Beiträge von GunterH

    Danke für die vielen Rückmeldungen.


    Und einfach einmal überlegen: Wie soll ansonsten eine Günstigerprüfung sinnvoll praktiziert werden, wenn es für ESt-Erklärung und Zulagenantrag jeweils eigenständiger Anträge bedarf, die unabhängig voneinander gestellt werden können und eigenständige, unterschiedliche, Antragsfristen haben?

    Stichwort: "Bescheinigung nach §92 EStG" - da steht genau, was bezahlt wurde und die Daten liegen dem Finanzamt elektronisch vor. Genau wie es auch bei den Beiträgen zur privaten Krankenversicherung ist - da kennt das Finanzamt die genauen Beträge und nimmt auch nur diese.


    Eine eindeutige bzw. einheitliche Regelung sieht anders aus - aber das schweift vom Thema ab.


    Immerhin ist nun für die Nachwelt dokumentiert, dass der Widerruf der Kinderzulage zwar Möglich ist - aber eben vom Finanzamt nicht berücksichtigt wird ;-)

    Hallo,


    was hat sich denn bei denjenigen ergeben die bei der Bausparkasse die Kinderzulage widerrufen haben?

    Laut Auskunft meines Finanzamtes geht dieses bei einem Riester Bausparvertrag und vorhandenen Kindern generell davon aus, dass die Zulage bezahlt wurde - unabhängig davon, ob diese wirklich ausbezahlt wurde.


    Da würde mich jetzt interessieren, wie das Finanzamt das bei Ihnen berechnet hat.


    Grüße,

    Gunter

    Du verzichtest freiwillig auf eine Leistung, warum sollte die steuerlich relevant sein?

    Korrekt. Ich verzichte auf die Kinderzulage - trotzdem ist es steuerlich relevant, da bei der Günstigerprüfung automatisch davon ausgegangen wird, dass Sie vorhanden ist.

    Das ist wie bei dem Witz mit dem Kindergeld - die Voraussetzungen für (mehr) Kinder wären ja da...


    Aber ich seh schon, dass hier keine sinnvollen Antworten mehr zum Thema zustande kommen. Mit den Riester Feinheiten kennt sich kaum einer richtig aus :-(

    Die Zulage muss jedes Jahr beantragt werden. Wird sie nicht beantragt gibt's eben nichts. Ablehnen kann man sie in dem Sinne nicht. Allerdings kann man einen Dauerauftrag stellen.

    War jetzt allerdings nicht Ihr Problem. Sollte der Sonderausgabenabzug höher sein, wie die Zulage, wird nur die Differenz angesetzt.

    Ich glaube Sie haben mein Anliegen nicht verstanden und das verlinkte andere Thema nicht vollständig gelesen.

    Es geht um einen RIESTER Bausparvertrag - diese Zulagen müssen nicht jährlich neu beantragt werden, wie z.B. die Wohnungsbauprämie.


    Ich beantrage keine Zulage, dass der Sonderausgabenabzug höher ausfällt. Das der Trick nicht funktioniert, hätte Ihnen eigentlich bewusst

    sein müssen.

    Desweiteren geht es mir nicht darum einen "Trick" anzuwenden sondern vielmehr darum, dass es Konstellationen gibt in denen es aufgrund der Kinderzulage beim Riester zu einer höheren Steuerlast kommt als man eigentlich als Zulage bekommt. Im anderen Thema finden sich hier ausführliche Berechnungen dazu.

    Es ist so, dass man Aufgrund der Zulage keinen Sonderausgabenabzug machen kann (Günstigerprüfung) und im Endeffekt draufzahlt.


    Da im anderen Thema aus diesem Grund einige die Kinderzulage aus dem Riester rausgenommen haben wundert es mich, dass das Finanzamt unabhängig davon ob die Zulage wirklich bezahlt wird diese scheinbar Grundsätzlich ansetzt.

    Hallo,


    folgende Ausgangssituation:

    - Verheiratet

    - 2 Kinder (geb. nach 2008)

    - beide Berufstätig in Teilzeit, Steuerklasse 4


    Nachdem im letzten Jahr die Steuernachzahlung bedingt durch die Kinderzulage größer war als die Kinderzulage auf den Riestervertrag habe ich beim Riesteranbieter die Kinderzulage widerrufen.

    Dementsprechend ist auf der Bescheinigung nach §92 EStG des Riester-Anbieters für 2017 keine Kinderzulage mehr ausgewiesen.

    Obwohl ich die Zulage nicht bekommen habe hält dies das Finanzamt bei der Einkommenssteuer für 2017 nicht davon ab in der Günstigerprüfung 754€ anzusetzen (2x Kind a 300€ + 154€).


    Laut Auskunft des Finanzamtes wird bei vorhandenem Riestervertrag und Kindern grundsätzlich die Kinderzulage eingerechnet - unabhängig davon, ob der Anbieter diese auszahlt oder nicht.

    Ist das so korrekt? Hat jemand Erfahrung mit dieser Konstellation?


    Grüße,

    Gunter