Beiträge von DerSchlawiner

    Fahrten zur Uni sind nach Dienstreisegrundsätzen ansetzbar. Es gelten die tatsächlich zurück gelegten Kilometer.


    Achtung: Änderung des Einkommensteuergesetzes: Einfügung von § 9 Abs. 4 Satz 8 EStG.


    Bei einem Vollzeitstudium gilt die Universität nun als erste Tätigkeitsstätte, so dass die für Studenten günstige BFH-Rechtsprechung (Fahrtkosten mit vollen Kilometern ansetzen) ab 2014 nicht mehr angewandt werden kann.

    Die Verschiebung ist über einen Zuwendungsnießbrauch möglich, der jedoch notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen werden muss. Der Nießbrauch ist dann ertragsteuerrechtlich erst nach Eintragung im Grundbuch gültig und kann daher auch nicht rückwirkend vereinbart werden.


    Ein Steuerberater berät dich hierzu gerne. Ohne Steuerberater sollte dies auch nicht durchgeführt werden, da ein Nießbrauch weitreichende steuerliche Auswirkungen haben kann.

    Um dir zitierfähige Quellen zu nennen:

    • BFH v. 01.08.2007 - XI R 48/05
    • BBK Nr. 12 vom 21.06.2013 Seite 580: Hans Walter Schoor: Umsatzsteuerzahlungen als regelmäßig wiederkehrende Ausgaben bei Einnahmen-Überschussrechnung

    Ich hoffe, dass reicht dann.

    Es handelt sich hierbei um Standardsoftware, wie MS-Office.
    Bin mir nicht sicher, ob ich sie als GWG buchen kann, oder ob hier das Konto 27 (EDV-Software) richtig wäre, oder ein ganz anderes, da sie aus dem Ausland bezogen wurde.


    Standardsoftware wird zwar als GWG fingiert, allerdings nur bis zu einem Nettowert von Euro 410,00. Daher kommt kein GWG in Frage.
    Da es sich um Standardsoftware und nicht um eine individuelle Software handelt, würde ich die Kosten in den Aufwand (Kto. 4964 bei SKR03) buchen und nicht aktivieren.

    Bin die Tage zufällig über so eine Thematik in einem Umsatzsteuer-Kommentar gestolpert. Wenn man den Fall durchdenkt, dürfte er sich aber für das Ertragsteuerrecht vergleichbar lösen lassen. Also wenn ein nach der 1%-Methode angesetztes Betriebsfahrzeug auch noch für eine andere Tätigkeit, die der Einkünfteerzielung dient, genutzt wird, dann kann ist folgendermaßen zu verfahren:


    Die für die zweite Tätigkeit gefahrenen Kilometer stellen eine umsatzsteuerpflichtige Nutzung dar, sind also entsprechend als USt-pflichtige Entnahme zu buchen. Im Rahmen der anderen Tätigkeit steht in gleicher Höhe ein Werbungskosten/Betriebsausgaben- und ggf. Vorsteuerabzug zu. Bei Ihnen, wegen Arbeitnehmertätigkeit, logischerweise kein Vorsteuerabzug, also nur der Werbungskostenabzug nach den allgemeinen Regeln.


    Für Nutzung von einem Kfz in verschiedenen Vorsteuerabzugsberechtigten Betrieben lässt die Finanzverwaltung noch eine abweichende Verfahrensweise zu, auf die ich jetzt aber nicht näher eingehe.

    Das sehe ich etwas anders. Hatten wir aber kürzlich schon, mit entsprechenden Fundstellen, und muss nicht noch einmal durchdiskutiert werden. Mir ist hinsuchtlich des Urteils kein Nichtanwendungsschreiben bekannt


    Warum sollte es zum jetzigen Zeitpunkt auch ein NIchtanwendungserlass geben? Das Urteil ist schließlich noch nicht im BStBl veröffentlicht.


    Es ist aber sowieso davon auszugehen, dass die Finanzverwaltung sich der für die Finanzverwaltung positiven Meinung des BFH anschließen wird --> ergo wird es sowieso nie einen Nichtanwendungserlass geben.

    Genau, die 400,00 sind so eine Art Ausbildungsvergütung, wo ich wegen dem geringem Wert keine Lohnsteuer zahlen musste. Zu diesem Zeitpunkt war ich auch Steuerklasse IV. Seid August bin ich nun 3, muss ich diese Änderung auch irgendwo mit angeben?


    Eben, also war die Vergütung nicht lohnsteuerfrei, sondern lohnsteuerpflichtig. Jedoch ist nach Hochrechnung des monatlichen Gehalts auf ein Jahresgehalt eine Summe unterhalb des Grundfreibetrags zzgl. Arbeitnehmerpauschbetrag herausbekommen. Die Lohnsteuerbescheinigung dürfte demnach plausibel erscheinen.


    Gib einfach die Lohnsteuerklasse ein, die zum 31.12.2014 gültig war.

    Hallo paelzersebbi,


    1. Auf dem Mantelbogen auf der allerersten Seite der Steuererklärung gibst du an, welche Tätigkeit du im Jahr 2014 ausgeübt hast. In deinem Fall trägst du Redaktionshilfe ein. Als Berufsgruppe bitte Angestellter wählen und die Hinweis-Meldung übergehen. Du wurdest als Student korrekt nur Rentenversicherungspflichtig abgerechnet.


    2. Die von deinen Eltern gezahlten privaten Krankenversicherungsbeiträge dürfen auch in deiner Einkommensteuererklärung als Sonderausgabe berücksichtigt werden. Dies geschieht in der Anlage Vorsorge auf Seite 2 ganz oben. (Die Gefahr, dass deine Eltern die Kosten selbst als Sonderausgabe geltend machen, scheidet in deinem Fall ja aus, da die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen).

    Die Nachzahlung könnte sich u.a. auch aufgrund des Bezugs von ALG I ergeben, da dies dem Progressionsvorbehalt unterliegt und somit zu einem höheren Steuertarif führt, was der Arbeitgeber jedoch bei der Lohnsteuerberechnung nicht berücksichtigt.


    Dass die monatlichen Euro 400,00 wohl "lohnsteuerfrei" ausgezahlt wurden, liegt vermutlich daran, dass Sie auf Lohnsteuerklasse I oder IV laufen. Dann ist der Lohn zwar lohnsteuerpflichtig, aufgrund der geringen Einkünfte fällt beim laufenden Bezug jedoch tatsächlich keine Lohnsteuer an. Hat der Arbeitgeber aber nicht auf Basis einer pauschal vom Arbeitgeber besteuerten Minijob-Beschäftigung abgerechnet, gehören die Euro 400,00 auch zum Steuerbrutto, auf das später Einkommensteuer anfällt.


    Arbeitgeber rechnen gerne Minijobs auf LSt-Karte ab und kein seltener Fall, da dies die pauschale Lohnsteuer (die nur der Arbeitgeber tragen müsste) entfallen lässt. Für den Arbeitnehmer ist dies auf LSt-Klasse I oft egal (z. B. bei Studenten).

    "bei Unfallschäden auf dem Weg zur und von der Arbeit sind alle Aufwendungen mit der Pauschale abgegolten "


    Das stimmt so nicht. Gemäß BMF-Schreiben vom 31.10.2013 (IV C 5 - S 2351/09/10002), Rz. 4 sieht das die Finanzverwaltung folgendermaßen:
    "Unfallkosten, die auf einer Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte oder auf einer zu berücksichtigenden Familienheimfahrt entstehen, sind als außergewöhnliche Aufwendungen im Rahmen der allgemeinen Werbungskosten nach § 9 Absatz 1 Satz 1 EStG weiterhin neben der Entfernungspauschale zu berücksichtigen (siehe Bundestags-Drucksache 16/12099, S. 6)."


    Der BFH hat zwar mit Urteil vom 20.03.2014 (VI R 29/13) geurteilt, dass mit der Entfernungspauschale auch Unfallkosten auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeit abgegolten sind, jedoch spricht nichts dagegen, als Steuerpflichtiger die Meinung des Finanzamts anzuerkennen und die Kosten neben der Entfernungspauschale geltend zu machen. Das Finanzamt ist zumindest noch an die Anwendung des BMF-Schreibens gebunden.


    In der Eingangsfrage wurde zudem gefragt, ob Autoreparaturen als haushaltsnahe Dienst- bzw. Handwerkerleistungen angesetzt werden können. Dies dürfte regelmäßig auszuschließen sein, da erstens die Dienstleistung nicht auf der Grundstücksfläche des Steuerpflichtigen erbracht werden dürfte und zweitens es sich nicht um eine typischerweise IM Haushalt des Steuerpflichtigen anfallende Tätigkeit handelt.

    Ich hatte damals bei Finazbeamten und Steuerberater rückgefragt wie das alles genau anzugeben ist.
    [...]
    Da ich ja Einkünfte und auch entsprechende Ausgaben habe wurde damals alles über die EÜR begonnen... so dass am Jahresende der Reinverdienst übrig bleibt der dann versteuert werden muss.

    Der Gewinn aus der freiberuflichen Tätigkeit ist einkommensteuerpflichtig. Die Ermittlung des einkommensteuerpflichtigen Gewinns erfolgt über die Bilanzierung (§§ 4, 5 EStG), wenn nicht die Gewinnermittlung per EÜR (§ 4 Abs. 3 EStG) gewählt wurde. Beide Gewinnermittlungsarten ergeben beim Totalgewinn dasselbe Ergebnis, können sich aber in den Jahren zuvor unterschiedlich auswirken. Sie haben die Gewinnermittlung per EÜR gewählt. Dabei werden in einer einfachen Kalkulation die Betriebseinnahmen den Betriebsausgaben gegenübergestellt. Es gilt das Zu- und Abflussprinzip des § 11 EStG.


    Umsatzsteuerlich sind Sie aufgrund der geringen Umsätze Kleinunternehmer und haben auf diese Anwendung auch nicht verzichtet. Kleinunternehmer sind Sie aber nur im umsatzsteuerliche Sinne. Das Einkommensteuergesetz kennt keinen Kleinunternehmer.




    Die an das Kindermodel gezahlten Euro 15,00 sind bei Ihnen als normale Betriebsausgabe zu buchen. Ein Eigenbeleg ist grundsätzlich auch ein Beleg und wird grundsätzlich anerkannt. Eigenbelege sollten jedoch die Ausnahme bleiben. Bei dieser Höhe der Betriebsausgabe sollte das Ganze jedoch kein Problem darstellen.


    Die Streuwerbeartikel können wie von nesciens erklärt verbucht werden.

    Bitte beachten Sie bei einem Wechsel von der Kleinunternehmerschaft hin zur Regelbesteuerung zunächst die Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG (sowie die §§ 44, 45 UStDV).


    Für Ihre Abschreibungen auf die vor dem Wechsel angeschafften Wirtschaftsgüter ergibt sich jedoch durch die Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG keine Änderung, da gem. § 9b Abs. 2 Satz 2 EStG die Anschaffungs- oder Herstellungskosten kosten durch die Vorsteuerberichtigung nicht mehr geändert werden.

    Bitte gib auf der Anlage KAP in der Zeile 5 eine 1 an ("Ich beantrage die Überprüfung des Steuereinbehalts für bestimmte Kapitalerträge").


    In den Eingabemasken des Programms erscheint die Option folgendermaßen: Dort, wo die Daten der Steuerbescheinigungen eingegeben werden, steht ganz unten als letztes "Wird die Überprüfung des Steuereinbehalts beantragt?". Dort muss dann "Ja" ausgewählt werden.

    Das Programm spricht doch von "in der Regel sind...". Das heißt ja nicht, dass es ausgeschlossen ist, dass die Pflege-Pflichtversicherung geringer ist. Das Programm gibt hier lediglich einen Hinweis.


    Wenn Ihre Euro 123 für die Pflege-Zusatzversicherung eben höher sind als die auf der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesenen Pflege-Pflichtversicherungsbeiträge, dann können Sie den Hinweis getrost ignorieren.

    Durch die Eingabe der Daten in das Programm wird in der Anlage AV angegeben, dass ein Riester-Rentenvertrag besteht, so dass das Finanzamt prüfen kann, ob ein Sonderausgabenabzug der Riester-Beitragszahlungen möglich ist (Zulage ist kleiner als Steuerminderung), was zu einem geringerem zu versteuerndem Einkommen führt. Es ist daher durchaus empfehlenswert, die Daten anzugeben.


    Wichtig ist ausschließlich, dass in der Anlage Vorsorgeaufwand erscheint, dass ein solcher Vertrag besteht. Die Angabe der tatsächlich gezahlten Beiträge ist nur für die Berechnung der Steuern durch das Programm relevant. Die geleisteten Zahlungen erhält das Finanzamt durch eine elektronische Meldung, auf Grund derer sie die Berechnung durchführt.

    Zum Nachlesen im Detail:


    H 11 EStH (Einkommensteuerhinweise) (Hinweise zu den Einkommensteuer-Regelungen)


    Sofern die wiederkehrende Leistung innerhalb der 10 Tage vor oder nach dem Stichtag geleistet werden, sind sie gem. § 11 EStG dem richtig zugehörigem Veranlagungszeitraum zuzuordnen. Buchungstechnisch muss das Datum dann eben auf 31.12. (oder bei dem gegenläufigem Sachverhalt 01.01.) gesetzt werden.

    Sofern das Visum aus beruflichen Gründen (z. B. für eine berufliche Tätigkeit in dem betreffenden Land) benötigt wird, können die Aufwendungen hierfür als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben anzuerkennen sein. Ausgeschlossen ist dies jedoch dann, wenn eine private Veranlassung für die Besorgung des Visums besteht. Bei einer gemischten Veranlassung (privat und beruflich) kann eine Aufteilung der Aufwendungen in abziehbar und nicht-abziehbar möglich sein. Es kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall an.