Beiträge von Dozent_WISO_MB

    Hallo!


    Ich habe eine Anfrage erhalten, die ich hier weitergebe. Beim BZSt kann man einen Antrag auf Umsatzsteuervergütung inländischer Unternehmer im Ausland stellen. Mein Verständnis ist so, dass ein Unternehmer so Vorsteuer in ausländischen Rechnungen erstattet bekommt. Das BZSt hat dazu eine Excel-Datei erstellt, mit dem man die Daten in den Antrag importieren kann (siehe dazu Anlage), welcher auf der BOP-Seite (Business Online Portal) ausgefüllt wird. https://www.elster.de/bportal/…-leistungen/alleformulare


    Jetzt ist die Frage, gleichzeitig als Verbesserungsvorschlag zu sehen, wie man aus WISO Mein Büro am besten die Daten extrahieren kann, um mit möglichst wenig Aufwand die Datei zu füllen. Voraussetzung wäre vermutlich eine Erfassung als Eingangsrechnung, zumindest die Buchungen sind ja immer da. Das Ideal wäre natürlich eine entsprechende Exportfunktion für genau diesen Antrag, entsprechend den vom BZSt genannten Anforderungen.


    https://www.bzst.de/DE/Unterne…aendischeunternehmer.html

    Die einzelnen Preise habe ich für die jeweiligen Kunden hinterlegt

    Wo genau? Ich meine, wenn es unterschiedliche Preise gibt, hast Du pro Preis einen Artikel angelegt?


    Ich gebe zu, SAMM's Lösung nicht ganz nachvollziehen zu können. Wenn ich das richtig verstehe, wird am Ende der Gesamtpreis manuell als Listenpreis eingetragen, die Einheit ist somit im Prinzip pauschal. Der einzige Unterschied besteht darin, den Bezugspreis als Taschenrechnererersatz einzusetzen. Im Text steht für <P_INPUTVALUE2;#,##0> am Ende immer 1 km: "Lösche die km wieder und setze unbedingt eine 1."


    Das war meine ursprüngliche Idee:

    Wenn es verschiedene Artikel mit eigenem km-Preis gibt, reicht es m.E. nur einen Bezug (A) zu nutzen, dort gibt man die km ein. Ansonsten gibt man (wie vorher anscheinend auch schon) den Listenpreis pro km manuell ein, aber es reicht ein Preisbezug für km, oder?

    Zur Nachvollziehbarkeit für den Kunde und für sich selbst ist es natürlich äußerst sinnvoll, die Variable in die Artikelbeschreibung aufzunehmen, sonst kann man die km nirgendwo in der Druckansicht sehen.


    Dummerweise steht in der Rechnung als Anzahl nicht die 1 aus dem Feld Anzahl, sondern die multiplizierte Zahl aus Anzahl und km, sprich das Programm zählt doch die km, auch in der Auswertung.


    Um welche Auswertung geht es eigentlich? Ich kann mir nur Rechnungsstellung - Top Artikel vorstellen, doch dort wird nach Umsatz und nicht nach Anzahl sortiert.

    Jetzt habe ich erst mal überlegt, was für ein "A-Stamm"? Ach so, Artikelstammdaten, also nicht als Artikel in den Stammdaten anlegen. Das bedeutet in der Tat, die Position immer manuell anzulegen. Das hört sich schlimmer an als es ist, sprich der Mehraufwand hält sich m.E. in Grenzen, denn letztlich muss man auch angelegte Artikel erst aufrufen und die Menge eingeben, eventuell noch den Text ergänzen. Aber klar, schöner wäre ein zu deaktivierender Haken im Artikelstamm.

    Habe heute zufällig den Hinweis von SAMM gefunden, dass man das Handbuch im Kundencenter downloaden kann. Dort hätte ich wohl nie gesucht. Dachte mir, heh schaust mal nach. Dort wird tatsächlich laut Text das Handbuch 2019 angeboten! Cool - blöd nur, dass ich den letzten entscheidenden Schritt nicht vollenden kann. Sobald ich "Jetzt kaufen" klicke, kommt nur der Loading-Kreis und lädt und lädt und lädt ...


    Nach diese Enttäuschung, dann doch wieder Freude, weil trotzdem eine Bestätigungsmail angekommen ist. Es scheint sich um die Papierversion zu handeln und nicht um das PDF. Sobald bei mir etwas angekommen ist, melde ich mich hier wieder.

    Eigenbelege einfach zu nervig sind.

    wäre sowieso Unsinn, denn mit den Kassenbons sind die Belege für die Ausgaben vorhanden


    Mein Sohn brachte mich auf die Idee, ich solle ihm per Paypal-Geldsenden den Betrag "überweisen" ,

    spricht nichts dagegen, aber auch nichts dafür, siehe obige Antwort

    Die Sachen wurde - wie immer bisher - vom Privatkonto bezahlt.

    dran denken, in dem Fall die Kontoauszüge 10 Jahre aufzubewahren oder bar bezahlen

    Ich sehe schon das ist nicht so einfach. Ich werde den Betrag in der Umsatzsteuervoranmeldung per Hand ändern. Sollte doch gehen oder? oder hat das einfluss auf die EÜR?

    Dann ist der gemeldete Betrag für den Prüfer aus der Buchhaltung nicht mehr nachvollziehbar und im Zweifel für einen selbst auch nicht mehr. -> grundsätzlich schlechte Idee oder zumindest eine nachvollziehbare Rechnung aufbewahren, wie man darauf gekommen ist (Aber dieser Ratschlag mit aller Vorsicht, so etwas immer vorher mit einem Steuerberater abklären!!!)

    z.B. wenn es um das Konto Werbekosten geht, wo am Anfang alles mit USt gebucht wurde


    auf dem Verrechnungskonto ...

    ... den USt.-freien Bruttobetrag zunächst als EINNAHME (pos. Vorzeichen) auf Werbekosten MIT USt buchen (quasi eine Stornierung),

    ... dann den Bruttobetrag als AUSGABE (neg. Vorzeichen) OHNE Ust. auf Werbekosten buchen


    Bitte doch, gern ...

    SAMM, ich glaube nicht, dass das bloße Stichwort dem Frager hilft. Davon abgesehen, gibt es zur automatischen Verbuchung des Privatanteils das Feld Privatanteil. Daneben gibt es noch das Feld nicht abziehbarer Anteil, welches meines Wissens aktuell nur für die Bewirtungskosten genutzt wird. Ich fand die Idee von casi10407 sehr gut und habe es gleich mal ausprobiert. Leider mit negativem Ergebnis. WISO MB berechnet den Vorsteuerbetrag immer auf den gesamten Bruttobetrag mit dem Steuersatz des direkt gebuchten Kontos. Die Aufteilung auf das Zweitkonto (nicht abziehbar) betrifft nur den Nettobetrag.


    Ich würde den Gesamtbetrag einer USt-Periode am Ende der Periode mit einer Buchung umbuchen. Ist aber auch zeitaufwendig, jedenfalls wenn viele Konten benutzt werden, vor allem wenn man es über das Verrechnungskonto macht, was 2 Buchungen pro Konto bedeutet. Weniger Konten benutzen! ;-)

    Alternativ könnte nur der Vorsteuerbetrag von 1576 direkt umgebucht werden. Ist nicht so schön direkt in Steuerkonten buchen, nicht so leicht nachvollziehbar für den Prüfer, aber meines Wissens nicht verboten. Fragt sich nur wohin. Grundsätzlich würde ja sonstiger Aufwand reichen, andererseits gibt es eben doch jede Menge Zeilen in der EÜR, die gesondert geführt werden, womit wir wieder oben wären. Ich kann leider nicht einschätzen, ob ein Prüfer etwas gegen solch eine Vereinfachung hätte. Hängt sicher auch vom Gesamtumfang des Geschäftes ab.

    PS Wenn sich hier die Experten nicht einig sind, dann guckt der Laie nur staunend zu und versteht noch weniger als vorher

    Ich bringe jetzt mal noch zu dem ersten oben stehenden Fall ein, was ich bei Haufe dazu gefunden habe:

    Keine Steuerschuld des Leistungsempfängers, wenn Leistender Kleinunternehmer ist

    Das Reverse-Charge-Verfahren gilt aber für einen regelbesteuerten Leistungsempfänger nicht, wenn ein Kleinunternehmer eine Leistung ausführt, die dem Grunde nach unter § 13b UStG fallen würde.



    Das liest sich für mich so, dass keine USt abgeführt hätte müssen, was sowohl babuschka als auch SAMM widerspricht. Aber jetzt ist ja eh zu spät.

    Für mich wäre das auch logisch, weil Kleinunternehmer ja gerade nicht wie Unternehmer (deshalb auch keine UST-ID) behandelt werden, sondern wie Privatpersonen. Wenn Dir eine Privatperson aus dem EU-Ausland etwas verkauft, würde das auch nicht unter Reverse Charge fallen.