Beiträge von babuschka

    Du kannst nur etwas zurück bekommen, wenn in der Gesamtschau deiner Einnahmen und gezahlten Steuern zu viel gezahlt wurde. Da der Arbeitgeber ja die Freigrenzen bei der monatlichen Gehaltsabrechnung berücksichtigt, kann es im sein, dass du keine Steuern darauf gezahlt hast. Aber wie gesagt, zurück bekommst du nur, wenn insgesamt über deine gesamten Einkünfte (also gesamtes Gehalt, Zinsen etc.) gesehen eine zu hohe Vorauszahlung erfolgte

    Kuddel liegt hier nicht ganz richtig. Das Hausgeld zählt bei vermieteten Wohnungen zu den Ausgaben, allerdings ohne den Anteil für die Instandhaltungsrücklage. Allerdings dürfen dann die einzelnen Kostenpositionen nicht angesetzt werden - also entweder die Kostenpositionenen der Abrechnung oder das Hausgeld (ohne Instandhaltungsrücklage) einshchließlich Zahlungen aus Abrechnung (kann für das abgelaufenen Jahr eingetragen werden oder im Jahr der Zahlung).
    Doppelt geht nicht - da hat Kuddel recht.

    Liegt das Problem eventuell darin, dass es sich um eine Kapitalgesellschaft handelt? Der Verweis auf die Körperschaftsteuer scheint mir darauf hinzuweisen. Dann entsteht nämlich bei solchenSachverhalten immer eine Differenz zwischen dem (handelsrechtlichen = HGB) Abschluss und dem steuerlichen KSt-Abschluss. Die nicht abziehbaren Teile sind nach Handelsrecht nämlich trotzdem Aufwand, der ergebniswirksam zu buchen ist. Die Körperschaftsteuer-Anpassung wird in steuerlichen Nebenrechnungen erfasst.

    Danke für die weiteren Erläuterungen. BüroPlus finde ich nicht im Angebot von Buhl - ist dies ein Sonderangebot? Würde ja unter Umständen dann meine Probleme lösen, denn mehr als 10 onlinefähige Konten haben wir nicht. Wenn ich die EÜR über die Auswertungen auf Kostenstellen aufteilen kann, würde ich wechseln

    Hallo Franco,


    der Import hilft nicht viel - eine Übernahme habe ich nicht geschafft, da keine Datenbank angezeigt wurde, die ich öffnen könnte.
    Ich habe daher die Daten manuell eingegeben. Mein Fazit:
    a) für mein relativ kleines Unternehmen käme maximal die "kleine" Version der US in Frage - der Rest wäre "oversized" mit einer Ausnahme: der Anlagenverwaltung. Ich bin etwas erstaunt, dass in einem Programm, das eine Bilanzierung nach § 4 Abs. 1 EStG anbietet, eine Anlagenbuchhaltung fehlt! Wie soll ich denn den Anlagenspiegel für das Finanzamt erstellen? Zum anderen will ich keine im wahrsten Sinne des Wortes "Nebenbuchhaltung" via Excel machen. Klarer Minuspunkt.
    b) Die Aufteilung der EÜR auf Kostenstellen (in Mein Büro "Zuordnung" genannt" ist auch in der US nicht möglich. Dann kann ich bei MB bleiben, muss allerdings einen nicht unerheblichen Betrag für die monatliche Zubuchung der Mehrmandantenfähigkeit hinblättern (wobei ich ja nicht mehr Mandanten habe, sondern die EÜR in den Berichten und beim Ausdruck der Formulare auf die Zuordnungen aufteilen will bzw. muss, weil das FA das so haben will).
    c) ob US mehr als zwei Konten onlinefähig hat, konnte ich nicht herausfinden, bei MB liegt hier eine für mich missliche Begrenzung, weil wir für jede Kostenstelle (= Immobilie) ein eigenes Konto führen und für zwei Kredite ebenfalls onlinefähige Konten haben.
    --> alles in allem: weder MB noch US decken meine Anforderungen ab. Dies ist bedauerlich, weil MB eigentlich im Test einen guten Eindruck gemacht, das Arbeiten damit hat nach Anfangsproblemen wenig Schwierigkeiten gehabt und das Design und die Eingabemasken haben mir gut gefallen. Muss ich also bei meinem alten Programm bleiben, das meine Anforderungen immer noch besser abdeckt (getrennte EÜR für Kostenstellen, unbegrenzte online-Bankkonten, Eingangs- und Ausgangsrechnungen) ohne Zusatzgebühren für diese Leistungen zu nehmen. Wenn ich bei MB die notwendigen Zusatzmodule buchen, zahle ich nicht unwesentlich mehr als für mein jetziges Programm. ;(


    Babuschka (ehemals gibu711)

    Hallo alle zusammen,


    ich teste gerade Mein Büro, weil ich mich mit dem Gedanken trage auf dieses Programm umzusteigen. Dabei stoße ich auf einige Probleme, unter anderem darauf, dass ich die Kundenkonten in den manuellen Buchungen nicht ansprechen kann, was bedeutet, dass ich die zum Stichtag noch offenen Forderungen nicht eintragen kann! Meine OP-Listen sind daher nicht richtig. In der Hilfe und hier im Forum habe ich nichts zu diesem Thema gefunden - für mich aber eminent wichtig, da unsere Mieter (wir haben mehrere Immobilien an Privatpersonen vermietet) relativ viel Zeit haben, bis sie die Nebenkostenabrechnungen bezahlen müssen. Ich benötige hier unbedingt "saubere" offene Posten.
    Wie muss ich hier vorgehen? Ich habe Auftrag+ mit im Testumfang.


    Gruß babuschka

    Du hast eine Gewerbeanmeldung gemacht - und aus deinen Schilderung ergibt sich dies auch als richtig - folglich bist du Einzelgewerbetreibender. Ein freier Beruf ist hier nicht gegeben - deine Tätigkeit fällt, soweit ich dies aus deinen Schilderung ersehen kann, nicht unter die Katalogberufe. Damit hast du auch Einkünfte aus Gewerbebetrieb und nicht aus selbständiger Tätigkeit.
    Die EÜR heisst übrigens Einnahmenüberschussrechnung ausgeschrieben ..

    sorry - hier war ich im falschen Programm.
    Gehe unter "Laufende Buchungen 2014" - dort kannst du wie beschrieben eingeben.


    Istversteuerung heisst, dass du die Umsatzsteuer für Einnahmen erst an das Finanzamt abführst, wenn du das Geld von deinen Kunden erhalten hast. Bei der Sollversteuerung gehst du in Vorleistung, weil schon bei Erstellung der Rechnung die Mehrwertsteuer fällig wird (natürlich ist der entsprechende Monat gemeint). Da du sicher nicht über gewaltige Einnahmen verfügst, ist die Istversteuerung eine Liquidatitätshilfe des Finanzamtes. Solltest du unbedingt beantragen (wie miwe4 geschrieben hat geht dies formlos), falls dies wider Erwarten nicht genehmigt wird, gibt es noch die Dauerfristverlängerung (muss ebenfalls dann beantragt werden), kostet dich aber eine Vorauszahlung in Höhe von 1/11 der Umsatzsteuerschuld, ist also nur die zweitbeste Wahl.


    Noch zu deiner Frage wegen deines Gehaltes: dies spielt in deinem Gewerbe überhaupt keine Rolle. Erst bei der Steuererklärung für das Jahr 2014 gehört dies zu den Einnahmen aus unselbständiger Tätigkeit.

    Alles klar - du hast nur die Buchungsvorlage angepasst, aber nicht gebucht. Hierzu musst du unter "Einnahmen/Ausgaben erfassen" gehen und unter "Art der Buchung" auf "Vorlage wählen" (hinter dem Auswahlfeld) gehen und die jeweilige Buchungsvorlage auswählen. Dann kannst du deine Daten eingeben (Konten etc. werden dann vorgegeben), du musst ergänzen Belegnummer, ev. den Buchungstext (kannst du in den Vorlagen auch abändern) und den Betrag (Achtung: du kannst den Bruttobetrag angeben wie in den Vorlagen vorgegeben oder kannst auch auf Nettobeträge wechseln, Schaltfläche hinter dem Betrag).
    Dann kurz alle Daten prüfen und danach - falls notwendig - noch ergänzen und "Buchen" drücken.


    Dann müsste es klappen.


    Noch ein Hinweis: Wenn du mehrere Sachverhalte in einer Rechnung bezahlst, kannst du die Konten unter "Sachkonto splitten" alle gesondert aufführen, also z. B. wenn der Lieferant in der Rechnung Büromaterial, Verpackungsmaterial und so weiter zusammen gefasst hast, gehst du auf Sachkonto splitten und gibst die Einzelbeträge dann bei den jeweiligen Konten ein. Hier musst du dann aber meistens den (Gesamt-)Nettobetrag im Feld Betrag angeben, da die Split nur für die Sachkonten gilt, das Vorsteuerkonto aber (fast immer) gleich bleibt, es sei denn, es sind unterschiedliche Steuersätze in der Rechnung angegeben.


    Du machst Fortschritte - wir schaffen das heute noch gemeinsam! :thumbsup:

    Hallo ebody,


    eventuell habe ich den Fehler gefunden. Aber der Reihe nach:
    a) ist schon einmal gut
    b) dann hast du bei der Einrichtung (den Fragen vorab) richtig geantwortet. Damit sind die Voreinstellungen für die UStVA und spätere UStE richtig
    c) gut, EKR03 ist der richtige Kontenrahmen für Kleinunternehmer. Ein Kontenrahmen dient der Gliederung des Buchungsstoffes - an den einzelnen Klassen kann man die Zuordnung der einzelnen Konten zu Bestandskonten, Einnahmen und Ausgaben erkennen.
    Beim EKR03 (eine "abgespeckte" Version des SKR03) gibt es nicht so viele Konten. Wichtig nur für mich, um die richtigen Konten in den Beispielen anzugeben (ich arbeite mit SKR03, da ich das Programm Mein Büro habe).
    Kurz: alle Konten, die mit 0 beginnen (Klasse O) oder auch nur zwei- und dreistellig sind, gehören zum Anlagevermögen, d.h. alle Dinge, die du für längere Zeit in deinem Unternehmen nutzen möchtest wie Computer, Büromöbel, Maschinen, Auto, etc. Diese Dinge werden aktiviert (= Zahlungen gehen nicht sofort in die EÜR ein, sondern erst im Laufe der Nutzungsdauer über die Abschreibungen, auch AfA genannt). In der Klasse 1 findest du die Geldkonten (Kasse, Bank), Umsatzs- und Vorsteuerkonten, Privatausgaben und -einnahmen. Klasse 2 ist für die nicht betriebsgewöhnlichen Einnahmen und Ausgaben gedacht. Klasse 3 benötigst du, wenn du mit Waren zu tun hast (Vorräte, Wareneinkäufe etc.). In der Klasse 4 werden alle Betriebsausgaben aufgeführt, die Unterklassen gliedern dann noch nach Personalaufwand, Raumaufwand, Steuern/Versicherungen/Beiträge, Fahrzeugkosten, Werbekosten, Verkaufskosten und sonstiges. Die Klassen 5 bis 7 sind im EKR03 nicht belegt. Klasse 8 wird für die Einnahmenseite benötigt - hier wird aufgeteilt nach den zu berechneten Umsatzsteuersätzen. Klasse 9 schließlich dient für den Jahresabschluss - hier werden auch deine Eröffnungssalden gegengebucht. Diese Konten benötigt das Programm unbedingt, selber solltest du auf diesen Konten nicht buchen.
    d) Hier liegt wohl "der Hase im Pfeffer". Aus deinen Angaben entnehme ich, dass du die Buchungen immer nur zwischen den beiden Konten 1200 (also Bank) und 1780 (Umsatzsteuervorauszahlungen) gemacht hast. Das ist falsch. Das Konto 1780 wird gebucht, wenn die die Zahlung an das Finanzamt anhand der UStVA gemacht hast. Deine Buchungen für die Einnahmen und Ausgaben werden auf den Konten 1560 ff. bzw. 1760 ff. gebucht (macht eigentlich das Programm selber, wenn die Buchungen richtig eingegeben werden. Für die laufenden Buchungen solltest du nach Möglichkeit von den Buchungsvorlagen Gebrauch machen, dort sind schon Konten vorgegeben (z. B. bei Büromaterial mit 19% USt die Konten 4930 für den Nettobetrag, Vorsteuerkonto 19% und als Geldkonto 1200. Damit wird die Ausgabe auf dem richtigen Ausgabekonto (4930) für die EÜR und dem richtigen Vorsteuerkonto für die UStVA gebucht.
    Ich befürchte, du wirst deine gesamten Buchungen daraufhin noch einmal ändern müssen. Falls du weitere Fragen hierzu hast, kannst du mich auch gerne über eine PN kontaktieren, da dies sicher für die Allgemeinheit dann nicht mehr so interessant ist
    e) Die Stammdaten findest du unter Verwaltung - ich sehe allerdings, dass du keine Möglichkeit hast, zwischen Soll- und Istversteuerung zu wählen (im Programm EÜR geht dies). Ist daher für die weitere Vorgehensweise nicht relevant. Du solltest nur beachten, dass du die Einnahmen und Ausgaben immer erst dann eingibst, wenn das Geld tatsächlich fliesst bei Einnahmen, nicht schon, wenn du die Rechnung stellst (die du ja machen musst, da sonst deine Kunden keine Vorsteuer ziehen können).


    Es tut mir leid, ich habe dir viel Arbeit verschafft - aber da du bis zum 10. deine UStVA abgeben und die Zahllast (den an das FA zu zahlenden Betrag) überweisen musst, sollten die Buchungen bis dahin erfolgt sein, sonst schaffst du keine UStVA, die ja per ElStEr übertragen werden muss. Hast du schon ein Zertifikat für die Übertragung?


    Viel Erfolg ;)
    babuschka