Beiträge von Cedricus

    Wie miwe4 schon schrieb: wenn Du mit der Betriebskostenpauschale arbeitest, sind damit alle Aufwendungen ohne weitere Aufsplittung abgedeckt.

    Die Pauschale ist halt leicht auszurechnen, ohne großes Gefriemel und Einzelnachweise und damit eine große Erleichterung für Leute, die Ihre Steuererklärung selbst machen wollen.


    Aber dazu zwingt Dich ja niemand. Du kann natürlich stattdessen die Betriebskosten einzeln ansetzen. Wenn Du damit auf eine höhere Summe kommst, lohnt sich diese Vorgehensweise. Aber wenn Du schon ein Steuerbüro beauftragst, sollten die Dich IMHO eigentlich auch auf diese Möglichkeit hinweisen.


    Beide Einnahmen sind steuerpflichtig, Jugendamtanteil und Elternanteil. Ich gebe aber (meine Frau ist ebenfalls als Tagesmutter tätig) nirgendwo den Stundensatz an, sondern die erhaltenen Einnahmen. Also eine Tabelle mit erhaltenen Gutschriften auf dem Bankkonto: JA-Anteil Kind X April; Elternanteil Kind Y September usw.

    Wenn Du Bargeld von den Eltern erhältst, ist das natürlich ebenfalls als Einnahme anzugeben und zu versteuern. Von Bargeldzahlungen würde ich aber abraten, weil dann die Eltern das Betreuungsgeld nicht selbst in ihren Steuererklärungen absetzen können.

    Im Gegenzug kannst Du die Betriebskostenpauschale für Tagespflegepersonen je Kind ausrechnen und als Betriebsausgabe ansetzen.

    Oft klappt das aber nicht reibungslos mit der Datenübernahme... wenn ich z.B. tagsüber Buchungen über die Belegerfassung im Internet eingebe und abends am PC (vor Starten von MG) weitere Buchungen über die lokale Belegerfassung, dann zeigt mir MG erstmal nur die Buchungen zur Übernahme an, die ich auf meinem PC eingehackt habe. Die aus dem internet fehlen. Nach Übernahme muss ich dann über das Menü nochmal eine Datenübernahme anschubsen, dann erscheinen die Buchungen aus dem Internet und ich kann diese übernehmen... so ganz astrein ist das nicht gelöst.

    Ich habe auch Bausparverträge bei der Wüstenrot und führe diese nur offline. Allerdings halte ich das auch für völlig ausreichend, da man ja meist regelmäßige Ein- oder Auszahlungen hat, die man per Umbuchung von den anderen Konten gut im Überblick behält. Mit dem Modul Finanzierung kann man auch die unterjährigen Soll- bzw. Haben-Zinsen gut abschätzen. Abweichungen korrigiert man dann eben einmal jährlich mit dem Kontoauszug, es handelt sich ja nicht um Fehler in kriegsentscheidenden Dimensionen.

    Ich verstehe das Problem überhaupt nicht. Wenn mir mein Arbeitgeber einen Firmenwagen auch zur privaten Nutzung überlassen würde, wäre ich froh und dankbar, weil die Steuerbelastung des von mir zu versteuernden geldwertenVorteils im Normalfall weit, weit unterhalb der Gesamtkosten des Fahrzeuges sein wird. Ergo nutze ich das Fahrzeug auch ständig und bei jeder Gelegenheit privat, weil: billiger kann es für mich gar nicht sein! Daneben noch ein eigenes Fahrzeug zu unterhalten, halte ich für Quatsch. Also: Verkaufe Deine eigene Kiste und freue Dich über die damit eingesparten Kosten. Das wird Dir finanziell sicher mehr bringen als eine evtl. mögliche Steuerersparnis von ein paar hundert EUR im Jahr, wenn es die denn überhapt geben sollte.

    Oder mit einem kurzem Anruf beim Support (TelNr im Hilfemenü). Kostenpunkt: 5 EUR upgrade-Gebühr. Auf der Rechnung, die Du dann per eMail bekommst, steht eine neue Garantie-Nr (oder wie immer das heißt), die Du - ebenfalls über einen Punkt im Hilfemenü - eingibst. Dann Programm neu starten und schon hast Du die Prof-Version mit den erweiterten Funktionen.

    Habe das Procedere letzte Woche selbst durchgezogen...

    Vermutlich gar nicht. Die übermittelten Daten werden von der Software aufbereitet, um entsprechende Reports für den User zu erstellen. Man könnte einen screenshot des Reports machen und dann als jpg oder pdf speichern und/oder weiterleiten... aber das ist wohl kaum im Sinne des Steuerberaters :-)

    So, nach Anruf beim FA hat sich folgendes ergeben: Es handelt sich um einen Fehler des FA, der keine Auswirkung auf die Höhe es zu versteuernden Einkommens hat. Soweit so gut. Nach Auskunft der Sachbearbeiterin bestünde auch keine "Gefahr", dass da noch irgentetwas in Bezug auf Gewerbesteuer nachkämme. Der Steuerbescheid kann geändert werden, wenn ich das denn wünsche. Ich habe meinen Wunsch auf Änderung inzwischen schriftlich eingereicht, damit a) alles seine liebe Ordnung hat und b) nicht vielleicht doch später noch jemand vom FA auf die Idee kommt, meine Frau habe Einkünfte aus Gewerbetätigkeit.

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich werde mich am Montag mit dem FA kurzschließen und rückmelden, was sich ergibt.


    miwe4: Meine Frau ist staatlich anerkannte Erzieherin. Ok, das ist keiner der Katalogberufe, da hast Du recht. Aber eine Freiberufliche Tätigkeit bleibt es. Es ist keine Vollzeitpflege, sondern eine stundenweise Betreuung verschiedener Kinder. Die Einkünfte sind grad mal so hoch, das es eine Pflichtversicherung in der gesetzl. Rentenversicherung bewirkt (500-600 EUR / Monat).

    Bautroika: Wir würden den Gewerbesteuerfreibetrag bei weitem nicht erreichen, insofern würde keine Gewerbesteuer anfallen. Aber ich will mich lieber gar nicht erst mit dem Thema Gewerbesteuer beschäftigen müssen, weil es sich offensichtlich nicht um eine gewerbliche Tätigkeit handelt. Schön wäre es, wenn das FA mir das bestätigen würde und die Einkünfte entsprechend bescheinigt, statt umzudeklarieren.

    Hallo,


    meine Frau ist als Tagesmutter tätig. In der EStE 2017 wurden die Einkünfte als "Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit" mittels einer EÜR erklärt. Das FA hat nun im Einkommensteuerbescheid diese Einkünfte in "Einkünfte aus Gewerbebetrieb" umgeklariert, ohne in den Erläuterungen darauf einzugehen. Von der Höhe der festgesetzen ESt macht das keinen Unterschied, aber was soll denn das? Die Tätigkeit als Tagesmutter ist nach meiner Ansicht eindeutig ein Katalogberuf nach §18 (1). Hat das möglicherweise noch andere Konsequenzen zur Folge? Ich denke da an Gewerbesteuerpflicht und überhaupt an die Pflicht evtl. ein Gewerbe anmelden zu müssen. Ist es also notwendig / sinnvoll, gegen diese Umdeklarierung Einspruch einzulegen?


    MfG

    Stefan

    Da würde ich pragmatisch den damaligen Kurs z.B. von oanda.com nehmen. So falsch wird der nicht sein, dass da jemand wirklich meckern könnte.

    Das sind keine Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit. Du brauchst das Pflegegeld nicht in der Steuererklärung angeben. miwe4 verweist schon auf die richtige Vorschrift. Vorausgesetzt, das Geld kommt vom Jugendamt und nicht von privater Seite. Weitere Ausnahme wäre die gleichzeitige Vollzeitpflege von mehr als fünf Kindern. Aber das kommt wohl eher selten vor bei Pflegefamilien.

    Und was machst Du dann in den nächsten Jahren? Die Sommerferien verschieben sich ja jedes Jahr um ein paar Wochen nach vorne und hinten. Dich starr an das Schuljahr orientieren geht nicht, sonst gibt es im Sommer Lücken oder Überschneidungen zwischen zwei Geschäftsjahren. Wohin wollst Du Ein- und Ausgaben buchen, die in "Lücken" zwischen zwei Geschäftsjahre fallen? Das wird nicht funktionieren und ist IHMO auch nicht zulässig.


    Problem ist dann diese Pauschale für Sonstige Kosten, die ist dann eigentlich viel zu hoch, kann ich aber nicht entfernen.

    Die Pauschale kannst Du zusätzlich ansetzen. Die Höhe dieser Pauschale richtet sich nach dem Familienstand und der Anzahl der umziehenden Personen und soll insbesondere die Nebenkosten des Umzuges abdecken, ohne dass für jede Kleinigkeit ein eigener Nachweis erbracht werden muss (Ummeldekosten für Kfz, Telefon etc., diverse Gebühren usw).