinn Betrag ohne Vorzeichen) den Betrag unter Passiva > A. Eigenkapital > V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag aus der Bilanz des Vorjahres als "Gewinnvortrag vor Verwendung" 9000S an 0880H ohne Vorzeichen erfassen. Bei einem "Fehlbetrag" (Verlust Betrag mit Minuszeichen) den Betrag unter Passiva > A. Eigenkapital > V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag aus der Bilanz des Vorjahres als "Verlustvortrag vor Verwendung" 0868 an 9000 ohne Vorzeichen erfassen. Anschließend sollte die Aufstellung des o.g. Kontrollstreifens einen Saldo von Null aufweisen. Falls die EB für Personenkonten bereits vorab manuell erfasst wurden, diese automatisch erstellten nun im Hauptbuch löschen. Gleiches gilt ggf. für andere bereits vorgetragenen Saldenvorträge anderer Konten (z.B. Bank, Kasse). Jahresergebnis aus der Gewinn- und Verlustrechnung muss in die EB übernommen werden und dann umgebucht werden auf den Gewinn-/Verlustvortrag oder aber als Entnahme gebucht werden. Falls Kto. 9000 eine Differenz aufweist, liegt es an einer fehlenden Buchung des Kontos Eigenkapital 0880. Alle EB zusammenrechnen und einen Buchungssatz mit dieser Summe im Soll Konto 9000 an Gegenkonto 0880 erstellen. Schon stimmt die Bilanz.


    Zur 1. roten Markierung: Welcher Kontrollstreifen ist hier gemeint?

    Zur 2. roten Markierung: Differenz heißt also, dass das Konto nach dem Buchungslauf einen Saldo von 0 EUR aufweisen soll?


    Vielen Dank im Voraus.


    Grüße

    Gisela

    Hallo,


    gibt es eine Möglichkeit, dass ich nicht jedes Jahr die Gliederungszuordnung fehlender Konten manuell machen muss? Sobald ich die neue Taxonomie lade, muss ich ja bei all diesen Konten die Zuordnung wieder manuell eintragen. Geht das nicht auch anders? Ist total nervig. :cursing:


    Gruß

    Gisela

    zu Deiner zweiten Frage:

    Auf welchem Konto ist der C-Bonus denn vorher gelandet? Da er ja SV-frei ist, müsste er doch gleich auf dem Konto 4110 gebucht sein. Bei mir ist das automatisch so geschehen, eben wegen der SV- und Lohnsteuer-Freiheit, die man ja bei Anlage der Lohnart so einstellt.


    Gruß

    Chris

    Hallo Chris,


    ich hatte damals das Konto 331 steuerfreier Fahrtkostenersatz kopiert und umbenannt, jedoch vergessen, das unter "weitere Kennzeichen" hinterlegte Konto 4663 Reisekosten Arbeitnehmer Fahrtkosten für Buchungssatz erzeugen zu ändern. Nachdem ich jetzt das Konto geändert habe und rückwirkend die Abrechnungen korrigiert habe, erhalte ich aber keinen Buchungssatz, der mir die Beträge von Konto 4663 storniert und auf Konto 4140 (lt. Deiner Antwort hier vom 4. April buchen auf Konto 4140 oder 4946) bucht.


    Gibt es nach Update jetzt etwa ein bereits hinterlegtes Vorgabekonto für diese Buchungen, da Du ja schreibst, bei Dir sei das Konto 4110 bereits richtig hinterlegt gewesen?


    Gruß

    Gisela

    ... jetzt muss ich noch was fragen:


    Ich habe ja die steuer- und SV-freie Lohnart Verpflegungspauschale für die Corona-Bonuszahlung kopiert, nur leider vergessen, das Buchungskonto zu ändern. Ich habe jetzt im Programm rückwirkend die Änderung noch durchgeführt. Das Programm hat mir auch bei Änderung des Lohnkontos mitgeteilt, dass diese Änderungen auch für vorherige Monate durchgeführt wird (bei uns aktuell ab April). Jedoch erhalte ich keine korrigierte Buchung vom vorher hinterlegten Buchungskontao auf Konto 4140. Muss ich diese Buchungen manuell stornieren und neu buchen?


    Vielen Dank.


    Gruß

    Gisela

    Hallo,


    bei der Lohnabrechnung Juli 2020 wird bei mir immer folgender Buchungssatz automatisch erstellt:


    1755 an 8611, Betrag -105,32 €.


    Mir ist jetzt jedoch aufgefallen, dass hier immer noch das Konto für 19 % verwendet wird. Wurde dies bei der Umstellung nicht angepasst oder bleibt dies auf 19 % UST? Oder muss ich da manuell selbst etwas ändern, damit das richtig gebucht wird? Es gibt aber kein Konto mit der gleichen Bezeichnung "Verrechnete sonstige Sachbezüge aus Kfz-Gestellung" mit 16 % UST.


    Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe.


    Gruß

    Gisela

    Hallo,


    bei der selbst erstellten Lohnart kann man jetzt bei Statistik "Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz" auswählen. Wäre das richtig oder ist das eher für Entschädigungszahlungen vom Staat an uns gedacht?


    Und wo kann man das Einstellen, dass diese Zahlungen NICHT auf der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen werden?


    Gruß

    Gisela

    Hallo,


    klappt leider doch nicht bei mir. Gesamtbetrag Netto und Brutto wird gleich ausgewiesen, obwohl der MwSt.-Betrag aufgeführt ist. Die Summe Rechnungsbetrag stimmt auch (da rechnet er vermutlich den richtigen Bruttobetrag) :wacko:



    Wo kann da noch der Fehler liegen?


    Gruß

    Gisela

    Danke für die schnelle Antwort.


    Bei LA 340 ist nur steuerfreier Satz 100 % hinterlegt, bei SV-frei ist kein Eintrag. Somit würden ja auf den Betrag SV-Beträge anfallen. Was mich aber wundert, dass diese bereits vom Programm vorinstallierte Lohnart falsch hinterlegt ist. Denn Reisekosten sind ja definitiv steuer- und SV-frei oder liege ich da falsch?


    Ich werde es dann künftig ohne Ausweis auf der Gehaltsabrechnung machen. Ist dann am einfachsten für mich. Dann muss ich dem Mitarbeiter diesen Betrag aber separat überweisen und kann es nicht mit dem normalen Gehalt überweisen oder gibt es eine Möglichkeit, dies zwar auf die Abrechnung des Mitarbeiters zu bekommen mit den entsprechenden FiBu-Konten, ohne dass dieser Betrag jedoch bei der Lohnsteuerbescheinigung auftaucht?


    Gruß

    Gisela

    Hallo nochmal,


    ich habe leider erst jetzt bemerkt (anhand der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung), dass das Kopieren des Eintrags (siehe oben) zu "Eintrag Lohn-Nr. 331 - steuerfreier Fahrtkostenersatz" nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat. Denn auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung wird jetzt diese Lohnart unter Postition 17 - "steuerfreie Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte" ausgewiesen und daher auch beim Übertrag der Lohnsteuerbescheinigung in die Einkommensteuererklärung des Arbeitnehmers bei Werbungskosten - "Wege zur Arbeit (Entfernungspauschale) als "steuerfreier Fahrtkostenersatz" in Abzug gebracht. Da mein Arbeitnehmer keine Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte hat, steht hier nun ein Minus in der Einkommensteuererklärung mit einer Warnung des Steuerprogramms! Dies ist ja so nicht richtig. Denn meinem Arbeitnehmer sind ja Kosten für betriebliche Fahrten mit dem privaten PKW entstanden, welche wir ihm wieder steuer- und SV-frei vergüten wollten (sollte eigentlich in Position 20 der Lohnsteuerbescheinigung drin stehen, tut es aber leider nicht). Denn mein Arbeitnehmer gibt die Kosten für betriebliche Fahrten mit dem privaten PKW unter "Reisekosten" in seiner Steuererklärung ein und hier sollte dann eigentlich der Abzug der von uns erstatteten Kosten stattfinden.


    Wo liegt jetzt noch der Fehler?


    Hier die von mir erstellte Lohnart für den steuerfreien Fahrtkostenersatz:



    ... und so sieht die Lohnabrechnung aus:



    Liegt der Fehler evtl. bei "weitere Kennzeichen" - FiBu - Buchungssatz erzeugen: 4663 Reisekosten Arbeitnehmer Fahrtkosten, muss dieses Feld ohne Haken sein, so dass kein Buchungssatz erzeugt wird?


    Zudem ist mir noch aufgefallen, dass bei der Lohnart 340 "steuerfreie Verpflegung", welche vom Programm bereits vorgegeben ist und am ehesten der Erstattung der Reisekosten entspricht, nur steuerfrei, aber NICHT SV-frei ist. Ist das so richtig? Ich war der Meinung, dass von uns erstatteter Verpflegungsmehraufwand steuer- und SV-frei sei. Dies wäre aber hier bei der im Programm bereits hinterlegten Lohnart 340 nicht der Fall.


    Ich hoffe, ich nerve nicht zu sehr ;)


    Gruß

    Gisela

    Super, werde ich Montag mal testen. Vielen Dank.


    Aber es ist schon möglich, die Bonuszahlungen monatlich bis Jahresende aufzuteilen anstatt die Summe auf 1 x zu bezahlen?


    Gruß

    Gisela