Beiträge von schwan

    Ich hatte ein Rücklagenkonto bei der DKB - selbstverständlich auf Namen der WEG -, kostenlos und verzinst. Dann nur noch kostenlos, nicht verzinst. Und seit letztem Jahr kostet das Konto 3,- pro Monat. Daher wurde beschlossen, die Rücklagen nicht mehr auf einem separaten Bankkonto zu halten. Die Rücklagen befinden sich jetzt auf dem normalen Hausgeldkonto und werden über ein Buchungskonto verwaltet. Gleiches Szenario auch bei einer neu von mir übernommenen WEG - nur noch ein Bankkonto worauf sich auch die Rücklagen befinden.

    Das ist tatsächlich keine ordnungsgemäße Verwaltung. Die Rücklage muss zwingend separat angelegt werden.

    Mit Verlaub, das ist leider Blödsinn, s. Urteile.


    AG Mülheim a. d. Ruhr, 23 C 3/21 v. 02.03.2021

    Hält der Verwalter die Instandhaltungsrücklage nicht vom Hausgeldkonto getrennt, muss sich aus der Abrechnung ergeben, welche Guthaben aus dem Hausgeldkonto der Instandhaltungsrücklage zuzuordnen sind.

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass die InstandhaItungsrücklage grundsätzlich zweckgebunden ist und daher nicht zum Ausgleich anderer Verbindlichkeiten verwendet werden darf. Aus diesem Grund muss eine Vermischung der Instandhaltungsrücklage mit den gezahlten Hausgeldern vermieden werden. Grundsätzlich hat der Verwalter die lnstandhaltungsrücklage deshalb von sonstigen Hausgeldkonto getrennt zu halten. Soweit nunmehr zur Vermeidung weiterer Kosten lediglich ein Konto geführt wird, muss dies aber innerhalb der Jahresabrechnung deutlich hervorgehoben werden.


    BGH V ZR 80/19 v. 25.09.2020

    Die auf diesem Konto vorhandene Liquidität übersteigt also den (buchhalterischen) Ist-Bestand der Rücklage (vgl. auch LG Düsseldorf, ZWE 2017, 271, 272), da der Verwalter dem Tagesgeldkonto unterjährig überschüssige Liquidität zugeführt hat. Das ist rechtlich unbedenklich, weil die Instandhaltungsrücklage nicht von der sonstigen Liquidität getrennt werden muss. Unterhielten die Wohnungseigentümer (zulässigerweise) nur ein Konto, wäre die buchhalterische Instandhaltungsrücklage ohnehin nicht separiert (vgl. Senat, Urteil vom 4. Dezember 2009 - V ZR 44/09, NJW 2010, 2127 Rn. 15)


    BGH V ZR 44/09 v. 04.12.2009

    Die tatsächlich erfolgten Zahlungen der Wohnungseigentümer auf die Instandhaltungsrücklage sind wie die Vorschüsse auf das Wohn- oder Hausgeld eine Einnahme der Gemeinschaft. Diese muss in der Abrechnung als solche erscheinen. Daran ändert es nichts, wenn die Zahlungen der Wohnungseigentümer auf dem allgemeinen Konto der Gemeinschaft eingehen und von dort entsprechend ihrer Zweckbestimmung auf ein davon getrenntes Rücklagenkonto weitergeleitet werden. Denn das ist ein interner, bei Fehlen eines besonderen Rücklagenkontos, sogar ein bloß buchungstechnischer Vorgang (Ott, ZWE 2007, 508, 509).


    KG 24 W 5174/86 v. 26.09.2007

    Lt. Kammergericht Berlin kann die Instandhaltungsrücklage auch auf dem laufenden Verwaltungskonto der WEG gesammelt werden, da das Wohnungseigentumsgesetz eine anderslautende Verpflichtung nicht nennt.

    Und hier noch ein paar Urteile für die Zulässigkeit von nur einem Konto.


    AG Mülheim a. d. Ruhr, 23 C 3/21 v. 02.03.2021

    Hält der Verwalter die Instandhaltungsrücklage nicht vom Hausgeldkonto getrennt, muss sich aus der Abrechnung ergeben, welche Guthaben aus dem Hausgeldkonto der Instandhaltungsrücklage zuzuordnen sind.

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass die InstandhaItungsrücklage grundsätzlich zweckgebunden ist und daher nicht zum Ausgleich anderer Verbindlichkeiten verwendet werden darf. Aus diesem Grund muss eine Vermischung der Instandhaltungsrücklage mit den gezahlten Hausgeldern vermieden werden. Grundsätzlich hat der Verwalter die lnstandhaltungsrücklage deshalb von sonstigen Hausgeldkonto getrennt zu halten. Soweit nunmehr zur Vermeidung weiterer Kosten lediglich ein Konto geführt wird, muss dies aber innerhalb der Jahresabrechnung deutlich hervorgehoben werden.


    BGH V ZR 80/19 v. 25.09.2020

    Die auf diesem Konto vorhandene Liquidität übersteigt also den (buchhalterischen) Ist-Bestand der Rücklage (vgl. auch LG Düsseldorf, ZWE 2017, 271, 272), da der Verwalter dem Tagesgeldkonto unterjährig überschüssige Liquidität zugeführt hat. Das ist rechtlich unbedenklich, weil die Instandhaltungsrücklage nicht von der sonstigen Liquidität getrennt werden muss. Unterhielten die Wohnungseigentümer (zulässigerweise) nur ein Konto, wäre die buchhalterische Instandhaltungsrücklage ohnehin nicht separiert (vgl. Senat, Urteil vom 4. Dezember 2009 - V ZR 44/09, NJW 2010, 2127 Rn. 15)


    BGH V ZR 44/09 v. 04.12.2009

    Die tatsächlich erfolgten Zahlungen der Wohnungseigentümer auf die Instandhaltungsrücklage sind wie die Vorschüsse auf das Wohn- oder Hausgeld eine Einnahme der Gemeinschaft. Diese muss in der Abrechnung als solche erscheinen. Daran ändert es nichts, wenn die Zahlungen der Wohnungseigentümer auf dem allgemeinen Konto der Gemeinschaft eingehen und von dort entsprechend ihrer Zweckbestimmung auf ein davon getrenntes Rücklagenkonto weitergeleitet werden. Denn das ist ein interner, bei Fehlen eines besonderen Rücklagenkontos, sogar ein bloß buchungstechnischer Vorgang (Ott, ZWE 2007, 508, 509).


    KG 24 W 5174/86 v. 26.09.2007

    Lt. Kammergericht Berlin kann die Instandhaltungsrücklage auch auf dem laufenden Verwaltungskonto der WEG gesammelt werden, da das Wohnungseigentumsgesetz eine anderslautende Verpflichtung nicht nennt.

    wenn du nur ein Bankkonto verwenden willst oder kannst, dann erstelle Dir einfach ein "Dummy-IBAN-Konto" als IHR Konto, und buche ganz normal mit dem RL Assistenten auf dieses Konto.


    IBAN Generatoren gibts im Netz. Du musst nur bei der Versammlung oder Prüfung zeigen könenn, das die Summe aus Bankkonto und RL Konto (dummy) Aufstellung genau den Stand des einen Bankkontos ergeben. Anders lässt sich das im Wiso HV nicht lösen.

    Den Tipp hast Du in einem anderen Beitrag schon gepostet. DAnn reduziere ich aber durch die Umbuchung vom Girokonto auf das IHR-Konto den Bestand vom Girokonto. Das ist doch auch nicht korrekt.

    Es stellt einen gravierenden Fehler des Verwalters dar, die Instandhaltungsrücklage nicht vom sonstigen Wohngeldkonto getrennt zu halten. Dies verstößt zudem gegen die Pflicht des Verwalters, die Instandhaltungsrücklage verzinslich anzulegen. Von dieser Pflicht wird der Verwalter nicht deshalb frei, weil er die für die Instandhaltungsrücklage bestimmten Gelder auf dem Girokonto belässt, um Deckungslücken und dadurch Schuldzinsen zu vermeiden. Die regelmäßige Verwendung der Instandhaltungsrücklage zur Deckung der laufenden Ausgaben ist mit der Zweckbestimmung der Rücklage nicht zu vereinbaren. Hat der Verwalter das gegen ihn angestrengte Abberufungsverfahren und damit auch die Tätigkeit des Gerichts durch grobe Pflichtverletzungen bei der Verwaltung der gemeinschaftlichen Gelder veranlasst, können ihm die Kosten des Rechtsstreits nach § 49 Abs. 2 WEG auferlegt werden (LG Berlin, Beschluss v. 26.11.2013, 55 S 69/11 WEG).


    https://www.haufe.de/recht/deu…sk_PI17574_HI7565119.html

    Ich kenne die Rechtsprechung, aber es wäre toll gewesen, schade, dass Du nicht auf meine Frage eingehst. 1. Ich habe einen Beschluss der WEG so zu verfahren. Es erfolgt nicht um Deckungslücken zu vermeiden. 2. Der Beschluss ist von 2013. Da gab es noch Zinsen. Jetzt zahle ich Gebühren für ein Konto, das wäre ein Verlustgeschäft. Das widerspricht dann dem Wirtschaftlichkeitsgrundsatz. Danke trotzdem für Deinen Beitrag.

    Hallo,

    ich konnte es zwar noch nicht ganz nachvollziehen, habe aber erste Anregungen.


    "Verbrauch lt. Rechnung" heißt Betrag oder ein Verbrauch in m³?


    1. Assistent Mieterwechsel: Hier ist ein Punkt die Eingabe der Zählerstände bei Mieterwechsel.

    2. Aufteilung eines Betrages in einer Buchung mit Zeiträumen, Betrag 1 für Zeitraum 01.01.-30.04.2020 und Betrag 2 für Zeitraum 01.05.-31.12.2020.

    Hallo, ich hatte mal die Möglichkeit WEG Rücklagenkonten bei der DKB - selbstverständlich auf Namen der WEG -, kostenlos und verzinst zu führen. Dann nur noch kostenlos, nicht verzinst. Und seit letztem Jahr kostet das Konto 3,- pro Monat.


    Ich habe nun also WEGs, deren Rücklagen auf dem normalen Hausgeldkonto sich befinden und "nur" über ein Buchungskonto verwaltet werden.


    In einer WEG-Abrechnung gibt es nun eine Seite Rücklagenentwicklung 2020. Erste und zweite Aufstellung "Rücklagenentwicklung" und "Aufteilung der Zuführungen" sehen gut und brauchbar aus, Zuführungen und Entnahmen = Endbestand. Darauf folgen Aufstellung der Salden der Rücklagen-Bankkonten zum 31.12.2019 und zum 31.12.2020 - und hier steht Gesamt 0,00 €, weil es ja eben kein Bankkonto gibt. Das bedarf bei Eigentümern grundsätzlich der Erläuterung.


    Die Rücklagen ohne Bankkonto lassen sich also irgendwie abbilden, aber die Auswertungen bzw. Abrechnungen sind nicht ganz brauchbar. Der Rücklagenassistent ist auch nicht brauchbar. Gar nicht gefällt mir, wie ich die Buchung vornehme, um das zu erreichen, nämlich regelmäßig als Anfangsbestand auf 9000 "Verrechnungskonto Rücklagen".


    Macht einer von Euch anders? Wie geht es besser?


    Hallo, der Vorschlag mit einem "virtuellen" Bankkonto für die IHR, welches offline geführt wird bringt leider nichts, da der Bestand des reellen Bankkontos dann nicht korrekt ist.

    Ich suche auch nach einer Lösung, für die Verwaltung von Rücklagen in WISO Hausverwalter ohne Bankkonto.

    Lustig. In keinem meiner Objekte habe ich für die Rücklagen Kontoführungsgebühren.


    Hallo. Bei einem "normalen" Sparkonto ist das wohl auch so. Ich bin gerade auf der Suche nach einem Spar- bzw. Tagesgeldkonto für WEGs, also auf deren Namen. Sind Ihre Konten kostenlos und lauten auf den Namen der WEG? Bestenfalls noch verzinst? Wo gibt es das?


    Ich hatte ein Rücklagenkonto bei der DKB - selbstverständlich auf Namen der WEG -, kostenlos und verzinst. Dann nur noch kostenlos, nicht verzinst. Und seit letztem Jahr kostet das Konto 3,- pro Monat. Daher wurde beschlossen, die Rücklagen nicht mehr auf einem separaten Bankkonto zu halten. Die Rücklagen befinden sich jetzt auf dem normalen Hausgeldkonto und werden über ein Buchungskonto verwaltet. Gleiches Szenario auch bei einer neu von mir übernommenen WEG - nur noch ein Bankkonto worauf sich auch die Rücklagen befinden.


    Aus dem Grund bin ich auch auf der Suche nach einer Lösung hier im Forum. WISO Hausverwalter will leider zwingend ein Bankkonto für Rücklagen. Hierzu öffne ich aber ggf. einen neuen Thread, da ich meine, dass ich nicht die einzige mit der Problemstellung bin.

    Hallo, hab schon gedacht, es liegt an mir. Also, gleiches PRoblem bei mir.

    Bankbuchung wird offenem Posten zugeordnet, Bankbuchung entsprechend gebucht.

    Offener Posten wird nicht verbucht und bleibt weiter offen.


    Nun als Selbsthilfe Offene Posten gelöscht. Leider werden dann die bereits getätigten und gespeicherten Buchungen auf Konten ungewollt geändert.


    Konkret Einnahmen von Rücklagen auf Bank-Bewirtschaftungskonto, Wiso Verwalter schlägt auf Grund von Buchungskonto 8821 Buchung auf Bank-Rücklagenkonto vor. Manuell geändert auf Bank-Bewirtschaftungskonto und gespeichert. Nach Löschen der OP finde ich in den Buchungen wieder die Einnahme auf Bank-Rücklagenkonto.

    Hallo errjot,
    die Differenz der Hauptzähler des Versorgers zum Verbrauch unserer "kleinen" Wasserzähler ist bekannt.
    Die Zähler waren in 2017 i. O. Also nehme ich die Verbräuche der Zähler und setze sie jeweils in Verhältnis zum Gesamtverbrauch (lt. Wasserlieferant, alt. Differenz Jahresendbestand zu Jahresanfangsbestand) und erhalte eine Prozentzahl. Diese verwende ich für 2018 und 2019 und berechne einen fiktiven Verbrauch, Prozentanteil von Gesamtverbrauch 2018 sowie 2019.Also in meinem Fall Verbrauch von zwei Zählern, mit Deiner Tabelle wird der Verbrauch nur eines Zählers berechnet. In beiden Fällen muss der Verbrauch aber irgendwie "eingebucht" werden, damit auch ein Preis für den Verbrauch in die Abrechnung einfliest. Es geht also um die Eingabe in WISO Immobilienverwalter.

    Hallo, ich habe ein ähnliches Problem. Zwei defekte Wasserzähler, defekt unterjährig in 2018 und gänzjährig in 2019. Ist halt erst jetzt aufgefallen, als gar kein Verbrauch, d. h. 0, gemessen wurde. Abrechnung 2018 ist erledigt, 2019 in Arbeit. Ich würde gerne die errechneten Differenzen auf den Wasserverbrauch der betroffenen Eigentümer für 2019 hinzurechnen (Zustimmung kann vorausgesetzt werden), aber wie? Das geht hoffentlich sauberer als durch "Manipulation" des abgelesenen Verbrauchs des defekten Zählers. Es könnte ein Betrag errechnet werden, fiktiver Verbrauch mal Preis pro qm, und Eintragung als "Direkte Kosten/lt. Abrechnung o. ä. Aber spätestens beim Abwasser brauche ich den jetzt fehlenden Wasserverbrauch wieder. Besten Dank für Eure Tipps.