Beiträge von bse hoffmann

    Ich nutze ein anderes Programm. Und dort wird jedes Jahr quasi in einer eigenen "Datei" gespeichert. Also musst du dann einfach für eine Buchung im Jahr 2013 auch in diese "Datei" gehen und dort buchen. Wird ein Gegenkonto gebraucht, dann gegen Privat. Also bei Kosten, die in 2013 in die Buchhaltung sollen: In 2013 zum 31.12.2013 eine Buchung erfassen mit Aufwandskonto gegen Privateinlage. In 2014 wird dann die entsprechende Bankbuchung gegen Privat gebucht, in diesem Fall also als Privatentnahme. Hier kann in beiden Jahren natürlich noch im Buchungstext ein kurzer Hinweis auf § 11 EStG gegeben werden.

    Genau, die einbehaltene Lohnsteuer ist nur eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer. In die Lohnsteuer fließt der Arbeitnehmer-Pauschbetrag mit ein. Hat man nun aber mehr Werbungskosten (Werbungskosten > Arbeitnehmer-Pauschbetrag), dann reduzieren diese zusätzlichen Werbungskosten (Werbungskosten minus Arbeitnehmer-Pauschbetrag) um diesen Anteil das jährliche Einkommen. Dann kommen noch die Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen hinzu, die ebenfalls dein Einkommen mindern. Gegebenenfalls sind noch weitere Pauschbeträge oder Abzüge vorhanden, die dein Einkommen reduzieren.


    Mit der Einkommensteuererklärung wird ein Jahr abschließend abgerechnet. Denn hier gibst du alles an, was dein tatsächliches Einkommen im Sinne des Einkommensteuergesetzes beeinflusst. Und von diesem "zu versteuerndem Einkommen" wird dann die Einkommensteuer berechnet. Dann wird von dieser Einkommensteuer die bereits gezahlten Lohnsteuerbeträge abgezogen und heraus kommt entweder eine Nachzahlung oder Erstattung.

    In den deutschen Steuergesetzen sind viele Sachverhalte genau definiert - was geht und was nicht geht. In anderen Sachverhalten dagegen ist alles sehr schwammig definiert mit sehr viel Auslegungsspielraum.


    Natürlich kann man versuchen, den höheren Single-Anteil anzusetzen. Man sollte jedoch bedenken, dass das Finanzamt die Belege dazu sehen will. Und bei der Durchsicht fällt dann selbstverständlich der "Partner-Tarif" auf. Und selbst wenn man eine Zusatzinfo mitschickt, in der man den Ansatz des Single-Tarifs begründet, kann es sein, dass der Finanzbeamte dies nicht akzeptiert. Schickt man keine Zusatzinfo mit, kann es sein, dass der Finanzbeamte nachfragt und man die Gelegenheit zur Begründung erhält. Es kann natürlich auch sein, dass er nicht nachfragt und einfach ändert (oder auch nicht). Und auch dann kann man immer noch einen Antrag auf Änderung stellen. Ob dieser durchgeht oder nicht - ungewiss. Und das alles für 29,50 € mehr oder weniger? Ob sich dieser Aufwand lohnt ist fraglich.

    § 152 AO (Abgabeordnung): Verspätungszuschlag
    (1) Gegen denjenigen, der seiner Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung nicht oder nicht fristgemäß nachkommt, kann ein Verspätungszuschlag festgesetzt werden. Von der Festsetzung eines Verspätungszuschlags ist abzusehen, wenn die Versäumnis entschuldbar erscheint. Das Verschulden eines gesetzlichen Vertreters oder eines Erfüllungsgehilfen steht dem eigenen Verschulden gleich.
    (2) Der Verspätungszuschlag darf 10 Prozent der festgesetzten Steuer oder des festgesetzten Messbetrags nicht übersteigen und höchstens 25 000 Euro betragen. Bei der Bemessung des Verspätungszuschlags sind neben seinem Zweck, den Steuerpflichtigen zur rechtzeitigen Abgabe der
    Steuererklärung anzuhalten, die Dauer der Fristüberschreitung, die Höhe des sich aus der Steuerfestsetzung ergebenden Zahlungsanspruchs, die aus der verspäteten Abgabe der Steuererklärung gezogenen Vorteile, sowie das Verschulden und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen zu berücksichtigen.
    (3) Der Verspätungszuschlag ist regelmäßig mit der Steuer oder dem Steuermessbetrag festzusetzen.
    (4) Bei Steuererklärungen für gesondert festzustellende Besteuerungsgrundlagen gelten die Absätze 1 bis 3 mit der Maßgabe, dass bei Anwendung des Absatzes 2 Satz 1 die steuerlichen Auswirkungen zu schätzen sind.
    (5) (weggefallen)


    1. Es ist eine "Kann-" und keine "Muss-"Vorschrift. Das Finanzamt kann den Zuschlag festsetzen oder aber eben nicht. Zudem hast du einen Zahlungsanspruch gegenüber dem Finanzamt und daher keine Vorteile durch die verspätete Abgabe. Und wenn dann noch ein nettes Anschreiben der Erklärung beiliegt gibt es für den Finanzbeamten einen Grund weniger. Die meisten Finanzbeamte sind echt nette Menschen!