Beiträge von Jogi76

    Daher meine Frage nach der 1. Tätigkeitsstätte

    Die 1. Tätigkeitsstätte ist ja genau definiert und auch für den selbstständigen anzuwenden. Hier heißt es dann im weitern, wenn eines der zeitlichen Kriterien nicht zutrifft ist diese nicht gegeben. Somit kann nach Schilderung davon ausgegangen werden, dass es keine 1. Tätigkeitsstätte gibt bzw. diese das HomeOffice darstellt. Ich halte es für ausgeschlossen, dass der Auftraggeber im Vertrag betreffendes festgelegt hat. Somit liegt die Bestimmung beim Selbstständigen. Aber der TE scheint inzwischen kein Interesse mehr an seinem Beitrag zu haben. ?(

    Meine Frage ist, gilt die Fahrt zum Depot als Arbeitsweg

    Nein, es sind Betriebsfahrten.

    Ich arbeite unter anderem als "selbstständiger" Fahrer für Amazon Flex.

    Vielleicht erklärst Du einfach mal "unter anderem", dann klärt sich auch die Frage der Selbstständigkeit. Verstanden wurde hier bisher, ein Auftraggeber und somit rentenversicherungspflichtig! Es sei denn, Du hast einen sozialversicherungspflichtigen Angestellten.


    Und wie weise ich meine Fahrten dem Finanzamt am besten nach? Fahrtenbuch?

    Würde ich auf jeden Fall machen! Aufgrund des Umfanges solltest Du Dir vielleicht überlegen ein elektronisches Fahrtenbuch anzuschaffen. Je nach Nutzung und vielleicht auch der Erklärung was "unter anderem" beinhaltet wäre das Finanzamt für eine Dokumentation der Fahrten dankbar.

    Ist eines der Depots als "1. Tätigkeitsstätte" zugeordnet worden? Wenn ja, wären die Fahrten dorthin unter der Rubrik "Fahrten zwischen Wohnung und 1. Tätigkeitsstätte" zu erfassen.

    Da wäre ich mir bei einem Unternehmer aber nicht so sicher. Begründet er da wirklich eine "Betriebstätte, wenn er dort nur seine Ware einsammelt? Ich denke doch, eher nein.

    ?(

    Gebühren einer Finanzierungsvermittlung über den Darlehensgeber (also nicht von mir) bezahlt

    Das diese dann entsprechend im Darlehensvertrag ausgewiesen werden muss, hat nichts damit zu tun, dass sie irgendwie indirekt von Dir bezahlt wird. Inwieweit der Kreditgeber dann über die Konditionsgestaltung in seiner Marge den Vermittler berücksichtigt hat kann dann vernachlässigt werden, da Du die Kreditzinsen (und damit auch den Vermittler) entsprechend im vollem Umfang ansetzten kannst.

    ?(

    Werde konkret!

    wenn die Gebühren einer Finanzierungsvermittlung über den Darlehensgeber (also nicht von mir) bezahlt werden, sind diese dennoch abzugsfähig, oder kann ich diese dann nicht mehr für mich anrechnen lassen? Ich hoffe doch sehr, da ich sie schließlich indirekt ja wieder über die Kreditkosten bezahle.


    Wenn der Vermittler nicht direkt von Dir bezahlt wird, erhält er eine Provision für seine Vermittlung vom Kreditgeber. Das diese dann entsprechend im Darlehensvertrag ausgewiesen werden muss, hat nichts damit zu tun, dass sie irgendwie indirekt von Dir bezahlt wird. Inwieweit der Kreditgeber dann über die Konditionsgestaltung in seiner Marge den Vermittler berücksichtigt hat kann dann vernachlässigt werden, da Du die Kreditzinsen (und damit auch den Vermittler) entsprechend im vollem Umfang ansetzten kannst.

    Das Gesamtdarlehen für das Haus setzt sich aus 2 Darlehen zusammen:


    #1: 66% der Darlehenssumme über ein Annuitätsdarlehen

    #2: 33% der Darlehenssumme über einen Riester-Bausparer mit Sofortauszahlung. Wir haben also ein Vorausdarlehen bekommen.

    Schöne, diese Info wäre im Vorfeld tatsächlich hilfreich gewesen. ;)


    Trotzdem! Beim Kauf des Objekts war dieses komplett fremdgenutzt! Somit würde auch kein Riester gefördertes Darlehen in Frage kommen. Hier ist jetzt Eigeninitiative gefragt. Du müsstest den Vorgang bei der ZFA anfragen und klären lassen, in wie weit die nachträgliche Selbstnutzung förderfähig ist.

    Die Heizung ist doch sowieso Anlagevermögen, das nur über die Nutzungsdauer (also Abschreibungen) auf die Wohnungen anteilmäßig verteilt werden kann,

    Würde ich pauschal so nicht sehen. Das Objekt war mit alter Heizung in 2019 im betriebsbereitem Zustand. Somit sind es m.E. Erhaltungsaufwendungen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass die Kosten nicht 15% des Kaufpreises übersteigen.

    Der Wohn-Riester geht für die selbst genutzte Wohnung,

    Auch dies ist noch fraglich! Der Erwerb fand in 2019 als vollkommen vermietet statt. Somit wäre hier schon nicht der Verwendungsnachweis für den Erwerb eines selbst genutzten Wohneigentum gegeben. Inwieweit hier dann der zeitliche Zusammenhang gesehen werden kann wird Dir nur die ZFA beantworten können. Bei Leerstand in 2019 und Fertigstellung sowie Bezug im Dezember 2020 könnte dies gute Aussichten haben. In jedem Fall hätte Dir unter diesen Voraussetzungen keine riestergeförderte Finanzierung über die Gesamtsumme angeboten werden dürfen. Mit Antragsstellung einer solchen Finanzierung bestätigst Du den Erwerb eines selbst genutzten Wohneigentums. Hier hätte der Hinweis kommen müssen, dass ein solches Darlehen nur in Höhe der anteiligen Selbstnutzung möglich ist. Eine Heilung könnte dann erfolgen, wenn Du in nächster Zeit dazu aufgefordert wirst, die förderfähigen Herstellungskosten anzugeben. Hier wirst Du dann den anteiligen Betrag Deiner Wohnung angeben müssen. Eine Anpassung der förderfähigen Eigenbeiträge erfolgt dann automatisch. Diese Aufforderung erfolgt ca. 2-3 Jahre nach Bestätigung über den Bezug des Wohneigentums.

    Ich habe ein voll vermietetes 3-Parteien Haus Mitte 2019 gekauft und dafür einen Riester-Bausparvertrag abgeschlossen.

    Oh mein Gott! Wer hat Dir denn so etwas angetan? Ein Wohnriester, also Dein Riester-Bausparvertrag, kannst Du nur für selbstgenutzes Wohneigentum verwenden. Steht das Bausparkonto auch in Verbindung mit einer zertifizierten Vorfinanzierung? Dann wurdes Du hier falsch beraten! Du solltest hier schleunigst den Zulagenantrag zu dem Bausparkonto widerrufen und auch keinerlei steuerlichen Vergünstigungen hierzu beantragen!

    Ich nutze EÜR schon lange nicht mehr, aber ich gehe mal davon aus, dass die hier angezeigten Konten als Vorgabe für Stapelbuchungen dienen und Du wie schon von lavender beschrieben ein "freie Buchung" machen musst. Was passiert denn wenn Du dort 1705 eingibst?

    ...die nächste Frage ist... was bedeutet "an" ;)

    weil Buhl Buchhaltungssoftware auch unbedarfte Selbständige ansprechen soll, wird hier mit Bildchen, Zuordnungen und Buchungsarten,-Varianten "gebucht"

    Von daher kann ich miwe4´s Einwand gut verstehen.

    Ja, alles gut! Aber man kann die Kirche auch mal im Dorf lassen!;) Der TE hat hier eine konkrete Frage gestellt. Hier hilft zunächst einmal eine konkrete Antwort weiter. Alles andere kann sich dann entwickeln! Von vorn herein den TE mit unnötigen Rückfragen zu verwirren, kann nicht zielführend sein. Und mal ganz ehrlich... der Unterstützer, der sich halbwegs mit dem Thema befasst weiß worauf der TE hinaus will.


    Für die Übersicht des Forums kann ich trotzdem nicht verstehen, was eine Frage "wie lautet das Sachkonto" in der Softwareunterstützung landen kann!


    Die Helfer hier lesen sich nicht alle Beiträge des Forums durch. Somit führt das verschieben in die falsche Kategorie dazu, dass die Helfer nicht antworten, da sie z.B. nicht in die Software Kategorien schauen. Wenn man so vorgeht hat man die Frage: "Wie lautet das Sachkonto" einemal in Wiso Sparbuch, einmal in Wiso EÜR, einmal in Wiso Unternhemen, einmal in ......

    Danke sehr. Buche ich auf das selbe Konto die 5000€ Eingang als auch Ausgang? (Also ich bekomme das Darlehen und zahle es wieder zurück)?

    Ich traue mich eigentlich gar nicht zu antworten...:censored:


    Ja! Bank an 1705 wenn Du es bekommst und 1705 an Bank wenn Du es zurück zahlst.


    Für Softwarerelevante Fragen hierzu wird miwe4 sicherlich noch zur Verfügung stehen. 8)

    Weil z.B. das Sparbuch nur einen verkürzten Kontenrahmen hat.

    Ja und? Deshalb bleibt 1705 (ich ergänze mal noch SKR03) immer egal bei welcher Software das richtige Konto. Und wenn ich es nicht habe, dann lege ich es an. Wobei dieses Konto auch in jedem verkürztem Kontorahmen vorhanden ist. Da Du hier dann EÜR unterstellst wäre auch das zweite Argument hinfällig.



    Und gewisse Softwareprodukte haben dann auch wieder spezielle Vorgehensweisen bei der Buchung.

    Unabhängig davon, dass der TE nur gefragt hat, welches Konto er nutzen soll, buchen wir in allen Softwareprodukten (so meine Hoffnung) Soll an Haben. Würde hier die Frage aufkommen, welches das Konto und welches das Gegenkonto ist wäre Deine Anmerkung tatsächlich vollkommen richtig.


    Weil es um Konten und Buchen geht und wir nun einmal entsprechende Unterforen haben, die den Produkten zugeordnet sind.

    Und deshalb hat mich Deine Anmerkung auch verwundert. Erstens fragt der TE nur nach einem Konto und zweites befindet sich sein Beitrag nicht in der Kategorie Software sondern Unternehmen und Steuern.



    Noch nicht gemerkt?

    Doch, habe ich schon gemerkt. Jedoch werden meine Beiträge, die ich in die richtige Kategorie einstelle immer in eine falsche Kategorie verschoben. ;)

    Bei auf Software bezogene Fragen bitte immer auch genau die genutzte Software(-version) bezeichnen.

    Erleuchte mich bitte, inwieweit die Auswahl eines Buchungskontos softwarebezogen abweichen könnte. :/

    Bzw. woran machst Du fest, dass es sich hier um eine softwarebezogene Frage handelt:?:

    Da ich nunmehr mit meinem Finanzamt über eine Lösung des Problems gesprochen habe, möchte ich gerne, für diejenigen, die mal ein ähnlichen Problem haben oder für die, die eine falsche bzw. eine starre Meinung haben, die Lösungsansätze von meinem FA mitteilen.


    Aber ich möchte es mir auch nicht nehmen lassen, dass ich hier immer wieder enttäuscht über die despektierlichen Kommentare bin. Man kommt sich als TE vor, als sei man einen Happen doof. Und letztendlich stellt sich heraus, dass eine naiv anmutende Denkweise doch richtig ist.


    Nachdem ich den Vorgang meinem Sachbearbeiter geschildert habe wurden folgende Lösungsansätze angeboten:


    1. Verbuchung des nachträglichen Umweltbonus als Ertrag in 2021.

    2. Korrektur der AFA aus 2020 und Reduzierung KP um Umweltbonus in 2021 (ohne Berührung IAB da dieser durch andere Investitionen aufgebraucht wird)


    Natürlich wäre im die Korrektur in 2020 lieber gewesen. Jedoch hatte mein Sachbearbeiter Verständnis für den hohen Aufwand der Korrektur und hat somit kein Problem mit der Korrektur in 2021.


    Das Forum könnte wirklich lebhafter sein, wenn genau solche Grauzonen und Lösungsansätze neben den gesetzlichen Bestimmungen diskutiert werden könnte ohne gleich an den Pranger gestellt zu werden.

    Wieso unhöflich? Wenn Du es so empfindest, tut es mir leid! Aber es hat nun mal tatsächlich den Anschein, dass Du es nicht verstanden hast! Wie ich bereits erklärt habe wusste ich eben nichts von der tatsächlichen Höhe des Zuschusses, da er während der Antragsphase (in der ich das Fahrzeug bereits aktiviert habe) erhöht/ korrigiert wurde. Das es sich hierbei um einen Bilanzfehler handelt habe ich nie bestritten. Ich habe hier lediglich um den Ratschlag einer alternativen Lösung gefragt. Ob ich hier einen Aufwandsüberschuss habe kannst Du doch eigentlich gar nicht beurteilen! Wenn ich betriebswirtschaftlich Denke wird der verbleibende Ertrag durch das korrigieren der Bilanz aufgebraucht. Würde ich diese Korrektur einem Steuerberater aufgeben wären die verbleibenden 186 Euro sehr schnell aufgebraucht. Für mich bedeutet es (da alle Buchungsperioden 2020 abgeschlossen sind) eine Rücksicherung auf März, da ich dort die Perioden abgeschlossen habe. Dann könnte ich die Korrektur (IAB, AfA Buchungen und Verzeichnis sowie Rechnungsabgrenzung) verbuchen. Anschließend müssten die EB Werte korrigiert werden und alle Buchungen ab März neu erfasst werden. Dieser Gesamtaufwand beläuft sich auf mehr als 186 Euro. Somit liegt es nahe, auf die Zahlung vom Autohaus zu verzichten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich verpflichtet bin diese anzunehmen!