Beiträge von babylonian

    Ich habe bei Buhl nachgefrag und darum gebeten, dass sich ein Support-Mitarbeiter mal zu diesem Forum-Thema melden könnte um zu verstehen, warum Buhl nicht aktiv wird. Das ist die Antwort von heute vom Buhl-Support:

    Vielen Dank für Ihre Anfrage zu dem Programm WISO MeinBüro Desktop.


    Grundsätzlich werden, genau wie beim Abruf von Bankumsätzen, auch beim Paypal-Umsatzabruf genau die Daten ins Programm importiert, welche von der Bank, beziehungsweise von Paypal geliefert werden. Im Falle von Paypal kommt es nun tatsächlich vor, dass hier häufig Zahlungen zurückgehalten, beziehungsweise doppelt übermittelt werden. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass Buchungen eben nicht direkt über Paypal erfolgen, sondern erst ein Zugriff durch Paypal auf das Bankkonto erfolgt und auf Seiten Paypals im Hintergrund Transferbuchungen erfolgen (Temporary Hold, Removed...).


    Nun wurden von Paypal in der Vergangenheit immer wieder Änderungen vorgenommen, welche auch direkten Einfluss auf die Schnittstelle des Programms WISO MeinBüro Desktop haben. Auf Grund dieser Änderungen, werden besagte Transferbuchungen beim Umsatzabruf nun auch von Paypal an die Software WISO MeinBüro Desktop übermittelt. Ursprünglich konnten diese Buchungen durch eine manuell aktivierte Filteroption, welche auch in dem von Ihnen verlinkten Forums-Thead besprochen wurde, raus gefiltert werden. Auf Grund fortwährender Anpassungen bei Paypal und daraus resultierend auch der programminternen Banking-Schnittstelle, konnte die Filteroption letztlich nicht mehr verlässlich angewendet werden. Aus diesem Grund stellen wir diese Option auch nicht mehr als Lösungsvorschlag zur Verfügung.


    Dennoch prüft unsere Entwicklungsabteilung weiterhin Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich der Schnittstelle zu Paypal. Allerdings ist gegenwärtig nicht absehbar ob und wann an dieser Stelle weitere Anpassungen erfolgen.


    Da fehlen mir jetzt echt die Worte...

    Habe jetzt auch die Zeile in der .ini hinzugefügt und die XML-Datei in den Ordner kopiert. Dabei habe ich noch Mausko`s Lösung bezüglich der Abozahlungen (Recurring Payment) ausgeführt, also diese Zeilen aus der XML-Datei gelöscht. Habe zwar keine solchen Abozahlungen, aber will natürlich nicht, dass in Zukunft dann irgendwann diese nicht mit abgerufen werden.

    Falls jemand noch irgendwelche Fehler findet, nachdem er den FIX eingebaut hat, dann bitte hier melden.


    Ich habe alle meine Umsätze für 2021 geprüft. Alle guthabenrelevanten Buchungen sind nun da und keine zuviel! Habe es mit einem externen Programm verglichen, dass die PayPal-Umsätze korrekt abruft...

    @Eisenbart: Zuerst mal möchte ich sagen, dass dein ehemaliger Geschäftspartner mit MeinBüro eine der besten, bezahlbaren Softwares für Buchhaltung ausgewählt hat. Es gibt eigentlich nur noch Lexoffice was m.E.n. in Frage kommt. Alle anderen sind etweder viel zu teuer oder haben einen so kleinen Funktionsumfang, dass man z.B. bei ReverseCharge Buchungen oder bestimmten Splitbuchungen einfach nicht weiter kommt. Insoweit muss ich MeinBüro also in Schutz nehmen.


    Was ich tatsächlich, wie viele andere hier nicht verstehe, ist die Tatsache der fehlerhaften Abrufe bei PayPal, Danke übrigens für die Zusammenfassung @Buecherwurm.

    Um die Probleme in Zukunft zu verhindern (?)

    babylonian veröffentlichte im Januar 2021 eine Lösung die er vom Support erhalten hat: Link

    Aber nun zurück zu deinem Problem Eisenbart. Du schreibst ja, dass nun deine Buchhaltung völlig unkorrekt ist, du benutzt aber PayPal gar nicht. Was jetzt Buhl dazu bewegen könnte, bei einem normalen Bankkonto diese Saldenkorrekturen anzulegen weiß ich nicht mit sicherheit zu sagen. Eine Möglichkeit wäre ein fehlerhafter Abruf, der später korrigiert wird oder falls z.B. Abrufe längere Zeit nicht gemacht wurden und so Lücken in dem Bestand von MeinBüro und dem Bankkonto bestehen. Das passiert z.B. wenn man länger als z.B. 1 oder 3 Monate keine Umsätze abruft. Wie lange die Bank die Umsätze zum Abruf zur Verfügung stellt ist unterschiedlich. Bei meiner Bank sind es z.B. 3 Monate. Rufe ich also erst nach 4 Monaten wieder ab, dann fehlen z.B. die Umsätze von Januar 2021 im mein Büro. Es entsteht also eine Lücke und somit stimmt auch der Saldo am heutigen Tag nicht mehr. Die Bank meldet nämlich einen anderen als die interne Rechnung von MeinBüro errechnet hat. Es ist somit verständlich, dass MeinBüro eine Korrekturbuchung macht, um den Saldo auf dem Konto auf den gleichen aktuellen Stand zu bringen, wie die Bank es gemeldet hat.

    Du solltest also deine Buchungen überprüfen. Das lässt sich ja ganz leicht über die Anzahl der Buchungen machen. Vergleiche die unten links in der Ansicht Zahlungen->Dein Bankkonto mit der Anzahl Transaktionen auf deinem Bankkonto. Dafür wäre es dringen empfehlenswert, dass du deine Kontoumsätze in ein Zahlungsverkehrsprogramm "runter lädst". Denn deine Bank zeigt dir auch Online nicht unendlich die Umsätze an, zumal das online auch meist nicht sonderlich komfortabel ist.


    Also, identifiziere erst mal das Problem und dann sieh weiter.

    Es geht nicht um Interpretationsspielraum. Und österreichische Quellen spielen bei uns ja eh keine Rolle.

    Bei Reverse-Charge sollten die österreichischen Angaben aufgrund der EU-Harmonisierung auch für Deutschland gelten, aber es stimmt natürlich, dass besser deutsche Quellen die auf § 13b UStG beruhen anzuführen sind.


    Für DerPetzi ist interessant: Amazon behauptet ja, von Deutschland geliefert zu haben und "Eine Angabe des Absenders ist nach diesen Bestimmungen nicht erforderlich". Amazon behauptet außerdem, "Dies ergibt sich aus unserer deutschen Umsatzsteueridentifikationsnummer, die ebenfalls genannt ist." Beides ist nicht korrekt. Denn es muss zweifelsfrei erkennbar sein, von wo die Leistung erbracht wurde, was nicht der Fall ist und eine deutsche Umsatzsteueridentifikationsnummer ist nicht genannt. Amazon antwortet mit Standardantworten, der Mitarbeiter hat sich die Rechnung noch nicht mal angeschaut oder kann nicht anders antworten. Lieber bei Unternehmen kaufen, wo man mit Menschen statt Formularen kommunizieren kann.


    Laut der Rechnung scheint die Lieferung nicht von Deutschland erfolgt zu sein.


    In § 13b Abs. 7 Satz 4 UStG ist eine gesetzliche Umkehr der Beweislast normiert. Ist es zweifelhaft, ob es sich bei dem leistenden Unternehmer um einen ausländischen Unternehmer handelt, kann von der Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens nur dann abgesehen werden, wenn durch eine Bescheinigung des für den leistenden Unternehmer zuständigen Finanzamts nachgewiesen wird, dass es sich nicht um einen ausländischen Unternehmer handelt. Quelle

    Amazon muss also nachweisen, dass tatsächlich von einer deutschen Betriebsstätte verkauft und geliefert wurde (bzw. runter geladen wurde), ein Paketaufkleber spielt bei einem PC-Download überhaupt keine Rolle, vielmehr müsste Amazon das durch die amtliche USt 1 TS - Be­schei­ni­gung über die An­säs­sig­keit im In­land tun (im Anhang). Das werden sie aller Voraussicht nach nicht machen. Es bleibt für DerPetzi vermutlich nur, den Bruttobetrag auf 3123 / 5925 zu buchen (USt./VSt. Automatik) - die falsch gezahlte MwSt. sind für Ihn Kosten und können nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden.


    Hier noch eine weitere Quelle, die sich mit dem Download von Software aus dem Ausland beschäftigt. Auch dort das gleiche Bild...

    Ich vermute einen Fehler in der Anlage AVEÜR bei der Berechnung in MeinBüro. Es geht um die EÜR 2019.


    Es geht um das Feld 412. Laut Aussage von 2 Steuerberatern müssen hier die vollen Anschaffungskosten rein, ohne Abzug der Kürzung der Anschaffungskosten nach §7g.



    Ein dritter Steuerberater meinte er würde den Betrag inkl. der Kürzung dort eintragen. Ich weiß also nicht, was korrekt ist. Fakt ist jedenfalls, dass die beiden Buhl-Programme es unterschiedlich machen.


    WISO MeinBüro fügt die Anschaffungskosten abzüglich der Kürzung nach §7g ein

    WISO Steuersparbuch 2020 fügt die vollen Anschaffungskosten ohne Kürzung ein


    So sieht es dann in der EÜR der beiden Programme aus:



    Ein Programm macht es auf jeden Fall falsch.


    Ich vermute MeinBüro macht es falsch, bin aber nicht sicher.


    Falls es jemand genau weiß oder es z.B. mal mit einer Datev Software oder einer anderen professionellen Steuerberater-Software probieren kann wäre toll, dann könnte der Fehler anschließend behoben werden.

    miwe4 ich habe dich lediglich gebeten keinen falschen Rat zu erteilen. Wie kommst du darauf, dass ich dich angegriffen habe?


    Das Thema ist hier im Forum schon ausführlich diskutiert wurden und die bisherige Sachlage anhand von diversen Quellen auch belegt.


    Die Rechnung liegt im Thread vor, deshalb muss man nicht mutmaßen. Man kann anhand der Rechnung eindeutig erkennen wie sie aussieht und wie sie aussehen müsste, damit die Vorsteuer gezogen werden kann. Es ist deshalb auch unrelevant was Amazon dazu äußert, ebenso um welchen Betrag es geht. Entweder man bucht richtig oder eben nicht. Der Grund für die Ausstellung mit 19 % MwSt. liegt sehr wahrscheinlich in der Überschreitung von Lieferschwellen, dazu habe ich oben ja auch einen Link gepostet. Hier ist es noch mal kurz und bündig erklärt:


    https://www.kanzlei-sykora.at/…ueber-die-lieferschwelle/


    Fakt ist jedenfalls die Rechnung trägt als Absender die Luxemburger Adresse und eine Luxemburger USt. ID. Deshalb ist die Sachlage klar, denn der Rechnungssteller sitzt im EU Ausland und nicht in DE. Ob er meint er hätte von DE versandt spielt dabei keine Rolle, einzig ausschlaggebend ist was auf der Rechnung steht. Amazon hätte bei Luxemburger Adresse die Rechnung ohne USt. ausstellen müssen und wäre gehalten die UID des Kunden (Unternehmers) sowie den Hinweis auf Reverse Charge aufzudrucken. Ist das nicht der Fall, dann muss DerPetzi in den sauren Apfel beißen und nach 1) siehe Link oben buchen.

    Wo ist da jetzt Interpretationsspielraum?

    Habe das eben korrigiert. Es liegt daran, dass sie wegen Ihrer Größe die deutsche USt. ausweisen müssen. ABER das gilt nur für Privatkunden. Bitte die Links oben lesen, wurde hier schon oft besprochen. Ich weiß nur gerade nicht genau in welchem Thread. Kann man aber sonst auch per Google einfach nachlesen. Moment ich Suche das eben.

    So ist es die Rechnung wurde für einen Privatkunden ausgestellt, keinem Unternehmer. Der 2. Post von neida ist korrekt. Die USt. darf nicht gezogen werden. Die Rechnung wurde falsch gestellt. Ist doch eindeutig, da der Rechnungsabsender in Lux sitzt. Die haben sich für die deutsche MwSt. angemeldet, ab einen bestimmten Umsatz muss der Händler das. Das hat aber nix mit dem Kauf als Geschäftskunde zu tun! Das gilt nur für Privatkunden. In Zukunft lieber nicht mehr bei Amazon kaufen... bringt nur Probleme!


    Weiterführende Threads und ähnlich gelagerte Fälle:


    Anleitung - Rechnungen aus dem / in das Ausland buchen - EU und nicht EU (Drittland) - SKR03 - Zusammenfassende Meldung (ZM)

    https://www.buhl.de/wiso-softw…um/index.php?thread/93763

    https://www.buhl.de/wiso-softw…um/index.php?thread/93462

    Ich möchte hiermit darauf hinweisen, dass einzelne Felder bei einem Export der EÜR von WISO MeinBüro in das WISO Steuer-Sparbuch nicht übernommen werden.


    Aufgefallen ist mir der Fehler, da die Felder für den Investitionsabzugbetrag nicht übernommen werden. Ich haben nun mal einen Test mit den Demodaten gemacht. Mit folgendem Ergebnis:


    Die folgenden Zeilen im EÜR Formular (Gewerbebetrieb) werden bei manueller Änderung in MeinBüro nicht / nur verändert in das Steuersparbuch übernommen.


    24 vermutlich wegen: Weinbau

    25 vermutlich wegen: Forstwirte

    87 Nicht abziehbare Beträge

    97 Investitionsabzugsbeträge

    98 Investitionsabzugsbeträge

    99 Investitionsabzugsbeträge

    100 Investitionsabzugsbeträge

    101 Investitionsabzugsbeträge

    106 Feld 261 wird mit geänderten Betrag übernommen - Teileinkünfteverfahren bzw. § 8b KStG gilt

    106 Feld 262 wird nicht übernommen und neu berechnet - Teileinkünfteverfahren bzw. § 8b KStG gilt

    123 Feld 191 wird nicht übernommen und neu berechnet - Ausgleichsposten nach § 4g EStG


    Ob die auch nicht übernommen werden, wenn MeinBüro die ohne manuelle Änderung befüllt, habe ich nicht getestet. Auch habe ich die Eintragungen in den Feldern nicht auf Plausibilität geprüft (außer bei den Zeilen 97-101). Der Demo-Account hat jedenfalls nicht gemeckert, als ich den Export gemacht habe. Angekommen sind die Werte aber in der EÜR vom Steuersparbuch nicht. Es gab weder in dem einen Programm noch in dem anderen eine Fehlermeldung oder einen Hinweis. Der Nutzer muss also erraten, welche der Felder im Steuersparbuch korrekt importiert wurden.


    Einige Felder werden vermutlich wegen der Auswahl der Einkunftsart Gewerbebetrieb ausgeschlossen (Forstwirt, Weinbau) bei anderen kenne ich mich nicht aus § 8b KStG / § 4g EStG um hier was zu beurteilen. Die Nicht abziehbaren Beträge aus Zeile 87 sollten m.E.n. übernommen werden auf jeden Fall jedoch die Beträge aus dem Bereich Investitionsabzugsbeträge. Ich vermute es liegt daran, dass das Steuersparbuch die Investitionsabzugbeträge noch mal separat abarbeitet... aber man könnte hier sicher die Werte übernehmen und in den Assistenten integrieren und wenn das schon nicht geht, dann wäre ein Hinweis, dass erneut manuell eingegeben werden muss das Mindeste.


    Eine Stellungnahme von Buhl steht aus.

    Ich habe mir nun noch mal die Ausfüllhilfe der USt. Erlärung angeschaut. Dort heißt es:

    Zeile 168

    Vorauszahlungssoll ist die Summe der angemeldeten beziehungsweise festgesetzten Umsatzsteuer-Vorauszahlungen/Überschüsse aus dem Voranmeldungsverfahren einschließlich der Sondervorauszahlung für die Dauerfristverlängerung. Ob die Vorauszahlungen bereits entrichtet sind oder ob das Finanzamt einen Überschuss bereits ausgezahlt hat, ist für das Vorauszahlungssoll ohne Bedeutung.

    In den Fällen, in denen bereits eine Festsetzung der Umsatzsteuer für den Besteuerungszeitraum vorliegt, ist die bisher festgesetzte Umsatzsteuer als Vorauszahlungssoll einzutragen.


    Es spielt für die USt. Erklärung und das Zeile 168 also keine Rolle ob Geld geflossen ist. Insoweit macht MeinBüro es schon richtig.

    Zusammenfassen lässt sich also sagen:

    MeinBüro berücksichtigt folgende Situationen nicht:


    - USt. VA durch eine andere Software (z.B. Elster) oder durch den Steuerberater

    - Festsetzung / Schätzung durch das Finanzamt bei Nichtabgabe


    In diesen Fällen muss Zeile 168 der USt. Erklärung manuell angepasst werden und zwar mit den Werten aus den Voranmeldungen/Festsetzungen, unabhängig davon was gezahlt wurden ist.

    Tatsächlich wird kein Prüfer dafür Verständnis aufbringen.


    Mausko den Zip-Ordner findest du jetzt hier im Anhang: PaypalFilter.zip


    Ich denke die 1970er Buchungen legt MB ja an, wenn es zu Differenzen des errechneten und des abgerufenen Kontostands kommt. Wenn keine Differenzen mehr entstehen, sollte MB dort eigentlich auch nichts mehr Korrekturbuchen.


    Das Wichtigste an der Sache wäre jedenfalls, dass Buhl bzw. Deltra endlich den PayPal Abruf ohne Fehler hin bekommt. Kann da joeschwarz nur zustimmen.


    Deshalb möchte ich hiermit den Buhl Support nochmals bitten das Problem in Augenschein zu nehmen und lösen zu lassen:


    Buhl Data  Buhl M. Fischer  Buhl Support A.Stock  Buhl Support B. Bremer  Buhl Support C. Diel  Buhl Support C. Frosch  Buhl Support C. Krieger  Buhl Support D. Lopata


    Danke

    Dateien

    Mein Büro legt zur Berechnung der Umsatzsteuer-Erklärung nicht die ggf. auf die Konten für USt.Vorauszahlungen erfolgten Buchungen zugrunde, sondern zieht sich die Werte der Vorauszahlungen ausschließlich aus dem Bereich Steuer-Auswertungen -> Umsatzsteuer-Voranmeldungen und nicht von den bebuchten Konten.


    Hat man über die Mein Büro Funktion in einem Monat oder Quartal beispielsweise keine USt.VA abgegeben (nicht grün), z.B. weil man die Anmeldung separat per Elster gemacht hat oder weil man die Anmeldung vergessen hat und dann geschätzt wurde oder oder oder dann führt das dazu, dass die in der Umsatzsteuer-Erklärung angegebenen Vorauszahlungen falsch sind. Man muss diese dann manuell in Zeile 168 auf Seite 6 der USt. Erklärung korrigieren. Das Feld ist editierbar.


    Im Gegensatz dazu berücksichtigt das EÜR Formular die tatsächlich geleisteten Zahlungen zur USt.-VA in Zeile 64, Feld 186. Hier muss also keine manuelle Korrektur vorgenommen werden.

    Bei Zahlungen auf welche die 10-Tage-Regel anzuwenden ist, buche ich per Splitbuchung:


    Beispiel: Geldausgang am 23.12. über einen Betrag von 178,50 € für die Jahresgebühr einer Dienstleistung aus dem Bereich Kosten der Warenabgabe


    23.12. 150 € an 1361 (Verrechnungskonto) bzw. bei mir Geldtransit PayPal / Bank [Verrechnungskonto] - der netto Betrag der Ausgabe


    23.12. 28,50 € an 1576 Anrechenbare Vorsteuer 19 % - Die Steuer wird also noch im alten Jahr gebucht


    Im neuen Jahr buche ich dann im Bereich Zahlungen Bank/Kasse unter dem Reiter „Verrechnungskonto“ (skr03 1360):


    01.01. 150 € an 4700 Kosten der Warenabgabe


    Dem aufmerksamen Leser ist vielleicht aufgefallen, dass MeinBüro hier 2 verschiedene Verrechnungskontos mit gleichem Namen bebucht. Deshalb gleiche ich die beiden Konten noch aus, und zwar über das „Verrechnungskonto“ im Zahlungen Bank/Kasse Reiter:


    150 € an 1361 (Verrechnungskonto) bzw. bei mir Geldtransit PayPal / Bank [Verrechnungskonto] mit dem Text:


    Ausgleich der Buchung vom .. .. .... auf 1361 und .. .. .... von 1360


    Zum Glück kommen solche Buchungen sehr selten vor.


    Es wäre sicher auch möglich die Buchungen über die manuellen Buchungen durchzuführen. So ist es mir aber lieber, als per versteckter manueller Buchung.


    Hier noch einige allgemeine Details zur 10 Tage Regel:


    Kriterien für die 10-Tages-Regel:


    Es muss eine Einnahmen-Überschussrechnung erstellt werden.

    Es muss eine wiederkehrende Einnahme oder Ausgabe vorliegen.

    Die Zahlung muss 10 Tage vor oder nach dem Jahresende erfolgen.

    Die Zahlung muss bis zum 10. Januar fällig sein.

    Die Zahlung muss wirtschaftlich zum jeweils anderen Jahr zugehörig sein.


    Betriebsausgabe auch bei Dauerfristverlängerung


    Entgegen diesem neuen Urteil, wurden in der Vergangenheit Ausgaben außerhalb des 10-Tageszeitraums nicht berücksichtigt / akzeptiert. Wie allgemeingültig das u.g. Urteil ist, weiß ich nicht. Siehe z.B. hier.


    Ein Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf hat diese Regelung jetzt für die Umsatzsteuervoranmeldung erweitert, denn die Ausnahmeregelung gilt auch bei einer Dauerfristverlängerung nach § 46 UStDV.


    Im konkreten Fall hatte ein Unternehmer seine Umsatzsteuervoranmeldung für Dezember 2019 erst zum 10. Februar 2020 ans Finanzamt übermittelt und dann gezahlt. Die Düsseldorfer Richter entschieden, dass auch in diesem Fall die Umsatzsteuerzahlung noch als Betriebsausgabe für das Jahr 2019 abgezogen werden (FG Düsseldorf, Urteil v. 9.12.2019, Az. 3 K 2040/18 E; Revision beim BFH, Az. VIII R 1/20).


    Die Begründung der Richter: Die Zuordnung der Zahlung zum Kalenderjahr 2019 scheitert nicht daran, dass ihre Fälligkeit infolge der Dauerfristverlängerung erst am 10. Februar 2020 eintrat. Nach dem Gesetzeswortlaut in § 11 EStG ist der Fälligkeitszeitpunkt für die zeitliche Zuordnung unerheblich.


    Quelle: https://www.haustec.de/managem…e-regel-zum-jahreswechsel

    Eine Kasse zu führen ist bei wenigen Umsätzen unnötig und oft auch problematisch. Es wird von Buhl deshalb empfohlen das Verrechnungskonto zu benutzten.


    Die Frage ist also: Wie buche ich Barausgaben, Entfernungspauschale und andere Ausgaben, die nicht über Bank oder PayPal gelaufen sind?


    1. Variante: Einige hier empfehlen es per manueller Buchung (Finanzen -> Manuelle Buchungen) zu erledigen.


    Beispiel einer manuellen Buchung: 4910 Porto im Soll an 1890 Privateinlagen im Haben


    Ich persönlich mag die manuellen Buchungen nicht, da sie unkomfortabel zu bebuchen und dazu schwer zu erreichen sind / nicht per Icon aufrufbar sind. Aber das ist sicher Geschmackssache.


    2. Variante: Eine weitere Möglichkeit ist die Buchung über das Verrechnungskonto. Um das Konto auszugleichen, buche ich am Ende des Jahres den Saldo als Privateinlage (wenn Saldo negativ) bzw. Privatentnahme (wenn Saldo positiv). Das ist vermutlich auch nicht unwichtig, z.B. um die Felder zu Privateinlagen in der EÜR korrekt zu befüllen.



    Verwechselungsgefahr - Bei dieser Gelegenheit sei gesagt, dass MeinBüro zwei unterschiedliche Verrechnungskonten verwendet. Zum einen im Bereich Zahlungen Bank/Kasse unter dem Reiter „Verrechnungskonto“. Buchungen hier werden dem skr03 Konto 1360, welches im DATEV Kontenrahmen Geldtransit heißt, zugeordnet. Es ist nicht möglich z.B. aus Bank oder PayPal direkt auf dieses 1360 Verrechnungskonto zu buchen.


    Wenn ich aus Bank oder PayPal beim Zuordnen einer Zahlung auf das dort als Steuerkategorie angebotene (Verrechnungskonto) buche, wird das Konto 1361 angesprochen.


    Beide Buchungen mit gleichem Kontonamen erfolgen also auf völlig unterschiedlichen Verrechnungskonten. Der gleiche Name führt leicht zu Verwirrung. Der Name des 1360er Kontos lässt sich in Mein Büro nicht ändern, deshalb habe ich zumindest das 1361er Konto umbenannt, um die beiden Verrechnungskonten leichter auseinander zu halten. Bei mir heißt es nun Geldtransit PayPal / Bank [Verrechnungskonto]. Bei manchen Buchungen nutze ich beide Konten, z.B. bei der 10-Tage-Regel.