Beiträge von Cedricus

    Du musst dem FA gegenüber schon die Chance geben, Dir zu glauben, dass Du mit der Vermietung der Wohnung zukünftig einen Gewinn erwirtschaften möchtest. Ohne Gewinnerzielungsabsicht kann man auch die Aufwendungen nicht ansetzen. Evtl. kann es auch so kommen, dass Dir rückwirkend die Aufwendungen wieder gestrichen werden, wenn in einem angemessenen Zeitraum keine Vermietung - sprich: Gewinnerzielung - erfolgt.

    Vielleicht noch kurz zur Erläuterung: Es gibt keinen eigenen Steuersatz für Deine Einkünfte als Angestellter und einen anderen Steuersatz für Deine freiberufliche Tätigkeit. Beide Einkünfte werden zusammengefasst und dann mit einem Steuersatz bewertet. Und da sind ~ 30% gar nicht so unrealistisch. Der von Dir erwartete "Einstiegssteuersatz" würde nur angewandt, wenn Du in diesem Jahr nur die (vergleichsweise geringen) Einkünfte aus der Beratertätigkeit gehabt hättest. Es gilt aber immer Dein gesamtes >ahreseinkommen als Basis für den Steuersatz.

    Es heißt übrigens "Kupon", weil in grauer Vorzeit, als man Aktien etc. noch in Papierform ausgehändigt bekam und zu Hause im Wohnzimmerschrank aufbewahrte, es zur eigentlichen Aktienurkunde noch einen Bogen mit Dividendengutscheinen gab. Jedes Jahr, wenn die Dividende gezahlt wurde und man diese - natürlich - in bar abholen wollte, nahm man die Haushaltsschere und schnibbelte einen Dividendengutschein von diesem Bogen ab. Mit diesem "Kupon" ging man dann zur AG (oder zur dividendenauszahlenden Stelle) und tauschte Kupon gegen Geld.

    (Ich möchte mal den Bildungsauftrag des Internets unterstützen :-) )

    Also ich für mich kann nur sagen, dass das Verhalten der Regel sich kinderleicht erschließt und ich die weiteren Kategoriezuordnungen über die Regel intensiv und gerne nutze.

    Ja, das wäre sehr schön, wenn es denn zuverlässig funktionieren würde...

    Ich kann in meinem Fall berichten, dass ich in grauer Vorzeit mal eine Umbuchung von einem Girokonto an mein Bargeld (-> Abhebung vom Geldautomaten) versehentlich als "Kredittilgung" kategorisiert habe und seitdem alle und sämtliche Bargeldabhebungen vom System als "Kredittilgung" interpretiert werden. Das händische Ändern der Kategorie nervt auf die Dauer! Leider ist scheinen diese Systemregeln wenig lernfähig zu sein bzw. nur einmalig lernfähig...

    Hallo Peter, ich hatte das gleiche Problem, auch wenn es in meinem Fall um einen deutlich kleinen Erstattungsbetrag ging (Erstattung einer Anzahlung für eine Ferienfreizeit, die dann Corona zum Opfer fiel). Negative Aufwendungen für Kinderbetreuung werden vom WISO Steuersparbuch 2021 nicht akzeptiert. "Zum Glück" hatte ich dann noch positive Aufwendungen in den letzten Dezembertagen, so dass ich bei den Aufwendungen insgesamt auf +\- Null kam und meine EStE korrekt abgeben konnte. Ich würde sagen, das ist ein Fall für ein Ticket an den Support? Oder notfalls ein erläuterndes Schreiben ans FA, um den korrekten Sachverhalt mitzuteilen.

    Wenn man sich aktuell einmal die "Einlogseite" bei Union Investment anschaut, wird man sehen, dass man sich auf zwei Wegen einlogen kann: UnionFondsOnline ist das alte System (Zugangsnr + PIN), UnionDepotOnline ist das neue System (eMailadresse + Password). Vermutlich ist die Zugangsvariante zum neuen System einfach noch nicht bei MG angekommen. Da wird man den Parser erst basteln müssen und die Zugangsart umstellen. Da aber aktuell noch kein Unionkunde gezwungen ist, auf das neue System umzusteigen, müsste man aktuell zwei Zugangsarten in MG anbieten.

    Hallo Patrick,

    das Pflegegeld braucht nicht angegeben zu werden, es ist eine steuerfreie Leistung (§ 3 Nr 11 EStG), jedenfalls, wenn es sich um eine "normale" Vollzeitpflege handelt. Etwas anderes gilt, wenn Du z.B. mehr als sechs Pflegekinder hast. Dann würde es als Erwerbstätigkeit gelten.

    Mir ist nicht klar, warum Du das Pflegekind nicht angeben willst? Welche Nachteile erwartest Du daraus?

    MfG Cedricus

    Was erwartet Ihr denn? Die Regelung ist brandneu, sie ist programmtechnisch verständlicherweise noch nicht umgesetzt und abgeben könnt Ihr Eure EStE 2020 heute sowieso noch nicht. Also locker bleiben und Updates abwarten.

    Wenn ich dich richtig verstehe bin ich der Dumme, da ich das Arbeitszimmer selber sauge, anstatt nen Putzservice dafür zu engagieren?

    Wenn Du das "Arbeitszimmer" nur deshalb hast, weil Du wegen Corona Home-Office machst (und so verstehe ich #1), dann überlege Dir mal. ob Du mit der Pauschale von 5€/Tag nicht schon gut bedient bist.

    Deine Gründe mögen nachvollziehbar und wahr sein, das ist aber für die steuerliche Absetzbarkeit nicht entscheidend. Entscheidend ist ein beruflich veranlasster Grund für den Umzug. Dabei ist besonders die Wegezeitverkürzung von mehr als 60 Minuten bedeutsam. Für die Umzüge 2 und 3 sehe ich daher schwarz, das sind rein private Gründe.

    Die Abschreibung ist schon getätigt (nur die jährliche Buchung von 1€ ist da).

    Du meinst sicher den sog. Erinnerungswert im Anlagevermögen. Das ist aber keine jährliche Buchung.


    Falls es was ausmacht: Ich bin nicht Mehrwertsteuer pflichtig, da ich Freiberufler bin.

    Das hat nichts miteinander zu tun. Auch Freiberufler sind umsatzsteuerpflichtig, sofern sie umsatzsteuerpflichtige Tätigkeiten erbringen.

    Nein, ich hab mich noch nicht entschieden.

    Aber vermutlich läuft es darauf hinaus, dass ich alle bisherigen Eingaben zur Selbständigen Tätigkeit lösche und nochmal von vorne anfange. Dabei werde ich aber um das EÜR-Modul einen großen Bogen machen und alles im EStE-Modul eingeben.

    Zum Glück gibt es ja nicht viele verschiedene Einnahmemöglichkeiten, nur Honorar vom Jugendamt und Honorar von den Eltern. Und wenn man die Betriebskostenpauschale wählt, hat man logischerweise auch keine anderen Betriebsausgaben zu erfassen.

    MfG Cedricus

    Danke miwe4.

    Da war ich wohl zu kurzsichtig... bei mir gab (und gibt) es nur "Betriebseinnahmen" und "Betriebsausgaben". Erst wenn ich eine zusätzliche Selbständige Tätigkeit anlege, erscheint der Punkt für die Pauschale Betriebskostenberechnung. Das Problem sitzt wohl (wie so oft) vor dem Monitor :-)

    Cedricus

    Hallo Lia, vielen Dank für die Antwort.


    Ich habe die EÜR jahrelang mit einer anderen Steuersoftware gemacht, da war und ist diese spezielle Art der Gewinnerfassung bei Kindertagespflege inkl. der Berechnung der Betriebskostenpauschalen anwenderfreundlicher geregelt. Nun habe ich zu BUHL gewechselt und das habe ich nun davon :-)


    Wie man die Pauschalen berechnet, ist mir klar (max. 300 EUR / Monat bei mind. 40 Wochenstundenbetreuung, ansonsten anteilig weniger), allerdings ist die Erfassung im WISO Steuer-Sparbuch wenig hilfreich, da 1) dazu wohl kein Berechnungstool vorhanden ist (oder ich finde es nicht...) und 2) der Import der Einnahmen aus dem EÜR-Modul die zuvor im EStE-Modul eingegebenen Betriebskostenpauschalen kommentarlos löscht.


    Meine Frage war daher: Habe ich hier einen Denkfehler? Ist es sinnvoller, das EÜR-Modul komplett außen vor zu lassen und nur die Summe der händisch berechneten Einnahmen und Betriebsausgaben im EStE-Modul einzugeben? Oder umgekehrt sowohl Einnahmen als auch Betriebsausgabenpauschale im EÜR-Modul zu erfassen und dann beides ins EStE-Modul zu importieren? Im zweiten Falle würde mir aber das Konto "Betriebskostenpauschale für bestimmte Berufsgruppen" im EÜR-Modul fehlen.


    Dir und Euch ebenfalls frohe Festtage! Cedricus