Beiträge von Rautka

    Hallo,


    bezüglich der gekündigten Riesterrente musst/kannst du für die Steuererklärung 2013 nichts unternehmen. Die Beiträge sind durch die Kündigung nicht mehr steuerlich absetzbar. Solltest du Fördermittel bekommen haben (Zulagen) wurden diese vom Anbieter bereits mit dem Auszahlungsbetrag verrechnet. Da musst du auch nichts mehr zurückzahlen.


    Ansonsten solltest du nach der Kündigung ein Schreiben deines Anbieters bekommen haben. Darin steht auch, welche Angaben in der Steuererklärung für 2014 (!) bezüglich eventueller Kapitalerträge zu machen sind. Hast du dieses Schreiben nicht mehr, hilft eine Nachfrage beim Anbieter.


    Viele Grüße

    Rautka

    Hallo Raik,


    grundsätzlich ist deine Erwartung korrekt. Anspruch auf die Kinderzulagen hat deine Frau, vorausgesetzt sie ist unmittelbar zulageberechtigt und ihr habt keine Übertragung an dich beantragt. Bei getrennter Veranlagung werden diese Kinderzulagen, wie auch die Grundzulage deiner Frau, bei dir nicht berücksichtigt. Diesen einfachen Fakt sollte auch das Finanzamt kennen. Insofern kann ich mir die telefonische Auskunft nicht erklären. Möglicherweise habt ihr am Telefon aneinander vorbei geredet. Auch Fehler bei der Übermittlung der Daten kommen vor. Eventuell kannst du vor Ort mit deinem Sachbearbeiter die Sache aufklären.


    Wenn das nicht hilft, solltest du dir professionelle Hilfe (Lohnsteuerhilfeverein, Steuerberater) holen. Für einen Einspruch solltest du an die Einspruchsfrist denken.


    Viele Grüße

    Rautka

    Hallo Gibeon!


    Unabhängig von miwes Antwort solltest du den Status deiner Betriebsrente klären, z.B. mit Hilfe eines Steuerberaters.


    Meines Wissens kann eine Betriebsrente nach dem Ausscheiden aus dem Angestelltenverhältnis nur als private Rente fortgeführt werden. Ob die entsprechenden Beiträge dann überhaupt steuerlich abziehbar sind, hängt von deinen restlichen Vorsorgeaufwendungen ab.


    Viele Grüße

    Rautka

    Hallo anneml!


    Grundsätzlich ist für den Abzug der Zulagen bei der Günstigerprüfung entscheidend, auf welche Zulagen man Anspruch hat, nicht, welche Zulage man tatsächlich bereits erhalten hat. Auch wenn man noch keine Zulage beantragt hat, wird diese angerechnet.


    In euerm konkreten Fall ist eine rechtliche Beratung denen vorbehalten, die dazu fachlich kompetent sind: Steuerberater, Fachanwalt für Steuerrecht oder auch Lohnsteuerhilfeverein. Wenn ihr mit dem Finanzamt in den Clinch gehen wollt, solltet ihr euch zwecks Beratung bzw. Hilfe an eine dieser Adressen wenden.


    Insofern ist meine persönliche Meinung zur Rechtslage genauso unerheblich wie die anderer Forumteilnehmer.


    Mein Tipp ist allerdings, übertragt die Kinderzulage auf deinen Ehemann und beantragt diese über den Anbieter - dann ist alles OK. Da du in 2016 keinen Riestervertrag hattest, kannst du die Kinderzulage für 2016 ohnehin nicht erhalten.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    ich kann das von Billy geschriebene nur bestätigen. Hier im Forum wird niemand zu einer Antwort gezwungen. Ich mache das hier freiwillig, wenn mir etwas zuwider wäre, würde ich nicht mehr antworten.


    In jedem Fall freue ich mich, dass ich helfen konnte und sich das eigentlich nicht so tolle Thema für Sie noch ganz gut aufgelöst hat.


    Eine Anmerkung habe ich aber noch. Wie ja auch der Sachbearbeiter der Allianz mitteilte, wurde die Auflösung des Vertrages der ZfA bereits mitgeteilt. Wie schnell das Finanzamt davon erfährt, weiß er nicht, ich auch nicht. Die Beiträge für 2016 sind durch die schädliche Verwendung keine Riesterbeiträge mehr. Sie sind also nicht in die Anlage AV einzutragen.


    Vermutlich würde das Finanzamt die Beiträge monieren, vielleicht auch einfach ignorieren. Im schlimmsten Fall wird eine Steuererstattung berechnet, die wieder zurückgefordert wird, wenn das Finanzamt von der schädlichen Verwendung erst später erfährt. Also diese Beiträge nicht in die Anlage AV eintragen!


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    leider sind auch bei großen Versicherern die Auskünfte nicht immer hilfreich. Wahrscheinlich hätten Sie nicht fragen sollen 'wie und wo Angaben bei der Einkommensteuererklärung gemacht werden müssen.' Schließlich wissen Sie das ja schon (Kapitalertrag in der Anlage KAP). Besser wäre gewesen nach der Höhe des steuerpflichtigen Kapitalertrages zu fragen.


    Aber ich glaube, das können Sie sich jetzt sogar sparen: Wenn in der vorliegenden Bescheinigung steht



    Höhe der Erträge bis zur schädlichen Verwendung KEIN BETRAG

    dann ist das doch die benötigte Information! Es gab also keine Kapitalertäge, und damit ist nichts zu versteuern.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    in diesem Fall ist sehr wahrscheinlich, dass der Auszahlungsbetrag steuerfrei ist. Da ich aber die genaue Vertragskonstellation nicht kenne, kann ich das - aus der Ferne - nicht mit letzter Bestimmtheit sagen.


    Wenn der Versicherer keine Information zur steuerlichen Behandlung gegeben hat, hilft, wie schon geschrieben, eine Anfrage beim Versicherer. Der Auszahlungsbetrag als solcher hat in der Steuererklärung nichts zu suchen. Anzugeben ist allenfalls ein vom Versicherer zu bestimmender Kapitalertrag.


    Viele Grüße
    Rautka

    ..., wenn nicht der AG die Zeile 28 (private KV) schon zum Finanzamt übermittelt hätte.Und wenn man eine private KV hätte, was bei mir aber nicht aber nicht der Fall ist.

    Hallo rutschka,


    bitte versteh doch, dass gerade das nicht der Sinn von Zeile 28 ist. Das steht auch im diskutierten Thread. Du schreibst, dass du freiwillig gesetzlich versichert bist. Vermutlich stehen bei dir in den Zeilen 25 und 26 keine Einträge und du bist sogenannter Selbstzahler. Dann musst Du deine Beiträge aus der Bescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse selbst in die Masken zu den Vorsorgeaufwendungen eintragen. Die Zeile 28 macht diesen Eintrag gerade nicht!


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    nicht jeder, der hier im Forum Fragen stellt, beantwortet auch Rückfragen. So bleibt dann leider manches ungeklärt.


    Dein Versicherer hat dir die Beträge bescheinigt, die die ZfA wegen der staatlichen Förderung der Riesterverträge zurückgefordert hat. Übrig geblieben ist eine von dir gekündigte Privatrente. Wie die steuerlich zu behandeln ist, muss der Versicherer in die Leistungsmitteilung schreiben.


    Wenn dazu nichts drin steht, hilft im Zweifel eine Rückfrage beim Versicherer.


    Wann hast du denn den Riestervertrag abgeschlossen? Wenn vor dem 1.1.2005, bis wann wurden die Beiträge bezahlt?


    Viele Grüße
    Rautka

    Für Renten- und Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, gilt das bis 2004 geltende Recht weiter.


    Wie deine konkrete Versicherung steuerlich zu behandeln ist, kann dir nur der Versicherer mitteilen. Frage bitte dort nach. Erfahrungen anderer Forumteilnehmer haben auf deinen konkreten Fall keinen Einfluss.


    Viele Grüße
    Rautka

    Bist du dir da sicher?

    Ja bin ich! Im Auszahlungsbetrag sind neben dem Kapitalertrag nämlich auch gezahlte Beiträge enthalten. Das schreibst du im nächsten Satz ja selbst.


    Es handelt sich um eine schädliche Verwendung, daher ist ein Teil der Auszahlung durchaus als Kapitalertrag zu versteuern.

    Insofern muss man keinen Widerspruch konstruieren, wo keiner ist.


    misskitti :


    Ich kann nur noch einmal unterstreichen, in Anlage KAP gehört der Kapitalertrag (und eben nicht die ausgezahlte Summe). Den steuerpflichtigen Kapitalertrag muss dir der Anbieter der Versicherung mitteilen.


    Abhängig von der Konstellation kann es auch sein, dass nichts mehr zu versteuern ist.

    In Anlage KAP gehört der Kapitalertrag, das ist in den wenigsten Fällen der Auszahlungsbetrag.


    Also, wie oben schon von anderen geschrieben, trage das ein was dir die Leistungsmitteilung des Anbieters vorgibt. Solltest du keine solche Mitteilung haben, solltest du sie, ggf. erneut, anfordern.


    Im Übrigen, wann hattest du denn den Riestervertrag abgeschlossen?

    Wenn jetzt die Versicherung noch vor dem 1.1.2005 begonnen hat, dann können die Beiträge als weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen angegeben werden. In der Anlage Vorsorgeaufwand kommen sie dann in Zeile 51.


    Allerdings müssen sich die Beiträge steuerlich nicht unbedingt auswirken. Das ist hier im Forum schon mehrfach angesprochen worden.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo xana,


    eine Kapitallebensversicherung mit Wahlrecht gibt es nicht. Sieh dir bitte noch einmal deine Police an, was due abgeschlossen hast. Eine Kapitallebensversicherung oder eine Rentenversicherung. Nur bei letzteren gibt es ein Wahlrecht - nämlich, ob du die Rente oder eine Kapitalzahlung wählst.


    Außerdem muss zur steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge die erste Beitragszahlung vor dem 1.1.2005 erfolgt sein. Insofern irritiert die Überschrift; vermutlich ein Rechtschreibfehler, den man aber korrigieren kann...


    Viele Grüße
    Rautka


    nesciens : Dein Link beschreibt die Rechtslage ab 2005 - §10 EStG Abs. 1 Nr. 2 b)aa) betrifft die Basisrente (auch Rürup-Rente genannt). Diese liegt hier offenbar aber nicht vor. Der von xana angefragte Fall wird, wenn überhaupt, in §10 EStG Abs.3a behandelt.

    Hallo xana,


    die Beiträge zur Zusatzversicherung werden mit denen zur Hauptversicherung gemeinsam angegeben. Es muss also nichts herausgerechnet werden. Wichtig ist noch, dass die Kapitalversicherung oder Rentenversicherung nicht fondsgebunden sein darf.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Elo,


    bist du Beamte(r)? Wenn ja, dann musst du deiner Besoldungsstelle die Einwilligung zum Datenazstausch mit der Zulagenstelle erteilen.


    Andernfalls, wie bei dir geschehen, wirst du von der Zulagenstelle (und der Finanzverwaltung) als nicht zulagenberechtigt eingestuft. In diesem Fall ist die Riesterrente nur im Rahmen der sonstigen Vorsorgeaufwendungen absetzbar.


    Viele Grüße
    Rautka

    Zuerst wäre einmal die Frage zu klären, ob du 2014 tatsächlich Anspruch auf die Kinderzulage hattest. Aus deinem ersten Post gehtdas nicht hervor. Und aus der Zahlung der Zulage durch die ZfA muss man das auch noch nicht schließen. Es gibt genügend Praxisfälle, in denen nach ein paar Jahren die Zulage zurückgefordert wurde (ZfA fordert die Zulage dann vom Anbieter zurück).


    Ist gesichert, dass du Anspruch hattest, würde ich das Finanzamt informieren und den Sachverhalt so darstellen, wie er ist. Da es einen Datenaustausch zwischen ZFA und Finanzamt gibt, erfährt das Finanzamt ohnehin früher oder später davon, dass die Zulage gezahlt wurde. Vermutlich wird das Finanzamt den Steuerbescheid ändern, aber ich kenne das diesbezügliche Prozedere nicht.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo,


    normalerweise kann man in der Steuererklärung nicht angeben, ob man die Kinderzulage erhalten hat oder nicht. Man kann nur angeben, dass man Anspruch auf eine Kinderzulage hat und diese auch beantragt bzw. beantragt hat. Die Zulage, also Grund- und Kinderzulage, wird nämlich immer erst nach dem Jahr gezahlt, für das sie gewährt wird. In deinem Fall wurde die Zulage für 2014 im Jahr 2015 gezahlt. Mitgeteilt wird das wiederun erst nach Ablauf des Jahres, in dem die Zulage gezahlt wurde. In deinem Fall Anfang 2016.


    Sofern du dem nicht widersprochen hast, teilt dein Anbieter dem Finanzamt die von dir im Kalenderjahr gezahlten Beiträge mit. Also Anfang 2016 wurden die Beiträge von 2015 mitgeteilt. In deiner Steuererklärung für 2015 gibst du u.a. an, dass du die Kinderzulage für 2015 beantragt hast oder beantragen willst.


    Was das Jahr 2014 betrifft kommt es auf den Einzelfall an, den ich natürlich nicht kenne. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen hat die in der Steuererklärung nicht angegebene Kinderzulage überhaupt einen Einfluss auf den Erstattungsbetrag. Die zentrale Zulagenstelle sendet an das Finanzamt ohnehin Kontrollmitteilungen über gezahlte Zulagen. Falls du das Steuer-Sparbuch 2015 verwendet hattest, kannst du ja die Auswirkungen prüfen.


    Wichtiger ist, wie oben schon geschrieben, die Eintragungen zur Kinderzulage für 2015 korrekt vorzunehmen.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Gerome,


    in der Steuererklärung dürfen nur selbst gezahlte Beiträge in den Riestervertrag angegeben werden. Eine gezahlte Zulage erhöht diesen Betrag nicht. Im Gegenteil, die gezahlte Kinderzulage wird, wie die Grundzulage auch, auf den Steuervorteil angerechnet. Das Prinzip habe ich bereits früher in diesem Forum dargestellt. Einfach die erweiterte Suche verwenden.


    Wenn du erst 2015 geheiratet hast und in 2014 deine jetzige Ehefrau das Kindergeld bekommen hat, kannst du für 2014 keine Kinderzulage erhalten. Das steht so auch in der von miwe verlinkten Antwort der Finanzfrage. Normalerweise wird die Kinderzulage gar nicht erst in deinen Riestervertrag eingezahlt. Bei verheirateten Eltern ist das anders, dort bekommt die Mutter den Kinderzuschlag, mit Unterschrift der Mutter kann ihn auch der Vater bekommen.


    miwe4 : Das von dir verlinkte Merkblatt hat nichts mit dem Riester-Kinderzuschlag zu tun. Es handelt von einer anderen gleichnamigen Leistung der Familienkasse.


    Viele Grüße
    Rautka