Beiträge von babylonian

    Hi Dominik,


    also im SKR03 bucht man wie folgt:


    -Leistungen von Firmen im Ausland bei denen ich der Steuerschuldner bin (Reverse Charge Verfahren) -> Laut Hilfe das Konto 3125 vermutlich FALSCH


    EU oder nicht EU? Kenne keinen Fall wo ReverseCharge ohne EU in Frage kommt, hatte das aber einfach noch nicht.

    Reverse Charge


    3123 Leistungen eines im anderen EU-Land ansässigen Unternehmers (19% VoSt. / 19% UmSt.)


    -> Reverse Charge geht auch ohne Hinweis auf der Rechnung darauf

    -> Wenn nur eine Brutto-Rechnung mit ausländischer MwSt. vorliegt und man keine Nettorechnung bekommt, dann diese zurgrundelegen, der Bruttowert ist dann der Nettowert!


    Steuerfreie Lieferungen aus einem anderen EU-Mittgliedsstaat an mich (I.g.E.) -> Meines Wissens Konto 3550 FALSCH


    3425 Innergemeinschaftlicher Erwerb 19 % VSt. und 19 % USt. (USt+VSt. Automatik)


    Lieferungen aus dem Ausland an mich (Drittland China) -> Laut Hilfe das Konto 3559 vermutlich FALSCH


    Das von dir genannte Konto gilt für Steuerfreie Einfuhren. In der Regel musst du jedoch mindestens Einfuhrumsatzsteuer zahlen, kann also vermutlich nicht richtig sein. Ich schlage wie folgt vor (wäre gut wenn das nochmal ein Experte für Nicht-EU Import bestätigt):


    3551 Wareingang im Drittland steuerbar

    1588 Bezahlte Einfuhrumsatzsteuer

    Dominik, bevor du wild buchst, solltest du dir eine Tabelle mit den für dich relevanten Konten machen. Hilfreich sind auch immer die Texte im Datev Kontenplan SKR03.


    Viele Erfolg!

    Hallo Leute,


    heute mal wieder ein kleines Tutorial von mir. Es geht um den Investitionsabzugsbetrag (IAB).


    Buhl kann auf derartige Fragen nicht weiterführend antworten. Deshalb musste ich mir die Lösung selber zurechtbasteln. Die dazugehörige Kontexthilfe (in MeinBüro: Hilfe->Erste Hilfe->Investitionsabzugsbetrag) ist gut aber unvollständig.


    Bitte haltet Euch also im Kern an die Kontexthilfe. Solltet Ihr Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit dem Investitionsabzugsbetrag (IAB) nutzen wollen dann folgt dieser Anleitung hier (ohne Gewähr). Falls jemand einen Fehler findet, bitte anmerken. Buhl schreibt dazu nur "Tatsächlich ist es notwendig die Buchungen wie von Ihnen korrekt beschreiben manuell zu erfassen."



    Hier meine ergänzende Übersicht - hier mit dem Fall der Buchung von GWG und einer Teilauflösung des IAB.


    :: Anlegen des IAB


    EÜR 2020: Manueller Eintrag des IAB (40 % der voraussichtlichen netto Anschaffungskosten) im Feld 187 der EÜR


    :: Teilauflösung des IAB nach planmäßiger Anschaffung eines Teils der Wirtschaftsgüter


    EÜR 2021:


    1) Buchung zur Anschaffung

    Zahlung zuordnen -> Anlagevermögen Einkauf von Anlagegut -> neues Anlagegut -> Im erstellten Anlagegut Dropdowns auf geringwertiges Wirtschaftsgut setzen, dann die Abschreibungsdauer jedoch auf 1 Jahr ändern. Hinweise ignorieren! In den Abschreibungsdetails den Herabsetzungsbetrag buchen (so gewünscht) und anschließend die Abschreibungstabelle manuell anpassen, so dass im Anschaffungsjahr alles abgeschrieben wird.

    2) Beim Jahresabschluss muss ein manueller Eintrag in der EÜR erfolgen: 40 % von den Anschaffungskosten (netto) der im Jahr 2017 gekauften IAB Anlagegüter in Feld 180 / 181 oder 182 der EÜR eintragen (Hinzurechnung der IAB nach §7g Abs. 2 Satz 1), je nach Jahr.


    Die Herabsetzungsbeträge in Feld 138 werden automatisch von MeinBüro befüllt wenn man bei 1) korrekt vorgegangen ist. Der Betrag ist i.d.R. identisch mit dem Betrag welcher in Feld 182 eingetragen werden muss.


    Nochmal zur Erinnerung: Die Eintragungen in Feld 187 der EÜR (Anlegen) und Feld 182 (Auflösen) muss der MeinBüro-Nutzer beim Jahresabschluss manuell im Formular der EÜR vornehmen.


    Bei Teilauflösungen muss separat eine Übersicht (Tabelle) erstellt werden, wann ein IAB aufgebraucht ist, wenn mehrere Investitionsgüter gekauft werden, da MeinBüro diese Funktion nicht bietet.


    Wie ich nun im Januar 2021 bemerkt habe, übernimmt Mein Büro die manuell nachgetragenen Änderungen in der EÜR offenbar nicht in den WISO Steuer:Sparbuch-Export. Zumindest für Feld 181 kann ich das für die EÜR 2019 verifizieren. Sehr schade, dass MB noch nicht mal eine Warnung oder so ausgibt. So sind Fehler in der Steuererklärung vorprogrammiert. Man muss also die Eintragung im Feld 182 auch in der Steuersparbuch EÜR noch mal manuell nachtragen.


    Ich hoffe ich konnte jemandem Helfen.

    Auf das Konto 1780 müssen natürlich die UStVA gebucht werden.


    Ich bleibe dabei, dass die Vorgehensweise von MeinBüro an der Realität vorbei geht, denn es wird sicher einige Selbständige geben, die die UVA schätzen müssen, weil die Buchhaltung am 10. des Folgemonats noch nicht abgeschlossen ist. Diese Selbständigen sind gezwungen die UVA extern abzugeben, denn MeinBüro lässt keine manuelle Anpassung der UVA zu.


    Es wird sicher auch Selbständige geben, die zeitweise in Zahlungsschwierigkeiten geraten und Umsatzsteuer-Voranmeldungen nicht fristgerecht bezahlen. Erfolg die Zahlung dann z.B. erst im nächsten Jahr, ist die Steuererklärung mit MeinBüro wieder falsch, weil MeinBüro die Buchungen in Konto 1780 ignoriert und nur die in mein Büro übertragenen Voranmeldungen mit den dort hinterlegten Daten beachtet.



    Das Ticket habe ich natürlich geöffnet. Buhl schreibt dazu nun ausführlicher:


    Gerne nehmen wir erneut Stellung zum von Ihnen geschilderten Sachverhalt. Es werden keine Buchungen ignoriert, in der Umsatzsteuererklärung werden die Werte der bereits erstellten Umsatzsteuervoranmeldungen übernommen. Dies ergibt sich aus dem logischen Zusammenhang, dass die kumulierten Werte der Umsatzsteuervoranmeldungen den Gesamtwert der Umsatzsteuererklärung ergibt. Somit überträgt das Programm automatisch den korrekten Wert und es ist kein Hinweis dahingehend erforderlich, da grundsätzlich davon auszugehen ist, dass die Steuerauswertungen aus dem Programm heraus übertragen werden.

    Ihren Ausführungen ist dahingehend zu entnehmen, dass Sie die Umsatzsteuervoranmeldungen extern erstellen und versenden, die Umsatzsteuererklärung wollen Sie jedoch aus WISO Mein Büro 365 heraus versenden. Diese Vorgehensweise weicht vom Workflow der Software ab und kann somit zu Herausforderungen führen.

    Sie können gerne eine vom Worklflow des Programms abweichende Vorgehensweise verwenden, daraus ergibt sich dann jedoch die Notwendigkeit, manuelle Anpassungen vorzunehmen.

    Wir empfehlen Ihnen zur Vereinfachung des Sachverhaltes, die Umsatzsteuervoranmeldungen aus WISO Mein Büro 365 heraus zu erstellen sowie zu versenden. Die Software nimmt die Berechnung der Umsatzsteuervorauszahlungen automatisch vor und Sie haben keinen zusätzlichen Arbeitsaufwand, sondern lassen das Programm für sich arbeiten.

    Da keine Daten aus dem Buchhaltungsmodul von anderen Quellen überschrieben werden, kann es an dieser Stelle auch keine Auflistung geben, welche wir Ihnen zur Verfügung stellen können. Ansonsten wären wir Ihrem Wunsch selbstverständlich gerne nachgekommen.

    Die Werte der Umsatzvorsteuervoranmeldungen werden von Mein Büro in die Umsatzsteuererklärung nicht aus dem Konto 1780 (SKR03) Umsatzsteuer-Vorauszahlungen genommen sondern es werden dort nur die Werte aus der Funktion "Umsatzsteuervoranmeldung übertragen" beachtet. Abweichende Werte in Konto 1780 werden ignoriert.


    Wer also die Umsatzvorsteuervoranmeldungen selbständig über Elster macht, seine Umsatzvorsteuervoranmeldung nicht bezahlt oder außerhalb von MeinBüro korrigiert hat, der hat in der Umsatzsteuererklärung falsche Zahlen.


    Der Buhl Support nennt das ein Feature:


    ...vielen Dank für Ihre Anfrage zu dem Programm WISO Mein Büro 365 Plus.

    In der Umsatzsteuererklärung wird immer der Wert der übertragenen Umsatzvorsteuervoranmeldungen übernommen. Es handelt sich hierbei um keinen Programmfehler, sondern um eine gewollte Programmfunktion. Ob ein Verbesserungsvorschlag umgesetzt wird hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Daher können wir Ihnen eine Umsetzung nicht garantieren.

    Für weitere Fragen, Anregungen und Hinweise stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

    Freundliche Grüße aus Neunkirchen

    Ihr Buhl Data Service Team

    Ich bitte um Auskunft von Buhl, an welchen weiteren Stellen die Software selbständig Werte aus dem Buchführungsmodul überschreibt um Werte aus anderen Bereichen zugrunde zu legen.


    Relevant ist das vor allem für die EÜR, Steuererklärungen und die ZM.

    Hallo Georg,


    lies oben bitte nochmal genau. Um es kurz zu machen, wenn du auf 3123 buchst läuft zumindest in Bezug auf die Umsatzsteuer-Voranmeldung alles korrekt, da das ungenaue 1797 in der UVA korrekt zugeordnet ist. Ich buche also so, die Alternative wäre manuell Änderungen am Kontenplan vorzunehmen und damit bin ich vorsichtig. Solche geänderten Konten werden wohl bei Updates / Änderungen am Kontenplan durch Buhl nicht mit geändert, das würde ich also nur tun wenn es gar nicht anders geht.


    Eine gute Nachricht: Der Fehler


    4) Umsatz-Steuererklärung: Die Werte sind grundsätzlich im falschen Feld


    ist bei der Steuererklärung für 2017 nicht mehr aufgetreten. Scheint also behoben worden zu sein. ;)

    Um anderen Nutzern die Arbeit zu erleichtern, habe ich mal die wichtigsten Konten zum Thema zusammengefasst:


    :: Steuern


    Umsatzsteuer

    1780 Umsatzsteuer-Vorauszahlungen (Zahlungen im Soll, Erstattungen im Haben)

    1790 Umsatzsteuer Vorjahr

    1791 Umsatzsteuer frühere Jahre

    8400/8120 Ust.-Rückerstattungen wegen selbständiger Ausfuhr in die Schweiz. Umsatz mit MwSt. und (-) auf 8400, dann Umsatz ohne MwSt. auf 8120 umbuchen.



    Gewerbesteuer

    4320 Gewerbesteuer

    2281 Gewerbesteuernachzahlungen und Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre, § 4 Abs. 5b EStG (nicht angelegt, o.g. Konto verwenden)



    Einkommensteuer

    1810 Private Steuern (Einkommensteuer, Erbschaftsteuer, Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Abgeltungssteuer)


    :: Nebenleistungen


    Verspätungszuschläge

    4396 Steuerlich abzugsfähige Verspätungszuschläge und Zwangsgelder (Umsatzsteuer)

    4397 Steuerlich nicht abzugsfähige Verspätungszuschläge und Zwangsgelder (Einkommensteuer, Gewerbesteuer)



    Nachforderungszinsen

    2107 Zinsaufwendungen § 233a AO abzugsfähig betriebliche Steuern (Umsatzsteuer) -> unsichtbar, auf Kontenliste erweitert schalten

    2108 Zinsaufwendungen §§ 233a bis 237 AO nicht abzugsfähig Personensteuern (Einkommensteuer) -> unsichtbar, auf Kontenliste erweitert schalten

    2105 Zinsaufwendungen § 233a AO, § 4 Abs. 5b EStG nicht abzugsfähig (Gewerbesteuer) (nicht angelegt, Konto 2108 verwenden)



    Erstattungszinsen

    2657 Zinserträge § 233a AO, steuerpflichtig (Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer) (nicht angelegt, es wird empfohlen u.g. Konto 2650 zu verwenden)

    2650 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge


    Erstattungszinsen der Einkommensteuer müssten als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuert werden.


    Einige der Konten sind in MeinBüro nicht angelegt. Ich habe die Kennziffern für die EÜR überprüft und nach guten Gewissen die o.g. Empfehlungen ausgeprochen. Speziell bei den Nachforderungszinsen machen die Buchungen auf die genannten Konten einen Unterschied. Dazu habe ich konkret folgenden Satz gefunden:


    Alle Konten werden auf das GuV-Konto abgeschlossen; die nicht abzugsfähigen Nachforderungszinsen (Gewerbesteuer) oder sonstige Nebenleistungen werden außerbilanziell bei der Ermittlung des Gewinns wieder hinzugerechnet.


    Die genauen Zusammenhänge/Auswirkungen dieses Satzes sind mir allerdings noch nicht klar, betrachtet werden die Zusammenhänge hier für EÜR Rechner, leider werden diese komplexeren Themen meistens in Bezug auf Bilanzen besprochen.


    Für Ergänzungen und Korrekturen sowie fundierte Vorschläge auf welche Konten gebucht werden soll, wenn diese in Mein Büro nicht angelegt sind würde ich mich freuen. Hier bitte ich zu beachten, dass einfaches Konten-Kopieren nur empfohlen wird, wenn man wirklich die differenzierten Auswirkungen (auf EÜR, Gewerbe- und Einkommensteuer) der ursprünglichen Konten kennt.

    Ich möchte mal die nicht beantworteten Teile dieses Thread zusammenfassen und um Meinungen (gern auch des Buhl Supports) bitten:


    maik3000 hat ja das Konto 4320 kopiert und 2281 erstellt umd Gewerbesteuernachzahlungen und Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre, § 4 Abs. 5b EStG zu buchen.


    Der Buhl Support meint: Von Ihnen gezahlte Gewerbesteuer ist erfolgsneutral und kann auf das entsprechende Konto für Gewerbesteuer gebucht werden. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine Nachzahlung aus dem Vorjahr oder um laufende Vorauszahlungen handelt.


    -> Buhl sagt also, es ist egal ob auf 4320 oder 2281 gebucht wird.


    Hierzu wäre der Beitrag von babuschka interessant: "Wobei auch zu beachten ist, dass die Gewerbesteuer 2017 (also laufendes Jahr, Konto 4320, für die Gewerbesteuererklärung Bedeutung hat, das Konto 2281 aber nicht. Es wäre daher zu prüfen, ob hier nicht doch eine Änderung in den Einstellungen erfolgen muss."


    -> Hier wäre die Frage, was MeinBüro an z.B. das Steuersparbuch für die Gewerbesteuer-Erklärung übergibt. Welche Auswirkungen hätte also das Buchen auf 4320 statt auf ein korrekt eingerichtetes Konto 2281?


    Mausko schrieb dann: "Bei mir taucht die Gewerbesteuer "nur" in der internernen EÜR auf, auf dem amtlichen Formular nicht und dies auch in der Vergangenheit nicht."


    -> Ich schließe daraus: Die Gewerbesteuer erscheint nur auf der internen Rechn.- u. Buchhaltungsliste "EINNAHMEN-ÜBERSCHUSS-RECHNUNG" als Ausgabe (was ungenau ist) und nicht auf dem EÜR Formular (was korrekt wäre). Richtig?

    5923

    Hinweis: 5923 (SKR04) entspricht 3123 (SKR03) = Sonstige Leistungen eines im anderen EU-Land ansässigen Unternehmers 19% Vorsteuer und 19% Umsatzsteuer


    Buhl Data hat die Fehler und Ungenauigkeiten noch nicht behoben. Im September 2017 verwies mich der Support per Ticket lediglich auf den Umstand hin, dass auf 1797 Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (laut Datev Kontenrahmen) statt 1787 gebucht würde und die Kontenbezeichnung angepasst wurde in "Umsatzsteuer nach § 13b UStG (ausl. Unternehmer sonst. Leistungen) 19%".


    Zum Thematik 4760 Verkaufsprovision, Steuerautomatik und die Befüllung der falschen Felder in der Steuererklärung wird nicht eingegangen.


    17.03.2017 schrieb Buhl außerdem: "Wie wir Ihnen bereits mitteilten, befindet sich Ihre Anfrage in der erweiterten Prüfung durch die zuständigen Steuerberater."


    Der Steuerberater ist sein Geld nicht wert, wenn er nicht in der Lage ist, innerhalb von einem Jahr die Anfrage zu prüfen.


    Es wird derzeit weiter entgegen der Verfügung der Oberfinanzdirektion Karslruhe gebucht. Vielleicht kann der Support ja hier seine Beweggründe erklären und die derzeitige Vorgehensweise anhand von Literaturbeispielen erläutern?

    4) Umsatz-Steuererklärung: Die Werte sind grundsätzlich im falschen Feld (eine Zeile zu
    tief), diese müssten in Zeile 22 eingetragen werden also Felder 846+847
    statt 871+872. Beides muss man manuell korrigieren. Die zugeordneten
    Felder der USt.VA und USt.Erklärung müssen korrigiert werden!



    Ist alles manuell zu beheben, jedoch sehr ärgerlich, dass Buhl sich nicht um die Behebung der Fehler kümmert. Ansonsten ist die Software ja top!


    Beste Grüße


    Euer Ralf



    Eigentlich ist alles gesagt. Wer sich tiefer mit der Materie beschäftigen will, der lese das beigefügte PDF.

    2) Wenn man nun korrekt auf KTO 3123 (SKR03) bucht, dann wird die Steuer jedoch ungenau auf 1797 verbucht statt auf 1787.
    Entgegen des Datev-Kontenplans wird bei Buchung auf 3123 (SKR03) [entspricht 5923 im SKR04] auf 1797 Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer statt auf 1787 Umsatzsteuer nach § 13b UStG 19 % gebucht. 1797 wurde zwar in MeinBüro umbenannt, es bleibt trotzdem das falsche Konto.


    -> 1797 Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer. Der Betrag wird zumindest in der Umsatzsteuer Voranmeldung korrekt der Kennzahl 47 zugeordnet. Soweit alles fein. In der Regel sollte Konto 1787 ebenfalls mit UVA Kennzahl 47 verknüpft sein. In Mein Büro ist das allerdings nicht der Fall. Sollte jemand dieses Konto manuell bebuchen (z.B. aufgrund einer der korrekten Anleitungen im Netz), wird vermutlich das falsche UVA Feld angesprochen (Kennzahl 53/Zeile 49) [Andere Leistungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers (§ 13b Absatz 2 Nummer 1 und 5 Buchstabe a UStG) = Werklieferungen und Lieferungen von Gas über das Erdgasnetz und von Elektrizität].



    3) Umsatz-Steuererklärung: Bei der Umsatz-Steuererklärung 2013-2015 wird die Bemessungsgrundlage von MeinBüro nicht in die Erklärung übernommen, das Feld bleibt leer, diese führt zu einer Fehlermeldung. Bei 2016 wird die Bemessungsgrundlage befüllt.

    Guten Tag liebe Mein Büro Nutzer,


    es geht hier um die Verbuchung von Reverse Charge Buchungen, also Umkehrung der Steuerschuldnerschaft, so wie sie in § 13b UStG geregelt ist.


    Typische Beispiele solcher Buchungen sind ebay Gebühren und Amazon Verkaufsprovisionen.


    Ich habe bereits von einem halben Jahr dem Support ausführlich über das Problem aufgeklärt. Mir wurde daraufhin versichert, dass der zuständige Steuerberater die Sache prüfen wird. Es ist jedoch nichts geschehen. Ich möchte deshalb hier meinen Kenntnisstand mit allen Nutzern teilen.


    Fehler in MeinBüro in Zusammenhang mit § 13b UStG


    1) Die MeinBüro/Orgamaxx-Anleitung für die Amazon-Provisionen ist FALSCH. Orgamax Anleitung auf Seite 208 und in bei MeinBüro Anleitung auf Seite 401 wird offenbar vorgeschlagen, die Amazon-Provision, auf 4760 Verkaufsprovision mit 0% zu buchen. Das ist nicht korrekt, denn es handelt sich um Reverse Charge.


    Dies wurde z.B. hier bereits erläutert:


    Amazon Abrechnung - ist das so richtig?


    also bitte nicht an die Anleitung halten sondern auf 3123 (SKR03)/ 5923 (SKR04) buchen. Link zur falschen Anleitung: https://www.deltra.com/fileadm…ahlungen_durch_Amazon.pdf


    Korrekt im SKR03 bucht man wie folgt:


    : Amazon/ebay ---> Splitbuchung! Neue Einnahme/Ausgabe
    1) 8400 Erlöse 19 % USt Betrag = Rechnungsbetrag (Überweisungsbetrag+AmazonGebühren)
    2) 3123 ebay-Gebühr, Amazon-Gebühr 0 % USt


    Der Vorteil ist, dass, hier direkt das konto mit automatischem
    Ausweis von Umsatzsteuer und Vorsteuer (siehe auch hier)
    angesprochen wird, sprich im Hintergrund wird die VSt. und die USt.
    gebucht (Nullsummenspiel). Wenn ihr nun auf 4760 Verkaufsprovision
    bucht, müsstet ihr danach ja eigentlich nochmal separat wie folgt buchen:


    1577 . abziehbare Vorsteuer nach § 13b UStG 19 %
    1787 . Umsatzsteuer nach § 13b UStG 19 %