Beiträge von Jogi76

    "Kein OP" heißt doch aber nicht, dass die Zuordnung an sich bzgl. der Jahresverkehrszahlungen korrekt sind?

    Ja, das ist vollkommen richtig! Hier kommt es natürlich auch darauf an, ob dies für einen wesentlich ist. Wir reden hier ja hoffentlich nicht von 6-stelligen Erträgen, die mit 7-stellingen Aufwänden verrechnet werden. ;) Und die Vermögenslage betrachte ich doch eher in Forderungen und Verbindlichkeiten als in JVZ-Soll/Haben.



    Hoffe aber, dass für JennyG.83 die Fragestellung abschließend geklärt ist ;)

    Bestimmt! Da unser Exkurs ja auch nicht unbedingt etwas mit der Frage zu tun hatte.;)

    Forderungen und Verbindlichkeiten haben unterschiedliche Fälligkeiten und Zahlungszeitpunkte

    Damit wäre für Dich auch keine Aufrechnung möglich. Für mich schon und für den TE vielleicht.


    und da lex specialis immer lex generalis außer Kraft setzt,

    Wenn Du das grundsätzlich so siehst...


    Aufrechnung musst du dem Partner aber erklären

    Sorry, hier musst Du mir erklären wer der Partner ist.

    okay, aber was ist mit dem bilanziellen Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten....nicht mehr "wirklich" eindeutig

    In der Bilanz erscheint hierüber kein Ausweis, da zum 31.12. kein OP hierzu vorhanden ist.


    Du solltest nicht so einfach von einem Makler auf die gewerbliche Wirtschaft schließen.

    Ich weiß jetzt nicht, wer hier Makler sein soll, aber die Aufrechnung nach § 387 BGB gilt für alle Wirtschaftszweige. Und somit ist es für alle erlaubt, bei denen hierdurch der Einblick in die Vermögenslage nicht beeinträchtigt wird. Alles andere bleibt jedem selber überlassen. Im übrigen gehört ein Makler als Dienstleister auch zur gewerblichen Witschaft.;)

    Aber nicht bei Bilanzierung - Stichwort "Saldierungsverbot" :saint:

    Grundsätzlich ist das richtig!


    Aber es kann geprüft werden ob eine Aufrechnung nach § 387 BGB möglich ist.


    Natürlich ist es immer günstiger für den Debitor, der auch Kreditor ist, ein separate Konten anzulegen. Ich nutze jedoch für meinen Hauptdebitor, der mir monatlich im Zusammenhang mit meiner Leistung auch Versicherungen und Leasingkosten in Rechnung stellt nur das Debitorenkonto, da die Verrechnung immer zum Monatsende erfolgt und somit der Einblick in die Vermögenslage nicht beeinträchtigt ist.

    Drückst Du Dich? ;)

    :thumbsup: Ich hasse Texte, in denen ich um sie verstehen zu können erst die anderen unzähligen §§ff lesen zu müssen. Insbesondere, da ich mit dem TE mitfühlen kann, da ich die Umsatzsteuer zwar kenne, aber auch durch Befreiung keine Berührung damit habe.


    Und tatsächlich blutet mir das Herz, weil dieser faupax hätte mir genau so auch passieren können.


    Die Veräußerung und damit einhergehenden ungewöhnlichen Umsätzen im insb. Fuhrpark lassen die FB gerne aufhorchen. Ich hatte hierdurch vor 8 Jahren eine BP, die ergründen sollte, ob das ebenfalls ominöse Autohaus nicht etwas bar auf die Kralle gezahlt hat. Witziger weise muss ich durch diesen Beitrag eingestehen, dass meine Rechnung an das Autohaus keineswegs den Bestimmungen der Rechnungslegung entsprach. Dies hat den Prüfer allerdings nicht interessiert. :vain: Das schlimme im nachhinein ist, ich hätte genauso wie der TE einem Wunsch zur Ausweisung der Umsatzsteuer entsprochen. :dash::grumble:

    Die Beseitigung der Gefährdung des Steueraufkommens ist gegeben, wenn der Käufer die Vorsteuer nicht gezogen hat oder diese zurück überwiesen hat.


    M.E. musst Du wie geschildert die Rechnung wie beschrieben korrigieren und der Käufer die Vorsteuer zurück zahlen. Die Berichtigung ist bei Deinem FA zu beantragen. Dieses informiert sich dann beim FA des Käufers ob die Gefährdung beseitigt ist.

    Mir stellt sich die Frage, ob die Rechnungen nicht so oder so alle korrigiert werden müssen?

    M.E. besagt die Regelung nur, dass bei nachträglicher Feststellung die Umsätze um 19% zu schmälern sind und diese nachgezahlt werden müssen. Wäre natürlich fatal, wenn die Rechnungen tatsächlich alle korrigiert werden müssten. In beigefügtem Link wird es wie folgt erklärt:


    "Die unzutreffenden Angaben müssen dabei durch ein Dokument übermittelt werden, das spezifisch und eindeutig auf die Rechnung bezogen ist. Für dieses Dokument gelten die gleichen Anforderungen an Form und Inhalt wie für die Rechnungen. Die Originalrechnung muss grundsätzlich nicht zurückgegeben werden."


    Allerdings ist dort auch angemerkt, dass eine falsche Rechnung jederzeit korrigiert werden kann.


    https://www.haufe.de/finance/s…n-was-tun_190_129472.html

    Moment mal! Ist es in diesem Fall nicht sogar geboten, die Umsätze um 19% (je nach Art der Produkte und Dienstleistungen) zu schmälern und diese nachzuzahlen? Ich kenne in dieser Hinsicht keine Ausführung, dass die 19% auf den Umsatz nachgezahlt werden müssen.


    Können wir hier nicht auch davon ausgehen, dass nach der von der FB gebotenen Berechnungsmetode bereits nachgezahlt wurde? In diesem Fall stellt sich die Frage doch gar nicht, da sonst bei Aufschlag von 19% wiederum eine Nachzahlung fällig wird. Wie in dem Berechnungsbeispiel dargestellt wurden dann 159,66 Euro nachgezahlt und dem Unternehmer 190,00 Euro in Rechnung gestellt. Denke ich hier falsch?

    Das wäre dann unter "Lehrgeld" zu verbuchen.

    Als Unternehmer ist dies die einzige Lösung!


    Du hattest als Kleinunternehmer durch die Umsatzsteuerbefreiung einen Marktvorteil durch niedrigere Preise und zusätzlich einen Arbeitsaufwandsvorteil durch eine einfachere Buchführung. Diese Vorteile können nunmehr nicht gewährt werden, da Du eine höheren Umsatz hast.


    Ich weiß hier nicht, ob Du Deine Bücher selber führst oder Du einen Steuerberater hast. Aber in jedem dieser Fälle hätte die buchführende Person im Dezember feststellen müssen, ob der Wegfall der Kleinunternehmerregelung in 2020 greift. Wir haben jetzt Mai! Wie würdest Du als Kunde reagieren, wenn Dir jemand im Mai mitteilt, dass er jetzt erst gemerkt hat, dass die Kleinunternehmerregelung wegfällt und jetzt Umsatzsteuer ausgewiesen bzw. auf den Ursprungsrechnungsbetrag drauf geschlagen wird? Für mich wäre das ein No-Go!

    Hm ok dann muss ich das mal überdenken mit dem Kassenbuch zusätzlich..

    Du musst Deine Bücher immer mit der Brille der Finanzbehörde führen! Bei der Vielzahl der Bargeschäfte und Deiner Dokumentation wird irgendwann die Frage kommen : Und wie viel haben Sie tatsächlich bar erhalten? Du hast mit diesem System eine große Angriffsfläche, die nicht sein muss. Verschaffe Dir Buchführungsgrundkentnisse und das ganze wird auch für Dich transparent. Als Unternehmer ist das ein muss!

    m.A.n. versteht der TE nicht was das ´an ´bedeutet. weil ´per´fehlt ;)

    Da liegst Du vollkommen richtig! Ich wusste aber nicht wie ich darauf eingehen soll. Vielleicht hat er aber auch Glück und ist nicht gezwungen eine freie Buchung zu machen. ;)

    Ja ich weiß dass das so nicht ideal ist alles. Aber wie gesagt es wirft noch nicht genug ab alles und die Leute geben mir das eben so auf die Hand mit Rechnung eben. Ich erstelle ja Rechnungen das es nachvollziehbar ist. Der Steuerberater hat ja auch nix zu beanstanden gehabt die haben auch gewusst das ich in 2018 alles zum Aufbau aus der eigenen Tasche finanziert habe. Und wie gesagt Rechnungen hab ich selbst geschrieben und mit in meine Unterlagen beigefügt. Diese wurden eben von denen dann unter 1800/8195 verbucht dann. Also alle Ausgaben von Privat unter 1890 passt also dann der Umsatzerlös unter 8195 und 1200 dann hmm ok. Puhh muss ich mal schauen ich glaub bald ich kann das vergessen das ich keinen Steuerberater brauche......

    :thumbsup: