Beiträge von tschwade

    Alles klar. Es leuchtet mir jetzt ein, dass die Forderung in jedem Fall schon in 2018 entstand, egal ob Verlustrücktrag oder -vortrag. Im letzteren Falle würde sie eben ins nächste oder übernächste Geschäftsjahr durchgeschoben, bis sie endlich ausgeglichen ist.


    Zu meinem ursprünglichen Punkt habe ich die Lösung jetzt selbst gefunden (" Wie schaffe ich es, diesen Erstattungsbetrag beim Erstellen der Handels/Steuerbilanz wieder aus dem Jahresüberschuss herauszurechnen?"). Gar nicht. Der Erstattungsbetrag ist bei der KSt-Erklärung als außerbilanzielle Korrektur (Anlage GK Zeile 51) gewinnmindernd herauszurechnen. Zitat Haufe: "Die Körperschaftsteuer ... ist außerbilanziell zu kürzen, soweit sie in Form von Erstattungen ... den Gewinn erhöht hat."


    Nochmals vielen Dank und Grüße

    tschwade

    So wird es sein und ich kann diese Erklärung auch nachvollziehen. Ich hatte den Sachverhalt etwas anders interpretiert. Da beim Jahresabschluss 2018 noch nicht entschieden war, dass der Verlust 2018 nach 2017 rückgetragen werden sollte (er hätte ja auch nach 2019 vorgetragen werden können), sah ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Forderung gegen das Finanzamt. Praktisch entstand für mich diese Forderung erst mit der Entscheidung, den Verlust nach 2017 rückzutragen, also bei der Abgabe der Körperschaftsteuererklärung für 2018. Aber ich danke auf jeden Fall für die Aufklärung. Das hat mir sehr geholfen, den Fall zu klären.


    Viele Grüße
    tschwade

    Guten Tag zusammen -


    ich habe in 2019 eine Körperschaftsteuererstattung aus dem Vorjahr 2018 erhalten und im SKR03 unter Konto 2204 verbucht Beim Erstellen der GuV 2019 wird dieser Betrag nun automatisch dem Jahresüberschuss 2019 hinzuaddiert. Das scheint eigentlich nicht plausibel, denn dieser Erstattungsbetrag unterliegt ja nicht (wie der aus Umsätzen erzielte Jahresüberschuss) der Steuer. In Folge erhöht sich dadurch auch die Berechnungsgrundlage für die gesetzliche Rücklage (UG). Wie schaffe ich es in WISO Unternehmer, diesen Betrag beim Erstellen der Handels/Steuerbilanz wieder aus dem Jahresüberschuss herauszurechnen?


    Vielen Dank und Grüße
    tschwade

    Beim Wandeln eines Angebotes in eine Rechnung kann ich zwar die Bezeichnung einer Position ändern, nicht aber die Stückzahl. Ich glaube, dass ich da irgendetwas übersehe, denn ich habe das früher schon gemacht. Hat jemand einen Tipp, wie das geht?

    Zunächst vielen Dank für beide Antworten. Nach weiterer Überlegung schließe ich jetzt allerdings (b) aus, entsprechend der Definition: "Rückstellungen sind im Rechnungswesen Verbindlichkeiten, die in ihrem Bestehen oder der Höhe ungewiss sind, aber mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit erwartet werden." Das trifft hier nicht zu, da die Sonderfälligkeit im Vorauszahlungsbescheid exakt beziffert und terminiert ist. In diesem Fall wäre es also eher eine normale Verbindlichkeit.


    Erneut vielen Dank, Grüße,

    tschwade

    Hallo zusammen -


    ich habe hier einen gewissen Sonderfall bei den Gewerbesteuervorauszahlungen.


    In 2018 wurden wie üblich 4 Vorauszahlungen geleistet - kein Problem das zu buchen und zu bilanzieren.


    Nun steht aber im Vorauszahlungsbescheid zu 2018 zusätzlich eine "Sonderfälligkeit", die zwar noch unter die Vorauszahlungen für 2018 fällt, aber erst im Januar 2019 fällig ist und eingezogen werden soll.


    Ich frage mich nun, wie diese Sonderfälligkeit zu verbuchen ist.


    Entweder (a)

    - in 2018 Gewerbesteuer an Verbindlichkeiten aus Steuern

    - in 2019 dann Verbindlichkeiten aus Steuern an Bank


    oder (b)

    - in 2018 Gewerbesteuer an Gewerbesteuerrückstellung

    - in 2019 dann Gewerbesteuerrückstellung an Bank


    oder (c)

    - in 2018 gar nichts buchen

    - in 2019 Gewerbesteuer an Bank (das wäre dann aber nicht periodengerecht gebucht)


    Richtig tricky wird es allerdings erst dadurch, dass ich in der Bilanz 2018 ohnehin eine Forderung aus Gewerbesteuerüberzahlung stehen habe.

    Da wäre es doch seltsam, gleichzeitig eine entsprechende Verbindlichkeit zu haben.


    Hat jemand einen Tipp?


    Vielen Dank und Grüße

    tschwade

    Für den Fall, dass jemand vor derselben Frage stehen sollte:

    Ich werde zum Bilanzstichtag 31. 12. 2018 buchen:


    "1540 Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlung an 4320 Gewerbesteuer"


    Damit erscheint in der GuV nur der tatsächlich für 2018 fällige Gewerbesteuerbetrag und in der Bilanz wird eine Forderung in Höhe der Überzahlung ausgewiesen. Im Folgejahr, wenn die Erstattung erfolgt ist, kann ich dann buchen:


    "1200 Bank an 1540 Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlung" und alles passt wieder.

    Danke, es geht mir aber jetzt nicht um die Verbuchung der allfälligen Erstattung im nächsten Jahr, sondern um die bilanzielle Aktivierung des Erstattungsanspruchs in der Bilanz des Jahres, in dem die zu hohen Vorauszahlungen geleistet worden sind.


    Haufe schreibt hierzu "Der Unternehmer muss betrieblich veranlasste Steuererstattungsansprüche aktivieren, also etwa aus der Gewerbesteuer, Umsatzsteuer oder Körperschaftsteuer. Allerdings muss es sich diesbezüglich um einen nicht streitigen Erstattungsanspruch handeln.", behandelt aber auch nur den Fall eines Erstattungsanspruches aus früheren jahren, nicht meinen Fall. Im weiteren heißt es ausdrücklich, dass in dem Fall dass die Erstattung unbestreitbar ist, nicht erst bis zum Steuerbescheid gewartet werden darf, sondern schon am Bilanzstichtag zu aktivieren ist.


    Ich vermute, richtig wäre "1500 Sonstige Vermögensgegenstände an 4320 Gewerbesteuer" (wo auch die zu viel geleisteten Vorauszahlungen verbucht wurden, bin mir aber nicht sicher.


    Um es noch einmal klar zu machen: Ich rede von dem Fall,, dass die Vorauszahlungen zu hoch waren. Im Falle zu niedriger Vorauszahlungen würde ich in der Bilanz eine entsprechende Rückstellung bilden. Ich suche die Lösung für den umgekehrten Fall, der eigentlich in der Praxis ebenso häufig vorkommen sollte.

    Hallo zusammen -


    ich habe in 2018 zu hohe Gewerbesteuervorauszahlungen leisten müssen, sodass jetzt ein unbestreitbarer Erstattungsanspruch besteht. Soweit ich weiß, ist dieser zum Bilanzstichtag 31. 12. 2018 zu aktivieren. Frage: Welches Gegenkonto (unter Sonstige Vermögensgegenstände?) ist denn hierfür wohl zu verwenden? Weitere Frage: Wie schlägt sich dieser Sachverhalt in der GuV nieder? Die zu hohen Vorauszahlungen mindern ja rechnerisch den Jahresüberschuss, sodass ohne eine Korrektur in der GuV ein zu niedriger Gewinn ausgewiesen würde.


    Ich weiß, dass hier keine allgemeine Beratung geleistet werden kann und wünsche mir auch nur einen Erfahrungsaustausch. Dies war leider kein Thema im Buchhaltungs- und Bilanzierungskurs und ich kann die Info auch sonst nicht finden.


    Vielen Dank und Grüße

    tschwade

    Hallo zusammen -


    dieses Thema war so ähnlich schon einmal da, die Antworten haben mir aber leider nicht geholfen: Ich kann die GuV nach BilRUG zwar problemlos erstellen, aber nicht korrekt drucken. Ich kann zwar nach Generierung der GuV auf verschiedene Weisen nach "Kontengliederungen - Ausgabe" gelangen, dort wird auch "GuV" zur Auswahl angeboten, bei Auswahl kommt aber die Fehlermeldung "Überprüfung des Zeitraums - aufgrund gesetzlicher Bestimmungen etc." siehe Anhang. Wo findet sich denn das richtige Ausgabeformat?


    Vielen Dank und Grüße

    tschwade



    Ab November 2018 wird ja im Verkehr mit Behörden etc. die elektronische Rechnung im Format XRechnung vorgeschrieben sein. Gibt es Informationen darüber, ob WISO Unternehmer die Verarbeitung bzw. Erstellung von Rechnungen in diesem Format unterstützen wird?

    Vielen Dank und Grüße, tschwade

    Ich bin Bilanzierer, deshalb die Frage nach der Abgrenzung. Vielen Dank an beide: ARAP an Aufwand und Rückbuchung nach Eröffnung des Geschäftsjahres 2018 scheint mir einleuchtend. Ist also eigentlich gar kein Sonderfall ;)

    Viele Grüße, tschwade