Beiträge von Tianci

    Der andere User war auch der Meinung man sollte Reverse Charge anwenden. Er meinte aber, dass man den vollen Brutto-Betrag als Netto buchen sollte. Ich tendiere aber eher dazu den Brutto-Betrag zu nehmen, so wie es auch auf der Rechnung steht. Seltsamerweise habe ich bisher nicht gesehen, dass sich die Auswahl hier auf irgendwas auswirkt. Was wäre besser?

    Wenn ich das richtig sehe, kannst Du gerade in diesem Fall ja nicht den Nettobetrag buchen (wg. fehlender Rechnungs- ID/ Angaben ) :/

    Sehe ich es richtig, dass ich mit dieser Lösung die USt doppelt zahle? Einmal an das ausländische Unternehmen in der EU, das es später an den dt. Fiskus übermittelt und ein zweites Mal weil ich sie selbst noch mal abführe? Und das nur weil, auf der Rechnung nicht meine USt-ID stand? Kann das so stimmen?

    Wenn ich das richtig sehe, kannst Du gerade in diesem Fall ja nicht den Nettobetrag buchen (wg. fehlender Rechnungs- ID/ Angaben ) :/

    Das sehe ich ganz genau so! Also besser mit Brutto buchen, so wie auf der Rechnung, und dann mit Steuersatz (8) versehen. ;):thumbup:

    Danke für deine Antwort maulwurf23 :)


    zu (8) Reverse Charge- Rechnungen, bei denen aufgrund fehlender USt-ID keine Vorsteuer gezogen, aber USt abgeführt werden muss..

    Das ist genau mein Problem, dieses Jahr! Ich habe falsche und nicht korrigierbare Rechnungen aus dem EU-Ausland mit 19% VAT weil meine USt-ID Angabe fehlt. Ich sollte diese also mit (8) buchen?


    Ein anderes Forum-Mitglied hier hat mir geraten in diesem Fall den gezahlten Brutto-Betrag nicht als Brutto, sondern als Netto zu buchen. Was hälst du davon?


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    Kleiner "Rant" am Rande:


    Ich finde die Bezeichnungen der Steuersätze bei WISO totaaal irreführend... Woher soll man denn wissen, dass (3) und (4) nur EU Erwerb von Waren, nicht aber Diensleistungen bedeutet. (5) ist auch EU, aber nur Leistungen. Und bei (6) ist von ausländischen Unternehmen die Rede; gemeint sind aber nur die Drittländer außerhalb der EU. Ich habe Wochen gebraucht, um als blutiger Anfänger hier einigermaßen durchzusteigen. Und das nur weil ich genau gepfüft habe, was dann wo genau in den Formularen am Ende eingetragen wird. Die Bezeichnungen/Namen der Steuersätze gehören mal gründlich überarbeitet!!! Was meint ihr?

    Hallo alle zusammen!


    Könnte mir jemand vielleicht kurz erklären, wann man in der EÜR genau welchen Steuersatz verwendet?


    (0) Keine Vorsteuer

    (1) Vorsteuer 19%

    (2) Vorsteuer 7%

    (3) EU USt 19% mit VSt-Abzug 19%

    (4) EU USt 7% mit VSt-Abzug 7%

    (5) USt § 13b UStG 19% Leistung

    (6) USt § 13b UStG 19% ausl. Unternehmer

    (7) USt § 13b UStG 19% Bauleistungen

    (8) USt § 13b UStG 19% o. VSt ausl. Unternehmen


    Für mich sind (1) und (2) relativ klar. Das betrifft nur Rechnungen aus dem Inland (Deutschland).


    Für Rechnungen aus dem EU-Ausland wollte ich ursprünglich (3) verwenden. Allerdings habe ich gesehen, dass es dann automatisch in das Feld innergemeinschaftliche Erwerbe kommt und nur von Gegenständen bzw. Ware die Rede ist. Also keine Dienstleistungen.


    Wenn es um innergemeinschaftliche (Dienst-) Leistungen geht, dann sollte man meiner Ansicht lieber (5) wählen. Damit kommt auch alles in das Feld "Steuerpflichtige sonstige Leistungen eines im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässigen Unternehmens - § 13b Abs. 1 UStG". Zu finden im aktuellen Formular der Umsatzsteuererklärung in Zeile 100 unter H Leistungsempfänger als Steuerschuldner (§ 13b UStG).


    Bei Rechnungen aus Drittländern verwende ich bisher (6). Damit kommt es in "Andere Leistungen eines im Ausland ansässigen Unternehmens - § 13b Abs. 2 Nr. 1 und Buchst. a UStG". Zu finden im aktuellen Formular der Umsatzsteuererklärung in Zeile 101 unter H Leistungsempfänger als Steuerschuldner (§ 13b UStG).


    Liege ich mit meiner Einschätzung von (3), (5) und (6) richtig?


    In welchen Fällen benutzt man (0) und (8)? Nur als Kleinunternehmer?

    Persönlich mache ich nicht von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch.

    Du musst hier sogar mit RC arbeiten! Unabhängig davon, ob die Rechnung Umsatzsteuer ausweist oder nicht - ist aber ja für dich ein Nullsummenspiel.

    Danke für den Hinweis! Also unabhängig davon wie die Rechnung aus dem Ausland ausgestellt worden ist, muss ich immer Reverse Charge anwenden.


    Du bist auch der Meinung man sollte in diesem Fall den Brutto-Betrag einfach als Netto buchen und darauf Reverse Charge berechnen. Warum darf man nicht den Betrag als Brutto buchen, so wie er auch tatsächlich auch auf der Rechnung ausgewiesen ist? :/


    Wenn es sich um einer Rechnung aus dem EU-Ausland handelt würde ich "EU USt 19% mit VSt-Abzug 19%" für Reverse Charge auswählen.


    Wie sieht es bei einer Online-Dienstleistung aus einem Drittland aus, beispielsweise bei dem Freelance Service Fiverr.com? Brauche ich hier

    "USt § 13b UStG 19% Leistung" oder "USt § 13b UStG 19% ausl. Unternehmer"? Wo liegt der Unterschied?


    Und wann benutzt man "USt § 13b UStG 19% o. VSt ausl. Unternehmen"?


    Danke für Eure Auskunft! :)

    Noch eine abschließende Frage für die Zukunft, wenn hoffentlich alle Rechnungen einmal richtig ausgestellt wurden :saint:


    Netto-Rechnung aus dem EU-Ausland: "EU USt 19% mit VSt-Abzug 19%". Dies entspricht dem inner gemeinschaftlichen Reverse Charge Verfahren, richtig?


    Netto-Rechnungen einer online Dienstleistung aus Drittland: "USt § 13b UStG 19% Leistung" oder "USt § 13b UStG 19% ausl. Unternehmer" ? Ich wüsste gerne den Unterschied der Beiden.


    Wann benutzt man "USt § 13b UStG 19% o. VSt ausl. Unternehmen" ?

    Vielen Dank für eure Antworten!!

    Entweder du beantragst eine Rechnungskorrektur (ob das im Ausland ohne weiteres umsetzbar ist, musst du probieren) oder du rechnest den Bruttobetrag als Nettobetrag und darauf RC!

    Habe ich bereits angefragt. Leider ist eine Rechnungskorrektur nicht mehr möglich, da die dt. Mehrwertsteuer die im Ausland berechnet wurde bereits nach Deutschland überwiesen wurde. Größere Firmen machen das monatlich.


    Mit RC meintest du Reverse Charge, oder? Also das ist jetzt die Frage: Ich hätte jetzt eher den Brutto Betrag angegeben, so wie er auf der Rechnung steht und dann "Keine Vorsteuer" ausgewählt. Reverse Charge kann ich ja nur machen, wenn die Rechnung korrekt ausgestellt wurde. Heißt beide USt-IDs, VAT 0%, Verweis auf RC. Dies alles ist ja bei mir leider nicht gegeben :rolleyes:

    Hallo alle zusammen!


    Wie ihr sehen könnt bin ich neu hier und auch was meine Steuererklärung betrifft, so mache ich diese zum ersten Mal selbst. Challenge accepted! ;):thumbup:


    Hier erstmal die Eckdaten:

    Ich nutze WISO Steuer Sparbuch 2019. Bin selbstständig und seit einigen Tagen mit der EÜR für 2018 beschäftigt.


    Das Problem ist folgendes:

    Ich habe einige Rechnungen aus dem EU-Ausland und aus Drittländern, nur leider wurden diese falsch ausgestellt. Dies liegt daran, dass ich meine USt-ID bei den Rechnungsausteller nicht hinterlegt hatte. Der Grund war, dass ich davon ausging, dass meine USt-ID zu diesem Zeitpunkt nicht gültig war (es lag ein Bescheid vor). Dieser hat sich aber als falsch herausgestellt. Faktisch war meine USt-ID die ganze Zeit gültig.


    Nun habe ich das Problem, dass aus dem EU-Ausland teilweise Brutto Rechnungen (mit dt. USt von 19%) und teilweise Netto Rechnungen (Facebook Ads) vorliegen. Wie gesagt ist auf keiner dieser Rechnungen meine USt-ID zu lesen, sieht also aus wie eine B2C Rechnung. Tatsächlich war es aber die ganze Zeit B2B. Eine Korrektur der Rechnungen ist laut den Rechnungsausstellern nicht mehr möglich. Laut meinem Finanzamt habe ich auch keine Möglichkeit mehr mir die Umsatzsteuer der Brutto Rechnungen in Form von Vorsteuer wiederzuholen, da die Rechnungen nicht korrekt sind.


    Hier nun meine Frage:


    Wie behandel ich diese Brutto und Netto Rechnungen nun innerhalb der WISO Software? Welchen Steuersatz muss ich angeben? Siehe Screenshot


    Vielen Dank für Eure Lösungsvorschläge!