Differenz in Erlöse Umsatzsteuer nicht fällig

  • Hallo,


    bin IST-Versteuerer, und Bilanzierer, SKR04.


    Finde für folgendes Problem einfach keine Lösung:



    Als IST-Versteuerer bringe ich am Ende eines Wirtschaftsjahres alle noch offenen Rechnungen auf Forderungen, das ist soweit klar.
    Die UmST entsprechend auf 3816, UmSt nicht fällig.


    Um in der GuV die Forderungen als Erlöse, "UmSt nicht fällig" darzustellen, arbeite ich mit dem Konto 4400.


    Zu Beginn des Folgejahres buche ich nach und nach die gezahlten Rechnungen aus den Forderungen, und die UmSt von nicht fällig auf fällig.


    Dann muss ich aber doch auch noch das Konto Erlöse (4410) ansprechen?


    Wenn ich die "Erlöse Umst nicht fällig" (4400) an Erlöse (4410) buche, habe ich die Rechnungen zwar auf dem richtigen Erlöse-Konto,
    aber es entsteht auf der Sollseite eine Summe, die - und jetzt kommt das eigentliche Problem- mir am Ende des Jahres eine Differenz verursacht,
    wenn ich zum Jahresabschluss wiederum die nächsten noch offenen Rechnungen buche.
    Die Folge daraus ist, dass ein falscher Betrag in die GuV eingetragen wird.


    Ich hoffe sehr auf einen schlauen Kopf, der das nachvollziehen und mir helfen kann!

  • Ich bin im SKR04 nicht besonders firm, möchte aber dennoch ein paar Denkansätze loswerden:
    1. Warum buchst Du noch offene Ausgangsrechnungen auf das Konto "Forderungen" um? Es gibt nämlich ein paar Automatismen, die "von allein" passieren. Beim Erfassen (oder verbuchen) einer Ausgangsrechnung wird der darin enthaltene Umsatzsteuerbetrag automatisch auf das Konto "USt nicht fällig" gebucht, bis zu dem Moment, in dem Du den Geldeingang zur entsprechenden Rechnung erfasst. Erst dann wird von "nicht fällig" auf "fällig" umgebucht - automatisch.


    2. Das Konto "Forderungen" ist ein Automatikkonto, in dem sämtliche noch offenen Ausgangsrechnungen gesammelt werden. Auch das passiert idR automatisch, sodass hier keine händische Umbuchung erfolgen muss. Buchst Du hier händisch etwas um, dürfte das kuriose Auswirkungen auf den zu ermittelten Gewinn haben.


    3. Wenn Du zu Beginn des Folgejahres wieder USt händisch umbuchst, möchte ich wetten, dass Du hier doppelt zahlst - in jedem Fall kann aber die Rechnung nicht mehr aufgehen.


    4. Eine Umbuchung von 4400 an 4410 führt ebenfalls zu Verwirrungen, weil auch hier ein Automatismus greift, der derlei Umbuchungen automatisch veranlasst.


    Die ganzen Umbuchungen sind (teilweise) interessant oder wichtig wenn Du Einnahmen-Überschuss-Rechner bist. Aber wenn Du Bilanzierer bist (und damit ein Vermögensvergleich stattfindet), dann sind Deine händischen Umbuchungen schlicht falsch und erklären sicherlich auch die Differenzen, die sich zwischen Deiner Erwartung und der GuV ergeben.


    Was mich auch wundert sind Deine Kontenangaben:
    Konto 3800 im SKR04 ist ein Sammelkonto für vereinnahmte Umsatzsteuer. Die Info zu diesem Konto sagt "Steuerkonten bitte über die entsprechenden Steuerschlüssel ansprechen und für die laufenden Buchungen nicht direkt bebuchen."
    Die Konten 4400 und 4410 sind erstmal identisch und dafür angelegt, unterschiedliche Arten von Umsätzen zu erfassen (zB 4400 für Lieferungen, 4410 für Leistungen oder ähnliches). Eine Umbuchung von 4400 auf 4410 kann also keine wirkliche Auswirkung haben.

  • Hallo Manuel,


    voellig richtig, dem ist nichts hinzuzufuegen
    Kaleay bucht leider voellig falsch.


    bei Rechungserstellugn wird der Erloes gebucht, die USt auf Konto UST nicht faellig
    Bei Kundenzahlung wird das Personen Konto mit dem vorgestellten Buhl-Steuerschluessel versehen (in der Regel "3") und hierdurch erfolgt automatisch die Umbuchun gder USt nicht faellig auf das Konto USt 19% (faellig)