Beiträge von Piderman

    Aber so habe ich ja als Arbeitnehmer eine höhere finanzielle Belastung, obwohl ich der Firma auch in der Insolvenz treu gebleiben bin und mir nicht eine andere Arbeitstelle gesucht habe.


    Wohl eher nicht. Die monatliche Lohnsteuertabelle stellt darauf ab, dass der maßgeblich Bruttolohn jeden Monat gleich ist. Hättest Du also keine Lohnersatzleistungen würdest Du bei der auf einer Jahrestabelle (Grund-/Splittingtabelle) beruhenden Einkommensteuerfestsetzung eine Erstattung erwarten können. Diese wird nun durch die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte zumindest teilweise aufgezehrt (Prinzip der steuerlichen Belastbarkeit).

    Das verstehe ich leider nicht, wahrscheinlich auch, weil ich absolut keinen Schimmer von der Thematik habe. Warum zehrt der Progressionsvorbehalt die Erstattung auf, wenn der ausgezahlte Betrag der gleiche war? Mit welcher Begründung? Weil das Insolvenzgeld steuerfrei ist? Warum wird dann aber nicht der Bruttolohn als Insolvenzgeld ausgezahlt sondern der Nettolohn?

    Das nenne ich einen finanziellen Nachteil. Ich will nicht widersprechen oder rumnörgeln aber für mich erscheint es - als Laien - unfair. :/

    Danke für die schnelle Rückmeldung.


    Verstehe ich das wie folgt richtig:


    Ich habe mit dem Insolvenzgeld eine Lohnersatzleistung erhalten. Diese ist steuerfrei gewesen, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Heißt: Mein Steuersatz wird erhöht, obwohl ich den gleichen Betrag ausgezahlt bekommen habe.


    Richtig?


    Verständlich wäre es für mich, wenn ich einen höheren Betrag ausgezahlt bekommen hätte, da das Insolvenzgeld ja steuerfrei ist, ich aber nachträglich höhere Steuern zahlen müsste. Aber so habe ich ja als Arbeitnehmer eine höhere finanzielle Belastung, obwohl ich der Firma auch in der Insolvenz treu gebleiben bin und mir nicht eine andere Arbeitstelle gesucht habe.

    Hallo,


    als Berufsanfänger sind meine Erfahrungen bzgl. Steuererklärungen eher gering. Daher bitte ich hier um Hilfe.


    Ich arbeite nun seit ca. 1,5 Jahren bei meinem Arbeitgeber, der leider letztes Jahr Insolvenz anmelden musste. Ich habe für 3 Monate Insolvenzgeld bezogen, das über die Insolvenzverwaltung ausgezahlt wurde.

    Mein Nettolohn hat sich dabei NIE geändert, ich habe immer den gleichen Betrag auf mein Konto überwiesen bekommen, immer pünktlich und ohne Lohnausfall.


    Über unser Personalwesen wurde uns nach der Insolvenz mitgeteilt, dass wir unsere Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2019 zunächst nicht ausführen sollten, da wir vom Büro des Insolvenzverwalters für die drei Monate des Insolvenzgeldes eine Korrekturmeldung und eine Bescheinigung der Agentur für Arbeit erhalten.


    Nachdem ich diese Dokumente nun erhalten habe, habe ich sämtliche Angaben inkl. Lohnersatzleistung bei WISO Steuer:Start eingepflegt und komme auf eine voraussichtliche Stuerrückzahlung von 300€, wobei diese Zahl von ca. 1500€ einbricht, sobald ich die Lohnersatzleistung angebe.


    Das verstehe ich nicht, da ich doch immer meinen gleichen Nettolohn ausgezahlt bekommen habe habe ich doch auch die gleichen Steuern bezahlt?


    Kann mir da jemand helfen?