Beiträge von wohnhofAtrium

    Ich stimme FB900 zu und würde das unter Großreparaturen buchen. Wir nehmen das Konto auch für Reparaturen. Man kann natürlich jedes andere Konto mit gleichem Umlageschlüssel nehmen, aber auch inhaltlich ist eine Verstopfung ja ein Defekt, der behoben wird.

    Nochmal separat der Hinweis, dass die Kategorie Wärmemengenzähler nicht bei den normalen Zählern und den Wohneinheiten anzuwenden ist, sofern sie Wärmeenergie für Heizung messen. Das sind dann normale Zähler. Diese Kategorie ist entscheidend, wie genau die Zählerwerte in die Berechnung eingehen. Die Stände der "Wärmemengenzähler" z.B. werden nur herangezogen, um ein Verhältnis der Wärme für Heizen und Wassererwärmung zu bilden.

    Leider ist die Begrifflichkeit hier sehr verwirrend. Man hätte die Zähler vielleicht anders nennen sollen, aber ein kurzer Begriff dafür fällt mir jetzt auch nicht ein.

    Du hast das alles sehr gut beschrieben, und die Dokumentation sollte sicher an Hand von Beispielen mehr Szenarien abbilden. Ich hatte am Anfang auch Probleme bei der Einrichtung, vor allem bei der Klassifizierung dee Zähler. Es hat mir damals sehr kompetent die Hotline geholfen, die ich tatsächlich bei der Einrichtung 2-mal in Anspruch genommen habe. In Deinem Fall würde ich dazu auch raten, weil Du hier zwar Tipps bekommst, aber im Prinzip geht es schneller per Telefon, tumal Du ja die Fragen schon sehr gut strukturiert hast. Meist braucht man 20-30 Minuten kompetente Hilfe bis alles steht. Später versteht man dann sie Systematik: Was sind Haupt-, Allgemein- und normale Zähler? Die Kategorie Wärmemengenzähler zielt speziel auf Warmwasserbereitung ab, um dem Programm zu sagen, dass hier lediglich der Anteil der Wärme für die Warmwasserbereitung gemessen wird! Daneben gibt es aber auch "normale" Zähler und Allgemeinzähler (eher selten), die Wärmemenge in Wohneinheiten (bzw. Treppenhaus/Trockenraum/ Gemeinschaftsraum) messen! Vielleicht hilft das schon weiter!

    Die Kosten gemäß §35a EStG werden genauso aufgeteilt wie die zu Grunde liegenden Kosten. Alles andere ist weder sinnvoll noch legal! Kosten, die gemäß HKV aufgeteilt werden, werden auch separat ausgewiesen. Wenn also ein Teil der Heizkosten absetzbar ist, wird auch dieser Kostenanteil verbrauchsabhängig verteilt. Wie soll es sonst gehen?!

    Zitat
    Tut mir leid dass es etwas gedauert hat....

    Vielen Dank! Die Familie meiner Frau kommt aus Luxemburg, und daher interessiert mich, wie sich Hausverwaltung dort von der bei uns unterscheidet. Leider habe ich damals (logischerweise) viel weniger Informationen im Internet gefunden, aber ich vermute mal, dass es Regelungen wie die Heizkostenverordnung dort gar nicht gibt.

    Zitat

    Was ich vergessen hatte anzugeben, war, dass ich in Luxemburg bin.

    Kannst Du mir sagen, welche Gesetze es in Luxemburg in Bezug auf Verwaltung von Wohnungseigentum gibt? Gibt es dort so etwas wie das deutsche WEG? Wenn nein, gibt es Informationsquellen im Internet dazu?

    Beim Teilen durch derart krumme Zahlen kommt ein Rest heraus. Du teilst den Gesamtbetrag der Rücklagen durch die Gesamt-qm und durch 12. Da sind Rundungsdifferenzen sehr wahrscheinlich. Allerdings muss ich Datawizz zustimmen: In der Teilungserklärung stehen als Anteile vermutlich keine qm. Wenn doch, dann kannst Du höchstens noch eine monatliche IHR-Zuführung beschließen, die rechnerisch ein Vielfaches (in Cent) der Gesamtwohnfläche ist. Dann verschwinden die Rundungsfehler automatisch.

    Zitat

    Nun wird aber jedem Eigentümer im Wirtschaftsplan eine entsprechende Vorauszahlung zugewiesen

    Meiner Meinung nach ist da auch irgendwo ein Softwarefehler: Die Entnahme wird ja beim Hausverwalter wieder in der Abrechnung verteilt, d.h. die finanzierte Instandhaltungsmaßnahme wird ganz regulär über ein Umlagekonto als Ausgabe verteilt. Das entsprechende Vermögen in der IHR wird dann als Entnahme auf das Girokonto umgebucht und muss auch verteilt werden, weil sonst die Eigentümer belastet werden. Versucht man das im Wirtschaftsplan abzubilden, dann ist es genauso, wie Du sagst: Die Entnahme im Wirtschaftsplan mindert die Hausgeldvorauszahlung nicht. Das führt jetzt zum Thema, wie man Ausgaben aus der Instandhaltungsrücklage buchen kann, ohne dass die Beträge in der Abrechnung verteilt werden. Ich habe da noch keinen Weg (außer:"besondere Entnahme") gefunden.

    Zitat

    Nur als Tipp: machs mit OP

    Damit hatte ich nur Ärger! Erstens zahlen meine Eigentümer per Sammellastschrift und zweitens ist der Buchungstext, wenn ich die Lastschriften mit dem Hausverwalter erzeuge, nicht so, wie ihn meine Eigentümer gerne hätten. Die Zuordnung einer Sammelbuchung zu unterschiedlichen (positiven und negativen) Abrechnungspositionen hat zumindest damals überhaupt nicht funktioniert. Wenn jemand Heizkosten erstattet bekommt, aber Nebenkosten nachzahlen muss, geht das auch nicht in eine Buchung. Ich war damals ziemlich entsetzt, was da alles nicht funktioniert.

    Es ist ziemlich einfach: Sonst wird auch auf verschiedene Konten gebucht. Daher ist es logisch, es bei Nachzahlungen und Erstattungen auch den Konten zuzubuchen.

    Stimmt! Aber nur weil's logisch ist, mache ich mit keine unnötige Arbeit. Für mich ist entscheidend, dass die richtige Abrechnung und Wirtschaftsplan herauskommen. Nachzahlungen von Anno Dazumal sind mir egal, wenn sie gezahlt sind. Bei den Rücklagen gibt es prinzipbedingt nur Rundungsdifferenzen. Neben- und Heizkosten kannst Du gemeinsam betrachten. Wenn jetzt jemand eine Rechnung nur zu 50% zahlt, dann muss ich das eh selber aufteilen. Das ist in 8 Jahren bisher nur einmal vorgekommen.

    Zitat

    Wenn man eine solchen "Rat" gibt, dann bitte auch eine Begründung dabei geben.

    Das könnte ich umgekehrt auch sagen. Bisher finde ich keine Begründung, warum man das aufteilen soll.

    Hier meine Begründung: Ich habe das, was auf den Nachzahlungskonten steht nirgends ausgewertet. Sie gehen nirgends ein, denn mit der Abrechnung wird das Jahr abgeschlossen.

    Ich arbeite aber auch ohne offene Posten. Würde mich freuen, jetzt Gegenargumente zu lesen!

    War meine Erklärung nicht verständlich? Wenn Du eine Abrechnung für Eigentümer für 2019 erstellst, dann sind dort bis auf Heizkosten nur Buchungen enthalten, die im Jahr 2019 stattgefunden haben. Bitte mache Dich schlau bezüglich Hausgeldabrechnung sowie Zufluss-/Abfluss-Prinzip. Darüber kannst Du einiges auch in diesem Forum aber auch über Google z.B. bei Haufe finden, aber entscheidend ist, dass das, was Du vorhast, nicht gehen kann und auch nicht gehen soll! Mehr muss man dazu nicht sagen, denn es gibt da viele Informationsquellen.