Beiträge von Gundloga

    Danke für eure Mühe und zusammentragen der Themen.


    Seit heute morgen sitze ich dran diese Fragen zu klären und ich finde einfach keine klare und zitierbare Aussage in Fachartikeln.

    Ich finde eher im Grundsatz widersprüchliches niedergeschrieben:


    https://www.steuertipps.de/lexikon/r/reisekostenerstattung

    Erstattet ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer die Reisekosten, liegen für den Arbeitnehmer steuerfreie Einnahmen vor. Mit der Kostenerstattung entfällt jedoch der Werbungskostenabzug. Der Arbeitnehmer kann die Reisekosten dann nicht mehr als Werbungkosten bei seinen Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend machen


    Aus meiner Sicht muss ich aber die tatsächlichen Aufwendungen angeben, sonst darf ich die erstatteten Beiträge (Lohnsteuerbescheinigung Zeile 20) versteuern, was ja nicht Sinn der Sache ist.


    Bei meinem Arbeitgeber habe ich bspw. 30x >8 h Abwesenheit (12 €) angegeben und voll erstattet (360 €) bekommen. Diese werden in besagter Zeile 20 der Lohnsteuerbescheinigung bzw. Zeile 57 der Einkommensteuererklärung aufgeführt. Muss/Darf ich jetzt diese gleichen 30x >8 h Abwesenheit ein weiteres mal in Zeile 49 - 56 der Steuererklärung angeben?


    Falls möglich bitte ich um eine direkte Antwort, nicht eine Antwort über ein Zitat der ersten Seiten hier im Thread.


    Lieben Gruß

    Besteht aber auch die Möglichkeit, dass bei der Dienstreise gegen Jahresende und deren Erstattung im Folgejahr das Zuflussprinzip gelten könnte?

    Grundsätzlich nein.

    Hallo miwe,

    danke für deine Rückmeldung. Was meinst du mit "Grundsätzlich nein" in meinem Falle?


    In dem vorhergehenden Link hattest du geschrieben, dass die zu erwartende Erstattung zu erklären ist. Im Programm gibt es aus meiner Sicht dafür keine Möglichkeit und den übermittelten Wert vom AG kann ich nicht auf der übermittelten Lohnsteuererklärung korrigieren.


    Aus meiner Sicht handelt es sich dann immer nur um eine Verschiebung ins Folgejahr, wenn ich immer Ende Dezembe eine Dienstreise habe.

    Hallo zusammen,


    es freut mich sehr hier einen Thread zu finden, in dem alle Fragen rund um die Verpflegungszuschüsse zusammengetragen wurden. Es stecken hier sehr viel wissenswerte Informationen und Arbeit dahinter!


    Auch ich habe zwei Fragen, welche ich mir nach dem Lesen der letzten Seiten nicht klar beantworten kann.


    Frage 1:

    Mein Arbeitgeber erstattet mir sämtliche Reisekosten und Verpflegung. Die Erstattung bedarf i.d.R. mehrere Wochen. Dadurch kommt es zustande, dass ich eine Dienstreise beispielsweise am 15.12. durchführe und die Erstattung erst mit der Gehaltsabrechnung zum 31.01. erhalte. Da ich auf die Frage bereits im letzten Jahr gestoßen bin, habe ich alle Erstattungen geprüft und festgestellt, dass die Reise vom 15.12. nicht in der Lohnsteuerbescheinigung des selbigen Jahres steht, sondern erst in der Bescheinigung des Jahres der Auszahlung steht.


    Mit meinem korrekten Verständis, kann ich demnach nicht einfach die Summe der Zeile 20 als Gegenwert in den Aufwendungen ansetzen um auf 0 € rauszukommen, sondern müsste die Reise am 15.12. ergänzen - mit dem Ergebnis, dass diese Reise in diesem Jahr angerechnet wird, aber im Folgejahr als steuerpflichtige Einnahme angesetzt wird.


    Aus meiner Sicht führt das zu Verwirrung und Durcheinander ...


    Wie kann ich mit dieser Situation pragmatisch umgehen?


    Frage 1.1:

    Ich arbeite voll bei einen "Hauptarbeitgeber" und fahre gelegentlich samstags in einem "kurzfristigen Beschäftigungsverhältnis (<70 Tage)" LKW.

    Im kurzfristigen Beschäftigungsverhältnis wird Steuer abgeführt, ist aber frei von Sozialversichungsabgaben.


    Beim Hauptarbeitgeber werden die Reisekosten und Verpflegung voll erstattet und in Zeile 20 Lohnsteuerbescheinigung geführt.

    Da beim LKW fahren eine Abwesenheit von 10 h besteht möchte ich je Fahrtag die 12 € Verpflegunsmehraufwand absetzen, die der "Nebenarbeitgeber" nicht erstattet.


    Beispiel:

    Hauptarbeitgeber Reisekosten: 800 € / voll erstattet

    LKW Fahren: 20 Tage x 12 € = 240 € / nicht erstattet


    Um die nicht erstatteten Aufwendungen in der Steuererklärung geltend zu machen, muss ich ja für den Hauptarbeitgeber meine Reisekosten i.h.V. 800 € eintragen, sodass ich auf 0 € rauskomme. Danach als weiteren Punkt die Aufwendungen für das LKW fahren, sodass diese zur Berücksichtigung führen.


    Dies ist so ja erstmal korrekt?

    Verbindet man jetzt dies mit meiner Frage 1, kann man sicherlich gut vorstellen wie ich im Papierstapel versinke...


    Auch hier meine Frage, ob jemand einen Tipp zu dieser Situation hat?


    Ich würde mich sehr über eine hilfreiche Antwort freuen um in meinem Kopf wieder klare Gedanken fassen zu können.

    Lieben Gruß und schönes Wochenende.