Beiträge von Rautka

    Wie geht das? Eigenbeitrag senken für einen höheren Steuervorteil?

    Wenn man inklusive Zulagen den Förderhöchstbetrag von 2100 € überschreitet schon. Durch das Verzichten auf den Zulagenantrag bei gleichzeitigem Anspruch auf Kinderzulage definitiv nicht.

    Die Kinderzulage erhöht den Beitrag? Welcher Beitrag wird denn erhöht?

    Die Kinderzulage wird in den Riestervertrag eingezahlt und erhöht damit den Beitrag in diesem Vertrag.

    Hallo Eberhard,


    hier ist einiges zu ordnen. Ich gehe davon aus, dass Du die Steuererklärung für 2019 machst. Wenn Du dir die vorliegende §92-Bescheinigung ansiehst, wurde die Kinderzulage für ein davor liegendes Jahr gezahlt, vermutlich 2018, wenn ein Dauerzulagenantrag vorlag. Die bescheinigte Zulage wurde also 2019 gezahlt, es ist aber eine Zulage für ein früheres Jahr.


    Bei der Steuererklärung für 2019 ist die Kinderzulage für 2019 maßgeblich. Diese wird erst nach Ablauf des Jahres 2019 gezahlt, üblicherweise im Mai 2020. Aktuell sollte der Zulagenantrag bereits bei der ZfA, das ist die Zentralstelle, die für die Zulagen zuständig ist, sein. Eine Kündigung für 2019 ist also möglicherweise nicht mehr möglich.


    Einen sonderlichen Sinn sehe ich in einer Kündigung allerdings nicht. Die Günstigerprüfung sollte sich nicht ändern, da du offenbar Anspruch auf die Kinderzulage hast. Bei der Günstigerprüfung wird nämlich der Anspruch auf Zulage zugrunde gelegt, nicht die tatsächliche Zahlung. Wenn Du also den Zulagenantrag löschst, bekommst du keine Zulage mehr. An der Günstigerprüfung ändert sich nichts. Du verlierst praktisch diese 300 €.


    Die Zulage wird übrigens in den Vertrag eingezahlt - Du "siehst" das Geld also nicht direkt, sondern nur als Beitrag in Deinem Riestervertrag.


    Hätte lieber mehr Erstattung wie mehr Rente ;-)

    Dazu musst du deinen Eigenbeitrag senken! Das geht natürlich nur für das laufende und folgende Jahre. 2019 ist abgeschlossen, da lässt sich nichts mehr machen.


    Noch eine kleine Korrektur der Antwort von Fox73: Die Kinderzulage mindert natürlich keinen Eigenbeitrag. Sie erhöht den Beitrag und mindert den Mindesteigenbeitrag, um die volle Zulage zu erhalten.


    Viele Grüße

    Rautka

    Warum nicht? Es geht um rentenversicherungspflichtige Einnahmen! Dass diese aufgrund einer gesetzlichen Sonderregelung pauschal versteuert werden, stört doch in diesem Dialog nicht.

    Das solltest du den Gesetzgeber, nicht mich fragen. Was im Rahmen des Kindergeldes eine abgeschlossene Berufsausbildung ist, ist leider komplizierter als es im Rahmen von ein paar Fragen in einer Steuererklärung abgefragt werden kann. Ein Bachelor-Abschluss kann eine eine abgeschlossene Berufsausbildung sein, folgt danach ein konsekutives Masterstudium, ist die Berufsausbildung nicht abgeschlossen. Während eines Zweitstudiums gibt es definitiv kein Kindergeld mehr.


    Wenn die Kindergeldstelle nach Prüfung das Kindergeld auszahlt, wird so ein Fall vorliegen. Dann würde ich nur in der Steuersoftware nicht angeben, dass das Kind die Berufsausbildung abgeschlossen hat.


    Hightower kann ja testweise einmal die besagte Frage mit "nein" beantworten und sehen, was passiert.

    Die anzugebenden Einnahmen dienen nicht zur Prüfung der unmittelbaren Begünstigung, sondern der Berechnung des Mindesteigenbeitrags. Und da ist bei der Riesterförderung nun einmal maßgeblich wieviele rentenversicherungspflichtigen (!) Einnahmen man im Vorjahr hatte. Bei der Riesterförderung für 2018 war das 2017 und bei der Förderung für 2019 eben 2018.

    Abgefragt werden im Übrigen nicht die steuerpflichtigen Einnahmen sondern die rentenversicherungspflichtigen. Insbesondere bei geringfügiger Beschäftigung ist das ein Unterschied.

    Auch wenn Namen mitunter irreführend sind, hier handelt es sich um eine Privatrente. Bei einer Basisrente ist das Kapitalwahlrecht definitiv ausgeschlossen.

    Da die fragliche Rentenversicherung nach dem 1.1.2005 abgeschlossen wurde, gilt das sogenannte neue Steuerrecht. Damit sind die Beiträge steuerlich nicht mehr absetzbar.

    Hallo Pipimax77,


    höchstwahrscheinlich sind die Erträge steuerfrei. Bedingung ist, dass "das Kapitalwahlrecht während der ersten 12 Jahre der Vertragslaufzeit ausgeschlossen war" und dass die letzte Novation mehr als 12 Jahre vor Kündigung war. Beide Bedingungen kann nur die PB Versicherung prüfen.

    Ich würde mich noch einmal schriftlich an die PB Versicherung wenden.


    Viele Grüße

    Rautka

    Hallo Pipimax77,


    üblicherweise versendet der Riesteranbieter in der Leistungsmitteilung auch die Information über die Steuerpflicht. Wenn du beim Anbieter schon nachgefragt hast, habe ich nur eine Erklärung: Hattest Du Deinen Vertrag vor dem 1.1.2005 abgeschlossen? Wenn dem so war, dann sollte er unter das alte (bie 2004 geltende) Steuerrecht für Rentenversicherungen fallen. Dann sind die Erträge i.A. steuerfrei und müssen nirgens angegeben werden.


    Viele Grüße

    Rautka

    Hallo,


    bezüglich der gekündigten Riesterrente musst/kannst du für die Steuererklärung 2013 nichts unternehmen. Die Beiträge sind durch die Kündigung nicht mehr steuerlich absetzbar. Solltest du Fördermittel bekommen haben (Zulagen) wurden diese vom Anbieter bereits mit dem Auszahlungsbetrag verrechnet. Da musst du auch nichts mehr zurückzahlen.


    Ansonsten solltest du nach der Kündigung ein Schreiben deines Anbieters bekommen haben. Darin steht auch, welche Angaben in der Steuererklärung für 2014 (!) bezüglich eventueller Kapitalerträge zu machen sind. Hast du dieses Schreiben nicht mehr, hilft eine Nachfrage beim Anbieter.


    Viele Grüße

    Rautka

    Hallo Raik,


    grundsätzlich ist deine Erwartung korrekt. Anspruch auf die Kinderzulagen hat deine Frau, vorausgesetzt sie ist unmittelbar zulageberechtigt und ihr habt keine Übertragung an dich beantragt. Bei getrennter Veranlagung werden diese Kinderzulagen, wie auch die Grundzulage deiner Frau, bei dir nicht berücksichtigt. Diesen einfachen Fakt sollte auch das Finanzamt kennen. Insofern kann ich mir die telefonische Auskunft nicht erklären. Möglicherweise habt ihr am Telefon aneinander vorbei geredet. Auch Fehler bei der Übermittlung der Daten kommen vor. Eventuell kannst du vor Ort mit deinem Sachbearbeiter die Sache aufklären.


    Wenn das nicht hilft, solltest du dir professionelle Hilfe (Lohnsteuerhilfeverein, Steuerberater) holen. Für einen Einspruch solltest du an die Einspruchsfrist denken.


    Viele Grüße

    Rautka

    Hallo Gibeon!


    Unabhängig von miwes Antwort solltest du den Status deiner Betriebsrente klären, z.B. mit Hilfe eines Steuerberaters.


    Meines Wissens kann eine Betriebsrente nach dem Ausscheiden aus dem Angestelltenverhältnis nur als private Rente fortgeführt werden. Ob die entsprechenden Beiträge dann überhaupt steuerlich abziehbar sind, hängt von deinen restlichen Vorsorgeaufwendungen ab.


    Viele Grüße

    Rautka

    Hallo anneml!


    Grundsätzlich ist für den Abzug der Zulagen bei der Günstigerprüfung entscheidend, auf welche Zulagen man Anspruch hat, nicht, welche Zulage man tatsächlich bereits erhalten hat. Auch wenn man noch keine Zulage beantragt hat, wird diese angerechnet.


    In euerm konkreten Fall ist eine rechtliche Beratung denen vorbehalten, die dazu fachlich kompetent sind: Steuerberater, Fachanwalt für Steuerrecht oder auch Lohnsteuerhilfeverein. Wenn ihr mit dem Finanzamt in den Clinch gehen wollt, solltet ihr euch zwecks Beratung bzw. Hilfe an eine dieser Adressen wenden.


    Insofern ist meine persönliche Meinung zur Rechtslage genauso unerheblich wie die anderer Forumteilnehmer.


    Mein Tipp ist allerdings, übertragt die Kinderzulage auf deinen Ehemann und beantragt diese über den Anbieter - dann ist alles OK. Da du in 2016 keinen Riestervertrag hattest, kannst du die Kinderzulage für 2016 ohnehin nicht erhalten.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    ich kann das von Billy geschriebene nur bestätigen. Hier im Forum wird niemand zu einer Antwort gezwungen. Ich mache das hier freiwillig, wenn mir etwas zuwider wäre, würde ich nicht mehr antworten.


    In jedem Fall freue ich mich, dass ich helfen konnte und sich das eigentlich nicht so tolle Thema für Sie noch ganz gut aufgelöst hat.


    Eine Anmerkung habe ich aber noch. Wie ja auch der Sachbearbeiter der Allianz mitteilte, wurde die Auflösung des Vertrages der ZfA bereits mitgeteilt. Wie schnell das Finanzamt davon erfährt, weiß er nicht, ich auch nicht. Die Beiträge für 2016 sind durch die schädliche Verwendung keine Riesterbeiträge mehr. Sie sind also nicht in die Anlage AV einzutragen.


    Vermutlich würde das Finanzamt die Beiträge monieren, vielleicht auch einfach ignorieren. Im schlimmsten Fall wird eine Steuererstattung berechnet, die wieder zurückgefordert wird, wenn das Finanzamt von der schädlichen Verwendung erst später erfährt. Also diese Beiträge nicht in die Anlage AV eintragen!


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    leider sind auch bei großen Versicherern die Auskünfte nicht immer hilfreich. Wahrscheinlich hätten Sie nicht fragen sollen 'wie und wo Angaben bei der Einkommensteuererklärung gemacht werden müssen.' Schließlich wissen Sie das ja schon (Kapitalertrag in der Anlage KAP). Besser wäre gewesen nach der Höhe des steuerpflichtigen Kapitalertrages zu fragen.


    Aber ich glaube, das können Sie sich jetzt sogar sparen: Wenn in der vorliegenden Bescheinigung steht



    Höhe der Erträge bis zur schädlichen Verwendung KEIN BETRAG

    dann ist das doch die benötigte Information! Es gab also keine Kapitalertäge, und damit ist nichts zu versteuern.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    in diesem Fall ist sehr wahrscheinlich, dass der Auszahlungsbetrag steuerfrei ist. Da ich aber die genaue Vertragskonstellation nicht kenne, kann ich das - aus der Ferne - nicht mit letzter Bestimmtheit sagen.


    Wenn der Versicherer keine Information zur steuerlichen Behandlung gegeben hat, hilft, wie schon geschrieben, eine Anfrage beim Versicherer. Der Auszahlungsbetrag als solcher hat in der Steuererklärung nichts zu suchen. Anzugeben ist allenfalls ein vom Versicherer zu bestimmender Kapitalertrag.


    Viele Grüße
    Rautka

    ..., wenn nicht der AG die Zeile 28 (private KV) schon zum Finanzamt übermittelt hätte.Und wenn man eine private KV hätte, was bei mir aber nicht aber nicht der Fall ist.

    Hallo rutschka,


    bitte versteh doch, dass gerade das nicht der Sinn von Zeile 28 ist. Das steht auch im diskutierten Thread. Du schreibst, dass du freiwillig gesetzlich versichert bist. Vermutlich stehen bei dir in den Zeilen 25 und 26 keine Einträge und du bist sogenannter Selbstzahler. Dann musst Du deine Beiträge aus der Bescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse selbst in die Masken zu den Vorsorgeaufwendungen eintragen. Die Zeile 28 macht diesen Eintrag gerade nicht!


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    nicht jeder, der hier im Forum Fragen stellt, beantwortet auch Rückfragen. So bleibt dann leider manches ungeklärt.


    Dein Versicherer hat dir die Beträge bescheinigt, die die ZfA wegen der staatlichen Förderung der Riesterverträge zurückgefordert hat. Übrig geblieben ist eine von dir gekündigte Privatrente. Wie die steuerlich zu behandeln ist, muss der Versicherer in die Leistungsmitteilung schreiben.


    Wenn dazu nichts drin steht, hilft im Zweifel eine Rückfrage beim Versicherer.


    Wann hast du denn den Riestervertrag abgeschlossen? Wenn vor dem 1.1.2005, bis wann wurden die Beiträge bezahlt?


    Viele Grüße
    Rautka

    Für Renten- und Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, gilt das bis 2004 geltende Recht weiter.


    Wie deine konkrete Versicherung steuerlich zu behandeln ist, kann dir nur der Versicherer mitteilen. Frage bitte dort nach. Erfahrungen anderer Forumteilnehmer haben auf deinen konkreten Fall keinen Einfluss.


    Viele Grüße
    Rautka