Beiträge von Angelika22

    Das ist doch nur eine Erklärung, dass die Lizenz rechtmäßig in der EU erworben wurde - keinerlei Aussage zur Umsatzsteuer. Lizenzfuchs ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen - also gelten ganz klar die innerdeutschen Regelungen. Der Betrag geht netto auf das Konto "Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten (Lizenzen, Konzessionen)"

    Blöd nur, dass im vereinfachten Kontenrahmen von SKR3, zumindest bei wiso steuer 2020 mac, dieses Konto 4964 nicht in der Kontenverwaltung freischaltbar ist. M.E. leider nicht zeitgemäß, denn es existieren heutzutage fast nur noch Jahreslizenzen für Programme die oft aus der Cloud bezogen werden und laufend aktualisiert werden und daher nicht mehr als Programm einmalig erworben werden. Habe diesen Hinweis auch an Buhl gegeben.

    Wenn ich als Einzelunternehmer die Grenzen überschreite und erstmals gewerbesteuerpflichtig würde und bislang als Selbständiger nur eine einfache EÜR vorlegen musste - müsste ich dann unmittelbar ein Gewerbe anmelden oder hätte ich dazu eine Frist? Und wäre ich dann unmittelbar verpflichtet über die EÜR hinaus zur doppelten Buchführung? Als Unternehmensberater ist mir auch noch immer nicht ganz die Einstufung klar - ob dies noch unter Freiberufler oder Sonstiger Selbständiger fällt. Denn Freiberufler müssen ja stets nur eine EÜR erstellen. Vielen Dank für mehr Durchblick!!

    Klarstellung nach Konsultation eines Steuerberaters und des Finanzamtes:
    Das Finanzamt hat mir schriftlich bestätigt, dass es mich als Unternehmens-/PR-Berater als Freiberuflich eingestuft hat und ich somit nicht buchführungspflichtig bin und eine EÜR / Umsatzsteuererklärung reicht.
    Ein Steuerberater bestätigte, dass ich damit nicht buchführungspflichtig bin. Bei Überschreitung von Gewinn-/Umsatzgrenzen wird ein Einzelunternehmer der nicht Freiberufler ist buchführungspflichtig. Erst wenn das Finanzamt zu einer anderen Auffassung kommen sollte und mich anders einstuft müsste ich Buch führen und das auch erst nachdem das Finanzamt einen dazu auffordert für das Folgejahr z.B., nie sofort.

    Ein erfahrener Steuerberater hat mit hierzu folgendes gesagt: Das Leistungsprinzip gilt. Da die Leistung erst im Folgejahr stattfand ist es gestattet eine in 2018 bezahlte Rechnung erst in 2019 mit Stattfinden der Veranstaltung zu verbuchen.

    Hallo nochmal Zusammen, ich hake doch nochmal kurz nach weil nach zweitem Blick mir das - rein buchungstechnisch mit der Maske von Buhl - doch noch nicht ganz klar ist. Kurz nochmal mein Fall: Ich bin berechtigt Vorsteuer abzuziehen. Ich habe aus dem Ausland eine Rechnung erhalten mit allen erforderlichen Angaben (Umsatzsteuer-ID von beiden, HInweis auf Reverse Charge etc.). Nun will ich so buchen, dass ich meiner Umsatzsteuerabführpflicht nachkomme und zugleich die Vorsteuer wieder zurückhole. Nun frage ich mich, ob Variante 1 und /oder 2 oben gleich korrekt sind und ob sie bewirken, dass ich auch wirklich die Vorsteuer durch diese Buchung zurückbekomme und meine Betriebsausgabe geltend mache.
    Ich vermute Variante 2 ist die richtige, da ich dabei sowohl (unter dem Feld Steuer) angebe, dass ich Umsatzsteuerpflichtig bin und zugleich Vorsteuerabzug berechtigt. Zugleich gebe ich an, dass ich eine Betriebsausgabe einreiche, nämlich Bürokosten. Das würde bei Variante 1 ja komplett entfallen. Oder ist das egal? Denn in der Kontenübersicht die immer unter den Buchungen steht in Buhl macht das beim Gewinn keinen Unterschied.

    Das was Maulwurf anspricht, wenn irgendwas fehlen würde auf der Rechnung die ich für meine Mousepad-Bestellung vom Ausländer erhalte, ist aber doch richtig. Dann müsste ich doch die 19% Umsatzsteuer abführen, ohne die Vorsteuer zurückbekommen zu können.

    nesciens: Was meinst du mit TE? Den Prüfer vom Finanzamt vermute ich. Zu deinem Zitat "Mich wundert, dass dieser Steuersatz im Screenshot nicht gezeigt wird (hängt möglicherweise am gewählten Konto)."; Du hast Recht, die Auswahl hatte ich nicht komplett kopiert und der korrekte Steuersatz ist wohl: "EU USt 19% mit VSt-Abzug 19%". Wobei mir der Unterschied nicht klar ist zwischen "EU USt 19% mit VSt-Abzug 19%" und "Umsatzsteuer §13b Umsatzsteuergesetz 19% ohne Vorzugssteuer EU-Unternehmer". Kommt glaube ich auf dasselbe heraus. Lässt sich in der Kontenverwaltung unter Steuerschlüssel aktivieren auch nicht abwählen.

    Mir ist technisch bei wiso:steuer 2020 mac noch nicht ganz klar, wie ich ein aus dem europäischen Ausland bestelltes Mauspad nach Reverse Charge so verbuche, dass ich nach Umsatzsteuergesetz §13 b es in der Software richtig buche (also die Umsatzsteuer abführe und die Vorsteuer gleich wieder zurückführe): (Konto 3425 in Variante 1 "Innergemeinschaftlicher Erwerb Wareneinkauf 19% Umsatzsteuer und 19% Vorsteuer -Automatik)





    Ok aber vorher wusste ich nicht, dass das unter Paragraf 13 b gehört. Das kannst du von einem Anfänger nicht erwarten.
    Und Forenregeln. Wieso denn das wenn die Stichworte dazu passen. Ist doch egal ob ich es als konkreten Fall oder theoretischen erfrage und ist ja klar, dass ich mich dafür interessiere da es eine relevante Praxisfrage betrifft. Wichtig ist ja die Fragestellung und resultierende Antwort.

    Auch auf dem Buhl Forum hatte ich bereits geschaut und auch dort wie gesagt unterschiedliche Meinungen dazu gefunden. Ich weiß, dass du die Auffassung vertrritts, dass ein Monitor separat abgeschrieben werden muss:
    Monitor auf welches SKR03-Konto buchen?

    Aber es gibt eben auch die andere Meinung, dass es sofort als Betriebsaufwand verbucht werden kann. Außerhalb von Buhl vertreten dies auch Wirtschaftsprüfer auf ihren Seiten. Nesciens rät hier zu sofortiger Abschreibung wie ein GWG noch im selben Jahr: Warnmeldung wenn ich Monitor abschreiben will?

    Vielen Dank nesciens. Das ist sehr hilfreich und wenn das so geht ja auch eine viel einfachere Lösung.
    Demnach schließe ich, dass das auch für den umgekehrten Fall gilt wenn die ausländische Steuer höher als die inländische ist - z.B. bei britischer Mehrwertsteuer von 20% und wenn unsere 19% ist. Im Fall z.B. einer Rechnungsstellung an mich von einem Hotel in London in 2019 das ich online gebucht habe in der Übernachtungskosten mit 20% ausgewiesen wurden muss ich den Gesamtbetrag nehmen, darauf 19% Umsatzsteuer buchen und diese 19% als Vorsteuer wieder geltend machen.

    Egal wo man recherchiert. Nach wie vor scheint es nicht eindeutig geklärt zu sein, ob nicht selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis unter 250 Euro nun "aktiviert" werden müssen im Anlagevermögen und dementsprechend gemäß der AfA abgeschrieben werden müssen oder ob sie wie offenbar in der Praxis vielfach gemacht, in Anlehnung an die Vereinfachungsregel für geringwertige Wirtschaftsgüter (was sie ja eben nicht sind), als sofortiger betrieblicher Aufwand erfasst werden dürfen. So las ich selbst in Postings von Wirtschaftsprüfern, dass das gängige Praxis sei und das BMF sich hierzu nicht eindeutig geäußert habe.
    Frage an die Community daher: Wie sind eure Meinungen hierzu. Wie würdet ihr Monitore, Mäuse, DSL-Router, Kabel für Laptops verbuchen die jeweils unter 250 Euro gekostet haben? Beispielsweise wenn ihr einen Laptop 2018 gekauft hattet und 2019/2020 um zwei Monitore mit Monitorarm erweitert, einen neuen DSL-Router kauft, eine Maus und ein USB C-Kabel dazu anschafft?
    Danke. :thumbup:

    Ich würde gern trotz des auch ernst genommenen Tipps oben in die Runde fragen, ob beim folgenden Beispiel eine Buchungslösung folgende sein könnte:


    Position: Fachzeitschrift, Rechnung aus Österreich
    Warenwert 18,18 Euro

    10% Mehrwertsteuer=1,82 Euro
    Bruttowert: 20 Euro.
    Liege ich richtig das wie folgt zu buchen in einer vereinfachten EÜR:
    Buchung 1: Abo Fachzeitschrift, Betriebsausgabe: 18,69, Vorsteuer 7%=1,31
    Buchung 2: Abo Fachzeitschrift Differenz 3% MwSt, Betriebsausgabe: -0,51

    Ist eine solche Buchung legitim/korrekt? (So hatte es ein Steuerberater im Vorjahr gelöst.) Der Rechnungssteller hat also eine Rechnung ohne Reverse Charge gestellt an mich als Freiberufler. Eine solche Eingabe geht aber nur bei Nutzung des einfachen EÜR-Moduls innerhalb der Einkommenssteuer. Wie aber könnte man das buchen im Modul EÜR. Denn negative Betriebsausgaben gehen dort nicht (und eine Betriebseinnahme ist es ja nicht, auch keine "Rückzahlung").. Könnte man das über Freie Buchung lösen? Danke!

    booking.com hat seinen Sitz doch in Holland.

    warum dann 20% Englische USt. ?

    Das mag sein. Unternehmen wie booking.com oder AirnB sind aber immer nur Vermittler. Die Rechnung muss man sich vom eigentlichen Gastgeber holen. Bei der Buchungsbestätigung von booking.com sieht man dann aber schon die Auflistung und im Fall von einer Übernachtung in Großbritannien ist dann schon separat der Mehrwertsteuersatz und -preis von 20% des Gesamtpreises aufgelistet. Nur im Fall der Inrechnungstellung der Vermittlungsgebühr (wie bei AirBnB der Fall) man dann zum Steuersatz des Vermittlungsanbieters noch eine Rechnung nur für die Servicecharge.

    Wenn es aber um Rechtskenntnisse bzw. der Auslegung der Vorschriften geht, dann grenzt da eben immer schon ein Stück an eine Steuerberatung und die wäre dem Forum eben aufgrund des Steuerberatungsgesetzes nicht gestattet. Bei Dir ist es eben für erfahrene Nutzer ganz leicht erkennbar, dass in vielen Bereichen Grundkenntnisse fehlen. Da das im Rahmen einer Steuerprüfung auch für Dich gefährlich und teuer werden kann, auch teurer als bei zeitigem steuerlichen Rat, wird man Dich sicherlich auch weiterhin dahingehend "beraten", einmal eine eingehende steuerliche Erstberatung bei einem Angehörigen der steuerberatenden Berufe in Anspruch zu nehmen.

    Danke nochmal. Sehe ich ein. Werde das mal versuchen.

    Was ich mich bei Deinen Ausführungen frage: hast Du bei Deinen ausländischen Geschäftsbeziehungen denn auch auf Deine (hoffentlich vorhandene?) USt-ID hingewiesen? Das ist nämlich erste Voraussetzung, um eine Netto-Rechnung zu erhalten. Ohne diese Angabe handeln die Anbieter keineswegs "quasi wissend kriminell", sondern müssen davon ausgehen, es mit einem Endverbracher zu tun zu haben und stellen damit völlig zu recht Rechnungen mit (ausländischer) USt aus.

    Danke für den Hinweis. Tatsächlich hatte der Rechnungssteller diese ID nicht, hat aber wissentlich an eine Firma die Rechnung gestellt. Diese Unterscheidung zwischen Privatkunden und Businesskunden ist (Link auf Fremdanbieter durch Moderator entfernt) ganz gut dargestellt.

    Hallo neuer Uhu, meine Annahme von gestern war falsch. 3800 Bezugsnebenkosten ist tatsächlich das richtige Konto das man verwenden sollte wenn man etwas bestellt hat, dies empfängt und vom Versender eine Rechnung erhält auf der auch Versandkosten aufgeführt wurden.
    Leider hat Buhl dies, obwohl es sehr oft vorkommen dürfte, standardmäßig nicht in den Stammdaten unter Kontenverwaltung freigeschaltet, so dass man es erst selbst machen muss um es nutzen zu können.
    3400 ist eher für Unternehmen die regelmäßig in größerem Umfang zu tun haben mit Wareneingängen

    Siehe auch (unnötiger Link auf Fremdanbieter durch Moderator gelöscht)

    Und warum postest Du dann nie im dazugehörigen Unterforum, in das ich deinen Thread jetzt mal wieder verschoben habe?

    Ich gehe davon aus, dass diese Frage auch auftaucht wenn man ein anderes Buhl-Programm nutzt. Denn es betrifft sicher auch Windows- und nicht nur Mac-Nutzer. Es ist, wie du ja selbst in deiner zweiten Antwort reflektiert hast kein rein technisches Problem. Deshalb hatte ich es unter "Unternehmer/EÜR" eingeordnet.