Beiträge von JKBLite6

    Vorliegender Fall: Kind volljährig, über 25 Jahre, Beginderungsgrad 60%, Behinderung vor 25 Lebensjahr eingetreten, gemäß Behinderung im Augenblick nicht in der Lage selbstständigen Unterhalt zu erwerben, lebt im Haushalt der Eltern, zur Zeit in Ausbildung, bezieht Naturalunterhalt und auch Geldzuwendungen von den Eltern. Wie wird das korrekt eingegeben? Unter "Persönliches" in der Eingabe kann man zwar die Angaben zu dem Kind und der Behinderung angeben, ich nehme an, hierbei geht es um die Behindertenpauschale? Aber war es das? Muss/kann der Unterhalt gegebenenfalls noch als "Untrhalt an bedürftige Personen" angegeben werden unter aussergewöhnliche Belastungen oder ist das nicht möglich? Unabhängig von der Behinderung müsste doch in jedem Fall der Unterhalt geltend gemacht werden können in Höhe von Euro 9408, da für das Kind kein Kindergeld mehr bezahlt wird und es in der Erstausbildung ist. Ferner kann man lesen, dass nach EStR R 32.9 "ein Kind, das wegen seiner Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten, kann bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen über das 25. Lebensjahr hinaus ohne altersmäßige Begrenzung berücksichtigt werden. 3 Eine Berücksichtigung setzt voraus, dass die Behinderung, deretwegen das Kind nicht in der Lage ist, sich selbst zu unterhalten, vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist." Somit stellt sich die Frage, wie das alles korrekt einzugeben ist. Im vorliegenden Fall wird das Kindergeld ab dem 25 Jahr von der Familienkasse nicht mehr gezahlt (was unter Umständen falsch ist ?).


    Vielleicht gibt es hierzu Tipps wie das korrekt in das programm einzugeben ist. Danke.

    Yeap. So ähnlich wollte ich vorgehen. Wenn man den zukünftigen Prozentsatz für Rentebesteuerung weiss, was ja hinlänglich öffentlch ist, kann man sich den Besteuerungsanteil ausrechnen. Dann korrigiert man eben fiktiv die Summen im Programm nach oben/unten, bis die korrekte Bemesungssumme rauskommt. Entsprechend kann man mit Ausländischen vorgehen und somit auch für eventuell anrechenbare ausländische Steuer eine Berechnung generieren. So verfährt man mit anderen erwarteten fiktiven Einküften. So müsste man die Steuerlast grob schätzen können für das jeweilige Planspiel. Wird nicht auf Anhieb genau sein, weil zB Progression zu Ungenauigkeiten führen wird, aber der Effekt kann entweder klein sein oder groß, man kann ihn aber abschätzen. Das macht man jeweils für jeden Fall der einen interessiert als eigene Datei und vergleicht. Wenn die Unterschiede mehrere Tausend (!) Euro sind und man keinen Bock geschossen hat, wird das wohl relevant sein, wenn auch nicht auf Heller und Pfennig. Wenn es nur ein paar Euro ausmacht, ist der Vergleich dann vermutlich nicht so relevant. Natürlich, wenn die Gesetzeslage sich massiv ändert, kann das alles hinfällig werden. Das gilt aber für jede zukünftige Berechnung/Plannung, den auch kein Steuerberater und auch kein Politiker weiß, ob im Jahr 2025 es zu einer relevanten Änderung kommt.


    Auch wen das Programm dafür nicht gedacht ist, wie oben geschrieben, finde ich dass es eine interessante Möglichkeit bietet, sich so seine zukünftigen Steuerplanspiele zu errechnen/schätzen.

    Mit ein wenig mathematischem Geschick, einigen Kenntnissen im Steuerrecht nebst regelmäßigem Blick in das EStG, einem Programm wie dem Sparbuch und Excel als Nebenrechnung ist das sicherlich überschlägig möglich.

    Ja, das denke ich auch. Ich habe mich halt gefragt, ob es einfachere Möglichkeiten im Programm gibt, die mir nicht bekannt wären und die Sache einfacher gestalten würde. Somit danke für die Klarstellung. Auch habe ich keineswegs eine Erwartungshaltung, dass das Programm das können müsste. Im Gegenteil, ich bin erstaunt und finde toll, was das Programm so alles kann, es ist sehr hilfreich. Über die oben erwähnte Umwege komme ich aber hoffentlich schon mit der Zeit halbwegs hin.


    Und die haben neben den exorbitanten Kosten der Software auch noch Ihre Angestellten und ggf. Mieten zu bezahlen. Ihre eigene Arbeitszeit kostet selbstverständlich auch. Dann kostet es Dich natürlich alles brutto, also inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer. Daneben müssen die dann den verbleibenden Rest auch noch der Ertragsteuer unterwerfen. Deine Zeit am PC ist dagegen kostenlos und das Programm hast Du schon für die Erklärung des Vorjahres.

    Die Kosten sind auch nicht das eigentliche Hautproblem, Dienstleistung muss bezahlt werden, keine Frage. Für mich persönlich stellt sich eher das Problem, dass aufgrund meines doch recht komplexen beruflichen Werdeganges, in meiner Wohngegend, tatsächlich entweder die Sachkundigen fehlen, oder total ausgelastet sind oder man auf große, international tätige Steuerbüros zurückgreifen müsste, die aber auch nicht vor Ort sind. Das tut hier zwar nichts zur Sache ist aber hauptsächlich der Grund, warum ich erstmal versuche mir selbst zu helfen, aus Mangel an vorhandener Hilfestellung.


    Meine Frage ist beantwortet, dass es eben keine "einfache" Möglichkeit gibt, sehr wohl aber unter Zuhilfenahme des Progamms und den oben genannten Weg einschlagend.


    Nochmals Danke.

    Naja, wer sich nicht dafür interessiert, was in ein paar Jahren für ihn/sie steuerlich in Rente rumkommt, dem ist wahrlich nur mit einer Glaskugel und USB Stick geholfen. Vermutlich alles Leute die sich um Rentenlücken nicht kümmern, und auf gut Glück hoffen. Tatsächlich wünsche ich jedem unter 40 viel Glück, vom Herzen, was gestz. Rente betrifft, "die ist sicher".


    Natürlich ändern sich Gesetze, das kann niemand ausser mit Glaskugel voraussehen. Darum geht as aber nicht, es auf Heller und Pfennig genau zu wissen, grob ist schon gut, denn teilweise sind die Unterschiede gewaltig. Man kann aber vom Status Quo ausgehen und dann sind Szenarien sinnvoll. Macht eben Unterschied, ob von der Rente 73% oder 84% zu besteuern sind. Das wirkt sich eben nicht nur auf die gesetz. deutsche Rente aus, sondern eben auch andere Einkünfte, zb, ausl. Rente, Betriebsrenten (inl./ausl.), somit auch auf Gesamteinkomen und durchschnittlichen Steuersatz , was wiederum Folgen auf anrechenbare ausländische Steuer hat, falls zutrefend. Da wäre es schon sinnvoll, wenn man im Programm irgendwo den direkten prozentuallen Steueresatz, zB 85% eingeben könnte, anstatt nur das Jahr des Rentenbeginns. Es gibt auch Leute, man höre und staune, die wählen können, ob Sie ab 2023 oder erst ab 2027 Rente bzw. Leistungen beziehen wollen. Für die ist es relevant, nicht nur irgendwelche Bruttoprognosen wie von DRV zusehen, sondern was unter dem Strich übrig bleibt. Für jemanden der nur eine gesetzliche Rente erwartet und vieleicht noch einen Riester, für den mag das unintressant sein.


    Interessanterweise können Steuerberater eine solche Rechnung durchaus durchführen, also muss es prinzipiell möglich sein. Klar kann man damit auch zum Steuerberater gehen und dann das 10-20 fache für die Rechnung bezahlen. Kann man auch für die gewöhnliche Steuererklärung, dann brauchen wir auch kein WISO Programm. Wenn es nicht anders geht, dann macht man es halt so. Problem ist zur Zeit nicht nur die rechnung, die haben alle Hände voll zu tun, nicht zuletzt wegen Covid-19. Also wäre es schön, wenn man es selber könnte.


    Ob das für mich sinnvoll ist, kann ich selber beurteilen, wissen will ich ob das prinzipiell geht. Sowie ich der 1 und 3 sinnvollen Antwort entnehme ist das nicht möglich. Man muss wohl mit dem "jetzt" rechnen, und aufgrund der veränderten Steuersätze so gut geht nach oben oder unten korrigieren. Vermutlich zu komplex um es in einem Est-Programm zu ermöglichen.


    Danke.

    Ich frage mich, ob man mit dem WISO-Steuersparbuch irgendwie die Berechnung für zukünftige Jahre machen kann, so dass man zumindest eine Schätzung hat? Konkret, wenn man zB 2024 in Rente geht, dabei verschiedene Einnahmequellen haben wird, die man abschätzen kann: gestz. Rente + Betriebsrente + Riester + ausl. Renten + Kapitalerträge + Lebensversicherungen etc. etc. Oft muss man Jahre voraus Entscheidungen treffen, wie, wieviel und was man sich wann auszahlen lässt, Einmalzahlung oder in Raten etc. Um das vernünftig zu beurteilen müsste man sich das jeweils durchrechnen, zB für das Jahr 2024, 2025 etc. Nun könnte man das einfach für 2019 oder 2020 machen, mit den zu erwartenden Einkünften. Problem bei zB bei Rente ist, dass der Besteuerungsanteil ja vom Rentanbeginn abhängt, man kann ja schlecht 2024 eingeben für eine 2019 Berechnung. Und händisch den protzentualen Anteil eingeben geht wohl nicht, oder? Die verfügbaren Onlinerechner sind da sehr einfach gestrickt, wenn man Glück hat kann man gerade mal die gestetz. Rente und Betriebsrente eingeben, aber das war es schon. Ich habe zumindest keinen vernünftigen, umfangreichen gefunden, ein Programm wie WISO wäre schön, aber kann man Berechnungen für die Zukunft durchführen, gibt es einen Trick?

    In dem Zusammenhang fehlt auch ein Tool um auch die Beiträge zur Krankenversicherung/Pflege vernünftig zu berechnen, unter Berücksichtigung der gesetz. Rente, Betriebsrenten, ausländischen Renten und was da noch berücksichtigt werden muss.

    Das war es, danke !! Scheint alles so zu klappen, auf jeden Fall kommt das raus, was man grob erwarten würde. Das Programm "spuckt" schön den Bemessungsanteil, den anzurechnenden Höchstbetrag der ausl. Steuer und auch den hierzu zugrunde gelegten durchschnittlichen Steuersatz. So kann man alles nachvollziehen. Übrigens: Die Werbungskostenpauschale berücksichtigt das Programm selbstständig, muss man also nicht händisch selbst machen, sonst ist es doppelt.


    Nochmals herzlichen Dank für die Instruktionen und Geduld, das hat sehr geholfen :thumbsup:

    OK. Also Anlage R: Dort in Zeile 4 eine "1" da "Ausländische Rente", Dann in Zeile 5 den Bruttobetrag und in Zeile 7 Beginn der Rente. Das war es dann auch mit Anlage R, korrekt? Das Programm errechnet mir die Bemessungsgrundlage und den Besteuerungsanteil der Rente, absolut und relativ. So weit so gut.


    Dann Anlage AUS: Hier in Zeile 7: Hier nun den Bruttobetrag oder "nur" den Besteuerungsanteil der Rente eintragen? In Zeile 12 kommt dan die gesamte einbehaltene NL-Steuer, das Programm errechnet den Anrechnungshöchstsatz. Somit 2 verbleibende Fragen:

    - Warum in Zeile 7 und nicht in Zeile 5 (nebst 6) in Anlage AUS?

    - Bruttobetrag oder den Besteuerungsanteil in Anlage AUS eintragen?

    Herzlichen Dank

    Nochmal herzlichen Dank. Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig verstanden: Anlage R entfällt, da es sich nicht um eine Rente im Sinne des deutschen Steuerrechts handelt, obwohl es ein NL-Betriebsrente ist, korrekt?

    Ist somit NUR die Anlage AUS für die NL-Rente auszufüllen, und Eintrag in Anlage N entfällt? Oder in Anlage N und Anlage AUS?


    Falls Anlage N nötig ist:

    Wenn ich das richtig verstanden habe, muss diese NL-Betriebsrente in Anlage N als Versorgungsbezug eingetragen werden, Zeile 11. In Zeile kommt die Bemessungsgrundlage für den Versorgungsfreibetrag, in deisem Fall 17.6 % oder maximal 1320 Euro bei Versorgungsbeginn 2019.


    Für Anlage AUS:

    Warum in Zeile 7 und nicht in Zeile 5? In Zeile 6 wäre doch anzugeben, dass diese Einkünfte bereits in der Anlage N aufgeführt sind, sonst kommt es doch zur doppleten Rechnung? Ferner "Einkünfte dieser Rente (am besten per Berechnung durch das Programm ermitteln wg Besteuerungsanteil)" berechnen?? Wie berechne/ermittle ich den Besteuerungsanteil durch das Programm?


    Vielleicht bin ich etwas schwer von Begriff, aber diese Thema "ausländische Rente" is seit2019 für mich Neuland, ebenso wie man das richtig in das Programm eingibt. Von daher Danke für die Hilfestellung, um das korrekt einzugeben.

    Herzlichen Dank, das hilft schon einen Schritt weiter. Es handelt sich um eine Betriebsrente, Beiträge wurden während der Jahre zurückliegenden Beschäftigung einbezahlt. Das NL rentesystem besteht aus gestetzlichen (AOW) Renten und Betriebsrenten, die in diesem Fall ab 60 Lebensjahr wahlweise ausbezahlt weren können. Es handelt sich somit nicht um einen "Lohn" vom Arbeitegeber, sondern wird aus einer Pesnionskasse ausgezahlt. Somit kommt nach meinem Verständnis der Fall mit Anlage N nicht in Betracht. Ich nehme an, der Eintrag muss dann in der Anlage R, erste Seite, Zeilen 5 bis 9 erfolgen, korrekt?


    Gemäß DBA sind die Renten sowohl in Deutschland als Ansässigkeitsstaat als auch im Quellenstaat steuerpflichtig wenn sie 15,000 übersteigen. Deutschland rechnet zur Vermeidung einer doppelten Besteuerung in diesen Fällen die nachgewiesene ausländische Steuer an. Diese Regelung enthalten z. B. die DBA Niederlande (ab 2016). Ist hiebei zu der Anrechnung der nachgewiesenen Steuer aus den Niederlanden Anrechnungshöchstsatz zu beachten ? Wenn ja und nicht die gesamte NL Steuer angerechnet wird, wie errechne ich den Höchstbetrag?


    Den letzten Absatz obnen habe ich nicht verstanden, bzgl. Anlage AUS, Zeile 36.


    Um es konkret zu machen: Wenn die NL Betriebsrente 30,000 Brutto betraägt, einbehaltene NL Steuer 10,000. Wo wird das eingetragen? Ich habe verstanden, dass die 30.000 butto in Anlage R kommen. Oder ist da hier der Fall des zweiten Absatzes, d.h. es komt in Zeile 7 und Zeile 12 Anlage AUS ?


    Ich bziehe als noch Arbeitnehmer in D neben meinen Lohneinkünften bereist eine Betriebsrente aus den Niederlanden aufgrund mehrjähriger Tätigkeit in NL. Laut DBA werden Renten, sofern diese 15,000 im Jahr übersteigen, in den Niederlanden besteuert. Wo gebe ich in der WISO Steuersoftware diese NL Netriebsrente an, sowie die einbehalten NL-Steuern zwecks Berücksichtigung/Anrechnung an, wenn die Betriebsrente über den 15,000 jährlich liegt? Welche Anlage sind hierzu auszufüllen? Umgekehrt, wenn die Betriebsrente weniger als 15,000 beträgt, müsste diese in D versteuert werden, falls in NL dann keine Steuer einbehalten wird. Wo und wie wird dieser Fall eingetragen? Auch wenn sich vieles in der WISO Software recht natürlich erschliesst, habe ich keinen Ansatz für dieses Problem gefunden. Vielleicht kann jemand helfen?


    Danke und LG, JK.