Beiträge von Taxler1

    Die abzugsfähigen Fahrtkosten Wohnung-regelmäßige Arbeitsstätte sind grundsätzlich begrenzt auf einen jährlichen Höchstbetrag von 4.500,00 €. Es gibt aber Ausnahmen: Der Höchstbetrag kommt nicht zur Anwendung:
    - wenn Sie mit dem Pkw zur Arbeit fahren (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 2 EStG);
    - bei Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung (BMF-Schreiben vom 3.1.2013, DStR 2013 S. 38 Tz. 2);
    - wenn die tatsächlichen Kosten für öffentliche Verkehrsmittel höher sind. Die höheren Kosten sind ohne Höchstbetrag statt der Entfernungspauschale als Werbungskosten absetzbar (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG).

    Die Berufsausbildungsbeihilfe gehört zu den Bezügen. Sie ist unter den Lohnersatzleistungen einzutragen. Bezüge sind Einnahmen in Geld oder Geldeswert, die nicht im Rahmen der einkommensteuerrechtlichen Einkunftsermittlung erfasst werden (R 32.10 Abs. 2 EStR 2008). Sind in der Berufsausbildungsbeihilfe Leistungen für Fahrtkosten enthalten, stellen diese keine Bezüge dar. Sie mindern aber die geltend gemachten Fahrtkosten.

    Ihrem Beitrag entnehme ich, dass Sie hinsichtlich Einkünften aus Vermietung und Verpachtung steuerlich ein Laie sind. Um die Weichen für die Zukunft nicht falsch zu stellen, würde ich Ihnen raten, für die Einkommensteuererklärungen 2012 und 2013 jeweils einen Steuerberater zu konsultieren.

    Nach Ihrer Angabe haben Sie Ihr Kind nur bis zum 30. April unterstützt. Somit erfolgt die Berechnung der Unterstützung auch nur bis zu diesem Zeitpunkt. Die Einkünfte des Kindes ab 1. Mai bleiben deshalb unberücksichtigt, somit erfolgt auch kein Abzug des Werbungskosten- Pauschbetrages in Höhe von 1.000 €.

    Zitat

    "2Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums wird ein Kind in den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 nur berücksichtigt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.


    Genau das trifft hier zu. Der (anteilige) Kinderfreibetrag ist vom Finanzamt zu Unrecht nicht anerkannt worden. Haben Sie einen Beleg der Agentur für Arbeit, aus dem die Zeit der Arbeitsplatzsuche hervorgeht, der Steuererklärung beigelegt? Wenn nicht, dann legen Sie Einspruch ein und reichen diesen Beleg nach. Haben Sie für die betreffende Zeit Kindergeld erhalten?

    Das ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen. Wenn Sie im Jahr 2011 bis spätestens Mai des Jahres Ihre Steuererklärung für 2010 abgegeben hätten, dann hätten Sie damals auch als Familienstand "verheiratet", Ihr Einkommen und das Ihrer Ehefrau eingegeben. Somit hat sich also nichts geändert.

    Das ist doch ganz einfach. Im Jahre 2010 waren Sie doch noch verheiratet, also geben Sie den entsprechenden damaligen Familienstand ein. Ganz nebenbei: Mit der Erstellung der Steuererklärung für 2010 sind Sie aber spät dran.
    Für die Programmierer dieses Programmes: Normalerweise müsste eine derartige Eingabe vom Programm abgefangen werden.

    Es ist zwar nicht besonders bedeutsam, aber dennoch zur Klarstellung: Die Zusendung der Rentenbezugsmitteilung z. B. durch die Deutsche Rentenversicherung Bund erfolgt nur dann automatisch, wenn sie einmal angefordert worden ist. Wenn der Fragesteller tatsächlich eine Rentenbezugsmitteilung vorliegen hätte, dann ließe sich daraus normalerweise der Rentenanpassungsbetrag entnehmen und er würde nicht danach fragen. Also ging ich davon aus, dass er bislang eine derartige Bescheinigung nicht vorliegen hat.

    Die Kosten für die haushaltsnahe Tätigkeit eines Au-pairs werden wie die Kosten für einen Dienstleister behandelt.
    Die übrigen Voraussetzungen des § 35 a EStG müssen aber erfüllt sein:
    Die Au-pair-Hilfe muss also eine haushaltsnahe Tätigkeit ausüben, und zwar in Ihrem Haushalt.
    Sie müssen als »Rechnung« einen schriftlichen Au-pair-Vertrag vorlegen können, aus dem die Aufgaben hervorgehen.
    Sofern die Au-pair-Kraft neben den Hausarbeiten auch die Betreuung eines Kindes übernimmt, gehören zu den haushaltsnahen Hilfen nur 50 % der Aufwendungen. Das gilt jedoch nur, wenn die Kinderbetreuungskosten schon zu den Werbungskosten/Betriebsausgaben oder zu den Sonderausgaben zählen.
    Das Taschengeld müssen Sie auf ein Konto der Au-pair-Kraft einzahlen.
    Zu den berücksichtigungsfähigen Kosten zählt nicht nur das Taschengeld. Es zählen auch die Sachleistungen in Form von freier Kost und Logis dazu. Hier können Sie der Einfachheit halber die Werte der Sozialversicherungsentgeltverordnung ansetzen. Sofern die Au-pair-Kraft bereits volljährig ist, gelten folgende Werte
    im Jahr 2012: für volle Verpflegung € 219,00 im Monat bzw. € 7,30 pro Tag/ im Jahr 2013: für volle Verpflegung € 224,00 im Monat bzw. € 7,47 pro Tag;
    im Jahr 2012: für Unterkunft € 212,00 im Monat bzw. € 7,07 pro Tag/ im Jahr 2013: für Unterkunft € 216,00 im Monat bzw. € 7,20 pro Tag.
    Das Programm der Firma Buhl verwende ich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Aus diesem Grund kann ich nicht explizit sagen, wo die Eingaben zu tätigen sind. Auf jeden Fall unter der Rubrik "Hilfen und Dienstleistungen“ im Haushalt. Am besten ist es, Sie fertigen eine Zusammenstellung und fügen diese der Einkommensteuererklärung bei.

    Der Fragesteller hat bislang aber nicht geschrieben, dass er bereits über eine Rentenbezugsmitteilung verfügt. Wenn der Rentenversicherungsträger in der Lage ist, den Anpassungsbetrag – wie Du schreibst – telefonisch bekanntzugeben, dann frage ich mich, warum der entsprechende Betrag dann nicht auf der Rentenbezugsmitteilung erscheinen soll. Aber möglicherweise habe ich bislang tatsächlich keinen derartigen Fall vorliegen gehabt. Ich lege immer die Rentenbezugsmitteilung zu Grunde.