Beiträge von babuschka

    wohnhofAtrium


    was bitte haben andere Anwender (auch WEG-Verwalter sind ja Anwender) den Kommentatoren von juristischen Fachbüchern voraus, dass du die Kommentatoren so lapidar als "Bewertungen, Einschätzungen" abtust, obwohl dies Fachleute auf dem Gebiet des Miet- und WEG-Rechts sind, aber die anderen Anwender natürlich das Nonplusultra Wissen haben und hier rechtliche Auskünfte erteilen können? Ich vertraue jedenfalls Kommentaren wesentlich mehr als dem "Halbwissen" hier. Richter stützen sich auf Kommentare und nicht auf Forenwissen.

    Der GdPdU-Export kann von den Betriebsprüfern in Ihre Software eingelesen werden.

    Daneben aber nicht vergessen: für Belege, Bilanzen/EÜR etc. gilt auch weiterhin die 10 Jahre, gerechnet ab Ende des Jahres, in dem die letzte Buchung für das betreffende Wirtschaftsjahr erfolgt ist. Also mindestens 11 Jahre.

    Leider trägt die Software automatisch netto ein.

    dann machst du schon die grundlegende Buchung falsch. Du bist Kleinunternehmer und darfst keine Vorsteuern ziehen, d.h. du hast immer Bruttowerte, einen Steuerschlüssel darfst du nicht angeben. Dann wird auch im Anlagevermögen richtig erfasst. Wenn du in den Buchungen einen Vorsteuerschlüssel angibst, kann das nicht klappen.

    Und der laptop Hersteller arbeitet mit Umsatzsteuer... heißt ich muss das nur so machen damit das Programm richtig funktioniert? Kann man das nicht fixen?

    Natürlich weist der Laptop-Hersteller Umsatzsteuer aus - er ist schließlich weder Kleinunternehmer noch hat er umsatzsteuerbefreite Umsätze (in der Regel). Das ist aber für dich völlig gleichgültig - du darfst keine Vorsteuern ausweisen und damit sind die Vorsteuern für die Teil der Anschaffungskosten. Und so musst du buchen - alles andere führt in die Irre.

    Hier solltest du so schnell wie möglich miwe4 folgen und einen Angehörigen der steuerberatenden Berufe kontaktieren. Sollte es nämlich wirklich eine Zweitausbildung sein (und es sich nicht um eine konsequetive Weiterbildung handeln), müsstest du Chancen haben mMn. Aber das kann hier nur von fachlich kompetenter Seite erfolgen, der alle Folgen im Auge hat. Ein Rechtsanwalt darf zwar auch, ist im Steuerrecht aber nicht so gut ausgebildet wie ein Steuerberater (gegegenenfalls auch ein Lohnsteuerhilfeverein).


    Allerdings ist die lange Dauer des Studiums mMn unter Umständen ein Argument, dass hier kein Broterwerb angestrebt wird.

    Es liegt hier keine Rechnung vor.

    Das wage ich bei der Sachverhaltsbeschreibung doch etwas z u bestreiten. Und wenn keine Rechnung vorliegen sollte, muss er zwingend auf den Bruttobetrag Umsatzsteuer und Vorsteuer rechnen. Ohne Rechnung ist der TE einfach gekniffen. Also Rechnung anfordern und UStID angeben, dann gilt RC auf den Nettobetrag. Zahlen muss er den geforderten Betrag an den Verkäufer (also mit der Umsatzsteuer, ob Rechnung oder nicht) und darauf ist nach deutschem Recht nun einmal § 13b UStG anzuwenden. Ein Privatverkäufer liegt hier definitiv nicht vor.

    Dann musst du prüfen, ob es in deinen Einstellungen einen Steuersatz gibt, der auf innergemeinschaftliche Erwerbe die 19% abführt, aber die Vorsteuer als Aufwand erfasst (Konto nicht abziehbare Vorsteuer). In einigen Programmen gibt es hierfür einen gesonderten Mehrwertsteuersatz (igErwerbe 19% USt/0% VorSt)


    Nachtrag: nur die Umsatzsteuer buchen geht nicht, weil hier zwingend die Bemessungsgrundlage (hier dein Einkauf) und die Steuer zusammen zu buchen sind (ist für die UStVa und UStE erforderlich). Nur die Vorsteuer kann "alleinstehend" gebucht werden, benötigt aber einen entsprechenden Nachweis.

    Diese Steuer muss ich nicht zahlen. Wie ist es beim Wiederverkauf - muss ich die 19% ausweisen?

    Da irrst du - du mussst die Rechnung korrigieren lassen mit einem Verweis auf Reverse Charge undd ohne USt-Ausweis. So wie die Rechnung lautet, musst du den Bruttobetrag! als Grundlage für Umsatzsteuer und Vorsteuer nehmen. Diese Vorsteuer ist abziehbar und damit dein Wiederverkauf mit 19%. Hat dann aber absolut nichts mit Differenzbesteuerung zu tun.

    Ich kann dir nicht sagen, ob dies in Mein Büro so machbar ist (dort gibt es Eigenheiten, die mir widerstreben), aber im Allgemeinen bucht man als EÜ-Rechner am 31.12. den mit der UStVA abgegebenen Betrag 1780 an 1789 (ja, rückdatieren wegen der 10-Tage-Regelung) und bei Abbuchung dann 1789 an 1200.