Beiträge von urvater

    Genau so würde mich eine Order interessieren welche Depot-Anteile wegen Ertragsausschüttung kauft, denn auch da findet ja keine Buchung auf dem Gegenkonto statt.

    Grundsätzlich kann kein Bargeld auf ein Depot gebucht werden. Von daher benötigt die Depotbank immer auch ein Verrechnungskonto. Nun gibt es Abweichungen bei den Depotbanken, wie sie dieses Verrechnungskonto behandeln.


    Echtes Verrechnungskonto:

    Hat man ein "echtes" Verrechnungskonto, was durchaus auch das Giro sein kann, dann gehen die Ausschüttungen auch auf dieses Verrechnungskonto ein. In diesem Fall sieht man bei der Wiederanlage der Ausschüttungen auch den Abgang wieder.

    In diesem Fall kann man das Verrechnungskonto bei der Order auch hinterlegen, wenn man die Order manuell anlegt. Wird das Depot online geführt, kann man nachträglich kein Verrechnungskonto mehr bei der entsprechenden Order hinterlegen.


    Nur internes Verrechnungskonto:

    Einige Banken vergeben nur ein internes Verrechnungskonto, welches dem Depotinhaber nicht bekannt gegeben wird. Die Ausschüttungen gehen in dieses Verrechnungskonto und werden von dort auch wieder bei der Wiederanlage abgebucht.

    In diesem Fall kann man kein Verrechnungskonto bei der Order hinterlegen. Wie oben schon geschrieben, kann man dies bei online geführten Depots eh nicht mehr nachträglich hinterlegen.


    Da es generell keine Rückverknüpfung von einem Verrechnungskonto zur Order gibt, spielt es für die Order eigentlich auch keine Rolle ob hier ein Verrechnungskonto hinterlegt wird oder nicht. Eine Order für eine Wiederanlage der Ausschüttungen ist somit eine identische Order, wie bei einem normalen Kauf.

    Diese ist tatsächlich als Kapitalerstragsteuer zu kategorisieren (je nach Höhe auch noch Soli) und kann natürlich wieder angelegt werden.

    Ich meine, dass es dann in den Unterlagen zum Depot auch einen entsprechenden Beleg geben muss. Nur in diesem Fall könnte man eine Steuererstattung dokumentieren. Der Treadersteller lässt und hier allerdings etwas im Dunkeln stehen.


    Allerdings sehe ich den Hinweis auf "Wiederanlage" so, dass es zu einer Wiederanlage in einem noch bestehenden Fond/ETF gekommen ist. Würde sich die Ertragssteuer auf einen vorherigen Verkauf zurück führen lassen, könnte es maximal nur zu einem Teilverkauf gekommen sein. Auch in diesem Fall muss ein entsprechendes Dokument vorhanden sein, dass die Steuererstattung aufschlüsselt.


    Da Ertragssteuer kein rechtlicher Begriff ist, gehe ich eher davon aus, dass es eine "normale" Ausschüttung ist und es nur ein Hinweis ist, dass hierzu Steuern angefallen sind.

    Harry-Kritisch

    Eine Wiederanlage ist immer ein Kauf von Anteilen. Der Hinweis auf "Ertragssteuer" lässt mich vermuten, dass es sich um einen ausschüttenden Fond/ETF handelt. Wenn dem so ist, wurde die angefallene Steuer entweder mit deinem Freistellungsauftrag verrechnet oder durch die Vorabpauschale des Fonds vorerst abgegolten.

    müsste ich bei der korrekten Verbuchung in WISO MG Prof 365 meines Erachtens ebenfalls einen Eintrag mit Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag mit negativem Vorzeichen (also Erstattung) eingeben....

    Auf keinen Fall, da die Steuer entweder schon abschließend verrechnet wurde oder pauschal besteuert ist(s.o.).


    Grundsätzlich handelt es sich um eine Ausschüttung. Aus diesem Grund würde ich den Betrag, für den neue Wertpapieranteile erworben wurden, als Kupon zum Fond buchen. Sollten in der Abrechnung noch irgend welche Gebühren verzeichnet sein, müsste der Kupon entsprechend höher ausfallen und diese beim Kauf der Anteile nachträglich erfasst werden, sofern nicht schon geschehen.

    Eine Auswertung zu einem anderen Tag fahren, wird das Problem mit den eigentlichen Zahlungen nicht lösen. Es könnte ja sein, dass du Zahlungen am Tag vor der Auswertung mit der EC oder Kreditkarte vorgenommen hast aber die Buchung erst nach dem Auswertungstag erfolgt. Das Problem wird man so vermutlich nicht lösen können.

    Das Problem hatte ich durch die damalige Übernahme der DAB von Consors auch.

    Der Übertrag, wie ihn MeinGeld schon gemacht hat, ist aus Sicht der Konten erst einmal richtig. Also Verkauf altes Depot und dann Kauf neues Depot.


    Zu den Kursunterschieden: Die kann man im Reiter "Orderhistorie" anpassen. Ich würde im neuen Depot bei den Kauforder den Kurs so hinterlegen, wie er im alten Depot als Verkaufskurs hinterlegt ist.


    Alternative: Im alten Depot den Verkaufskurs so abändern, dass er mit dem durchschnittlichen Kaufkurs im alten Depot übereinstimmt. Somit hättest du keinen Kursgewinn im alten Depot. Im neuen Depot diesen dann auch als Kaufkurs hinterlegen. In diesem Fall wäre zumindest der Kursgewinn wieder korrekt.


    Die Kapitalerträge kann man nur "unsauber" im neuen Depot hinterlegen. Hierzu könntest du einen neuen Kupon im neuen Depot anlegen, der alle bisherigen Kapitalerträge zusammen fasst.

    Alternativ eben im neuen Depot nur die neuen Kapitalerträge erfassen. Dann fehlen alle bisher angefallenen Kapitalerträge und der ausgewiesene Gewinn wäre entsprechend kleiner.

    Legt man einen Vertrag in der Vertragsverwaltung an, sieht man unten rechts einen Bereich "Buchungen". Zum Vertrag habe ich als Vertragsgeber in meinem Fall die Versicherung aus den Konten übernommen. In der Übersicht "Buchungen" erscheint nichts. Also habe ich im Bereich "Zuordnungen" beim Vertrag zusätzlich noch einmal "Adresse" mit der Adresse der Versicherung hinterlegt. Es erscheint unter "Buchungen" immer noch kein Eintrag.

    Ich muss aber gestehen, dass ich den Vertrag erst gestern hinterlegt habe aber als Datum für den Vertragsabschluss 01.10.2016 gewählt habe.

    Heute habe ich mein Giro abgerufen und hier ist ein vorgemerkte Buchung dieser Versicherung eingegangen. Wertstellung erst am 01.10.2021.


    Sehe ich keine Buchungen zum Vertrag, weil ich ihn erst nach den schon vorhandenen Buchungen erfasst habe und die aktuellste Buchung noch nicht zum Wert gestellt wurde oder habe ich etwas vergessen?

    Bei Deiner ausführlichen Beschreibung ist das für mich fast ein Studium.

    Eigentlich ist es gar nicht so kompliziert.

    Wichtig ist nur, dass man die unterschiedlichen Kontotypen und deren Funktionsweise nicht durcheinander bringt. Auf ein Depot kann man nun einmal kein Bargeld einzahlen, dafür aber eine unbestimmte Anzahl an Wertpapieren zu einem bestimmten Kaufkurs hinterlegen. Aus diesem Grund benötigt man eben immer ein Verrechnungskonto zu einem Depot, von dem aus die Käufe abgehen und Ausschüttungen eingehen.

    Die Sparkassen "verstecken" dieses Konto vor dem Sparer und zeigen ihm so die Rendite seiner tatsächlichen Einzahlungen ein. Für einen Sparer ist das eigentlich gut, da er so seine Investition mit einem Sparkonto oder Sparbrief vergleichen kann.

    Jetzt hole ich einmal meine Glaskugel heraus. Ich vermute bei deinen Angaben spontan, dass es sich bei deinem Depot um ein Deka Depot handelt, welches du mit dem Abschluss eines Fond- oder Aktiensparplans erhalten hast. Wenn ich mit meiner Vermutung recht habe, dann kann man das so zwar auch in einer Finanzsoftware abbilden, allerdings ist dort dann die Auswertung etwas anders.


    Ein Depot wird in einer Finanzsoftware anders behandelt als es ein Unternehmen macht, dass hier lediglich Aktien- oder Fondsparpläne anbietet. Letztere behandeln ein Depot immer im Zusammenhang mit dem internen Verrechnungskonto, was dem Sparer meistens nicht bekannt ist. In diesem Fall ist die Renditeberechnung etwas anders. Hier werden Ausschüttungen als Zinsen ins Verrechnungskonto gebucht. Nimmt man nun die Wertentwicklung von Depot und Verrechnungskonto zusammen, kommt man auch auf 10% Rendite, wenn sich der Kurs der Anlage zwischen ursprünglichen Kauf, Ausschüttung, Neuanlage und Endwert nicht ändern würde.

    Hier noch einmal alles etwas besser beschrieben.

    Die Depotrendite berechnet sich wie folgt: ("aktueller Depotwert"-"Einstandswert"-"Zuzahlungen"+"Auszahlungen")/(Einstandswert+Zuzahlungen)


    Einstandswert

    10 Stück zum Kurs von 99,09€ = 990,90€

    Auszahlungen

    10 Stück a 10€ = 100€

    Einzahlungen

    1 Stück zum Kurs von 100€

    aktueller Depotwert

    11 Stück zu 100 € = 1100€

    Ergibt (1100-990,90-100+100)/(990,90+100)=10,00092%


    Deine Depotbank kann dir aber auch einfach nur die Ausschüttungsrendite bei einem Kurs von 100€ anzeigen.

    In diesem Fall hättest du 100€ bei einem Depotwert von 1000€ erhalten. Das ergibt genau 10%.


    Wenn du die ersten 10 Anteile aber auch für 100€ gekauft hast, dann ist deine aktuelle Depotrendite bei einem Kurs von 100€ Stück und einer Ausschüttung und Wiederanlage von 100€ nur 9,09091%.

    Bei einer Thesaurierung mit neuen Anteilen erhöhen sich die Anteile und damit auch der Gesamtwert.

    Das ist keine Thesaurierung!

    Du musst hier genau darauf achten ob der Fond "ausschüttend" ist und eine Wiederanlage durch die Depotbank automatisch veranlagt wird oder ob der Fond "thesaurierend" ist. Das ist ein himmelweiter Unterschied.


    Ist der Fond ausschüttend und die Depotbank legt die Ausschüttung wieder neu an, dann lässt sich das in MeinGeld sehr einfach nach stellen.


    Die Ausschüttung wird auf das Verrechnungskonto gebucht. Die Wiederanlage wird dann wiederum im Depot angelegt und als Gegenbuchung im Verrechnungskonto angelegt.


    Mein aktuelles Finanzprogramm gibt mir, bei dem Beispiel, den Gewinn mit 0% an.

    Meine Sparkasse aber mit 10%, was aus der Sicht des Anlegers eigentlich stimmt.

    Das kann man so erst einmal nicht behaupten. Es ist eher eine Frage wie die Daten erfasst wurden.

    Ich nehme hierzu mal dein Beispiel von oben und konkretisiere es etwas mehr.


    Aktueller Depotstand:10 Anteile mit Kurs 100€ = 1000€

    Ausschüttung: 10€ pro Stück = 100€

    Wiederanlage: 1 Stück zu einem Kurs von 100€= 100€

    Neuer Depotstand: 11 Anteile zu 100€ = 1100€ = 0% Rendite


    Nun einmal richtig gerechnet.

    Kauf von 10 Anteilen zum Kurs von 99,09€ = 990,90€

    Ausschüttung 10€ pro Anteil = 100€

    Wiederanlage von 1 Anteil zu 100€

    Depotbestand: 11 Anteile

    aktueller Kurs 100€

    Depotwert neu 1100€


    Mittlerer Kaufkurs neu= (990,90+100)/11 = 99,17 €

    Kaufwert neu = 11*99,09=1090,90€

    aktueller Kurswert = 11*100=1100,00€

    Kursgewinn = 1100-1090,90 = 9,10€

    Gesamtgewinn = 9,10+100 = 109,10€

    Gewinn % = 109,10/1090,90*100=10%


    In MeinGeld wird der erste Kauf genau so erfasst, wie es auch in der Abrechnung steht. Für diese Teile erfasst man dann einen Kupon über die Ausschüttung. In diesem Fall 10€ pro 1 Stück für eine Gesamtstückzahl von 10. Die Wiederanlage verbucht man dann wie einen ganz normalen Kauf von einem Anteil zu genau den Konditionen, wie sie auch in der Abrechnung aufgeführt sind und schon rechnet auch MeinGeld genau so, wie es richtig ist.

    Thesaurierung mit Ant. Wert 100€ 1 Anteil

    Thesaurierungen werden bei der KAG vorgenommen. Genau genommen kann man das so nicht in einer Depotverwaltung buchen.


    Begründung:

    Die KAG erhält Gewinne, Ausschüttungen oder was auch immer, zu einzelnen Werten innerhalb des Fondportfolios. Diese werden entsprechend der Fondvorgaben wieder angelegt. Hierfür werden einzelne Werte gekauft oder sie bleiben als Barrücklagen im Fondvermögen erhalten. Im Optimalfall erhält man als Besitzer von Fondanteilen eine Information wie viel pro Anteil thesauriert wurde.


    Betrachtet man hier den Fond selbst ist eine Ausschüttung meistens nur ein "linke Tasche - rechte Tasche" Ereignis. Zahlt ein Unternehmen Dividenden fällt in der Regel der Kurs der Aktie genau um den Wert der Ausschüttung. Die Ausschüttung landet wiederum auf dem Barkonto des Fonds. Der Wert des Fonds verändert sich somit erst einmal nicht. Die Wiederanlage ist im Prinzip auch wieder nur ein linke/rechte Tasche Ereignis. Der Fond kauft Anteile an Wertpapieren und um diesen Preis sinkt das Barvermögen. Am Wert des Fonds ändert ein solches Ereignis nichts.


    Aus Sicht eines Investors, der Anteile dieses Fonds hält ergibt sich eine andere Betrachtung. Er hat einfach nur X Anteile vom Fond für einen Wert X gekauft. Von den ganzen Wiederanlagen bekommt er erst einmal überhaupt nichts mit. Eine Information über die Höhe der Thesaurierung ist für ihn eher Informativ, da er es nirgends verbuchen kann. Der Gewinn und die Rendite ist erst einmal optisch identisch als hätte es nie eine Thesaurierung gegeben.

    Bei einer Thesaurierung bleibt die Anzahl der Anteile gleich. Es erhöht sich nur der Investierte Wert pro Anteil. So gesehen, wäre es schön, wenn man einen Kupon buchen könnte, der den Kaufkurs der betroffenen Anteil entsprechend erhöht. Das Problem bei einem solchen Kupon wäre aber das Valuta-Datum. Thesaurierungen finden innerhalb des Jahres statt aber man bekommt nur den Gesamtbetrag pro Jahr bekannt gegeben. Würde man also einen solchen Kupon buchen, würde dieser auch nur die ungefähre Rendite anzeigen.

    Die gleiche Frage stelle ich mir bei einer Barabgehung.

    Bei einer Barabhebung hast du ein offline geführtes Konto. Haushaltskasse oder welches man hier auch immer gewählt hat. Somit hat man für eine Barabhebung auch das Empfängerkonto. Das erst einmal zum Thema.


    In meinem Alltag hat es sich letztlich aber nicht mehr gelohnt Barabhebungen überhaupt noch auf ein offline Konto umzubuchen und von dort dann korrekt als Ausgabe zu buchen. Die Barzahlungen sind bei mir in der Regel fast immer nur Ausgaben für "Gastronomie". Naja und das hat sich letztlich nicht mehr für mich gelohnt dies gesondert zu erfassen.

    Cedricus Persönlich kann man natürlich machen, was man für bessere hält. Dagegen gibt es nichts zu sagen.

    Es ergeben sich bei einem solchen Vorgehen grundsätzlich aber mehr Nachteile als eine schicke Anzeige für einen Wert bringt.


    1. der Gewinn in € würde falsch ausgegeben werden.(immer zu niedrig zur Realität)

    2. werden weitere Anteile hinzugekauft, ergibt es einen falschen mittleren Kaufkurs.(viel zu hoch)

    3. es könnte bei deinem Vorgehen passieren, dass der Wert ins Minus rutscht. In diesem Fall könnte es vorkommen, dass man diesen optischen Verlust realisieren will um ihn mit Gewinnen verrechnen zu können, was zu einer fatalen Fehlinterpretation führen würde.


    Das Einbuchen für 0 € führt wiederum selbst zu einem höheren Gesamtgewinn für das Depot und zwar genau im richtigen Verhältnis. Bei einer Erfassung zu einem Wunschkurs wäre der errechnete Gesamtgewinn des Depots nicht mehr korrekt(zu niedrig). Entwickeln sich die geerbten Anteile, dann auch noch negativ, hat man nicht nur einen Verlust auf Aktienebene sondern im schlimmsten Fall auch auf Depotebene, was tatsächlich aber nicht der Fall sein muss.


    All das nur damit man bei einem einzigen Wert im Depot die fehlende Ausgabe zum Buchgewinn in % haben möchte? Für mich wäre das zu unsicher.