Beiträge von nfelger

    Vielen Dank für die blitzschnellen Antworten!

    Genau diese "virtuellen" Programme meine ich - man erhält nur auf dem Papier Rechte, es werden keine Anteile oder ähnliches ausgegeben, bevor man nicht einlösen kann (sprich Tausch in "echte" Aktien oder Auszahlung in Geld oder ein Mix daraus "sell to cover" für die fälligen Steuern).


    Aber natürlich ist zu prüfen, ob die Fünftelregelung angewendet werden kann - ich habe nur gesagt, dass es möglich ist.


    Ja, genau um so ein Modell handelt es sich: das Beteiligungsprogramm ist “virtuell”, weil, anstatt eine echte Beteiligung zu gewähren, lediglich der finanzielle Effekt einer solchen über mehrere Jahre schuldrechtlich nachgebildet wurde.


    Wenn ich euch recht verstehe, sollte ich also den AG bitten, den Sachverhalt erneut zu prüfen und Zeile 19 zu ändern? Die Lohnsteuer selbst scheint er ja nachträglich nicht ändern zu dürfen.


    Rein aus Interesse und für's Verständnis: wieso ist es denn so, dass allein der AG für diese Einschätzung zuständig ist und das nicht direkt mit dem FA ausgestritten werden kann? Geht es schließlich nicht um meine Steuerschuld und damit ausschließlich um eine Sache zwischen mir und dem FA? Sparen sich die Finanzämter dadurch einfach Arbeit oder gibt es tiefere Gründe? Für erhellende Links/Gesetzestexte/Urteile/etc. wäre ich außerordentlich dankbar!


    Und rein hypothetisch einmal angenommen, ich käme zur Überzeugung, die Fünftelregelung könne wirklich zweifelsfrei angewendet werden, aber der AG verweigert eine Korrektur. Wäre der einzige Weg dann eine Klage gegen den AG auf Korrektur der Lohnsteuerbescheinigung?


    Tausend Dank!

    Niko

    Hallo,


    ich hoffe, ich habe das richtige Unterforum gefunden für meine Frage! :)


    Ich habe letzten August eine Einmalzahlung von meinem damaligen Arbeitgeber erhalten. Der Steuerberater der Firma war der Meinung, dass hierfür die Fünftelregelung nach §34 EStG angewendet werden kann (war keine Abfindung, sondern eine Zahlung aus einem “virtuellen” Mitarbeiterbeteiligungsprogramm).


    Leider hat es das (separate) Lohnbüro scheinbar verbummelt, die Auszahlung auch so zu melden, denn Zeile 10 und Zeile 19 meiner LSt-Jahresbescheinigung sind leer, in Zeile 3 steht die Summe aus regulärem Gehalt und der Einmalzahlung. Auf dem Gehaltszettel für August steht aber "Entgelt für mehrere Jahre".


    Jetzt möchte ich das in der Steuererklärung berichtigen. Ich verstehe aber nicht, wie ich das in der Software umsetzen kann (ich nutze WISO steuer:Mac 2019).


    Kann mich da jemand in die richtige Richtung weisen?


    Danke schonmal!

    Niko