Beiträge von corneliusrufus

    Da der Fehler auch bei mir auftrat, "Freier Beruf" und "Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit (Steuerpflichtiger oder Gemeinschaft), habe ich etwas experimentiert. Probehalber den übernommenen AfA-Betrag gelöscht und händisch einen sehr kleinen eingefügt. Nun hätten auch keine Rundungsfehler durch bspw. Stellenabschneidungen zu einem negativen Ergebnis führen können. Dennoch bleib es bei der Fehlermeldung.


    Wenige meiner beweglichen Wirtschaftsgüter werden auf null Euro abgeschrieben; für die überwiegende Zahl ziehe ich die Abschreibung auf den Erinnerungswert von 1 Euro vor. Probehalber bei allen Wirtschaftsgütern die 1-Euro-Methode probiert. Mit leider keinem anderen Ergebnis.


    Daraufhin habe ich eben mit dem Support gesprochen. Buhl ist dieser Fehler bereits bekannt. Er wird mit einem zukünftigen Update behoben. Der Zeitpunkt dessen Veröffentlichung ist noch unbestimmt, die Entwickler arbeiten bereits daran.


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Den Unterschied kenne ich. Es ist hier keine Verbesserung, sondern wenn eine Wiederherstellung früherer Leistung. Dann ist es eine Reparatur und keine nachträgliche Wertverbesserung. Deshalb kein Anlagenkonto, sondern ein direktes Aufwandskonto.


    Doch danke für den Hinweis, niemand konnte ja den Wissenstand beurteilen noch den Zweck. Den meisten bisher getätigten Aussagen würde ich zustimmen bei bilanzierungspflichtigen Unternehmen. So hatte ich es auch mal vor langer Zeit gelernt. Hier geht es um eine Einnahme-Überschuss-Rechnung und deren Buchhaltung. Dass diese in EÜR2017/2018 verkappt ebenfalls eine doppelte Buchhaltung darstellt, die der Gesetzgeber bei EÜR nicht fordert, ist wunderbar. Doch das darf nicht dazu verführen, dann 1:1 die typischen Buchungen bilanzierungspflichtiger Unternehmen zu übernehmen.


    Bitte nicht missverstehen, es soll konstruktive Kritik sein. Ich frage daher offen, ist jeder sicher in seinen Antworten, dass diese uneingeschränkt so für eine EÜR gelten? Auf meine Argumente dazu wurde weniger eingegangen. Gerade der Link von miwe4 hat mich bestärkt, dass es Unterschiede gibt.


    Worüber wir alle uns im klaren sind, und das stand auch hoffentlich nie zur DIskussion, ist, dass es keine Luftbuchungen geben darf. Eine Vorkassenzahlung ist eben zunächst ein Zahlungsmittelabfluss. Und der ist steuerlich-rechtlich zu bewerten. Und da sehe ich eben deutliche Unterschiede zwischen einer Buchhaltung bilanzierungspflichtiger Unternehmen und solcher mit EÜR. Erstere dürfen nur bei Rechnung den steuerbaren Erfolgsfall auslösen, der Erfolg ist an das Rechnungsdatum gebunden. Bei EÜR ist es an das Leistungsdatum gebunden, nicht an ein Rechnungsdatum. Und die Leistungsdaten einer Zahlung wie einer Lieferung können auseinanderfallen.


    Wenn jemand dazu eine andere Sicht samt Quelle hat, dann gerne. Dann irre ich mich und habe dazuzulernen. Und bedanke mich herzlich.


    Nochmals, ich bedanke mich ausdrücklich für die lieben Hilfen hier. Die haben mein Denken viel weitergebracht. Haben meinen Horizont erweitert. Nämlich wie ich bei EÜR auch ein Vorkassenkonto benutzt werden könnte. Wie ich fehlende Konten nachrüste. Und wenn ich mich tatsächlich [jetzt] entscheide, in 2019 einen PC zu bauen, dass ich dann lieber das Konto 498 schaffen sollte, weil es von der Systematik in der Anlagenbuchhaltung eben mit Konto 490 BGA viel besser korrespondiert als das von mir in Spe missbrauchte Konto Technische Anlagen im Bau. In der GuV bzw. der Gewinnermittlung der EÜR wäre es meines Ermessens egal.


    Für die erhaltene Hilfe bin ich unendlich dankbar!


    Dennoch hoffe ich, niemand fühlt sich auf den Schlips getreten, wenn ich weiter gefragt habe oder weiter frage. Da ist nun zunächst die grundsätzliche Frage nach Buchung EÜR im Gegensatz zur normalen Buchhaltung buchführungspflichtiger Unternehmen. Sowie meine weiteren Fragen, dass dann bei einer EÜR es eben auf den Zweck der bestellten Ware (Reparatur bzw. Instandhaltung versus Wertverbesserung bestehender Anlagen bzw. Anlagenneuschaffung) ankommt. Und ob eine reine Vorkasse noch ohne Lieferantenrechnung, gleichwohl Vorkasse mit Rechtsgrund, in der EÜR im Gegensatz zur Buchhaltung buchhaltungspflichtiger Unternehmen entweder sofort (bei Reparaturfunktion der bestellten Ware) erfolgswirksam wird oder nach Rechnungerhalt nachträglich zum Zeitpunkt der erfolgten Vorkasse wird.


    Bereit geklärt ist, dass eine Vorkassenzahlung, die ein bestehendes Anlagegut verbessert oder ein neues schafft oder schaffen soll, niemals einen direkten erfolgswirksamen Aufwand darstellt. Und zwar sowohl bei einer EÜR als auch bei einer bilanziellen Gewinn- und Verlustrechnung.


    Ich hoffe, diese Herausarbeitung der offenen Fragen ist hilfreich.


    PS: Mir ist bewusst, dass eingangs bei Threaderöffnung mein Verwechseln von Soll und Haben ein grober Schnitzer war. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Konzentration mehr. Doch sowohl die Not, eine Frage der Auswirkungen einer Vorkasse für die Fallkonstruktionen jetzt zu klären, als auch den Mut, danach zu fragen, sind doch positiv. Schön dass ich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht worden bin, bevor ich überhaupt gebucht habe! Ohne mich dafür (für meinen Fehler eben) entschuldigen zu wollen, EÜR2017/2018 lässt manche Buchungen nur als sogenannte freie Buchung vor. Ausgaben und Einnahmen sind vorgestanzt mit einer richtigen (und nur möglichen) Kontoauswahl für Soll und Haben. Bei der freien Buchung ist alles möglich, auch der größte Mist. Und genau an dieser Stelle fehlt mir Übung und hier - wie eben gesagt - war es hier krankheitsbedingt meine Konzentration, das Schema der Ausgabe (mit Bank im Haben), Aufwandskonto im Soll) richtig zu übernehmen.


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    So, ich habe noch in meinen Posteingang der E-Mails geschaut. Mittlerweile habe ich seitens des Verkäufers auch eine Rechnung erhalten. Keine Pro-Forma-Rechnung, sondern eine vollständige, richtige. (Prima, wenngleich entgegen der eigenen Aussage von ihm.)


    Daher nun: Wenn ich es als vorsorgliche Instandhaltung verwende, nehme ich Konto 4806. Will ich damit einen neuen Rechner bauen, nehme ich nun Konto 499. Richtig? Die Vorkasse buche ich gar nicht als solche, sondern das Gegenkonto zu 499 bzw. 4806 ist gleich 1200 (Bank).


    So, nun nochmals zurück. Mich interessiert auch der Fall ohne Rechnung weiterhin. Schließlich will ich ja auch etwas lerne, lach. Okay?


    Gute Nacht für heute, liebe Greet-Ings Cornelius

    Das Konto 1510 Reparatur habe ich nicht im EKR03. Den habe ich jetzt als Anlage beigefügt. Denn ohne weitere Anleitung nützen mir mir unbekannte Kontennummern nichts.


    Was wäre denn, wenn ich tatsächlich reparieren bzw. einer Reparatur vorbeugen wollte? Wären dann das Buchen auf 4806 Wartungskosten für Hard- und Software falsch?


    Nochmals: So wie ich die EÜR verstanden habe, müsste bei der Bezahlung einer Wartung, Reparatur mit dem Zahlungsmittelabfluss die Ausgabe bewirkt sein. Voraussetzung, es kommt später eine ordentliche Rechnung über die erbrachte Leistung. Unterstellt, ich warte mit der Buchung der Anzahlung bis zum April, wenn ich die Ware haben sollte und mir die zugehörige Rechnung vorliegen sollte, dann ist das m. E. noch in 2018 eine Ausgabe. Oder irre ich mich hier, Vorkasse ist immer Vorkasse und in keinem Fall, auch nicht bei einer EÜR, erfolgswirksam?


    Bitte entschuldigt, dass ich so wiederholt und hoffentlich immer zielgerichteter nachfrage.


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Lesen tue ich gerne. Vor allem, wenn es wie hier 'was bringt! Danke!


    Mit der Betriebsausgabe scheint es mir doch vom Zweck dieser abzuhängen, gerade aus dem Artikel via miwe4. Bei EÜR kommt es im Normalfall nur auf die Zahlungsströme (= Ausgaben) an, nicht wie sonst auf die unabdingbare rechtliche Verpflichtung (und damit meist auf die Dokumente wie bspw. Rechnung ). Die Anlagenbuchhaltung durchbricht dieses Prinzip, weil sie Ausgaben in die Zukunft verschiebt, der Zahlungsmittelabfluss jedoch früher erfolgt.


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Elsamate, Danke für Ihre Hilfe! Konto 498 BGA im Bau könnte ich ja schaffen. Als 1:1 Kopie von Konto 490 anlegen? Oder muss ich dann noch etwas ändern (außer dem Namen natürlich)?


    Ich habe keine Kreditoren oder Debitorenkonten eingerichtet. Das wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ich habe wenige Lieferanten, wenige Kunden und sowohl die Eingangs- als auch Ausgangsrechnungen sind sehr überschaubar.


    Wenn ich beim Finanzamt anrufe oder besser anschreibe, dann werden diese mir, weil es für den Fiskus besser ist, trotz des technischen Hintergrundes aus Beitrag #14 natürlich die Lösung mit späteren Ausgaben äh nahelegen und sonst wieder auf das Verbot des Rechtsberatung verweisen.


    Ohne es jetzt hier näher darlegen zu wollen, bei mir ist ein Überschreiten gewisser Einnahmen genauso richtig schadhaft wie das Unterschreiten von gewissen Ausgaben. Beides ist sehr nachteilig für mich. Also muss ich mich daran orientieren und kann mir nicht später aufknüpfbare Vorgänge leisten. Zugleich kann ich mir nicht Ausgaben in beliebiger Höhe leisten, nur um vorsorglich den Gewinn entsprechend zu erniedrigen. Das kann ich mir wirtschaftlich nicht leisten. Es muss also immer eine Punktlandung werden. Eher um wenige Eurobeträge mehr Ausgaben. Die weitere Prämisse, ehrlich und legal.


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Für die Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR) das Rechtliche dort gut erklärt: Anzahlungen / 1.3 Einnahmen-Überschussrechnung - Quelle: haufe.de

    Danke, klasse! Genau solches habe ich gesucht und leider nicht gefunden? Wie haben Sie die Quelle gefunden. Ich hatte dauernd bei Buhl gesucht. Und per Google waren die Ergebnisse auf Bilanzierungspflichtige Unternehmen mit Umsatzsteuerpflicht zugeschnitten.


    Für mich als Resümee: Da die Vorkasse dem Erzeugen einer BGA dient, diese ein Anlagengut ist, ist die Vorkasse diesjährig keine Ausgabe und daher nicht ergebniswirksam. Ergebniswirksam wird sie nach Zusammenbau und Aktivierung des geschaffenen Wirtschaftsguts in Höhe der jeweils anfallenden Abschreibungen.


    Darf ich eine Ergänzungsfrage stellen? Wenn die Komponente zugleich ein Ersatzteil der bestehenden Computeranlage ist, ich diesen verbessern möchte und technisch sinnvoll könnte, denn sonst würde ich mich nach einer neuen umsehen. Ich also derzeit beabsichtigen würde, statt mir einen neuen PC zu bauen nach Lieferung die Komponente als Ersatzteil einzubauen. Dann würde ich die Vorkasse diesjährig auf Hard- und Softwarewartung buchen? (Richtig? Oder ein anderes Konto?)


    Wenn ich dann im nächsten Jahr feststellte, das reicht nicht, ich muss mir doch einen PC zusammenbauen, ich würde die beschaffte Komponente dann doch in den neuen PC einbauen (Um-/Ausbau vom alten), was wäre dann? Also Recycling, gut für die Umwelt. Doch buchhalterisch? Ausgabe wäre 2018 erfolgt, daher wäre der Komponenten(restwert) doch nicht in 2019 zusammen mit dem neuen PC zu aktivieren und zugleich in gleicher Höhe ein Betriebsgewinn zu erzeugen? Ich wollte die Komponente einfach in den gegebenenfalls doch anzuschaffenden neuen PC einbauen und buchhalterisch nichts veranlassen. (Außer natürlich vom EInkaufswert des neuen PC (ohne die jetzige Komponente) abzuschreiben.) Wäre das zulässig? Technisch versuche ich immer, so lange es geht und vernünftig ist, ein bestehendes System zu ertüchtigen. Derzeit ginge beides, wäre argumentativ beides vertretbar. Ich möchte allerdings nicht zukünftig unliebsam überrascht werden.


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    wie technische Anlagen im Bau an Vorkassenkonto?

    Nein, du hast eine Anzahlung geleistet, hast aber noch nichts erhalten, also auch keine Buchung auf "Anlagen im Bau". Es ist auch keine technische Anlage, sondern Betriebs- und Geschäftsausstattung.


    Technische Anlagen im Bau auf Computeranlagen?

    Du machst eine Umbuchung Betriebs- und Geschäftsausstattung (Computer) Soll an Geleistete Anzahlungen Haben

    Also nach Lieferung die Vorkassensumme Konto 490 BGA (Soll) an Konto 499 Anzahlungen auf BGA (Haben)?


    Im ESKR03 gibt es das Konto 290 Technische Anlagen im Bau sowie 200 Technische Anlagen. Sowie das Konto 490 BGA. Es gibt kein Konto BGA im Bau.


    Wenn ich auf 490 buchen will, kommt gleich der Assistent, der mich fragt, ob ich ein neues Anlagegut erzeugen will. Nun, bei Komponenten gibt es kein einsatzfähiges Wirtschaftsgut. Wenn ich eines erzeugte, müsste ich gleich die AfA definieren bzw. die Abschreibedauer. So wie ich es bisher verstanden habe, darf jedoch erst vom einsatzfähigen Wirtschaftsgut, dem dann geschaffenen PC, abgeschrieben werden. Nicht schon vorab die Komponenten.


    Kann es sein, dass mir ordentlich Wissen fehlt? Wenn ich keine Komponenten abschreiben darf, dann wäre das Konto 490 schlussendlich falsch. Müsste cih daher nicht ein weiteres Zwischenkonto des Anlagebereichs BGA im Bau schaffen? Und wenn wie?


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Kann es sein, dass der Buchungssatz Vorkassenkonto (Haben) an Bank (Soll) lautet?

    Nein, sicher nicht. Höchstens Konto geleistete Anzahlungen (Soll) an Konto Bank (Haben).

    Also buche ich Konto 499 geleistete Anzahlungen (Soll) an 1200 Bank (Haben)? Ich habe das mit der Grundbuchung einer Ausgabe verglichen. Da ist es es ja auch Ausgabenkonto (Soll) an Bank (Haben). Danke für die Korrektur! War wohl schon zu müde, dass ich meinte, das Geldkonto müsste im Soll stehen. Letzteres ist ja nur bei Einnahmen der Fall. Und hier ist es eine Ausgabe.


    Ich habe mir nun einen Testmandanten geschaffen. Wie vorgenannt gebucht. Das Ergebnis ist nicht steuerbar, der Aufwand hat sich nicht erhöht. Ist das richtig? Weil das Zahlungsmittel ist abgeflossen, es soll nun keine Ausgabe sein? Die rechtliche Verpflichtung zur Vorkasse hatte ich, sonst hätte ich nicht bestellen können.


    Ist es so, weil es auf letztendlich ein Anlagenkonto (deshalb 499 als "Erweiterung" von 490) gebucht wird, dass erst mit der Fertigstellung des PC dieser abgeschrieben werden kann und daraus resultierend erst steuerbarer Aufwand entsteht? Das wäre nicht das von mir gewünschte Ergebnis (mit Aufwand und Ausgabe) noch diesjährig. Doch bei weiterer Überlegung wohl so, wenn ich es mit einem Fertig-PC vergleiche, den ich jetzt zahle und der am 02.01.2019 geliefert würde. Meinungen dazu?


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    ihn abschreiben über seine Laufzeit von 5 Jahren.

    Computer werden nach amtlicher AfA-Tabelle über 3 Jahre abgeschrieben.

    Ich habe vor ihn über 5 Jahre abzuschreiben wie bisher. Die Gewinnsituation ist nicht so exorbitant, als dass mir drei Jahre wegen des Steuereffekts vernünftig erschienen. Nutzen werde ich ihn eher 7 Jahre.


    Oder muss ich ihn nun auf 3 Jahre abschreiben und dann gegebenenfalls mit Verlustvorträgen arbeiten?


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Das ist eine klassische Anzahlung - das von @9Bautroika gennante Konto #499 wäre richtig. Kopiere #490 und stelle "Steuerautomatik" auf "ein" und die Kategorie wäre "Geleistete Anzahlungen". Es handelt sich hier um eine Umschichtung vom Bankkonto auf das Konto Anzahlungen. Bei EÜR kannst du - wenn alle Voraussetzungen einer Rechnung i.S.d. § 14 UStG vorliegen - schon ziehen.

    Ich habe das Konto 490 kopiert. Ist es so richtig? Die beiden Bilder der Konten 490 und 499 habe ich als Dateianhang beigefügt.


    Da ist kein Feld namens "Steuerautomatik"; ist das, vergleiche mit den Bildern, mit [Keine Zuordnung] unter zur Gewerbesteuererklärung bzw. Zuordnung zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung gemeint?


    Was kann ich mir ziehen? Die Vorsteuer? Die darf ich mir nicht ziehen, da ich keine Umsatzsteuer ausweisen muss noch darf, da Kleinunternehmerregelung.


    Danke! Liebe Greet-Ings Cornelius

    ich habe kein derartigen Vorkasse- und/oder Anzahlungskonto in meinem Kontenplan

    Wie wäre es mit dem BGA-Konto 490?

    Anzahlungen auf BGA wäre das Konto 499

    Aber, Du hast ja noch keine Wahre erhalten.

    Also entsteht durch die Zahlung eine Forderung gegen den Lieferanten. Wäre also ein Forderungskonto zu bebuchen.

    BGA scheidet m. E. aus, da es noch keine Büro- und Geschäftsausstattung mangels Ware gibt. (Ich habe natürlich eine BGA, doch vorstehende Aussage bezieht sich auf die bestellte und bezahlte noch nicht gelieferte Ware.)


    Wie ich schrieb, habe ich kein Konto 499 Anzahlungen auf BGA im verwendeten Kontenplan ESKR03.


    Dass ich rechtlich eine Forderung gegen den Lieferanten habe, ist mir klar. Doch welches Forderungskonto muss ich denn im ESKR03 benutzen?


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Es kam eine Bestellbestätigung. die bereits alle Merkmale einer Rechnung aufweist.

    Ein wichtiges Merkmal die Pflichtangabe "Rechnungsnummer o. die Bezeichnung Anzahlungs-Rechnung" wird wohl fehlen. (ist ja nur eine "Bestellbestätigung") also wird es wohl auch nichts mit VSt.-Ausgleich.

    Moment, ich sehe nach. Da steht nur "Wir senden Ihnen eine E-Mail inkl. Rechnung, sobald sich die Bestellung (Nummer von mir geschwärzt) auf dem Weg zu Ihnen befindet.". Zwar wird oft die Bestellnummer auch als Teil der Rechnungsnummer verwendet, doch eine explizite Rechnungsnummer wird nicht genannt, es gibt auch keine Pro-Forma-Rechnung.


    Wieso Vorsteuer und Vorsteuerabzug? ich schrieb doch, dass ich nicht Umsatzsteuerpflichtig bin mit der Formulierung, als Kleinunternehmer ohne Vorsteueroptierung.


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Vorab allen frohe Festtage!


    Ich führe eine EInkommensüberschussrechnung als Kleinunternehmer, ohne Vorsteueroptierung. Zur Buchhaltung nutze ich wie empfohlen den ESKR03; also den vereinfachten, eingeschränkten SKR03.


    Ich möchte mir im nächsten Jahr einen Computer zusammenbauen und nach Zusammenbau in die Anlagenbuchhaltung aufnehmen, ihn abschreiben über seine Laufzeit von 5 Jahren.


    Nun habe ich die erste Komponente bestellt. Es kam eine Bestellbestätigung. die bereits alle Merkmale einer Rechnung aufweist. Der Zahlungsbetrag wurde abgebucht, die Lieferung erfolgt in einigen Wochen im neuen Jahr. Die Rechnung kommt nach/mit der späteren Lieferung.


    Mir ist klar, ich habe Vorkasse zu 100% geleistet. Völlig unklar ist mir, wie ich das nun in WiSo EÜR 2017/2018 verbuche. Soll an Haben, das weiß ich.


    Kann es sein, dass der Buchungssatz Vorkassenkonto (Haben) an Bank (Soll) lautet? Nur, ich habe kein derartigen Vorkasse- und/oder Anzahlungskonto in meinem Kontenplan. Auch nicht unter denjenigen Konten, die ich noch aktivieren könnte. Wie verbuche ich die geleistete Anzahlung denn nun richtig? Und ist diese steuerbar, das heißt noch in 2018 erfolgswirksam? Oder ist die Vorkasse nicht erfolgswirksam und lediglich ein Zahlungsmittelabfluss?


    Benötige ich dieses Jahr noch eine weitere Gegenbuchung, wie technische Anlagen im Bau an Vorkassenkonto? Oder wird erst bei Warenerhalt in 2019 die Vorkasse auf das Anlagekonto Anlagen im Bau gebucht?


    Und wenn der PC dann später zusammengebaut ist, wie buche ich dann? Technische Anlagen im Bau auf Computeranlagen?


    Mir ist bewusst, dass das ein kleiner Sack an Fragen darstellt. Doch ich würde gerne von vornherein, mit der ersten Buchung, die gesamten Auswirkungen (Ausgaben wann, 2018 oder 2019, und wie) überblicken. Ich hoffe, von der Eurer Erfahrung zu profitieren.



    Ich weiß was passiert, wenn ich die Vorkasse auf Konto Hard- und Softwarewartung buchen würde. Dann wäre sie in 2018 erfolgswirksam, der Buchungssatz ist mir bekannt.


    Liebe Greet-Ings Cornelius

    Noch als kleine Ergänzung: EÜR & Kasse lässt es zu, die jährlichen Abschreibungswerte selbst vorzugeben. Da ich zwecks Wertanpassung in den Anlagegütern selbst deren Restbuchwert händisch geändert habe und (wegen der Zuschreibungen) ebenfalls den Anschaffungswert zusammengesetzt aus dem Anschaffungswert des ursprünglichen Wirtschaftsgutes plus dem seiner Zuschreibungen, bietet es sich an, dann die Abschreibungsbeträge vom (neuen) Restwert beginnend über die Restnutzungszeit einzutragen. Bei mir erfolgte die Abschreibungshöhenberechnung pro Jahr sogar aus dem Programm her automatisch richtig, so dass ich da schlussendlich nicht mehr tätig werden musste.


    Liebe Greet-Ings, Cornelius

    @babuschka: Da hast Du natürlich Recht mit der Gewinnermittlung zwischen Bilanzpflichtigen und Einkommensüberschussrechnern. Wenn der Einnahmeüberschuss allerdings als Betriebsvermögen auf der Bank bleibt, sollte auch der Vermögensvergleich funktionieren zur Gewinnermittlung. Mir ging es hier eher um die generelle Logik mit was gehört wohin und welche Korrektur wird sich wie auswirken. Wenn ich nur wild im Anlageverzeichnis Restbuchwerte und Abschreibungen ändern würde, dann wären das in der Einkommensüberschussrechnung keine Ausgaben (mangels Gegenposiztion) und ich könnte mich endlich reich rechnen. In diesem Zusammenhang hilft es, dann mehr bilanziell zu denken, also die Auswirkungen auf das Vermögen zu betrachten. Über diesen Weg kam ich dann, dass dessen Ausgleich wieder mit einem Wertberichtigungskonto bzw. direkt über die Saldenkonten gehen muss.


    Ich habe nun wie folgt gebucht Soll an Haben:

    • Euro 32,13 Saldenvortrag 9000 Soll an 410 Geschäftsausstattung (Haben) ; das hat im Anlagespiegel zu einer um 32,13 Euro niedrigeren Geschäftsausstattung geführt.
    • Euro 48,18 27 EDV-Software (Soll) an Saldenvortrag 9000 (Haben); das hat im Anlagespiegel zu einer um 48,18 Euro höheren EDV-Software geführt.


    Danke maulwurf23, dass Du mir die Buchungssätze explizit angegeben hast. Das hat meine Überlegungen bestätigt. Denn in meinen Vorschlag/Frage nach dem Buchungssatz zum Konto 27 hätte ich mit negativen Werten arbeiten müssen, was EÜR & Kasse nicht zulässt. Das hätte ein Indiz für mich sein sollen, es nicht so zu versuchen, sondern Soll und Haben umzukehren.


    maulwurf23: Mit dem Neueinbuchungen der (in der Vergangenheit erfolgten) Zuschreibungen zum 01.01.2017 als neues Anlage wäre ein weiterer Ansatz gewesen. Ich war noch auf folgende Notfallidee gekommen, nämlich die beiden im Wert falschen Anlagegüter ganz aus der Anlagenbuchhaltung herausnehmen und als Privatentnahme buchen. Dann es wieder zu richtigen (Rest)Wert als Privateinlage einbuchen.


    Das dürfte dann zugleich meine nächste Frage erledigt sein lassen, nämlich was nun aus den Salden des Kontos 9000 wird. Da das jedoch keinem Gewinnkonto zugeordnet worden ist, passiert mit einer Werterhöhung/-erniedrigung auf ihm nichts. Lediglich das Finanzamt würde bei einer Buchprüfung auf dieses schauen und Erklärungen für andere als die Jahreseröffnungs- (und Jahresschlussbuchungen) verlangen. Da die Buchungen jedoch auf Verlangen des Fiskus durchzuführen waren, sind sie in Ordnung. Es sind eben Bestandskonten und keine Gewinnkonten.


    Ein dickes Danke!


    Gibt es im Forum eine Sammlung von Musterbuchungssätzen/Problemlösungen? Weil ich hatte mir schon mit Google einen Wolf gesucht, da Anlagenbuchhaltung wohl ein Stiefkind ist. Und Wertberichtungsbedarf wegen falscher Abschreibungsbeträge müssten eigentlich noch mehr User haben.


    Liebe Greet-Ings, Cornelius

    Liebe Community, der Support hat mich an Euch verwiesen. Ich bringe ein Problem mit, an dem ich (noch) verzweifle. Es handelt sich um zwingend vorzunehmende Wertkorrekturen samt Korrekturbuchungen in zwei Anlagegütern.


    Beginn Problemschilderung:

    Bei beiden Wirtschaftsgütern hat es in den vergangenen Jahren Zuschreibungen gegeben. Ich habe stets die Salden vom Vorjahr in die Folgebuchhaltung 1:1 übernommen. Die Abschreibungen wurden stets über das Programm (EÜR & Kasse in der jeweiligen Jahresversion) berechnet; ausdrücklich habe ich den Abschreibungsplan nie händisch geändert.


    Nun hat das Finanzamt festgestellt, dass in den beiden Wirtschaftsgütern deren Restbuchwerte nicht mit dem durch EÜR & Kasse ausgewiesenen übereinstimmen! Nein, ich hatte die Abschreibungsansetzungen auch nicht händisch in der Übermittlung an das Finanzamt geändert, sondern stets die Programmvorgaben genutzt.


    Nun habe ich die Buchhaltung mehrerer Jahre gestürzt und fand, dass in einer früheren Version von EÜR & Kasse nach erfolgter Zuschreibung die neuen Abschreibungssätze stets von den ursprünglichen, summierten (Anfangswirtschaftsgut plus Zuschreibungen) Anschaffungskosten berechnet wurden statt korrekterweise von den im Zeitpunkt der Zuschreibung existierenden Restbuchwerten des ursprünglichen Wirtschaftsgutes). [Bei den aktuellen Versionen von EÜR & Kasse habe ich programmtechnisch (nicht steuerlich(!)) eine diesbezügliche Wahlmöglichkeit.]


    Mit anderen Worten, seinerzeit und dann für die Folgejahre übernommen hat EÜR & Kasse die falschen Abschreibungsbeträge ermittelt. Das Finanzamt hat hingegen richtig gerechnet. (Ich habe das in Excel geprüft, die Unterschiede händisch nachvollzogen.) Somit ist die Wertdifferenz der beiden Wirtschaftsgüter zwischen dem Finanzamt und meiner Buchhaltung zum 01.01.2017 geklärt. Allein die Ansetzungen des Finanzamts sind richtig.


    Bedingt durch den ehemaligen Programmfehler ist nun das Ergebnis, dass bei dem einem Wirtschaftsgut zum 01.01.2017 ein zu niedriger Restbuchwert festgestellt worden ist, beim anderen ein zu hoher. Mit anderen Worten, im ersten Fall waren die Abschreibungsbeträge in der Vergangenheit zu gering, beim anderen zu hoch.


    Nun muss ich die Buchwerte beider Wirtschaftsgüter korrigieren und weiß nicht wie. Ich verwende als Kleinunternehmer den Kontenrahmen EKR03.

    Ende der Probemschilderung.


    Meine Überlegung ist, dass diese beiden Wertberichtigungen Gewinn neutral erfolgen müssen. Denn Gewinn ist der Vermögensvergleich im Geschäftsjahr, hier zwischen 01.01.2017 und kommend 31.12.2017. Wenn ich die Wertberichtigung zum 01.01.2017 (0.00 Uhr) buchhalterisch vornehme, wird der dann korrigierte Wert die Ausgangsbasis der zu bildenden Vermögensdifferenz. Ohne weitere Buchungen bis auf die Saldovorträge aus dem Vorjahr darf sich der Gewinn am 01.01.2017 nicht geändert haben. Denn es sind ja an dem Datum (noch) keine Gewinn- oder Verlust bringende Geschäftstätigkeiten oder Buchungen angefallen.


    Der Support wollte mir keinen Buchungssatz bzw. kein Wertberichtigungskonto nennen, über welches ich die Korrekturen durchführen könnte. Er schlug mir vor, den Abschreibungsverlauf manuell zu ändern. Ich soll hierzu das jeweilige Anlagegut aufrufen und die Option "Soll ausgehend vom Restbuchwert berechnet werden?" auf "Ja" stellen. Nun den korrigierten Restbuchwert zum 31.12.2016 eintragen und die Abschreibung wurde basierend auf dem Restbuchwert ermittelt.


    Gesagt getan. Vorsichtshalber prüfte ich nun den Anlagespiegel, spricht das Verzeichnis der abnutzbaren Anlagegüter 2017.


    Nun stellte ich in ihm fest, dass nach der Korrektur gemäß Support plötzlich in der Spalte Anschaffungskosten ein anderer Betrag als vor der Anwendung der Korrektur auftaucht. Das kann (und darf) nicht sein! Schließlich haben sich die Anschaffungskosten nicht geändert. Des Weiteren stellte ich fest, dass nun in der Spalte AfA Vorjahre keine Wertekontinuität mehr besteht. Auch das dürfte meines Ermessen nicht sein, da die Abschreibungsbeträge vergangener Zeiträume, so falsch sie auch waren, sich nicht mehr ändern können!


    Darüber könnte ich ggf. hinwegsehen, da nun der Abschreibungsverlauf mit dem des Finanzamts übereinstimmt. Allerdings dann nicht mehr mit den von mir dem Finanzamt übermittelten Abschreibungsbeträgen. Allerdings habe ich in der Buchhaltung die Erfahrung gemacht, es ist nie gut, Wertediskrepanzen zu ignorieren, sie fallen einem später wieder vor die Füße. Und das will ich nicht.


    Okay, ich habe nun händisch die beiden neuen Restbuchwerte eingetragen. Damit die Späte Anschaffungskosten (wieder) stimmt, habe ich nun experimentell ebenfalls händisch auf den Wert des ursprünglichen Anlagegutes plus den Anschaffungskosten der erfolgten Zuschreibungen gesetzt. Das hat das Ergebnis, dass nun im Verzeichnis der abnutzbaren Anlagegüter 2017 wenigstens die Spalte Anschaffungskosten mit derselben Spalte vor Anwendung der Korrektur übereinstimmt.


    Die Spalte AfA Vorjahre ist zwar weiterhin falsch, weist jedoch wenigstens diejenigen Werte aus, die dem Fiskus hätten übermittelt werden müssen. Anders geht das ja wohl nicht, da die beiden von mir manuell eingetragenen Restbuchwerte mathematisch (und nicht tatsächlich) durch Differenzbildung die rechnerisch erfolgten AfA vorgeben. Dann wäre die Spalte AfA Vorjahre eben mathematisch zu lesen und nicht buchhalterisch. Mathematisch und fiskalisch stimmen überein.


    Nun plagen mich die Saldovorträge. Schließlich habe ich bisher ausschließlich in der Anlagenbuchhaltung, genauer in den Anlagewerten, gearbeitet. Ich frage mich, da sich nun die Restbuchwerte geändert haben, jedoch nicht die aus dem Vorjahr übernommenen Salden (des Kontos 9000), dass darin nun die Wertedifferenz versteckt ist. Mit anderen Worten, muss nun nicht auch eine Korrekturbuchung zum Saldovortrag erfolgen?


    Wäre Folgendes richtig?

    Korrekturbuchung "Anpassung Saldovortrag" Konto 9000 Saldovorträge (Soll) an

    Anlagenkonto (im Haben) [Bestände die man zu haben hat sind im Soll geführt] mit Betrag der Wertdiskepanz zwischen dem falschen ehemaligem Restbuchwert dem neuen Restbuchwert?


    Das Konto 27 EDV-Software muss ich um 48,18 Euro mit der Saldenkorrektur erhöhen. Das Konto 410 um 32,13 Euro erniedrigen.


    Liege ich mit den zu erfolgenden Anpassungen der Saldenvorträge überhaupt richtig? Wenn ja, wären die Buchungssätze Konto 9000 Saldenvortrag (Soll) an Konto 27 EDV-Software (Haben) mit 48,18 Euro sowie Konto 9000 Saldenvortrag (Soll) an Konto 410 Geschäftsausstattung (Haben) mit -32,13 Euro korrekt? Insbesondere der letzte Buchungssatz miut Konto 410, da ich eine negative Zahl im Haben buchen will? Oder müsste ich da Soll und Haben vertauschen, also Konto 410 Geschäftsausstattung (Soll) an Konto 9000 Saldenvortrag (Haben) mit 32,13 Euro?


    Oder müssen die beiden Saldenkorrekturbuchungen über ein Wertberichtigungskonto wie Konto 9965 aus dem SKR03 erfolgen? Im EKR03 kann ich jedoch dieses Konto nicht aktivieren, da es vollends fehlt.


    Es tut mir sehr leid, dass ich gleich als ersten Beitrag erstens so einen langen Text und zweitens so ein komplexes Problem schildern muss. Ich hoffe dennoch, die eine oder andere Antwort zu erhalten. Dabei ist mir bewusst, dass das alles in der lieben und teuren Freizeit erfolgt. ich weiß nur nicht weiter und hätte vom Support anderes erwartet, da es schließlich um die Korrektur der Folgewirkungen eines Programmfehlers handelt.


    Liebe Grüße (und Dank)

    Corneliusrufus