Beiträge von babylonian

    Ich habe heute folgende Supportanfrage an Buhl erstellt, da in PayPal etliche Fehler stecken, welche seit Längerem schon nicht behoben werden.


    1) Typ Redemption Code (eBay Gutschein) wird zweifach als Gutschrift in MeinBüro ausgewiesen, das ist FALSCH.


    2) Die durch MeinBüro abgerufenen PayPal-Umsätze werden FALSCH sortiert. MeinBüro nutzt offenbar nicht die Möglichkeit die Umsätze nach dem Zeitstempel (Datum UND Uhrzeit) zu sortierten. Das führt zu einem heillosen Chaos bei den Umsätzen. Sollte der Zeitstempel nur mit den "erweiterten Details" durch die PayPal API übertragen werden, ist dies ein weiteres zwingendes Argument, dass die erweiterten Details für eine korrekte Interpretation der PayPal Umsätze nötig sind.


    3) Verschiedene nicht Guthaben relevante oder temporäre Buchungen werden nicht korrekt importiert. Beispielsweise die Transaktion Temporary Hold. Diese erzeugt in Mein Büro eine Gutschrift und eine Lastschrift - also 2 Transaktionen. In PayPal entstehen jedoch 4 Transaktionen, 1 Gutschrift und 3! Lastschriften.


    Die PayPal-Realtität:


    und die Mein-Büro Interpretation:


    Meines Erachtens nach können die temporären Transaktionen, welche am Ende des Tages noch bestehen, weg gelassen werden und nur die am Tagesende Guthaben relevanten Transaktionen sollten beachtet werden. Alles Andere macht kaum Sinn, bei der Menge an temporären Transaktionen welche PayPal durchführt. Leider kann man die temporären Transaktionen nicht vollständig ausschließen, da sie z.B. bei einem Jahreswechsel oder bei längerfristigen Einbehaltungen zu einer Saldo Änderung führen. Soweit mir bekannt ist, liegt die zeitliche Obergrenze für temporäre Transaktionen bei 30 Tagen.


    Ich bitte um eine öffentliche Stellungnahme durch Buhl, ob die oben genannten offensichtlichen Fehler in MeinBüro korrigiert werden und zu wann eine Richtigstellung in der Entwicklungs-Roadmap geplant ist. Der derzeitige Zustand führt zu einer fehlerhaften Buchhaltung welche wohl kaum einer Betriebsprüfung stand halten würde und auch nicht im Sinne von Buhl Data und der beworbenen GoBD Zertifizierung der Software sein kann.

    nobbypc3 such doch bitte mal nach den aktuellen Anleitungen (PDF, Kontexthilfe, auch bei Deltra - halt alles was du finden kannst) und prüfe diese und berichte hier. Wie man bucht steht ja oben, das wird sich kaum ändern.


    Zusatzinfo: ebay hat seit Mai 2018 eine Niederlassung in Deutschland. Sollte die vorliegenden Rechnung also von der EBAY GmbH mit Sitz in Deutschland ausgestellt sein, dann werden diese Gebühren auf 4760 Verkaufsprovision gebucht. Für Amazon bleibt alles wie oben beschrieben.

    babuschka hat Recht, diese Ausnahme bei der Ist-Versteuerung gibt es tatsächlich.


    Hier die Anleitung dazu: https://www.deltra.com/news/februar-2015/ist-besteuerung/


    Ich selbst buche alles bei Zahlungseingang und Ausgang. Das ist für mich einfach transparenter, da wirklich nur das gebucht wird, was auf dem Konto zu-/abgeht. Sollte man jedoch zum Jahresende hin noch eine große Rechnung bekommen und könnte diese gut gebrauchen um den Gewinn zu mindern, sollte man von § 14 UStG gebrauch machen und die Vorsteuer noch im alten Jahr geltend machen auch wenn noch keine Zahlung geflossen ist.

    Die Anlagen müssen ja abgeschrieben werden und sie müssen ins Anlageverzeichnis.
    Ich denke deshalb wäre es das Beste sie dort auch anzulegen.
    Das eigentliche Anlegen bucht:
    4830 (Gegenkonto 410) Abschreibungen auf Sachanlagen (anteiliger Betrag für jedes Jahr nach Abschreibungstabelle)
    Die Zuordnung der Geld-Transaktion auf das angelegte Anlagegut führt zu folgender Buchungen

    (man muss als Steuersatz Umsatzsteuerfrei (Einkauf) anwählen!):
    410 (Gegenkonto das Geldkonto) Geschäftsausstattung (Anlagegut)
    Ich denke das Buchen auf:
    3425 Innergemeinschaftlicher Erwerb 19% Vorsteuer und 19% Umsatzsteuer
    muss entfallen, denn wir können ja den Betrag nicht einmal auf 3425 und einmal auf 410 buchen.


    Die Steuer sollte jedoch noch gebucht werden. Das kann man durch eine Splitbuchung lösen:
    Splitbuchung

    1. Anlagegut -> Steuersatz Umsatzsteuerfrei (Einkauf) auswählen!

    2. 1574 Abziehbare Vorsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb 19 % (Betrag aus 1. *0,19)

    3. 1774 Umsatzsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb 19 % (Betrag aus 1. *0,19)
    Eine Alternative wäre noch eine manuelle Buchung (Finanzen->Manuelle Buchung) durchzuführen. Davon würde ich persönlich jedoch abraten.

    In der Regel wird die Einfuhrumsatzsteuer separat ausgewiesen und zwar durch das Logistikunternehmen. Es entstehen also in der Regel zwei Transaktionen, sodass keine Splittbuchung notwendig ist.


    Ich denke die Buchung auf 1588 (SKR03) / 1433 (SKR04) bezahlte Einfuhrumsatzsteuer reicht völlig. Mit Vorsteuer würde ich da nichts buchen, das Konto 1588 sollte richtig verknüpft sein.


    Ich habe inzwischen auf raus gefunden, wie die Konteneinstellungen der Konten 3551 und 3559 sind:


    Es bleibt alles leer, bis auf die EÜR Positionen:


    Pos. EÜR: 100

    Sachgebiet: 3


    Ich denke, die Konten sollten standardmäßig in MeinBüro angelegt sein.

    Nochmal zur Aufklärung. Der Techniker mit dem ich telefoniert habe war nicht von Buhl Data sondern von einer anderen Firma welche die PayPal Umsätze ebenfalls über die API abruft und verarbeitet.


    Der zweistufige Abruf wird für MeinBüro derzeit nicht praktiziert. Derzeit werden nur die Basisdaten abgerufen, diese enthalten nicht die Transaktionsdetails wie z.B. die Rechnungsnummer. Hier hat der Buhl Support sich dazu geäußert: https://www.buhl.de/wiso-softw…um/index.php?thread/64649


    Um die Rechnungsnummer abzufragen muss der Abruf zweistufig sein. Erst die Basisdaten, dann die Details. Die Buhl/Deltra-Entwickler möchten den Abruf der Details nicht ausführen, da dieser zu lange dauern würde.


    Dieses Argument lässt sich zumindest zum Teil mit der Idee entkräften, nur für solche Transaktionsarten den Detailabruf durchzuführen, welche auch Transaktionsdetails enthalten. Ich vermute mal, dass z.B. die Transaktion der PayPal-Gebühr (im Gegensatz zur PayPal-Zahlung) keine relevanten Detailinfos enthält. Da dies schon etwa die Hälfte aller Transaktionen ausmacht könnte man pauschal diese Transaktionsart vom Abruf der Details ausschließen und die benötigte Zeit für den Detailabruf um ca. 50 % reduzieren. Gleiches gilt auch für die Transaktionsart Transfer (Geldtransfer zum Bankkonto). Auch hier werden keine Details benötigt.


    So haben es die Techniker der Zahlungsverkehrs-Software gelöst.


    Im übrigen, würden die MeinBüro-Nutzer, für welche eine längerer Wartezeit aufgrund vieler PayPal-Transaktionen überhaupt anfallen würde, diese sicher in Kauf nehmen, denn Sie würden dann bei der Zuordnung so viel mehr Zeit sparen. Zumal der Abruf auch im Hintergrund geschehen kann und man in der Zeit auch etwas anderes erledigen kann.


    Hallo Yvonne,
    das Konto 3123 wird nicht für Drittländer (z.B. Türkei) benutzt. Das sagt ja schon die DATEV-Kontenbezeichnung:
    3123 Sonstige Leistungen eines im anderen EU-Land ansässigen Unternehmers 19 % Vorsteuer und 19 % Umsatzsteuer
    Im hier diskutierten Fall von marcator ging es um die Buchung einer Rechnung eines Unternehmers aus der EU für eine Dienstleistung (Software-Miete/SaS).


    Welcher konkrete Geschäftsvorgang soll bei Dir auf 3425 gebucht werden?
    Das Konto 3425 Innergemeinschaftlicher Erwerb 19 % Vorsteuer und 19 % Umsatzsteuer befindet sich im Kontenbereich Wareneingang.


    3123 bezieht sich in erster Linie auf Dienstleistungen (siehe § 13b Abs. 1 UStG)

    3425 bezieht sich auf den innergemeinschaftlichen Erwerb von Waren [umsatzsteuerlich: Lieferung] (zur Definition des innergemeinschaftlichen Erwerbs siehe § 1a UStG.


    Wenn Du Dir die Tabelle ganz oben anschaust, findest du beide Konten in Ihren Bereichen getrennt nach Dienstleistung und Ware.
    Kann es evtl. sein, dass Ihr bei Wareneinkauf im EU-Ausland statt auf 3425 fälschlicherweise auf 3123 gebucht habt? Das würde auch die Empfehlung des Finanzbeamten erklären.

    SAMM erstmal dir vielen Dank für die Schlichtung. nesciens es war nicht meine Absicht irgend jemanden "abzukanzeln" oder als ahnungslos dar zu stellen. Sollte sich jemand geärgert haben, dann möchte ich mich hiermit ausdrücklich für meine Ausdrucksweise entschuldigen.


    Den Beiträgen von Maulwurf und Babuschka konnte ich fachlich nicht folgen, da Sie beide Ihre abweichende Meinung nicht nachvollziehbar dargelegt haben und keine Quellen genannt haben. Auch sind Sie meiner ausdrücklichen Bitte, Ihre Meinung doch zu belegen nicht nachgekommen.


    Das und die Kürze der Beiträge haben bei mir den Eindruck erweckt, dass Sie sich mit diesem Teilbereich des Steuerrechts eben nicht so gut auskennen, sondern eher aus dem Bauch heraus geantwortet haben und ohne meine Quellen für eine eventuelle Neubewertung zu lesen. Ich nahm an, es ist legitim solche Antworten als nicht zielführend zu bezeichnen.


    Ich hatte Buchhaltung lediglich in Ausbildung und Studium und bin kein Steuerberater. Ich gebe hier lediglich meine persönliche Meinung wieder, welche ich immer auch gut begründen kann. Über das Thema Reverse-Charge habe ich viel gelesen und mich auch schon mit diversen Fachleuten darüber ausgetauscht, deshalb kenne ich mich in diesem kleinen Teilbereich vergleichsweise gut aus. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn in solchen Diskussionen mehr Quellen genannt werden, damit man die Meinungen differenzierter betrachten kann... und ich denke, wenn man nicht ganz sicher ist, dann schadet sicher auch ein "ich vermute" oder "ich glaube" nicht.

    Ich habe eben mit einem kompetenten Entwickler telefoniert und konnte folgende Informationen in Erfahrung bringen.


    Der Abruf der Informationen erfolgt per SOAP API. Zuerst werden über get transactions die Basisinfos abgerufen. Danach per get transaction details unter anderem die Rechnungsnummer. Um die Zeit welche für diesen zweistufigen Abruf nötig ist zu verkürzen, werden alle Transaktionstypen, welche keine Details aufweisen beim 2. Abruf ausgelassen. Die Abrufzeit lässt sich so um ca. 50 % verkürzen.


    Wir nutzen das Zahlungsverkehrsprogramm Windata - womit man auch seine PayPal Umsätze abrufen kann - und dieses ist seit Jahren in der Lage die Rechnungnummer der PayPal Transaktionen anzuzeigen. Der Abruf der Umsätze auch duzender Transaktionen geht noch immer recht flott. Wie Mausko im Forum bereits mitgeteilt hat ist auch das Banking-Programm "Banking 4W" dazu in der Lage die Rechnungnummer ohne lange Wartezeiten auszugeben.


    Zur API-Anbindung von PayPal bei Windata aus Nutzersicht: https://wiki.windata.de/index.…API-Berechtigung_erhalten


    Hier die PayPal API Dokumentation für den Abruf der Rechnungsnummer:


    https://developer.paypal.com/d…tails_API_Operation_SOAP/


    Ich stehe mit meinem Funktionswunsch nicht allein da. Viele Nutzer haben sich hier im Forum schon ausdrücklich für diese essenzielle Funktion ausgesprochen (u.A. Mausko, Heiko66, TRIXIE WSC, amafinode, marcator) und noch viel mehr Nutzer würden diese Änderung begrüßen.


    Wann können wir die PayPal-Umsätze endlich automatisch anhand der Rechnungsnumer (invoice_number) zuordnen?


    Ich möchte darum bitten, dass sich die Entwickler nochmal hin setzen und eine Lösung finden um endlich die Rechnungsnummer auch in MeinBüro verfügbar zu machen.

    Guten Tag,


    noch immer ist Mein Büro nicht in der Lage die Rechnungsnummer eines mit PayPal-bezahlten Auftrags anzuzeigen.


    Man möchte meinen die Rechnungsnummer! ist eine wichtige Information zu einem Zahlungsvorgang. Buhl scheint das nicht so zu sehen, denn seit Jahren werden Verbesserungsvorschläge in diese Richtung ignoriert und diese einfache Funktion nicht umgesetzt.


    Dabei wäre die Einbindung ein Kinderspiel, denn PayPal stellt die Rechnungsnummer über seine API zur Verfügung. Buhl/Deltra müsste lediglich ein weiteres Datenbankfeld anlegen und dort die Rechnungnummer zu jedem PayPal Umsatz speichern. Das Datenbankfeld könnte über die Feldauswahl im Bereich PayPal anwählbar gemacht werden. Fertig!


    Als Verwendungszweck verwendet Mein Büro derzeit die E-Mail Adresse des Kunden - das ist für die Zahlungszuordnung jedoch unzureichend. Viele Kunden verwenden für PayPal andere Mailadressen oder gar andere Namen als bei Ihrer Bestellung. So wird die Zuordnung enorm erschwert - vor allem wenn man zum Beispiel viele Aufträge mit identischen Beträgen hat. Die Rechnungsnummer sollte als eindeutiges Identifikationsmerkmal verwendet werden - genau so wie es auch bei der Banküberweisung üblich ist.


    Ich möchte deshalb Sie alle darum bitten über die neue, programminterne Funktion einen Verbesserungsvorschlag abzugeben:


    Mein Büro -> Hilfe -> Funktionswunsch abgeben


    Vielleicht lässt sich Buhl Data ja doch überzeugen. Danke! <3


    PS: Für alle die eine vorläufige Lösung haben möchten, kann ich die Software Windata empfehlen. Diese ist in der Lage die PayPal Rechnungsnummern anzuzeigen und man kann auch Excel-Exporte erstellen.

    maulwurf23 und babuschka ich möchte Euch nicht zu Nahe treten, doch wenn Ihr Euch mit einer Sache nicht so gut auskennt, dann evtl. bei dem Thema lieber nix schreiben. Das macht nur mehr Arbeit und ist nicht zielführend. Damit meine ich natürlich nicht konstruktive Kritik oder zielführende Antworten - die Ihr ja oft gebt! Danke dafür.


    Um es nun noch mal ganz klar zu machen und marcator`s Frage damit abschließend zu beantworten:


    1) EU Unternehmer verkauft an deutsche Privatperson: Hierbei berechnet er die in seinem Land geltende USt. (im Beispiel die irische) oder falls es ein umsatzstarker Händler ist und dieser den Schwellenwert für die Anwendung der Sonderregelung für Versendungslieferungen (siehe mein Link zur IHK Darmstadt oben) überschreitet, muss er sich in Deutschland umsatzsteuerlich registrieren lassen und erhält anschließend eine deutsche USt. ID und weist daraufhin die deutsche USt. in seinen Rechnungen aus. Erhält ein Unternehmer eine solche Rechnung und lässt sie sich nicht gem. 2) neu ausstellen, muss er den Bruttobetrag auf 3123 / 5925 buchen (USt./VSt. Automatik) - die falsch gezahlte MwSt. sind für Ihn Kosten und können nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden.


    2) EU Unternehmer verkauft an deutschen Unternehmer: Hier darf keine USt. ausgewiesen werden, es handelt sich um eine steuerfreie i.g. Leistung / Reverse Charge. Die UID beider Partner sowie der Satz Reverse Charge (siehe alles oben) sollten auf der Rechnung erscheinen.


    Fehlt der ReverseCharge Hinweis auf der Rechnung ist das unschädlich, es muss trotzdem USt. abgeführt und und auch VSt. gezogen werden. Das ist hier nachlesbar: https://www.hk24.de/produktmar…ft-reverse-charge/1167658


    Ich bin sogar der Meinung, dass die fehlende UID des Leistungsempfängers unschädlich ist. Unionsrechtliche Grundlage hierfür ist Art. 178 Buchst. f MwStSystRL (vgl. auch EuGH, Urt. v. 01.04.2004, C-90/02, Bockemühl, Slg. 2004, I-3303), wonach ein Unternehmer, der nach Art. 21 Nr. 1 der 6. EG-Richtlinie (Reverse Charge) als Empfänger einer Dienstleistung die darauf entfallende MwSt schuldet, für die Ausübung seines Vorsteuerabzugsrechts keine nach Art. 22 Abs. 3 der 6. EG-Richtlinie ausgestellte Rechnung besitzen muss).


    Für die ganz ungläubigen hier nochmal unter folgendem Link den Absatz "WICHTIG" lesen, da wird das mit falsch ausgestellten ReverseCharge Rechnungen nochmals unmissverständlich erklärt: https://www.haufe.de/finance/f…sk_PI11525_HI1342106.html

    babuschka, bitte erläutere doch, wie du auf diese Idee kommst. marcator ist ja nunmal ein Unternehmer.


    Für ausländische Unternehmen ist die Registrierung in Deutschland und der Ausweis der deutschen Umsatzsteuer nur bei Verkäufen an Privatpersonen möglich.
    Es erfolgte eine Lieferung an ein Unternehmen und nicht an eine Privatperson. Deshalb ist die Rechnung falsch!
    Woher nehmt ihr blos eure Informationen? Bitte belegt Eure Aussagen.
    Siehe den Link den ich oben beigefügt habe und auch hier ist erklärt wie es


    Vergleiche hier vor allem den letzten Abschnitt: Dienstleistungen von EU-Unternehmen in Deutschland

    Werden Dienstleistungen von einem in der EU-ansässigen Unternehmer an einen im Inland ansässigen Unternehmer erbracht, greift in Deutschland die Steuerschuldumkehr (vgl. Paragraf 13b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i. V. m. Abs. 2 Satz 1 UStG) für fast alle sonstigen Leistungen. Ausgenommen sind bestimmte Personenbeförderungsleistungen, das Einräumen von Eintrittsberechtigungen für Messen im Inland, Leistungen von Durchführungsgesellschaften, sofern sie im Zusammenhang mit der Veranstaltung von Messen und Ausstellungen im Inland stehen sowie Restaurationsleistungen, die an Bord eines Schiffes, in einem Flugzeug oder in einer Eisenbahn erfolgen.


    Eine falsche Rechnung ändert nicht die Gesetzeslage. Wenn Ihr Eure Aussagen nicht belegen könnt, dann bleibe ich dabei.

    Guten Abend Marcator und Maulwurf!


    Vorsicht, wenn der Leistungserbringer einer Dienstleistung in der EU sitzt, ist es ein Reverse Charge Fall! Maulwurf, ich denke du liegst mit deiner Vermutung falsch. Ansonsten bitte begründen.

    Sollte der Rechnungssteller im Ausland sitzen, darfst du m.E.n. nicht einfach die ausgewiesene Vorsteuer ziehen.
    So wie es für mich aussieht hat Microsoft die Rechnung für eine Privatperson ausgestellt. Für ein Unternehmer ist die Rechnung falsch. Sie hätte mit 0 % MwSt. ausgestellt werden müssen.


    Was kannst du tun:


    1) Microsoft (für die Zukunft) die USt.ID mitteilen und um eine Reverse Charge Rechnung bitten.

    2) Wenn die vorhandene Rechnung nicht mehr geändert wird, diese brutto für netto einbuchen also mit dem Bruttobetrag als Bemessungsgrundlage auf Konto 3123. Davon erhälst du dann 19 % Vorsteuer und zahlst 19 Umsatzsteuer (=0).


    Fazit, du kannst die ausgewiesene MwSt. nicht als Vorsteuer geltend machen und musst wie oben erklärt auf 3123 buchen.
    Siehe dazu auch https://www.rechnungswesen-por…-19-ust::12011/?PAGEN_1=2

    Danke für die Aufklärung soweit! Ich poste hier die Ergebnisse, sobald ich sie habe.


    Dozent_WISO_MB an Dich als Dozent die Frage: Wie würdest du denn einen Einkauf von Ware oder Büromaterial in der Schweiz buchen - sagen wir mal wenn Einfuhrumsatzsteuer fällig wurde. Das muss doch mit MeinBüro Bordmitteln möglich sein... oder soll das tatsächlich heißen, mein Büro ist nicht in der Lage einen Einkauf in unserem Nachbarland korrekt zu buchen?


    Danke und Herzliche Grüße


    PS: Gibt es irgend eine Möglichkeit die Entwickler bei Deltra oder Buhl dazu zu bewegen endlich die Rechnungsnummer aus den PayPal Umsätzen auch in MeinBüro zu importieren? Ich mache diesbezüglich seit Jahren Verbesserungsvorschläge... leider ohne Erfolg - obwohl die Rechnungsnummer über die PayPal API übermittelt wird... es müsste also nur ein Datenbankfeld mit einem Feld in MeinBüro verknüpft werden. Keine schwierige Aufgabe...

    Guten Tag,


    ich nutze MeinBüro. Leider sind zwei für mich wichtige SKR03 Konten in dem Programm nicht angelegt:


    3551 Wareingang im Drittland steuerbar [Einfuhrumsatzsteuer wurde fällig]

    3559 Steuerfreie Einfuhren [keine Einfuhrumsatzsteuer z.B. wegen Zoll-/Steuer-Freigrenze]


    Ich möchte diese Konten nun manuell anlegen. Leider sind mir die Einstellungen für die Konten nicht bekannt.


    Könnte bitte jemand in der Unternehmer Suite nachschauen welche Einstellungen für die beiden Konten hinterlegt sind:


    1) Steuerschlüssel

    2) Position Umsatzsteuer-Voranmeldung

    3) Position Umsatzsteuer-Erklärung

    4) Position Einnahme-Überschussrechnung (gesamt)

    5) Sachgebiet Einnahme-Überschussrechnung


    Damit Ihr wisst, wovon ich spreche, so sieht es in MeinBüro aus, beispielhaft jetzt anhand des Kontos 3550:




    Vielen Dank!

    schaut auch mal hier: https://www.buhl.de/wiso-softw…um/index.php?thread/85325


    für eine komplette Kontenliste.


    @ Dominik: Ich denke Kleinunternehmer spielt keine Rolle. Der Unterschied bei Reverse Charge bzw. Umsatzsteuer-Automatik (0 Summen Spiel normalerweise) ist für dich dann nur, dass du keine Vorsteuer ziehen darfst. Die Umsatzsteuer musst du dennoch abführen! Auch sollteste du die Konten verwenden, sonst funktioniert das evtl. nicht mit der Zusammenfassenden Meldung (ZM). Kann das jetzt aber nicht überprüfen.

    Guten Tag,


    heute wieder eine kleine Anleitung, diesmal zur Buchung von Rechnungen aus dem Ausland und in das Ausland. Alle Konten sind im SKR03 angegeben, für SKR04 muss man diese umwandeln.


    VERKAUF (Ware)


    1) Verkauf an Unternehmer in der EU


    WICHTIG: Den Geschäftskunden mit USt.ID in den Stammdaten in MeinBüro anlegen, dann die Ausgangs-Rechnung unter Verwendung des Kunden erstellen, nur so erscheint der Umsatz in der ZM (Zusammenfassenden Meldung). Einfaches Buchen auf 8125 reicht nicht damit die Position in der ZM erscheint.


    8125 Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung §4 Nr. 1b UStG


    1) Kunden anlegen über Stammdaten->Kunden: Bei Konditionen USt-ID hinterlegen und den Haken bei Kunde erhält Nettorechnung setzen, dann bei Vorgaben unten bei Spezielle Fibu-Erlöskonten hinter MwSt. 0 %

    8022 Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung §4 Nr. 1b UStG offen

    eintragen. (solange der Bug besteht, funktionert die Buchung auf 8022 so evtl. nicht, wenn in den Standard-Fibu Konten / in den Steuereinstellungen bei MeineFirma bei steuerbefreit ein anderes Konto hinterlegt wurde. Deshalb unbedingt nach der Buchung Buchungsjournal prüfen ob auf 8022 gebucht wurde)

    2) Rechnung erstellen über Verkauf->Rechnungen: In der Eingabemaske Adressdaten aus Stammdaten wählen, im Reiter Erweitert sollte nun ganz unten automatisch ein abweichendes Erlöskonto voller MwSt.-Satz stehen: Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung §4 Nr. 1b UStG offen

    3) Rechnung einer Zahlung zuordnen über Finanzen->Zahlungen: oben angelegter Augangsrechnung zuordnen

    4) die ZM über Steuer-Auswertungen überprüfen, jetzt sollt dort die o.g. Rechnung / UID erscheinen. Über das Buchungsjournal lässt sich nun auch feststellen, dass der Umsatz zuletzt (nach internen Umbuchungen) korrekt auf 8125 landet. Einfach und transparent ist dies alles sicher nicht, doch wenigstens stimmt das Ergebnis.



    2) Verkauf in Drittländer (z.B. die Schweiz)


    8120 Steuerfreie Umsätze §4 Nr. 1a UStG


    Wenn der Kunde später selbst in die Schweiz ausführt (persönliche Ausfuhr) und dann die MwSt. erstattet haben möchte:


    8400/8120 Ust.-Rückerstattungen wegen selbständiger Ausfuhr in die Schweiz.

    -> Splittbuchung: Umsatz mit MwSt. und (-) auf 8400, dann Umsatz ohne MwSt. auf 8120 umbuchen


    Verkauf (Dienstleistung) - Sonstige Erlöse (keine Ware)

    1) EU


    8336 Erlöse aus im anderen EU-Land steuerpflichtigen sonstigen Leistungen, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet


    2) Drittland (Schweiz)


    8338 Erlöse aus im Drittland steuerbaren Leistungen, im Inland nicht steuerbare Umsätze



    EINKAUF (Ware)


    1) Einkauf von Unternehmern aus der EU


    3425 Innergemeinschaftlicher Erwerb 19 % VSt. und 19 % USt. (USt+VSt. Automatik)


    2) Einkauf im Drittland (Schweiz)


    3200 Wareneingang mit 0 %


    Buchung auf die gleichen Konten wie im Inland, jedoch mit 0 % MwSt. statt mit 19 %, gilt so auch für andere Wareneinkaufskonten.


    Einkauf (Dienstleistung) - entspricht im Inland: 3100 Fremdleistungen


    1) EU (z.B. ebay+Amazon Gebühren) = Reverse Charge


    3123 Sonst. Leistungen eines im anderen EU-Land ansässigen Unternehmens (USt+VSt. Automatik)


    Für Amazon und ebay Gebühren habe ich durch Kopie von 3123 eigene Konten angelegt:

    3124 Amazon Gebühren

    3129 ebayGebühren


    Die Rechnungen sollten die Ust. Ident.Nr. und den Hinweis "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers" oder "Reverse-Charge" enthalten. Fehlt diese Angabe oder wird stattdessen eine andere Formulierung gewählt, hat dies keine Auswirkungen auf den Vorsteuerabzug, denn dieser setzt in Reverse-Charge-fällen keine ordnungsgemäße Rechnung voraus. Sollte nur eine Brutto-Rechnung mit ausländischer MwSt. erhältlich sein, wird der Brutto-Betrag als Bemessungsgrundlage zugrunde gelegt (brutto=netto) und wie oben gebucht.


    2) Drittland (Schweiz)


    3125 Leistungen eines im Ausland ansässigen Unternehmens (19% VSt. / 19% USt.)


    -----------------------------------------------------------------------

    Hinweise:


    Wenn jemand Ergänzungen oder Fehler findet, bitte mitteilen.
    Die kursiv geschriebenen Teile sind nicht sonderlich gesichert, da ich diese Geschäftsvorfälle nicht habe.
    Alte Version, nicht mehr aktuell, siehe Anleitung - Rechnungen aus dem / in das Ausland buchen - EU und nicht EU (Drittland) - SKR03 - Zusammenfassende Meldung (ZM)


    2) Einkauf im Drittland (Schweiz)
    3551 Wareneingang im Drittland steuerbar² [Einfuhrumsatzsteuer wurde fällig] (Warenwert + Versandkosten + Zollkosten) > Konto ist in MeinBüro nicht angeleg
    Wenn für Versand und Zoll extra Rechnungen vorliegen, dann bucht man auf 3800 Bezugsnebenkosten bzw. 3850 Zoll
    1588 Bezahlte Einfuhrumsatzsteuer
    wenn keine Einfuhrumsatzsteuer gezahlt wurde und wenn es sich z.B. wegen der Zoll-/Steuer-Freigrenze (Kleinbetrag) um eine auch im Drittland steuerfreie Lieferung handelt wird wie folgt gebucht:
    3559 Steuerfreie Einfuhren > Konto ist in MeinBüro nicht angelegt

    Bezüglich der Verwendung der Konten 3551 und 3559 bin ich mir noch immer nicht ganz sicher. Ein Steuerberater schrieb dazu: 3551 erfassen Sie zutreffend Waren, die im Drittland der Umsatzsteuer unterliegen, es sei denn der Lieferant selbst liefert steuerfrei an einen Unternehmer, dann ist 3559 richtig,

    ² Quelle: https://www.rechnungswesen-por…en-durch-Unternehmen.html sowie https://www.justanswer.de/steu…f-lle-selbst-mit-e-r.html sowie http://www.lescow-steuerberate…USt/ReihenGs/H_Dr-D-D.htm

    Einstellungen zum Anlegen von Konto 3559 (für 3551 gelten bei der Umsatzsteuer und der EÜR die gleichen Einstellungen)