Beiträge von FordPrefect

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    ich habe ein Mehrfamilienhaus. Nebenkostenabrechung mache ich selber. Ich selber kümmere mich auch um das Haus. Also gleichzeitig Hausmeister u. Verwalter.

    Wenn du der Eigentümer des Hauses bist, darfst du selbstverständlich deine Eigenleistung abrechnen, dabei solltest du aber tunlichst darauf achten, dass du hierbei den Nettowert, den die Beauftragung eines Dritten kosten würde, überschreitest. Wenn du "nur" der Verwalter bist, kannst du mir der Wohnungseigentümergemeinschaft unter Umständen einen entsprechenden Vertrag schließen, welcher dann auch abgerechnet werden dürfte. Hierbei dann mit Mehrwertsteuer, sofern das Gewerbe auch angemeldet ist.





    Mietrecht
    Urteile



    Eigenleistungen des Vermieters und Umlagefähigkeit der Gartenpflegekosten


    Der Vermieter ist grundsätzlich berechtigt, Eigenleistungen in die Betriebskostenabrech-nung aufzunehmen, wenn hierdurch Betriebskosten eingespart werden. Dies gilt auch für ehemals preisgebundenen Wohnraum in den neuen Bundesländern.
    Die Umlagefähigkeit von Gartenpflegekosten setzt voraus, dass sich die Tätigkeit des Vermieters auf bereits gärtnerisch angelegte Flächen bezieht. Die Kosten der erstmaligen Anlage eines Gartens dürfen nicht als Betriebskosten umgelegt werden.
    LG</acronym> Berlin, Urteil vom 05.02.1998 – AZ</acronym> 64 S 366/98 –
    Quelle:http://www.bmgev.de/mietrecht/…r-gartenpflegekosten.html

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    Er wird ja dadurch nicht in seinem Recht beschnitten, Einsicht in die Abrechnungsunterlagen zu nehmen und diese zu prüfen.

    Abgerechnet wird nur mit dem im Grundbuch eingetragenen Eigentümer.


    Diese Restforderung - auch als Abrechnungsspitze bekannt - ist im Falle eines Eigentlümerwechsels von demjenigen zu zahlen, der zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Jahresabrechnung als Wohnungseigentümer im Grundbuch eingetragen ist, BGH, Beschluss vom 21.04.1988, V ZB 10/87.




    Der ehemalige Eigentümer hat auch aus diesem Grund keinerlei Bedarf an der Teilnahmen. Selbst wenn im Kaufvertrag eine zeitliche Aufteilung der Abrechnungen vereinbart wurde, ist dies eine privatrechtliche Vereinbarung und für die WEG ohne Belang.


    Im schlimmsten Fall schickst du die Abrechnung an den Exeigentümer, dieser zahlt nicht, du fängst an zu Mahnen mit den damit verbundenen Kosten, und bleibst auf diesem am Ende sitzen, weil du den falschen Verklagst. Ähnlich wenn du dem falschen ein Guthaben auszahlst, Anspruch auf das Guthaben hat in oben beschriebenem Fall der Neue Eigentümer.

    Vermutlich hängt das mit dem Urteil des BGH zum Ausweis der Rücklage zusammen. http://fibucom.com/index.php?option=com_content&task=view&id=346&Itemid=1 Ohne dern Wirtschaftsplan aber gesehen zu haben ist das schwierig zu beurteilen.


    Ob die geplante Rücklagenentnahme tatsächlich in den Wirtschaftsplan gehört, möchte ich auch dahingestellt lassen, da diese ja erst nach dem Beschluss der Eigentümerversammlung fest stehen und der Wirtschaftsplan in der Regel vor der Versammlung versandt wird.


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    Und vor allem, warum erstellt HV2011 einen WIrtschaftsplan, wo die beiden Posten Entnahme und Zuführung in den monatlichen Hausgeldzahlungen saldiert sind und ich deshalb einen Rückstand in der Rücklagenentwicklung bekomme??

    Ich arbeite nicht mit dem Programm, beides sollte aber auf verschiedenen Konten gebucht werden und sollte auf keinen Fall vermischt werden. Der Wirtschaftsplan begründet nach Beschluss die Zahlungsverpflichtung des Eigentümers. Wenn man von der Sollzuführung die zu erwartenden Entnahmen abzieht, verringert sich folglich die gesamte Zuführung. Angenommen 10000 Euro Zuführung geplante Entnahmen 50000 Euro, du müsstest den Eigentümern unter Umständen monatlich Geld Auszahlen, das kann doch nicht sein ;)

    Wenn der Vermieter jetzt gemein ist, lässt er jedes Jahr die Wohungszähler kontrollieren, warten und eichen, was den Mieter (dich) mit ca. 150 Euro zusätzlich belasten würde.

    Wenn der Vermieter klug ist, wird er dafür sorgen, dass auch die Wohnungswasserzähler geeicht sind.


    Gelingt dem Vermieter dieser Nachweis, stehe einer Verwendung der Messwerte § 25 Abs. 1 Nr. 1a des Gesetzes über das Mess- und Eichwesen (EichG) nicht entgegen (Urt. v. 17.11.2010, Az. VIII ZR 112/10 – noch nicht veröffentlicht).



    Im entschiedenen Fall hatte ein Mieter gegen seinen Vermieter geklagt, weil dieser die Betriebskostenabrechnung auf Basis eines nicht mehr geeichten Wasserzählers vorgenommen hatte. Dem Vermieter gelang jedoch durch die Vorlage einer Prüfbescheinigung einer staatlich anerkannten Prüfstelle der Nachweis, dass das Gerät ordnungsgemäß funktioniert hatte.

    http://www.lto.de/de/html/nach…eichte-Wasserz%C3%A4hler/

    Ich stelle es mir bei größeren Anlagen mit vielen Wasserzählern einen solchen Nachweis zumindest schwierig bis unmöglich vor, auf jeden Fall wird es wohl nicht günstig werden. Da Wasser ja nach dem Verhältnis der einzelnen Wasseruhren abgerechnet wird, müssten alle Wasseruhren, die der Berechnung zu Grunde liegen, überprüft werden.