Beiträge von babuschka

    Nein - ich habe doch geschrieben, die Vorsteuerbeträge (die du hoffentlich auch als solche bei den Buchungen angegeben hast) und die an das Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer (aus der Umsatzsteuervoranmeldung) stehen in den Aufwendungen. Wenn du die vom Finanzamt belastete Zahlung falsch verbuchst hast, steht diese nicht in der EÜR (oder ist die Zahlung noch nicht erfolgt?).


    Du zahlst doch nur die Differenz zwischen der berechneten Umsatzsteuer und den gezahlten Vorsteuern an das Finanzamt, warum soll dann die gesamte Umsatzsteuer unter den Ausgaben auftauchen?

    Die Regel lautet: keine Buchung ohne Beleg - und das kann durchaus z. B. eine Gutschrift sein :)


    Der Effekt ist, wie gesagt, identisch: ob Du eine Rechnung über 100 € erhältst und komplett als Ausgabe buchst oder eine Gutschrift über 84,03 zzgl USt erstellst...oder meinst Du die Erstellung der Gutschrift an sich ?

    Diese Gutschrift wäre definitiv falsch, bei Kleinunternehmer muss die Gutschrift ohne Umsatzsteuer erstellt werden (die Gutschrift ist die Rechnung aus Kundenseite). Aber wenn eine Rechnung vorliegt, muss keine Gutschrift geschrieben werden - das war nur die Variante, wenn kein Beleg (sprich Rechnung) vorliegt.

    Du musst die Aufteilung glaubhaft machen - das könnte also klappen. Aber mit dem Ansatz der Kilometer sehe ich Probleme: hier gilt nicht die Entfernungspauschale, die unabhängig vom Verkehrsmittel ist, sondern die Kilometerpauschale, die nur bei nachgewiesenen Fahrten mit dem Pkw angesetzt werden darf. Sonst nur die Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn du die Fahrscheine nicht mehr hast, solltest du versuchen, dies auf andere Weise nachzuweisen (z. B. Lastschrift der Bahn oder ähnliches). Ohne Nachweis kein Ansatz.

    Du hast nicht bis zum Ende angesehen! Dann wäre dir aufgefallen, dass die an die Lieferanten gezahlte Vorsteuer als Aufwand ebenso in der EÜR erscheint und die an das Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer aus der UStVA ebenso in den Aufwendungen auftaucht.


    Das Ganze hängt damit zusammen, dass die EÜR rein Zahlungen erfasst und du weder Forderungen noch Verbindlichkeiten ausweisen musst. Und so ist die Umsatzsteuer doch auch ertragsteuerneutral. Früher hast doch genauso ausgewiesen, indem du die Bruttobeträge (also einschließlich Umsatz- und Vorsteuer) angesetzt hast.

    1. Warum sollte für einen Monat Vermietung die AfA für ein ganzes Jahr gelten? Lies einmal den § 7 Abs. 4 EStG.

    2. Für die Ermittlung der Werte für Grund und Boden resp. Gebäude gibt es ein Berechnungsschema des BMF (erst kürzlich überarbeitet). In der Regel sind hier die Bodenrichtwerte maßgebend - der Einheitswert ist eine andere "Baustelle", ist auch der Wert des Gesamten für Vermögen- und Erbschaftsteuer, nicht nur für Grund und Boden.

    Steuerfreier innergemeinschaftlicher Erwerb als Anlagevermögen korrekt abschreiben.



    Falls beide USt-IDs auf der Rechnung vermerkt wurden, kann ein innergemeinschafliche Erwerb zum Netto-Einkaufpreises von bis 800 € (bis 2017: über 410 €) über Konto 3425 SKR 03 / 5425 SKR 04 direkt abgeschrieben werden. Höheren Beträgen, die ins Anlageverzeichnis kommen, fehlt die korrekte sich aufhebende Vorsteuer-/ Umsatzsteuerverbuchung über
    Kennziffer 89 Steuerpflichtige innergemeinschaftliche Erwerbe
    Kennziffer 61 Abziehbare Vorsteuerbeträge Vorsteuerbeträge aus dem innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen (§ 15 Abs 1 Satz 1 Nr 1 UStG

    Hier hatte aber miwe4 schon einmal darauf hingewiesen, dass trotz Sofortabschreibung das gesonderte Verzeichnis geführt werden muss! Das heisst, eine Aufnahme in das Anlagevermögen ist notwendig.

    Das ist hier doch schon öfter besprochen worden - Mieteinnahmen einschließlich Nebenkosten (gesondertes Feld) und auf der Kostenseite die anteiligen von Euch getragenen Kosten. Jeweils das Jahr der Zahlung beachten - die Aufteilung müsst Ihr dem Finanzamt zumindest im ersten Jahr nachweisen.

    Dein Link ist zu ungenau - man muss ja erst einmal den Beitrag suchen, auf den du dich beziehst!!! Die 10% sind aber m.M.n. nur ansetzbar, wenn du keinen genauen Aufteilungsschlüssel hast. Das Finanzamt wird das hinterfragen, möglicherweise wirst du nachweisen müssen, dass das vermietete Zimmer wirklich nur rd. 10% der Gesamtfläche hat. Einfach Kaltmiete und dann noch Abzug von 10% Eurer Kosten wird m.M.n. verworfen werden. Entweder alle Einnahmen einschließlich Nebenkosten und Abzug von anteiligen Aufwendungen oder nur Nettomiete und der Anteil von Eurer gezahlten Miete für das Zimmer ohne Nebenkosten auf "Kosten".

    Dies kann einem in Jahren "auf die Füße fallen", wenn nämlich Kreditzinsen anfallen sollten

    Hallo babuschka,

    dazu eine Verständnisfrage, da ich mit speziell diesem Thema bisher noch nicht beschäftigt habe. Ich denke mal, es geht nur darum, wenn ChN3 eventuelle Sollzinsen als betriebliche Ausgaben gebucht hat. So lange er/sie auch diese aber als Privatentnahmen gebucht hat, ist doch nichts passiert, oder?

    Du hast Recht, solange keine Sollzinsen ausgewiesen werden, die nicht durch Habenzinsen abgedeckt sind. Aber sobald dies der Fall ist (z. B. weil eine große Investition zu stemmen ist) ist der Saldo der Privateinnahmen und Privatausgaben zu betrachten. Hier hat der BFH geurteilt, dass nicht der Saldo des Jahres, in dem die Zinsen angefallen sind, zählt, sondern der kumulierte Saldo (frühestens wohl seit 1993, da bin ich mir aber nicht ganz sicher, ich muss das Urteil noch genauer studieren). Wenn du in den Vorjahren einen Überschuss der Einlagen hattest, ist dies nämlich positiv, weil dann die Zinsen anerkannt werden. Bei einem Überschuss der Ausgaben kann es passieren, dass weniger Zinsen anerkannt werden als bei Berücksichtigung des Saldos nur aus dem Geschäftsjahr.

    Deshalb wird ja in der Anlage EÜR inzwischen auch der Saldo aus den Vorjahren abgefragt.


    Klarstellung: es geht nur um betriebliche Zinsen in der EÜR als Betriebsausgabe, nicht um private Zinsen.

    Wenn der Einspruch abgelehnt wird und nachfolgend die Entscheidung der Rechtsbehelfstelle nicht zu Deinen Gunsten ausgeht, dann kannst Du mit (nochmaligem) Verweis auf die noch offene Entscheidung des BFH in dieser Frage den Antrag auf Aussetzung der Vollziehung stellen. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob Du außerdem auch gegen die Entscheidung klagen müßtest, damit diese nicht rechtskräftig wird (hängt bestimmt davon ab, ob es zu diesem Punkt einen Vorläufigkeitsvermerk imi Bescheid gibt).

    Das birgt natürlich auch das Risiko auf Zinszahlung in Höhe von 0,5 % pro Monat, wenn der BFH der Revision stattgibt und die Entscheidung des FG Niedersachsen aufhebt.

    Wenn es soweit kommen sollte, dann kannst Du hinsichtlich der Zinsen auch Einspruch einlegen und einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung stellen, da auch diese auf dem Prüfstand stehen.

    Da schon gezahlt, ist auch kein Zins mehr fällig - maximal gibt es dann Erstattungszinsen! Der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung läuft ins Leere.

    Mit dieser Vorgehensweise werden dann aber die Angaben in der Anlage EÜR zu Privateinlagen und -ausgaben falsch! Damit liegt de facto eine bewusst falsche Angabe in einer Steuererklärung vor. Vorsicht daher mit dem Rat zu Verrechnungskonten - dieses muss inzwischen zwingend mindestens am Jahresende über ein Privatkonto aufgelöst werden.

    Dies kann einem in Jahren "auf die Füße fallen", wenn nämlich Kreditzinsen anfallen sollten und man dann bis 1993 rückwirkend alle Privateinlagen und - ausgaben ermitteln und angeben muss. Der BFH hat hier nämlich kürzlich ein Urteil gefällt, das dieses Procedere verlangt und in die Formulare für die EÜR 2018 auch schon eingearbeitet wurde und zwingend befüllt werden muss. Falsche oder fehlende Angaben hier können in vielen Jahren sehr nachteilig werden, da die Erklärungen hierzu nicht abgegeben wurden.

    Guten Abend,

    ich habe schon viel recherchiert, aber im WWW und hier keine passende Antwort gefunden. Freue mich über Hilfe!

    Die einzige Hilfe, die man dir bzw. besser deiner Freundin geben kann, ist, sich an einen Lohnsteuerhilfeverein zu wenden. Die dürfen ihr nämlich dabei helfen - du nicht, denn "eine Freundin" ist keine Angehörige i.S. von § 5 AO, der du helfen dürftest.


    Davon abgesehen: selber nichts wissen, aber helfen wollen? Was machst du, wenn deine Freundin dich wegen eines falschen Rates in Regress nimmt? Finger weg.


    Deine Fragen haben auch nichts mit der Bedienung eines Programmes zu tun.

    Du kannst dir hier nicht einfach einen Zeitraum "ausdenken". Maßgeblich ist die Satzung der WEG oder - wenn nichts hierin gesagt ist - das Gesetz. Und da ist der Zeitraum dann 1.1. bis 31.12.

    Ob hier am 20.12. oder am 31.12. abgelesen wurde, spielt keine Rolle. Diese Ablesungen "gelten" als am 31.12. erfolgt.

    Du musst dir auch die Daten vom vorherigen Verwalter holen, um richtig vom 1.1. bis 31.12. abrechnen zu können.