Beiträge von Jogi76

    Nö, steht genau da wie oben von Dir zitiert:

    Das angesprochene Zitat war aus der Quelle gemeint nicht von mir (ich habe ja geschrieben "aus dem zitiertem Beitrag" und nicht "aus meinem Zitat"). Also mal detailliert: Ich habe mich verschrieben und damit dem Quellenzitat widersprochen, da meine Kernaussage von Anbeginn gewesen ist, das die WG bei Entnahme und Verkauf als Ertrag versteuert werden müssen. Das hättest Du aber auch merken müssen, wenn Du Dir alle Beiträge von dem Thema durchgelesen hättest. ;):PLediglich die Beiträge von @namenlos, die ja eine andere Aussage treffen haben mich verwirrt bzw. ich konnte ihnen keinen Glauben schenken.



    Und dem gleichzusetzen ist immer auch die Entnahme. Und das alles natürlich unabhängig vom Zeitpunkt des Verkaufs oder der Entnahme.

    Und das wäre auch mein Wissenstand, der jedoch von @namenlos nicht geteilt wurde.


    Jetzt würde ich mich allerdings auch noch über eine Erleuchtung aus dem zweiten Teil meiner Frage freuen. Und damit nicht jeder nochmal die 11 Beiträge lesen muss:


    Spielt es eine Rolle, dass der Abgang des WG (Telefonanlage) in einem bereits geprüften Zeitraum liegt? Ich persönlich würde sagen, dass ich den Zeitwert trotzdem versteuern müsste bzw. die Erklärung bringen müsste dass das WG unentgeltlich abgegeben wurde. Aber vielleicht gibt es ja eine gesetzliche Regelung über bereits geprüfte Zeiträume? Oder können Prüfungen im Zehnjahreszeitraum sich mit bereit geprüften Zeiträumen überschneiden?

    Dies bedeutet aber nicht, dass beim Verkauf des WG (hier leider nur beispielhaft innerhalb der fünf Jahre) der Ertrag versteuert werden muss.

    ?(

    Dein eigenes Zitat in Deinem vorherigen Post:

    Natürlich aber muss bei einem Verkauf etwa der Erlös sofort und in voller Höhe als Ertrag erfasst werden."

    Gleiches gilt natürlich für Entnahmen.

    Argh, der Satz sollte natürlich mit "der Ertrag nicht versteuert werden muss" enden. Da habe ich beim setzen der Klammer den Faden verloren. ;)Dies geht ja auch so aus dem zitierten Beitrag vor.


    Also würdest Du dann auch sagen, dass dies auch für "nach fünf Jahre" gilt? Dies wäre jetzt der wesentliche Punkt.

    Inzwischen habe ich folgenden Beitrag gefunden:


    https://www.holstein-wistoff.de/d0411362.pdfx


    "Beim Sammelposten muss lediglich der Zugang des Wirtschaftsguts buchhalterisch erfasst werden. Am Jahresende wird dann alles
    zusammengerechnet: Weitere Dokumentationspflichten bestehen nicht. Es muss also weder Verbrauch noch Ausscheiden aus dem
    Betriebsvermögen festgehalten werden.
    Die im „GWG-Pool“ jährlich gebündelten Wirtschaftsgüter werden wie ein einziges Wirtschaftsgut mit jeweils 20 % über fünf Jahre hinweg abgeschrieben. Der Pool an sich bleibt unverändert. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten erhöhen
    den Wert des Pools ab dem Jahr der Zuschreibung. Geht ein Wirtschaftsgut, das in den Pool aufgenommen wurde,
    kurz danach kaputt, darf sein Wert nicht aus dem Pool herausgerechnet werden. Es kann nur im „Poolverbund“ über die insgesamt fünf Jahre abgeschrieben werden. Auch ein verkauftes Wirtschaftsgut darf nicht aus dem Pool ausgeschieden werden. Natürlich aber muss bei einem Verkauf etwa der Erlös sofort und in voller Höhe als Ertrag erfasst werden."


    Hier habe ich den Eindruck, dass bei Euren Beiträgen verwechselt wird, was einerseits im Pool passiert und wie andererseits die WG behandelt werden. Die Themen Verkauf, Verbrauch und Ausscheiden dürfen nicht zu einer Veränderung im Pool führen (lediglich Zuschreibungen). Dies bedeutet aber nicht, dass beim Verkauf des WG (hier leider nur beispielhaft innerhalb der fünf Jahre) der Ertrag versteuert werden muss. Leider beschäftigt sich der Beitrag nicht damit, wie mit dem WG nach fünf Jahren zu verfahren ist. Die Artikel aus meinem Pool haben noch einen Zeitwert von insgesamt mindestens 1.000,00 Euro. Die kann ich doch nicht einfach ohne weiteres privat vereinnahmen!? Würde mich natürlich freuen, wenn es so ist. :vain:

    Sieh dir einfach einmal das amtliche Formular AVEÜR an (in der Anlage dasjenige für 2019)

    Okay, da ich jedoch keine EÜR mache sieht mein AV so aus:



    Über die Anwendung ist auch ganz normal der Anlagenabgang usw. vorgegeben.


    Vielleicht ist jedoch hier die Sache eigentlich von mir nur aufgrund der AV Anwendung konstruiert. Aber ich kann auch keine Grundlage finden, die

    die Aussagen von @namenlos bestätigen.


    Siehst Du nesciens es denn genauso, dass der Verbleib der WG während und nach Poolabschreibung nicht belegt werden muss? Daran würde mich irritieren, dass bei meiner BP in 2012 die Nutzung und derzeitige Verbleib vom Prüfer erfragt wurde. Lediglich die Telefonanlage, um die es jetzt geht wurde von ihm nicht angesprochen.

    Aber wenn du mir nicht glaubst, lies selber nach.

    Das habe ich!


    https://www.haufe.de/finance/b…isprobleme_186_94018.html


    und:


    Zitat aus dem Beitrag Haufe "GWG-Pools haben den Nachteil, dass es beim Verkauf eines Wirtschaftsgutes nicht erlaubt ist, für die Gewinnermittlung den Buchwert vom Verkaufspreis abzuziehen."


    Widerspricht nun mal:



    Einen eigenständigen Abgang gibt es nicht, weil alle Poolgüter das gleiche Schicksal teilen und nicht entnommen oder verkauft werden können.

    Deshalb würde mich Deine Quelle interessieren.


    Übrigens: die Aufstellung im Jahr der Poolbildung dient dazu zu überprüfen, dass hier die Wertgrenzen für die einzelnen Gegenstände eingehalten werden, nicht dem späteren Entnahmen, zu welchen Zwecken auch immer.

    Dies widersprich sich mit dem Vollständigkeitsgebot des Anlagenverzeichnisses gem. § 246 Abs. 1 HGB und R 5.4. Abs. 1 Satz 5 EStR. Mir ist nicht bekannt, dass für Aufzeichnungspflichtige GWGs eine eigene Regelung für das Anlagenverzeichnis/ GWG Verzeichnis besteht!


    Ich würde mich sehr freuen, wenn Deine Darstellung stimmen würde, da die Konsequenz daraus wäre, dass ich alle WG aus dem Pool nach 5 Jahren verkaufen könnte und den Ertrag nicht versteuern müsste.


    Vielleicht liege ich hier aber auch falsch, da ich mich auch auf die Darstellung des Pools im Anlagenverzeichnis stütze. Hier werden die WG im Pool einzeln aufgeführt. Klar ist mir, dass hier nicht die WG sondern der Pool abgeschrieben wird. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass der Verbleib der WG vollkommen irrelevant ist. Es hat m.E. lediglich keinen Einfluss auf die Abschreibung des Pools.

    Zunächst einmal Danke für die Bemühung!



    nicht entnommen oder verkauft werden können.

    ?(


    Woher stammt diese Aussage? Hierüber ist mir nur bekannt, dass für die Gewinnermittlung der Buchwert nicht vom Verkaufspreis abgezogen werden darf. Wer sollte mich daran hintern, das WG zu entnehmen oder zu verkaufen?


    Soll es denn im weiteren bedeuten, das GWG aus SofortAfa sowie GWG mit Aufzeichnungspflicht (also quasi alle GWG) nicht entnommen oder veräußert werden können? Dies halte ich für nicht richtig!


    Alles, was in einem Pool steht, verliert die Eigenständigkeit und geht im dem (fktiven) Anlagegut Pooll Jahr 20xx auf. D.h. nach 5 Jahren abgeschrieben.

    Das klingt auch sehr spannend. Da jedoch im Pool die einzelnen WG einzeln verzeichnet werden halte ich auch diese Aussage für fragwürdig. Verkaufe ich das WG aus dem Pool im selben Jahr ist z.B. der Sofortaufwand zu buchen. Dies widerlegt beide Deiner Theorien.


    Also mein Kenntnisstand bzgl. der Verfahren GWG/Pool ist leider anders als das von Dir geschilderte, daher würde ich auch die eigentliche Frage nochmal gerne in die Runde werfen.

    Die haben das immer auf 1801 rein und raus gebucht.

    =O


    Ja Du, ganz ehrlich, kann man so machen. Mir fehlen da nur ein wenig die Wort. Ist natürlich nicht Sinn der Buchführung Geldflüsse auf ein und dem selben Konto "sich ausgleichen zu lassen". Zumal da für beide Buchungsvorgänge ein Konto existiert. Im weiteren ist es natürlich für Banken schwer, Deine Haushaltsrechnung vorzunehmen, wenn nicht ersichtlich sich, wir hoch Deine Privatentnahmen sind. Welche Bedeutung haben denn die 2TEuro? Vielleicht ist es hier sinnvoller ein anderes Konto zu bebuchen!?

    Hallo!


    Ich habe mich kürzlich mal meinem stiefmütterlich behandelten Anlagenverzeichnis angenommen. Da sich hier nicht viel, außer das dienstliche Fahrzeug und PC Ausstattung bewegt habe ich über Jahre Anlagegüter als GWG und Pool mit 0,00 Euro im Verzeichnis bestehen lassen. Da sich hier nunmehr einiges, nicht mehr genutztes, angesammelt hat, habe ich diese Güter nunmehr zum "Marktwert" privat vereinnahmt.


    Hierbei ist mir jedoch eine Telefonanlage, die ich 2009, für ein Finanzbüro angeschafft habe ins Auge gefallen. Diese habe ich in 2010 bei Übergabe des Finanzbüros unentgeltlich in den Büroräumen belassen, da ich hier keinen rechtlichen Anspruch auf eine Zahlung des Zeitwertes geltend machen konnte und auch keine Verwendung hierfür hatte. In 2012 wurden meine Bücher geprüft und die Telefonanlage wurde nicht hinterfragt. Misslich hieran ist, dass die Anlage immer noch im Pool mit 0,00 Euro steht und ich den Abgang nicht verbucht habe. Mein Ansinnen ist nunmehr, diese in 2020 ohne Verkauf aus dem Verzeichnis zu nehmen. Auf einem Eigenbeleg würde ich den Vorgang entsprechend dokumentieren. Die Grundsätzliche Frage die mich umtreibt wäre, ob überhaupt der Verbleib zu klären wäre, wenn der Zeitraum, in dem der Sachverhalt stattgefunden hat, bereits geprüft wurde?

    Grundsätzlich ist hier die wesentliche Frage, ob EÜR oder Bilanz. Wenn ich mir die HP ansehe würde ich allein am Umfang unterstellen, dass bilanziert wird. Aber dies ist nur eine Unterstellung und der TE muss hierüber Auskunft geben.


    Bei EÜR ist der Sachverhalt relativ einfach, da nur gezahlte Provisionen als Einnahmen verbucht werden. Hierdurch erübrigt sich auch eventuell Rückstellungen für das Stornorisiko bilden zu müssen/können, da ohnehin noch keine Verbuchung stattfindet.


    Erst nach Ablauf der Stornofristen wird der Rest der Provision an den Makler ausgezahlt.

    Und hier (bei Bilanzierung) wird das ganze nicht mehr so einfach! Hier ist detailliert zu prüfen, wie die vertragliche Regelung aussieht. Im Versicherungsbereich nämlich komplett anders wie im Finanzierungsbereich. Grundsätzlich ist in beiden sehr unterschiedlichen Varianten jedoch der Zeitpunkt des rechtlichen Anspruches auf die Provision aus der Stornoreserve maßgeblich. Hier wird nämlich entschieden, ob die Stornoreserve überhaupt als Einnahme verbucht werden muss oder nicht. Teilweise wird vertraglich festgelegt, dass erst mit Austritt aus dem Unternehmen ein Rechtsanspruch auf die Stornoreserve besteht. In diesem Fall besteht sogar keine Notwendigkeit diese als Einnahme zu verbuchen. Es steht aber frei auch hierüber eine Rückstellung für das Ausfallrisiko zu bilden.


    Wo seht ihr hier denn eine Pflicht des Maklers (also des TE) eine Rückstellung bilden zu müssen?

    Und die Frage ist vollkommen berechtigt. Der TE hat die Option auf die bestehende Stornoreserve über das Ausfallrisiko eine Rückstellung bilden zu können. Eine Verpflichtung gibt es hierzu nicht.



    Auch ein EÜRechner (was ja noch nicht bekannt ist) sollte Rückstellungen für z.b. Gewährleistung bilden.

    Das ist nicht richtig!


    Die Möglichkeit Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen oder sonstige Rückstellungen für u.a. ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, zu bilden besteht in der EÜR nicht. Erst wenn tatsächlich eine Ausgabe vorliegt, kann diese in die EÜR einfließen.

    Mein Finanzamt setzt allerdings 475 €.

    Zunächst wäre hier zu klären, ob die Rückbuchung der Zulage berechtigt ist!? Das FA prüft nicht ob und wie Du zulagenberechtigt bist, sondern erhält nur die Aufwendungen vom Anbieter übermittelt.



    Bin ich hier einfach auf dem Holzweg

    Vielleicht, da nach dem was Du beschrieben hast nicht das FA sondern die ZFA der Ansprechpartner für den nächsten Schritt wäre.


    Ist der Abzug denn berechtigt?

    Das Finanzamt will bei 10 f) von mir ein Fahrtenbuch sehen.

    Wie hast Du dem FA denn die Fahrten dargelegt? Sehr wahrscheinlich liegt hier der Hase im Pfeffer. Wenn Deine Darlegungen nicht glaubhaft bzw. schlüssig waren wird natürlich scharf geschossen. Ich kann keine Quelle finden, in der das Fahrtenbuch als einzige Vorgabe zum Nachweise aufgeführt ist. Leider gibt es aber sehr viele BMF Schreiben, in denen im Bezug auf Betriebsfahrten von geeigneten Unterlagen gesprochen wird, aber die FB letztendlich nahezu immer ein Fahrtenbuch fordern, da dies nun mal der einzige lückenlose Nachweis ist.


    Bist Du denn wie im folgenden beschrieben vorgegangen?


    "Notieren Sie auf einem Zusatzblatt zur Steuererklärung mit Datumsangabe die Tage, an denen Sie mit dem Firmenwagen an Ihre erste Tätigkeitsstätte gefahren sind. Für diese Fahrten brauchen Sie je Fahrt nur 0,002 % des Listenpreises pro Entfernungskilometer zu versteuern.

    Fügen Sie zudem eine Bescheinigung des Arbeitgebers bei, aus der hervorgeht, dass und in welcher Höhe der (laut Lohnsteuerbescheinigung im steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohn enthaltene) geldwerte Vorteil nach der 0,03 %-Pauschale versteuert wurde.

    Korrigieren Sie in der Anlage N den Bruttoarbeitslohn entsprechend und erläutern Sie auf dem Zusatzblatt Ihre Kürzung."

    Kann erfahrungsgemäß sagen, dass das nicht grundsätzlich so passiert.

    Kann erfahrungsgemäß sagen, dass es bei mir schon gemacht wurde.8o


    Der Punkt ist doch der, dass der Kundenberater, der den Antrag stellt dies im folgenden der Marktfolge mitteilen müsste, da diese nur stupide den Vertrag mit Umsatzsteuer erstellt. Auch glaube ich nicht, dass der Kundenberater (weil ich sie kenne) sich die Mühe macht, vorab die Umsatzsteuerpflicht zu prüfen.

    Hier wollte ich eigentlich auch schon einhaken, da den Bereicherungsentfaltungen der Banken keine Grenzen gesetzt sind werden auch bei z.B. Kreditzinsen eines Unternehmerdarlehens Umsatzsteuer in Rechnung gestellt. Ganz spannende Sache, da dies auch gerne mal bei nicht umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen gemacht wird.


    Jedoch muss hierzu das Einverständnis des Kunden eingeholt werden.

    Nicht vielleicht eher: Der Kunde muss widersprechen?