Beiträge von Rautka

    Hallo Christine,


    ich kann das von Billy geschriebene nur bestätigen. Hier im Forum wird niemand zu einer Antwort gezwungen. Ich mache das hier freiwillig, wenn mir etwas zuwider wäre, würde ich nicht mehr antworten.


    In jedem Fall freue ich mich, dass ich helfen konnte und sich das eigentlich nicht so tolle Thema für Sie noch ganz gut aufgelöst hat.


    Eine Anmerkung habe ich aber noch. Wie ja auch der Sachbearbeiter der Allianz mitteilte, wurde die Auflösung des Vertrages der ZfA bereits mitgeteilt. Wie schnell das Finanzamt davon erfährt, weiß er nicht, ich auch nicht. Die Beiträge für 2016 sind durch die schädliche Verwendung keine Riesterbeiträge mehr. Sie sind also nicht in die Anlage AV einzutragen.


    Vermutlich würde das Finanzamt die Beiträge monieren, vielleicht auch einfach ignorieren. Im schlimmsten Fall wird eine Steuererstattung berechnet, die wieder zurückgefordert wird, wenn das Finanzamt von der schädlichen Verwendung erst später erfährt. Also diese Beiträge nicht in die Anlage AV eintragen!


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    leider sind auch bei großen Versicherern die Auskünfte nicht immer hilfreich. Wahrscheinlich hätten Sie nicht fragen sollen 'wie und wo Angaben bei der Einkommensteuererklärung gemacht werden müssen.' Schließlich wissen Sie das ja schon (Kapitalertrag in der Anlage KAP). Besser wäre gewesen nach der Höhe des steuerpflichtigen Kapitalertrages zu fragen.


    Aber ich glaube, das können Sie sich jetzt sogar sparen: Wenn in der vorliegenden Bescheinigung steht



    Höhe der Erträge bis zur schädlichen Verwendung KEIN BETRAG

    dann ist das doch die benötigte Information! Es gab also keine Kapitalertäge, und damit ist nichts zu versteuern.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    in diesem Fall ist sehr wahrscheinlich, dass der Auszahlungsbetrag steuerfrei ist. Da ich aber die genaue Vertragskonstellation nicht kenne, kann ich das - aus der Ferne - nicht mit letzter Bestimmtheit sagen.


    Wenn der Versicherer keine Information zur steuerlichen Behandlung gegeben hat, hilft, wie schon geschrieben, eine Anfrage beim Versicherer. Der Auszahlungsbetrag als solcher hat in der Steuererklärung nichts zu suchen. Anzugeben ist allenfalls ein vom Versicherer zu bestimmender Kapitalertrag.


    Viele Grüße
    Rautka

    ..., wenn nicht der AG die Zeile 28 (private KV) schon zum Finanzamt übermittelt hätte.Und wenn man eine private KV hätte, was bei mir aber nicht aber nicht der Fall ist.

    Hallo rutschka,


    bitte versteh doch, dass gerade das nicht der Sinn von Zeile 28 ist. Das steht auch im diskutierten Thread. Du schreibst, dass du freiwillig gesetzlich versichert bist. Vermutlich stehen bei dir in den Zeilen 25 und 26 keine Einträge und du bist sogenannter Selbstzahler. Dann musst Du deine Beiträge aus der Bescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse selbst in die Masken zu den Vorsorgeaufwendungen eintragen. Die Zeile 28 macht diesen Eintrag gerade nicht!


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Christine,


    nicht jeder, der hier im Forum Fragen stellt, beantwortet auch Rückfragen. So bleibt dann leider manches ungeklärt.


    Dein Versicherer hat dir die Beträge bescheinigt, die die ZfA wegen der staatlichen Förderung der Riesterverträge zurückgefordert hat. Übrig geblieben ist eine von dir gekündigte Privatrente. Wie die steuerlich zu behandeln ist, muss der Versicherer in die Leistungsmitteilung schreiben.


    Wenn dazu nichts drin steht, hilft im Zweifel eine Rückfrage beim Versicherer.


    Wann hast du denn den Riestervertrag abgeschlossen? Wenn vor dem 1.1.2005, bis wann wurden die Beiträge bezahlt?


    Viele Grüße
    Rautka

    Für Renten- und Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, gilt das bis 2004 geltende Recht weiter.


    Wie deine konkrete Versicherung steuerlich zu behandeln ist, kann dir nur der Versicherer mitteilen. Frage bitte dort nach. Erfahrungen anderer Forumteilnehmer haben auf deinen konkreten Fall keinen Einfluss.


    Viele Grüße
    Rautka

    Bist du dir da sicher?

    Ja bin ich! Im Auszahlungsbetrag sind neben dem Kapitalertrag nämlich auch gezahlte Beiträge enthalten. Das schreibst du im nächsten Satz ja selbst.


    Es handelt sich um eine schädliche Verwendung, daher ist ein Teil der Auszahlung durchaus als Kapitalertrag zu versteuern.

    Insofern muss man keinen Widerspruch konstruieren, wo keiner ist.


    misskitti:


    Ich kann nur noch einmal unterstreichen, in Anlage KAP gehört der Kapitalertrag (und eben nicht die ausgezahlte Summe). Den steuerpflichtigen Kapitalertrag muss dir der Anbieter der Versicherung mitteilen.


    Abhängig von der Konstellation kann es auch sein, dass nichts mehr zu versteuern ist.

    In Anlage KAP gehört der Kapitalertrag, das ist in den wenigsten Fällen der Auszahlungsbetrag.


    Also, wie oben schon von anderen geschrieben, trage das ein was dir die Leistungsmitteilung des Anbieters vorgibt. Solltest du keine solche Mitteilung haben, solltest du sie, ggf. erneut, anfordern.


    Im Übrigen, wann hattest du denn den Riestervertrag abgeschlossen?

    Wenn jetzt die Versicherung noch vor dem 1.1.2005 begonnen hat, dann können die Beiträge als weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen angegeben werden. In der Anlage Vorsorgeaufwand kommen sie dann in Zeile 51.


    Allerdings müssen sich die Beiträge steuerlich nicht unbedingt auswirken. Das ist hier im Forum schon mehrfach angesprochen worden.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo xana,


    eine Kapitallebensversicherung mit Wahlrecht gibt es nicht. Sieh dir bitte noch einmal deine Police an, was due abgeschlossen hast. Eine Kapitallebensversicherung oder eine Rentenversicherung. Nur bei letzteren gibt es ein Wahlrecht - nämlich, ob du die Rente oder eine Kapitalzahlung wählst.


    Außerdem muss zur steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge die erste Beitragszahlung vor dem 1.1.2005 erfolgt sein. Insofern irritiert die Überschrift; vermutlich ein Rechtschreibfehler, den man aber korrigieren kann...


    Viele Grüße
    Rautka


    nesciens: Dein Link beschreibt die Rechtslage ab 2005 - §10 EStG Abs. 1 Nr. 2 b)aa) betrifft die Basisrente (auch Rürup-Rente genannt). Diese liegt hier offenbar aber nicht vor. Der von xana angefragte Fall wird, wenn überhaupt, in §10 EStG Abs.3a behandelt.

    Hallo xana,


    die Beiträge zur Zusatzversicherung werden mit denen zur Hauptversicherung gemeinsam angegeben. Es muss also nichts herausgerechnet werden. Wichtig ist noch, dass die Kapitalversicherung oder Rentenversicherung nicht fondsgebunden sein darf.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Elo,


    bist du Beamte(r)? Wenn ja, dann musst du deiner Besoldungsstelle die Einwilligung zum Datenazstausch mit der Zulagenstelle erteilen.


    Andernfalls, wie bei dir geschehen, wirst du von der Zulagenstelle (und der Finanzverwaltung) als nicht zulagenberechtigt eingestuft. In diesem Fall ist die Riesterrente nur im Rahmen der sonstigen Vorsorgeaufwendungen absetzbar.


    Viele Grüße
    Rautka

    Zuerst wäre einmal die Frage zu klären, ob du 2014 tatsächlich Anspruch auf die Kinderzulage hattest. Aus deinem ersten Post gehtdas nicht hervor. Und aus der Zahlung der Zulage durch die ZfA muss man das auch noch nicht schließen. Es gibt genügend Praxisfälle, in denen nach ein paar Jahren die Zulage zurückgefordert wurde (ZfA fordert die Zulage dann vom Anbieter zurück).


    Ist gesichert, dass du Anspruch hattest, würde ich das Finanzamt informieren und den Sachverhalt so darstellen, wie er ist. Da es einen Datenaustausch zwischen ZFA und Finanzamt gibt, erfährt das Finanzamt ohnehin früher oder später davon, dass die Zulage gezahlt wurde. Vermutlich wird das Finanzamt den Steuerbescheid ändern, aber ich kenne das diesbezügliche Prozedere nicht.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo,


    normalerweise kann man in der Steuererklärung nicht angeben, ob man die Kinderzulage erhalten hat oder nicht. Man kann nur angeben, dass man Anspruch auf eine Kinderzulage hat und diese auch beantragt bzw. beantragt hat. Die Zulage, also Grund- und Kinderzulage, wird nämlich immer erst nach dem Jahr gezahlt, für das sie gewährt wird. In deinem Fall wurde die Zulage für 2014 im Jahr 2015 gezahlt. Mitgeteilt wird das wiederun erst nach Ablauf des Jahres, in dem die Zulage gezahlt wurde. In deinem Fall Anfang 2016.


    Sofern du dem nicht widersprochen hast, teilt dein Anbieter dem Finanzamt die von dir im Kalenderjahr gezahlten Beiträge mit. Also Anfang 2016 wurden die Beiträge von 2015 mitgeteilt. In deiner Steuererklärung für 2015 gibst du u.a. an, dass du die Kinderzulage für 2015 beantragt hast oder beantragen willst.


    Was das Jahr 2014 betrifft kommt es auf den Einzelfall an, den ich natürlich nicht kenne. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen hat die in der Steuererklärung nicht angegebene Kinderzulage überhaupt einen Einfluss auf den Erstattungsbetrag. Die zentrale Zulagenstelle sendet an das Finanzamt ohnehin Kontrollmitteilungen über gezahlte Zulagen. Falls du das Steuer-Sparbuch 2015 verwendet hattest, kannst du ja die Auswirkungen prüfen.


    Wichtiger ist, wie oben schon geschrieben, die Eintragungen zur Kinderzulage für 2015 korrekt vorzunehmen.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Gerome,


    in der Steuererklärung dürfen nur selbst gezahlte Beiträge in den Riestervertrag angegeben werden. Eine gezahlte Zulage erhöht diesen Betrag nicht. Im Gegenteil, die gezahlte Kinderzulage wird, wie die Grundzulage auch, auf den Steuervorteil angerechnet. Das Prinzip habe ich bereits früher in diesem Forum dargestellt. Einfach die erweiterte Suche verwenden.


    Wenn du erst 2015 geheiratet hast und in 2014 deine jetzige Ehefrau das Kindergeld bekommen hat, kannst du für 2014 keine Kinderzulage erhalten. Das steht so auch in der von miwe verlinkten Antwort der Finanzfrage. Normalerweise wird die Kinderzulage gar nicht erst in deinen Riestervertrag eingezahlt. Bei verheirateten Eltern ist das anders, dort bekommt die Mutter den Kinderzuschlag, mit Unterschrift der Mutter kann ihn auch der Vater bekommen.


    miwe4: Das von dir verlinkte Merkblatt hat nichts mit dem Riester-Kinderzuschlag zu tun. Es handelt von einer anderen gleichnamigen Leistung der Familienkasse.


    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Atifan!


    Mein zu versteuerndes Einkommen (Einnahmen - Kosten) wird nach dem pers. Grenzsteuersatz berechnet, der kann z.B. über 40% liegen.

    Nein, deine persönlich zu zahlenden Steuern werden aus dem zu versteuernden Einkommen mittels einer ziemlich komplizierten Formel berechnet. Der Grenzsteuersatz bezieht sich auf zusätzliches zu versteuerndes Einkommen. Dieser Effekt nennt sich Steuerprogression.


    Mein pers. Steuersatz ist dann das Verhältnis von den gesamten Einnahmen - gezahlter Steuern?

    Ja!


    Also ist der pers. Grenzsteuersatz viel höher als der pers. Steuersatz u...

    Ja, zumindest bei fast allen Steuerzahlern.


    Bin zwar noch mit Plus raus, aber dann war das Ganze viel weniger profitabel als angenommen.

    Da bist du bei weitem nicht der Erste, der diese Erkenntnis erst nach der Kündigung hat. Manchmal sollte man sich bei finanziellen Entscheidungen fachkundigen Rat holen, und das bei jemandem, der auch für seinen Rat haftet!



    Viele Grüße
    Rautka

    Hallo Atifan,


    zusätzlich zu den von miwe4 gemachten Anmerkungen möchte ich dich auf zwei grundlegende Denkfehler deinerseits hinweisen:


    • Wie kommst du darauf, dass deine zu versteuernden Gewinne mit 22% versteuert werden? Die von dir genannten Zahlen der Berechnung im Steuerprogramm deuten auf einen Grenzsteuersatz von über 40% hin. Du verwechselst offenbar Durchschnittssteuersatz und Grenzsteuersatz. Außerdem können sich diese Werte von Jahr zu Jahr unterscheiden, insbesondere, wenn das zu versteuernde Einkommen um 11.000 € gestiegen ist.
    • Deine eigene Berechnung des zu versteuernden Gewinns berücksichtigt die zurückzuzahlenden Steuererstattungen nicht. Die ausgewiesenen Werte in der Bescheinigung des Anbieters kannst du bei diesem zwar hinterfragen, sie erscheinen mir aber wesentlich plausibler als deine Rechnung.

    Viele Grüße
    Rautka

    Da die Versicherung während deiner Zeit bei AG2 keine bAV ist/war, kann sie steuerlich auch nicht als solche behandelt werden, sondern nur als Privatrentenversicherung.


    Ob du sie steuerlich ansetzen kannst, hängt von mehreren Parametern ab. Leider hast du nichts zu dieser Versicherung geschrieben. Deshalb nur so viel. Ist der Beginn der Versicherung 2005 oder später, ist nichts absetzbar. Andernfalls hängt es davon ab, welcher Art die Versicherung ist und ob du den Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen schon erreicht hast.


    Viele Grüße
    Rautka

    Das ist eine wichtige Angabe, um die Frage richtig zu beantworten. ;) Ich war nämlich von der GKV ausgegangen ...

    Das ist auch bei der GKV so! Auszug aus der "Bestätigung der Meldung an das Finanzamt" einer GKV:


    Zitat von GKV

    Bitte beachten Sie hierzu die folgenden Hinweise:
    • Wir sind verpflichtet, jeweils den Bruttobetrag der Leistung zu übermitteln. Ihre Beitragsanteile
    zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sind also darin enthalten. Deshalb
    weichen die aufgeführten Beträge von der tatsächlichen Auszahlung ab.


    Viele Grüße
    Rautka