Beiträge von mug

    Hallo,


    weil das Finanzgericht Niedersachsen am 02.12.2016 die Berechnung des Kinderfreibetrags in Frage gestellt hat (Aktenzeichen 7 K 83/16) empfiehlt mir WISO steuer:MAC 2017:

    Zitat

    Wichtig: Legen Sie auf jeden Fall Einspruch ein, wenn ein Kinderfreibetrag in Ihrer Steuererklärung enthalten ist.

    Nach meinem Einspruch erhielt ich Post vom Finanzamt mit der Bitte den Einspruch zurückzunehmen. Mit der Begründung dass die Höhe der kindbezogenen Freibeträge nach §32 Abs. 6 Sätze 1 und 2 EstG im Steuerbescheid mit einem Vorläufigkeitsvermerk versehen ist und dass sich bei einer entsprechenden Entscheidung des anhängigen Verfahrens durch das Bundesverfassungsgericht der Bescheid automatisch ändere.


    Können mir Nachteile entstehen, wenn ich der Bitte des Finanzamts nachkomme?
    Warum empfiehlt mir das Steuerprogramm auf jeden Fall Einspruch einzulegen?

    Das hättest Du aber bei der von miwe4 verlinkten (oder selbst mal durchgeführten) Suche im Forum auch finden können ...

    ... und das habe ich sogar ;)


    Meine Frage bezieht sich auf den großen Unterschied bei der Lohnsteuer, je nachdem ob mit Steuerrechner oder Steuertabelle ermittelt. Wie ich festgestellt habe, ist das nicht nur bei Steuerklasse 3 der Fall, sondern auch bei Steuerklasse 4 bzw. 1.
    (ja, ich weiß, die Steuerklasse spielt bei der Steuererklärung keine Rolle).


    Die Erklärung von talberg erscheint mit plausibel. Da in der Steuertabelle das zu versteuernde Einkommen steht, sind die Pauschalen nicht berücksichtigt. In meinen Augen macht es auch Sinn, die Pauschalen in die Steuerklassen einzurechnen, da sie ja von jedem Steuerzahler auf das zu versteuernde Einkommen angerechnet werden können.


    Danke für die Hilfe, ich habe den Eindruck meine Frage ist ausreichend beantwortet. :thumbsup:

    Hallo,


    beim Ehegattensplitting ist der Steuerfreibetrag doppelt so hoch und wird auf das gemeinsame Einkommen angerechnet. So weit so gut.


    Nach meinem bisherigen Verständnis wird bei der Steuerklassenkombination 3/5 für den Partner mit Steuerklasse 3 bei der monatlichen Lohnsteuer der gesamte Freibetrag angerechnet, beim Partner mit Steuerklasse 5 kein Freibetrag.
    Wenn man annimmt, nur ein Ehepartner hat Einkünfte und versteuert diese in Steuerklasse 3, würde ich davon ausgehen, er begleicht damit genau die Steuerschuld des Ehepares.


    Bei einem Beispiel von 40.000 Euro Jahreseinkommen, berechnet ein Steuerrechner im Internet bei Steuerklasse 3 für das Jahr 2016 Steuern (Lohnsteuer plus Soli-Zuschlag) in Höhe von 3.413,98 Euro.


    Über die Einkommensteuer Splittingtabelle 2016 erhalte ich aber einen Lohnsteuerbetrag von 5.222 Euro und einen Soli-Zuschlag von 287,21 Euro, in Summe also 5.509,21 Euro.


    Daraus folgere ich, dass mein Verständnis für Steuerklasse 3 falsch ist. :)
    Aber was genau habe ich hier falsch verstanden?


    Ich freue mich auf kompetente Hilfe. ;)