Beiträge von marcusfreitag

    Der sachliche Grund war, dass dem Prüfer aus den bisherigen Unterlagen nicht ausreichend klar war, wann und in welchem Umfang Bargeld eingenommen wurde. Ich hatte zwar jede Bargeldeinnahme durchaus erfasst, aber die Form der Erfassung war nicht nach Datum sortiert, sondern nach anderen Sortierkriterien (hier: Unterrichtslisten, die sich datumstechnisch überschneiden), und deren nachträgliche Aufsummierung in Excel - durchaus nach Datum! - genügte nicht; auch die nicht vorhandene DGPdU-Exportierbarkeit wurde angerügt. Im Prüfungsbericht heißt es dazu: "Dem Steuerpflichtigen wird auferlegt, ab sofort eine insgesamt kassensturzfähige Barkasse zu führen. Dabei sind getrennt für die einzelnen Betriebsbereiche Bargeldaufzeichnungen zu führen." Un dvorher hieß es: "Die Uraufzeichnungen lassen eine jederzeitige Kassensturzfähigkeit nich möglich erscheinen. Ein täglicher Soll/-Ist-Abgleich ist nicht vorgenommen worden."


    Ich nehme Kursgebühren für Unterricht ein, die überwiegend abgebucht werden durch mich, aber auch (immer seltener werdend) bar entrichtet werden, dazu gibt es 1 x wöchentlich Eintrittsgelder und Umsätze aus Getränken, beides unter 200 Euro je.

    Liebe Babuschka,


    danke für deine Antwort, doch finde ich im Handbuch bei WISO EÜR & Kasse auf S. 37 die Sätze: "Buchungssätze (können) bei der EÜR nachträglich verändert oder gelöscht werden. (...) veränderte oder gelöschte Buchungen (werden) nicht dokumentiert." ! Eine Erkennbarkeit ist höchstens insofern gegeben, als das das Programm automatisch jeder Buchung eine Nummer zuteilt (nicht zu verwechseln mit einer selbst zugordneten Buchungsnummer, die auch automatisch hochgezählt werden kann vom Programm, aber änderbar ist!), und die Reihenfolge dieser Nummern ist wohl nicht änderbar, wenn ich es richtig sehe, Löschung würden also als fehlende Nummern auftauchen, und Nummern, die nicht mit dem Datum aufsteigend sind, machen Prüfern wohl auch skeptisch.


    Im Moment scheint mir dann ein Umstieg auf ein Programm, dass Buchungen endgültig ablegt, doch die sicherere Wahl zu sein - oder irre ich weiterhin?


    Gibt es noch weitere Meinungen in Kreise der Erfahrenen? Ich freue mich über jede Einschätzung. Ob hier Prüfer mitlesen...?


    fragt sich
    Marcus

    Hallo den Wissenden,


    ich bin da gerade verunsichert: überall lese ich, dass ein Kassenbuch am besten handschriftlich und zeitnah, also sicherheitshalber täglich geführt werden sollte, damit es bei einer Steuerprüfung nicht verworfen wird und Anlass für eine Hinzuschätzung bietet. Weil also das Kassenbuch in der Software nachträglich geändert werden kann, wird es doch nicht standhalten bei einer Prüfung, oder? Bedeutet das, ich muss besser doch parallel zur Software ein handschriftliches Exemplar führen, das ich dann zwar in der Software prima erfassen kann, um alle Zahlen übersichtlich dargestellt zu bekommen, das mir aber im Prüfungsfall nichts nutzt, weil es keine unveränderbare Kassenführung erlaubt? Hilft da ein wöchentlicher Kassenabschluss oder ein Export in eine CSV-Datei? Kann man den Kassenabschluss irgendwo (beim Finanzamt womöglich? ) hinterlegen, damit er als gesichert gilt? Oder bleibt neben der handschriftlichen Lösung nur die Wahl einer Software, die nach Buchung unveränderbar ist?


    Fazitfrage: Reicht einer/einem SteuerPrüferIn tatsächlich der Ausdruck aus WISO EÜR Kassenbuch??


    Ich habe nur etwa drei bis vier Mal wöchentlich kleine Bargeschäfte, wurde aber trotzdem in der letzen Prüfung zur Führung dreier getrennter Kassenbücher angemahnt.


    Verunsichert fragt: Marcus Freitag