Beiträge von Wolf311

    Was denn jetzt? Und Letzteres kann ich nicht glauben. Die können und dürfen die Photovoltaikanlage gar nicht unter derselben Steuernummer laufen lassen, weil sich aus jedem Betrieb die eigenen Rechtsfolgen ergeben. Es sei denn, und das halte ich, zumindest nach Deiner Schilderung, für sehr unwahrscheinlich, die Photovoltaikanlage wäre notwendiges Betriebsvermögen des regulären gewerblichen Betriebs. Und das kann ich kaum glauben. Das hätte aber zur Folge, dass Du die PV-Anlage im Rahmen dieses regulären Gewerbes aktivieren müsstest. Dann hättest Du aber zwangsläufig auch nur eine EÜR.


    Also noch einmal beim FA anrufen und ganz in Ruhe alles noch einmal dezidiert erklären lassen und mitschreiben.

    Ich habe ja heute morgen beim FA angerufen und die haben mir die Auskunft gegeben das beide Gewerbe unter der gleichen Steuernummer laufen. Viel falsch verstehen kann man da ja nicht. Die PV Anlage hat nichts mit dem anderen Gewerbe zu tun.
    Ich werde es aber morgen noch einmal versuchen, mal schauen welche Auskunft ich dann erhalte.

    Die Abrechnung der Umsatzsteuer ist aber auf jeden Fall auf einem Bescheid des FA mit der zweiten Steuernummer.

    Probiert habe ichs noch nicht aber mit 2 Betriebsnummern sind 2 Steuernummern gemeint? Dann würde es nicht funktionieren da beides unter einer Nummer läuft.

    Ansonsten ist der Setup mit 1. Betrieb PV und 2.Betrieb genauso, allerdings bei mir nicht unter Gewinneinkünfte sondern unter Selbstständige, Betriebe und Unternehmen

    Was mir jetzt aufgefallen ist, wenn ich in die Eingabemaske Einnahmen Überschuß Rechnung gehe wird mir bei der PV Anlage der Menüpunkt der USt Erklärung angeboten.

    Wenn ich den testweise mit nein ausfülle wird die USt Voranmeldung auch nicht mehr für die PV Anlage erstellt. Soweit so gut.


    In der Maske für den 2. Betrieb fehlt so eine Auswahlmöglichkeit komplett, da die Maske generell anders aussieht.

    Und wenn ich dem Programm nicht mitteilen kann das ich für den 2. Betrieb ebenfalls eine USt Erklärung brauche wird es auch keine erzeugen.


    In der PV Maske gibt es allerdings noch den Punkt ob noch andere Umsätze vorhanden sind. Wenn ich das bejahe und auf das Infofeld klicke kommt die Info hoch das man für weitere Umsätze das Modul Umsatzsteuer nutzen soll. Da steht aber nichts dazu wie man das dann integriert.

    Also habe ich testweise mal eine USt Erklärung erstellt, die kann ich aber nicht ins Hauptprogramm integrieren weil man die scheinbar nur allein abgeben kann. Dann habe ich aber wieder das Problem das ich die PV Anlage hinzufügen muss (für die die USt Voranmeldung ja schon im Hauptprogramm erstellt wurde).

    Alles ziemlich kompliziert und ich kann mir nicht vorstellen das ich mit der Konstellation PV Anlage plus "normales" Gewerbe allein bin.

    Nur noch als Nachtrag:

    Beim Finanzamt laufen beide Gewerbe zusammen unter einer anderen Nummer als die Einkommensteuer.

    Ich habe in den Eingabemasken für beide Gewerbe nun diese abweichende Betriebssteuernummer eingegeben.

    Leider immer noch ohne Erfolg, die USt Voranmeldung wird nur für die PV Anlage generiert. Allerdings wird jetzt zumindestens die Steuernummer richtig übernommen. Normalerweise könnte man ja Eingaben durch Anklicken in das Feld auch aus der Formularübersicht ändern, funktioniert nur nicht da ich dann wieder auf die Eingabemaske der PV Anlage komme:-(

    Ich habe mit dem FA vereinbart das ich das so, wenn ich es bis dahin nicht geändert bekomme, einreiche und dann über das ELSTER Portal die korrigierte USt Voranmeldung übermittele. Laut Aussagen des Mitarbeiters würde immer die aktuellste Version zur Bearbeitung herangezogen.

    Ich habe auch eine Kundenanfrage bei Buhl eingereicht ob die Zusammenfassung von 2 Gewerben nicht so ohne weiteres über die Eingabemasken möglich ist.

    Wie gesagt, vielleicht liegt das Problem auch zwischen meinen Ohren, aber bei einer Anlage KAP z.B. werden doch auch mehrere Bescheinigungen von Banken zu einer Erklärung zusammengefasst, warum sollte das bei einer USt Voranmeldung nicht funktionieren.

    Falls das für die Experten hifreich ist. die Abrechnung der Umsatzsteuer erfolgt vom FA gemeinsam und zwar unter einer anderen Steuernummer als meine "normale" Einkommensteuer, d.h.

    Die PV Anlage wird scheinbar unter der persönlichen "Einkommensteuernummer" geführt. Für das zweite Gewerbe habe ich keine separate St Nummer eingetragen. Dies müsste man m.W. nach bei Angaben zum Betrieb unter dem zweiten Punkt "Ist eine abweichende Betriebssteuernummer vorhanden" eintragen. Ich habe das Feld mal aufgemacht und mal probeweise die zweite Steuernummer eingegeben, da ändert sich nichts.

    Nochmal auf die Einfachheit des günstigen Programms zurückzukommen. Ich habe laut 1. Anlage EÜR sagen wir mal 100 € an USt vereinahmt, bei dem zweiten Gewerbe 400 €. Bisher wird mir nur die 100€ in der Voranmeldung aufgeführt. Ich bin ja ein steuertechnischer Laie (deshalb braucht mal ja ein Programm wie WISO) aber warum sollte es nicht möglich sein für die Voranmeldung die 400€ aus der zweiten EÜR zu addieren und 500€ auszuweisen?


    Nicht falsch verstehen, ich bin für jeden Rat dankbar nur habe ich mir mal die Erstellung einer separaten EÜR angeschaut, und das ist um Einiges komplizierter. Für Spezialfälle sicherlich sinnvoll, aber für meine wenigen Beträge an Arbeitslohn für die ich dem Kunden 19% berechnen musste....


    Ich werde wohl mal beim FA um Klärung (speziell mit den beiden St.Nr.) bitten, ist nur das Problem den richtigen dort zu erreichen:-)

    Ich habe schon gesucht aber leider nichts gefunden.

    Bei der Eingabe der Daten für das zweite Gewerbe wird die Einnahmen Überschuß Rechnung erstellt (wird auch in den Formularen angezeigt). Wenn in dieser Rechnung gezahlte USt enthalten ist müsste die doch wie bei dem ersten Gewerbe(PV Anlage) auch als USt Voranmeldung analog mit rauskommen.
    In dem Link wird erklärt das für eine Zusammenfassung der USt Voranmeldung eine zweite EÜR generiert und dann importiert werden muss.

    Ich kann mir nicht vorstellen dass das ein Erstellen ein zweites Mal erforderlich sein soll.

    Bisher habe ich mir mit der Krücke geholfen das WISO nur die USt von der PV Anlage gemeldet hat und ich die USt vom zweiten Gewerbe direkt nach Abgabe manuell über das ELSTER Portal nachgemeldet habe. Ich kann mir aber nicht vorstellen das es nicht einfacher geht zumal beide EÜR Formulare ja in WISO vorhanden sind.

    Hallo,

    vielleicht liegt das Problem ja nur zwischen meinen Augen, aber....

    Ich habe zwei Gewerbe, eine PV Anlage und einen Betrieb in dem ich Einkommen durch Arbeitsleistung erziele.

    Bei beiden Gewerben wird Umsatssteuar berechnet und dem "Kunden" in Rechnung gestellt. Die müsste ich ja bei der Umsatsteuervoranmeldung angeben.

    Ich arbeite mit WISO Sparbuch, für die PV Anlage wird unter den Formularen auch eine Umsatzsteuervoranmeldung generiert, nur bei dem zweiten Betrieb funktioniert das nicht.

    Das einzige Bedienfeld in dem die "vom Kunden erhaltene" Umsatzsteuer aufgeführt ist ist in der Rubrik Betriebseinnahmen. Dort gibt es das Feld Betriebseinahmen zum allgemeinen Steuersatz (19%). Öffne ich dort die Detaileingabe kann ich über die detaillierte Eingabe den Bruttobetrag der Rechnungen eingeben und es wird mir auch der korrekte Umsatzsteuerbetrag angezeigt.

    Es wird aber keine UST Voranmeldung generiert. Als Betriebsform habe ich ein Kleinunternehmen (umsatzsteuerpflichtig) eingetragen und die Einnahmen/Überschuß Rechnung.

    Was mache ich falsch? Habe ich irgednwo eine Checkbox vergessen? Ich dachte eigentlich wenn die UST schon korrekt in den Betiebseinnahmen angezeigt wird sollte auch eine Voranmeldung generiert werden.

    Vielleicht hatte ich mich etwas missverständlich ausgedruckt. Es ging um die Jahressteuerbescheinigung der Bank für 2018 (und nicht dem Jahressteuerbescheid des FAs) wo durchaus Verluste anfallen können wenn ein Anteil in 2018 verkauft wurde.
    Es ist auch klar das Gewinne/Verluste erst ermittelt werden können wenn ein Anteil dann auch real verkauft wird.
    Mir liegt jedoch ein Schreiben meines FAs vor aus dem hervorgeht das Verluste nicht angerechnet werden sowie eine Auskunft meiner Bank das solche Verluste auf zukünftigen Steuerbescheinigungen deswegen auch gar nicht mehr aufgeführt werden. Man müsste sich das dann selbst aus der Differenz zwischen Verkaufs- und fiktivem Einkaufskurs berechnen. Aber warum wenn das FA sowieso nichts anerkennt.

    Und selbst vermeiden kann man es auch nicht immer. Wenn es z.B. wegen einer Umstrukturierung in einem Investmentfond es zu einem steuerrelevanten Verkauf kommt ist man dabei, ob man will oder nicht.

    Wenn es sich um die fiktiven Verluste zum 1.1.2018 handelt, rechnet die Bank diese bei Gewinnen an! Das ist Sache der Bank, nicht des Finanzamtes.

    Ist leider nicht so.

    auf der Steuerjahresbescheinigung für 2018 waren diese Verluste noch aufgeführt, auf der für 2019 nicht mehr. Laut Bank weil sich diese fiktiven Verluste ja steuerlich seit den Ausführungsbestimmungen von 2019 nicht mehr anrechnen lassen.

    Die Verluste werden ja nicht ignoriert, sondern mit den Gewinnen aus "Neuverträgen" verrechnet. Warum sollte dies nciht rechtens sein?

    Leider findet keine Verrechnung statt, vielleicht wenn Verluste zum Kaufkurs vor 2008 auftreten, aber das ist selbst mit der aktuellen Corona Delle wahrscheinlich eher unwahrscheinlich.

    Es ist mir schon klar dass das rechtens ist, nur warum ist es logisch das Gewinne angerechnet, Verluste aber ignoriert werden? Das leuchtet mir rgendwie nicht ein, vielleicht habe ich da auch einen Denkfehler.

    Ein Depot wurde doch mit dem fiktiven Ver/Ankauf zum Jahreswechsel 18 wieder genullt. Wenn ich ab da Kursgewinne erzielt habe werden die mir auf den Freibetrag angerechnet. Ich rede ja nicht davon das diese Verluste mit irgendwelchen anderen Aktiengewinnen verrechnet werden können sondern nur um die Anrechnung bei dem Freibetrag.

    Ich habe jetzt eine Stellungnahme meines FA erhalten.
    Zitat

    "Der Freibetrag bezieht sich hier nur auf Gewinne, eine Verrechnung mit Verlusten erfolgt nicht"


    Wenn dies rechtens sein sollte ist das m.E. ein noch größerer Skandal als die Sache mit der Teilfreistellung bei der ja "nur" 30% der Verluste nicht angerechnet werden.

    Aber wundern würde mich das bei der "anlegerfreundlichen" Politik unserer Bundesregierung nicht.

    Meines Erachtens ist dies nicht notwendig, denn Verluste aus Aktienverkäufen werden mit Gewinnen verrechnet, Insofern stehst du doch gut da - Verluste aus "Altanteilen" kannst du mit steuerpflichten Gewinnen aus "Neuanteilen" verrechnen. Wenn du hier jetzt auch noch den Freibetrag erhöht bekämst, hättest du einen doppelten Vorteil.

    Ist das nicht ein Sonderfall da die Verluste ja unter Umständen gar nicht real angefallen sind sondern nur den Freibetrag betreffen? Z.B. einen Anteil 2007 für 1000€ gekauft, der war zum Stichtag 1.1.18 dann 2000€ wert und dann dieses Jahr für 1400€ verkauft. Real ist ein Gewinn von 400€ entstanden gegenüber dem fiktiven Einbuchuchungswert aber ein Verlust von 600€. Und diesen Verlust kann ich ja nicht mit dem Gewinn aus dem Verkauf von Neuanteilen ausgleichen, die ganze Anrechnung mit dem Freibetrag funktioniert ja nur bei Altanteilen

    Es wäre doch nur gerecht wenn Gewinne und Verluste zu dem fiktiven Einkaufskurs gleich behandelt würden. Ich mag mir gar nicht vorstellen wenn dieser Corona Einbruch im Dezember 2017 stattgefunden hätte. Dann wäre der Freibetrag u.U. sehr schnell aufgebraucht.

    Hat schon jemand mal versucht einen Verlust einzutragen? Das geht in Feld 8a der Anlage KAP nicht. Wer derzeit einen Altanteil verkaufen will/muss wird ja wahrscheinlich gegenüber dem Stichtag 1.1.18 einen Verlust erleiden.
    Man bekommt bei einem Verlust ja nicht "zuviel" gezahlte Steuern zurück, aber es sollte doch auf jeden Fall wieder den Freibetrag erhöhen.

    Ich glaube das ist mit Verlusten etwas komplizierter. Die Verluste sind ja nicht unbedingt real auf einen Anteil angefallen sondern nur auf den fiktiven Einkaufskurs vom 1.1.18
    Als Beispiel, ich habe Fondsanteile 2007 für 10000 Euro gekauft. Die waren zum 1.1.18 dann 13000 € wert und wurden mit diesem Betrag als neuer Einkaufkurs eingebucht. In 2018 sind die Kurse gefallen und ich habe die Anteile im November für 12000 € verkauft. Ich habe also effektiv eigentlich einen Gewinn von 2000 € gemacht, aber mein "Gewinnguthabenkonto" (von dem Freibetrag von 100000 €) müssten theoretisch 1000 € addiert werden da ich ja einen "negativen" Gewinn gegenüber dem neuen Einstandskurs gemacht habe.

    Laut meiner Bank sollen aber Verluste laut einem 152 Seiten langen Schreiben vom BFH vom 21.05.19 nicht auf den Freibetrag angerechnet werden, deshalb werden diese in Zukunft auch nicht mehr auf der Steuermitteilung ausgewiesen. Der Anleger müsste also den Verkaufskurs mit dem Einbuchungskurs manuell vergleichen um überhaupt festzustellen das er Verluste gemacht hat. Wobei wenn ein Fonds dann verkauft wurde und weder Gewinne noch Verluste aufgeführt würden wären die Chancen relativ hoch das dabei (nicht mehr aufgeführten) Verluste entstanden sind.

    Alles immer vorrausgesetzt ich habe das richtig verstanden. Bei der anlegerunfreundlichen Einstellung unseres Finanzministers wäre das aber nicht undenkbar, Gewinne besteuern, Verluste unter den Tisch fallen lassen.

    Normalerweise kommen Gewinne aus Altanteilen wohl in das Feld 8a der Anlage KAP, dort sind aber keine negativen Einträge möglich.

    Fondsanteile die vor 2008 gekauft wurden, wurden zum 1.1.18 fiktiv verkauft und mit dem neuen Kaufkurs eingebucht. Auf diese Kaufkurse hat man jetzt beim Verkauf mit Gewinn einen Freibtetrag von 100.000 €.

    Hat jemand hier im Forum schon mal seitdem einen Fonds mit Verlust verkauft? Wenn ich ein Schreiben meiner Bank richtig deute werden Verluste gar nicht auf dieses Freibetragskonto angerechnet, d.h. wenn ich einen Anteil mit 1000€ Gewinn verkaufe vermindert sich mein Freibetrag um diese 1000€. Wenn ich aber einen mit 1000€ Verlust verkaufe erhöht sich mein Freibetrag nicht um diese 1000€ sondern dieser Verkauf mit Verlust bleibt unberücksichtigt.

    Ich hoffe ich habe das Schreiben falsch gedeutet, obwohl da ziemlich genau drin Stand das Verluste nicht mehr ausgewiesen werden.
    Wenn dies so wäre.........:cursing:

    Ich habe eine Frage zur Eingabe von Daten im Bereich Kapitalerträge.

    Auf meiner "Jahressteuerbescheinigung" von der Bank wurde mir "nachrichtlich" ein Gewinn auf


    Alt-Anteile im Sinne des § 56 Abs. 2 Satz 1 InvStG 2018, die keine

    bestandsgeschützten Alt-Anteile im Sinne des § 56 Abs. 6 InvStG 2018

    sind, wurden veräußert und ein Gewinn/Verlust nach § 56 Abs. 3 Satz 1

    InvStG 2018 erzielt (ohne Fälle der Ersatzbemessungsgrundlage nach

    § 56 Abs. 3 Satz 4 InvStG 2018)


    bescheinigt. Diese sind wohl bei der Umwandlung eines Fonds (und damit erfolgten Verkauf) entstanden.

    In welche Maske muss ich diese Gewinne eintragen? Der entsprechende Fonds wurde zwischen 2008 und 2018 gekauft, also auch "fiktiv" zum 1.1.18 verkauft. Ich nehme an die bescheinigten Gewinne sind die die nach dem 1.1.18 bis zum Verkauf in 2019 angefallen sind.

    Der erzielte Gewinn muss doch irgendwie steuerrelevant sein sonst würde er doch nicht auf der Jahressteuerbescheinigung stehen. Und warum dann nur "nachrichtlich"?