Beiträge von Cedricus

    Hallo Mawes,


    ich habe ein ähnliches Problemchen, allerdings mehr im Cent-Bereich als in Größenordung mehrerer EUR. Das dürfte daran liegen, dass die Wertpapiere nicht in beliebig kleinen Scheibchen gehandelt werden, sondern (zumindest bei meiner Fondsgesellschaft) auf drei Nachkommastellen genau. Ich korrigiere das dann händisch über Spesen, sodass letztlich der Gesamtkaufpreis wieder passt, Bei mir funktionieren auch negative Spesen. Eine zweite Fehlerquelle könnte das Kaufdatum sein. Erstens ist die Wertstellung auf dem Konto meist zwei Tage nach der Transaktion, zweitens wird manchmal auch trotz Kaufdatum z.B. 01.07. noch der Kaufkurs vom 30.06. genommen - why ever...

    Da ich selbst schon die letzte Umsatzsteuererhöhung zum 1.1.2007 live am Buchhalterschreibtisch miterlebt habe, wage ich hier zu weissagen: ja, genau so wird es auch dieses Mal sein. Es zählt der Zeitpunkt, an dem die Leistung erbracht wurde. Und bei Leistungszeiträumen, die über den Stichtag 1.7.2020 hinaus gehen, zählt, wann der Leistungsempfänger in den Genuss der Leistung gekommen ist, also die Leistung vollständig erbracht wurde.

    Wenn Du schreibst, Du bekommst nur etwa die Hälfte der Prämien ausgezahlt, "der Rest geht auf die Steuer", dann ist das nur Deine subjektive Wahrnehmung im Monat der Auszahlung. In diesem Monat dürfte Dein Bruttogehalt deutlich höher liegen als in den "normalen" Monaten und damit die einbehaltene Lohnsteuer ebenfalls. Denn der Arbeitgeber berechnet die Lohnsteuer nach dem jeweiligen Monatsbruttogehalt.

    Die Einkommensteuer ist aber eine Jahressteuer, deren Höhe erst nach Jahresende auf Basis der Steuererklärung endgültig festgestellt wird. Insgesamt gesehen ist es also wahrscheinlich, dass die Summe der Lohnsteuereinbehalte höher war als die im Nachhinein festzulegende Jahressteuer - eben durch die "peaks" in den Monaten der Prämienzahlungen. Damit sollte ceteris paribus nach Einkommensteuererklärung eine Steuererstattung folgen.

    Die Prämienzahlungen müssen aber nirgendwo in der Steuererklärung extra aufgeführt werden, die sind ja im Bruttogehalt mit drin.

    Na denn:

    Hast Du in 2018 Entgeltersatzleistungen erhalten? Wenn ja: die Beträge eingeben. Wenn nein: nix eingeben

    Hast Du in 2018 "was da noch so alles steht" erhalten? Wenn ja: die Beträge eingeben. Wenn nein: nix eingeben

    Einfacher kann ich es nicht erklären.

    Das Programm dürfte aus 715 EUR Aufwand aber keine Erstattung von 477 EUR ausgerechnet haben, sondern einen Sonderausgabe in dieser Höhe (2/3 des Aufwandes). Und aus der Sonderausgabe ergibt sich dann eine Minderung des zu versteuernden Einkommens und daraus dann möglicherweise eine Erstattung in irgendeiner Höhe ( wie hoch, ist auch abhängig von vielen anderen Faktoren).

    Hallo Marcus, ich denke, Ihr werdet die Kita-Gebühren nicht ansetzen können. Das Kind ist bei Bereitschaftspflege nicht "Euer Kind" im Sinne der Einkommenssteuergesetze. Folglich kein Kindergeld und keine Möglichkeit, Kinderbetreuungskosten anzusetzen. Man könnte auf die Idee kommen, dass hier das Steuerrecht noch nachgebessert werden könnte, aber momentan ist das halt Stand der Dinge.

    Die Betreuungskosten sind dann im vom Jugendamt gezahlten Pflegegeld enthalten, auch wenn es sich hier in der Regel um einen Pauschalbetrag handelt und nicht um die Erstattung einzeln nachzuweisender Aufwendungen. Insofern ist diese Pauschale mal mehr, mal weniger gerecht bzw. kostendeckend (meist weniger... ). Zusätzlich ist es so, dass alle Jugendämter eigene Richtlinien zur Kostenerstattung von Zusatzkosten haben und unterschiedlich hohe Pauschalbeträge zahlen. Das ist erstens Ländersache (Vorgaben durch die jeweiligen Familienministerien) und zum zweiten kommunale Angelegenheit. Ich bin selbst Pflegevater und kenne aus verschiedenen Diskussionen diese Problematik. Es gibt halt solche und solche Jugendämter (und Mitarbeiter dort).

    Der Hinweis des JA, sich an die Herkunftfamilie zu wenden, ist meist nett, aber die Kinder kommen ja nicht ohne Grund und oft nicht freiwillig in eine Pflegefamilie. Da dürfte nix zu holen sein, mMn. Aber "Daumen hoch" für Euer Engagement!

    Hallo Marcus, man unterscheidet zwischen Bereitschaftspflege und Dauerpflege. Die von Dir genannte Dauer von 4 Monaten klingt nach Bereitschaftspflege. In diesem Fall sind die Voraussetzungen, das Kind im Rahmen der Einkommensteuererklärung anzugeben, mMn nicht gegeben, siehe §32 EStG (1). Damit gibt es zum Einen kein Kindergeld, zum anderen sind dann auch Kinderbetreuungskosten nicht absetzbar. Die sollten bei Bereitschaftspflege mit dem Pflegegeld vom Jugendamt abgegolten sein. Bei Dauerpflege sieht es ganz anders aus, da sind aber (meist, je nach Bundesland und Jugendamt) die Pflegegelder niedriger.

    Nun bleib mal locker... Du warst der Meinung, es läge Doppelte Haushaltsführung vor und hast entsprechende Angaben gemacht. Das FA zweifelt da dran und möchte nun entsprechende Nachweise. Du wirst es nicht nachweisen können, da es - offensichtlich nach Deinen Ausführungen - objektiv keine Doppelte Haushaltsführung gab. Also wird das FA diesen Punkt einfach rausstreichen, weil die Voraussetzungen nicht gegeben waren bzw. von Dir nicht nachgewiesen wurden. Was ja auch richtig ist. Ende der Geschichte. Im nächsten Jahr bist Du schlauer und lässt es einfach bleiben mit dem Ansatz (falls die Situation dann noch die gleiche ist).

    Wie miwe4 schon schrieb: wenn Du mit der Betriebskostenpauschale arbeitest, sind damit alle Aufwendungen ohne weitere Aufsplittung abgedeckt.

    Die Pauschale ist halt leicht auszurechnen, ohne großes Gefriemel und Einzelnachweise und damit eine große Erleichterung für Leute, die Ihre Steuererklärung selbst machen wollen.


    Aber dazu zwingt Dich ja niemand. Du kann natürlich stattdessen die Betriebskosten einzeln ansetzen. Wenn Du damit auf eine höhere Summe kommst, lohnt sich diese Vorgehensweise. Aber wenn Du schon ein Steuerbüro beauftragst, sollten die Dich IMHO eigentlich auch auf diese Möglichkeit hinweisen.

    Beide Einnahmen sind steuerpflichtig, Jugendamtanteil und Elternanteil. Ich gebe aber (meine Frau ist ebenfalls als Tagesmutter tätig) nirgendwo den Stundensatz an, sondern die erhaltenen Einnahmen. Also eine Tabelle mit erhaltenen Gutschriften auf dem Bankkonto: JA-Anteil Kind X April; Elternanteil Kind Y September usw.

    Wenn Du Bargeld von den Eltern erhältst, ist das natürlich ebenfalls als Einnahme anzugeben und zu versteuern. Von Bargeldzahlungen würde ich aber abraten, weil dann die Eltern das Betreuungsgeld nicht selbst in ihren Steuererklärungen absetzen können.

    Im Gegenzug kannst Du die Betriebskostenpauschale für Tagespflegepersonen je Kind ausrechnen und als Betriebsausgabe ansetzen.

    Oft klappt das aber nicht reibungslos mit der Datenübernahme... wenn ich z.B. tagsüber Buchungen über die Belegerfassung im Internet eingebe und abends am PC (vor Starten von MG) weitere Buchungen über die lokale Belegerfassung, dann zeigt mir MG erstmal nur die Buchungen zur Übernahme an, die ich auf meinem PC eingehackt habe. Die aus dem internet fehlen. Nach Übernahme muss ich dann über das Menü nochmal eine Datenübernahme anschubsen, dann erscheinen die Buchungen aus dem Internet und ich kann diese übernehmen... so ganz astrein ist das nicht gelöst.

    Ich habe auch Bausparverträge bei der Wüstenrot und führe diese nur offline. Allerdings halte ich das auch für völlig ausreichend, da man ja meist regelmäßige Ein- oder Auszahlungen hat, die man per Umbuchung von den anderen Konten gut im Überblick behält. Mit dem Modul Finanzierung kann man auch die unterjährigen Soll- bzw. Haben-Zinsen gut abschätzen. Abweichungen korrigiert man dann eben einmal jährlich mit dem Kontoauszug, es handelt sich ja nicht um Fehler in kriegsentscheidenden Dimensionen.

    Ich verstehe das Problem überhaupt nicht. Wenn mir mein Arbeitgeber einen Firmenwagen auch zur privaten Nutzung überlassen würde, wäre ich froh und dankbar, weil die Steuerbelastung des von mir zu versteuernden geldwertenVorteils im Normalfall weit, weit unterhalb der Gesamtkosten des Fahrzeuges sein wird. Ergo nutze ich das Fahrzeug auch ständig und bei jeder Gelegenheit privat, weil: billiger kann es für mich gar nicht sein! Daneben noch ein eigenes Fahrzeug zu unterhalten, halte ich für Quatsch. Also: Verkaufe Deine eigene Kiste und freue Dich über die damit eingesparten Kosten. Das wird Dir finanziell sicher mehr bringen als eine evtl. mögliche Steuerersparnis von ein paar hundert EUR im Jahr, wenn es die denn überhapt geben sollte.

    Oder mit einem kurzem Anruf beim Support (TelNr im Hilfemenü). Kostenpunkt: 5 EUR upgrade-Gebühr. Auf der Rechnung, die Du dann per eMail bekommst, steht eine neue Garantie-Nr (oder wie immer das heißt), die Du - ebenfalls über einen Punkt im Hilfemenü - eingibst. Dann Programm neu starten und schon hast Du die Prof-Version mit den erweiterten Funktionen.

    Habe das Procedere letzte Woche selbst durchgezogen...

    Vermutlich gar nicht. Die übermittelten Daten werden von der Software aufbereitet, um entsprechende Reports für den User zu erstellen. Man könnte einen screenshot des Reports machen und dann als jpg oder pdf speichern und/oder weiterleiten... aber das ist wohl kaum im Sinne des Steuerberaters :-)

    So, nach Anruf beim FA hat sich folgendes ergeben: Es handelt sich um einen Fehler des FA, der keine Auswirkung auf die Höhe es zu versteuernden Einkommens hat. Soweit so gut. Nach Auskunft der Sachbearbeiterin bestünde auch keine "Gefahr", dass da noch irgentetwas in Bezug auf Gewerbesteuer nachkämme. Der Steuerbescheid kann geändert werden, wenn ich das denn wünsche. Ich habe meinen Wunsch auf Änderung inzwischen schriftlich eingereicht, damit a) alles seine liebe Ordnung hat und b) nicht vielleicht doch später noch jemand vom FA auf die Idee kommt, meine Frau habe Einkünfte aus Gewerbetätigkeit.