Beiträge von jp86

    Nein, ich habe die privat gefahrenen km nicht aufgezeichnet. Denn diese ergeben sich aus der Differenz der gesamten gefahrenen km und der dienstlich veranlassten km. Und letztere wurden ja durch mich aufgezeichnet. Für die reine Berechnung der Kosten reicht das in meinen Augen erst einmal aus.


    Ein Fahrtenbuch im Nachhinein anzulegen ist natürlich Quatsch, das werde ich auch erst gar nicht versuchen. Entweder das FA erkennt die Kilometerstände auf den Werkstattrechnungen als Nachweis für die Laufleistung zu Jahresbeginn und -ende an oder ich habe eben Pech gehabt, falls tatsächlich ein Fahrtenbuch gefordert wird.

    Da hab ich mich wohl nicht deutlich ausgedrückt: ich habe die Kilometer, die ich in der Steuererklärung angegeben habe, natürlich NICHT geschätzt!


    Jede Fahrt ist tatsächlich durchgeführt worden und mir ist die genaue Summe der geltend gemachten Kilometer bekannt. Ich habe lediglich für meinen obenstehenden Beitrag nicht extra in der Steuererklärung nachschauen wollen, ob es jetzt 2400 oder 2600 km waren, da ich das eben nicht auswendig weiß (und die genaue Anzahl für den Beitrag auch nicht wirklich relevant ist).

    Der Nachweis der gefahrenen KM sollte eigentlich kein Problem sein (Tankquittungen, Inspektionsrechnungen etc. sind vorhanden).

    Sie belegen vor allem nicht den Kilometerstand Anfang des Jahres und Kilometerstand Ende des Jahres.

    Ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch ist aber Voraussetzung für die Anerkennung eines von der Pauschale abweichenden Kostensatz, Für dienstliche Fahrten könnte man bei Verwendung des pauschalen Kilometersatzes von 0,30 €/km auch die Entfernungen über Routenplaner etc. nachweisen. Über solche im Internet verfügbaren Rechner macht das Finanzamt auch die Plausibilitätsprüfungen.

    Dass Tankquittungen alleine nicht den Kilometerstand belegen, ist schon klar. Daher habe ich eingangs z. B. Werkstattrechnungen erwähnt, die sehr wohl den Kilometerstand aufführen.


    Ich bezweifle im Übrigen, dass ein Fahrtenbuch hier verpflichtend ist. Hierzu finden sich ja sowieso verschiedenste Auffassungen. Aber vielleicht sollte ich verdeutlichen, dass es auch nicht um horrende Kosten geht.


    Um konkret zu werden:

    Es geht primär um Fahrtkosten, die im Rahmen von Fortbildungskosten angefallen sind (ca. 2100 km). Darüber hinaus sind es nur wenige andere Fahrten, u. a. im Rahmen eines Umzugs (berufsbedingt).


    D. h. unterm Strich habe ich für schätzungsweise maximal 2500 km die tatsächlichen Fahrzeugkosten anstatt der 0,30 €-Pauschale angesetzt..


    Die vom Programm errechneten tatsächlichen Kosten habe ich mit einer daraus ermittelten Pauschale von 0,45 € pro km angesetzt.


    Die Kosten setzen sich vor allem aus den laufenden Unterhaltungskosten für das Auto und weniger aus den gefahrenen Kilometern zusammen.


    Daher denke ich, dass ein Fahrtenbuch zwar zur Glaubhaftmachung der gefahrenen km gefordert werden kann. Vorliegend geht es jedoch um die Anerkennung der tatsächlichen Fahrzeugkosten. Und da kann ein Fahrtenbuch weniger helfen als die Vorlage von Rechnungen, Versicherungsscheinen etc.


    Ich habe jedenfalls leider telefonisch niemanden beim FA erreicht ("dieser Anschluss ist nicht erreichbar") . Daher habe ich Einspruch eingelegt und um Information gebeten, welche Nachweise ich erbringen muss, damit die geltend gemachten tatsächlichen Fahrzeugkosten anerkannt werden können.


    Ich werde berichten...

    Hallo zusammen,


    mein Steuerbescheid weist (erstmals seit ich die Buhl Software nutze) eine Differenz zum Betrag auf, den das Programm mir errechnet hat. Es sind ca. 500 € zu meinen Ungunsten, die leider nicht ganz transparent nachzuvollziehen sind, da die Begründung des Finanzamts recht spärlich ausfällt. Primär liegt es aber wohl an den von mir geltend gemachten tatsächlichen Fahrzeugkosten.


    Hier der Vollständigkeit halber kurz die Begründung des Finanzamts:

    "Der Kilometersatz beträgt gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 5 S. 6 EStG 0,30 € für jeden

    vollen Kilometer.

    *******************

    Ihre Fortbildungskosten wurden mit 1.996 € berücksichtigt. Für die Entfernung

    pro einfache Fahrt wurden 0,30 €/km angenommen. Da hier kein Nachweis erbracht

    wurde."


    Ich habe mithilfe des Programms die tatsächlichen Fahrzeugkosten berechnet und kam dadurch auf 0,45 € anstatt der üblichen 0,30 €/km.

    Ich wusste allerdings nicht, dass ich die tatsächlichen Kosten auch nachweisen muss. Das kann ich zwar, habe es jedoch nicht mit der Steuererklärung getan. Daher wurde die Geltendmachung der tatsächlichen Kosten wohl auch mit der o. g. Begründung abgelehnt.


    Nun meine Frage: Sollte ich einen Einspruch einlegen? Oder hätte dieser keine Aussicht auf Erfolg, da ich die Kosten bereits hätte nachweisen müssen und dies nachträglich nicht mehr machen kann/darf?


    Eine zweite Frage, die jedoch nur am Rande eine Rolle spielt: bzgl. der Berechnung der tatsächlichen Kosten habe ich unterschiedliche Verfahrensweisen gelesen. Ich habe mich jetzt auf das Programm verlassen. Was sollte ich dem Finanzamt nachweisen können? Tankquittungen, Nachweis über Versicherungskosten, Nachweis über monatliche Rate für das Auto ist alles kein Problem. Gibt es weitere Nachweise, die ggf. erbracht werden müssen (z. B. Fahrtenbuch o. ä.)?


    Ich bin für jede Hilfe dankbar!


    Viele Grüße,

    Jan