Beiträge von Schlebusch

    Ich will jetzt keinen Nebenschauplatz aufmachen, aber

    wenn in der Rechnung die Zahlungsfrist konkret benannt wird, z.b. Rechungsbetrag ist innerhalb von xy Tagen nachRechnungsdatumfällig, braucht es keine Mahnung mehr, um in Verzug zu geraten.


    Das kann man so nicht stehen lassen und ist ein im Internet viel verbreiteter Irrglaube, denn die einseitige Bestimmung einer Zahlungsfrist begründet keinen Verzug (BGH-Urteil v. 25.10.2007, III ZR 91/07). Die Zahlungsfrist muss schon zwischen dem Verkäufer und Käufer vertraglich vereinbart sein, erst dann führt sie ohne Mahnung zum Verzug.

    Es ist nun einmal ein Fehler des Programmes, dass die Mahngebühren nicht als offene Forderung geführt werden.


    Es ist durch diverse Urteile inzwischen anerkannt, dass Mahngebühren für vom Gläubiger selbst veranlasste Mahnungen in angemessener Höhe (i.d.R. EUR 2,50 bis EUR 5,00) vom Gläubiger in Rechnung gestellt werden können. Einzige Voraussetzung ist, dass der Verzug eingetreten ist. Dies bedeutet, dass i.d.R. für die erste Mahnung (Zahlungserinnerung) keine Mahngebühren berechnet werden kann.


    Hier müsste m.E. MB nachgebessert werden.


    EDIT: Als Krückstock könnte man bis zu einer Programmanpassung eine Rechnung über die Höhe der Mahngebühr schreiben. Damit wird dann auch die Mahngebühr als offener Posten in MB geführt. Allerdings muss man dann aufpassen, dass bei einem Zahlungseingang die Rechnung über die Mahngebühr korrekt aufgezeichnet wird. Hier muss unter Umständen mit Hilfe der "Manuellen Buchung" eine Korrekturbuchung vorgenommen werden. Es ist also ein Krückstock, der vermutlich mehr Arbeit als Nutzen verursacht.

    Vielleicht habe ich mich in meinem ersten Beitrag (Nr. 7) missverständlich ausgedrückt.


    • Mausko Vorgehen unterstellt, dass der Rechnungsaussteller die Lieferung veranlasst und er daher bereits bei Rechnungsausstellung sicherstellen kann, dass der Ausfuhrnachweis geführt werden kann.
    • Veranlasst hingegen der Rechnungsempfänger die Lieferung durch Selbstabholung oder Abholung durch externen Dienstleister, dann ist der Rechnungsaussteller darauf angewiesen, dass der Rechnungsempfänger ihm den Nachweis der Ausfuhr zur Verfügung stellt. In diesem Fall würde ich die Rechnung zunächst mit USt ausstellen. Im Grunde also, die Vorgehensweise, wie sie miwe4 im Beitrag Nr. 5 bereits erläutert hat.


    ... und da keiner weiß, welcher Sachverhalt der Frage des TE zu Grunde liegt, ist es wie Mausko bereits ausgeführt hat, das eine wie das andere Spekulation.
    Warten wir doch einfach ab, wie es sich bei ihm konkret verhält.

    Bei gemischter Warensendung hat die Fracht immer den höheren Umsatzsteuersatz.

    Sicher?


    Soweit Kosten für Nebenleistungen, z.B. für Beförderung, Verpackung, Versicherung, besonders berechnet werden, sind sie den unterschiedlich besteuerten Hauptleistungen entsprechend zuzuordnen. Die Aufteilung ist nach geeigneten Merkmalen, z.B. nach dem Verhältnis der Werte oder Gewichte, vorzunehmen. (14.5 Ziffer 21 UStAE)


    Das verstehe ich so, dass ich bei einem Warenwert von 100 EUR zu 19 % USt und einem Warenwert von 50 EUR zu 7% USt von den Versandkosten in Höhe von 15 EUR 10 EUR zu 19 % USt und 5 EUR zu 7 % USt aufteilen muss.


    UStR von 2008, Richtlinie 29 Absatz 5.

    Ist diese Richtlinie nicht veraltet? Sie wurde doch bereits zum 01.11.2010 aufgehoben. An die Stelle dieser Richtlinie ist die Verwaltungsregelung zur Anwendung des Umsatzsteuergesetzes - Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE) getreten.


    Zum Thema Nebenleistung kann man in diesem Erlass unter 3.10 Ziffer (5) nachlesen.

    Das hoffe ich, dass Sie das wußten, aber der TE und die übrigen Leser kennen diese Vereinfachungsregel unter Umständen nicht.


    Ferner sind auch Steuerberater und/oder ihre Mitarbeiter nicht ohne Fehler und warum sollte man eine Rechnung berichtigen, die unter Umständen nicht zu berichtigen ist. Über die Höhe des Rechnungsbetrages wurde bisher ja nichts berichtet.


    Daher war mir dieser Hinweis wichtig. Insbesondere, da auf die Vereinfachungsregel bisher nicht hingewiesen wurde und ihr Beitrag den Eindruck erweckt, dass der Nettobetrag immer zwingend anzugeben ist, um den Vorsteuerabzug sicherzustellen. Dem ist bei Kleinsbetragsrechnungen bis zu einem Rechnungsbetrag von EUR 150,00 aber nicht so.


    Außerdem bietet MB nun einmal die rechtssichere Möglichkeit eine solche Kleinstbetragsrechnung zu erstellen. Denn es werden die notwendigen Rechnungsmerkmale durch das Programm automatisch angepast. Als MB Nutzer muss ich nur die Rechnungshöhe im Blick haben.

    einer meiner Kunden bzw. sein Steuerberater moniert meine Rechnung da auf dieser kein Nettobetrag ersichtlich ist.


    eine ordnungsgemäße Rechnung gem §14UStG hat den Nettobetrag auszuweisen- andernfalls ist dr Vorsteuerabzug zu versagen- auch dann, wenn man ihn per 3-Satz berechnent kann!


    Nicht immer muss das so sein.
    Bis zu einem Betrag von EUR 150,00 greift grundsätzlich die Vereinfachungsregel und da kann die Ausweisung des Nettobetrags - bis auf ein paar wenige Ausnahmen - entfallen. Ich sehe grundsätzlich kein Problem bei Kleinstbetragrechnung bis EUR 150,00 das MB eigene Standard-Formular für die Bruttorechnung zu verwenden.
    Dann muss oder darf sich der Kunde bzw. sein Steuerberater halt doch wieder im 3-Satz üben. :D


    Bevor man also springt, weil ein Steuerberater oder Kunde eine Rechnung moniert, sollte man erst einmal prüfen, ob die Berichtigung der Rechnung überhaupt erforderlich ist. Ob dies hier der Fall ist bzw. war, geht aus den Infos des TE jedenfalls nicht hevor.

    Das Buhl Team ist hier im Forum nicht offiziell zu erreichen,wenngleich immer wieder informierend vor Ort-- für akute Probleme ist der Support unbedingt zu empfehlen!


    Das verstehe ich nicht. Im Handbuch unter Hilfe steht genau etwas anderes. Dort heißt es, dass Buhl mit seinen Experten im Forum vertreten ist. Außerdem bittet Buhl ausdrücklich darum, vor Inanspruchnahme des Supports, das Forum aufzusuchen. Ferner ist das Forum, im Gegensatz zum Support, aus der Software heraus direkt erreichbar. Auf mich macht dies den Eindruck, dass das Forum Teil des Supports ist.


    Hoffe dass das Problem schnell behoben wird.