Heizkostenanteil / Warmwasseranteil definieren

  • Guten Abend zusammen,


    ich habe leider noch keine Idee gefunden wie ich das Verhältnis von Heizkostenanteil zum Warmwasseranteil einstellen kann.

    Die Bestimmung dieses Verhältnisses erfolgt ja augenscheinlich durch die Software. Nur leider weiß ich nicht welche einstellungen hier getroffen werden können um diese Parameter zu justieren. Ich bekomme nun stets einen negativen Heizkostenanteil, siehe nachfolgend:

    Zum konkreten Fall:

    Es handelt sich um ein Gebäude mit 6 WE. Warmwasser sowie Heizung erfolgt über eine Wärmepumpe. Den Stromzähler für die Wärmepumpe habe ich als Hauptzähler angelegt.

    Jede Wohneinheit hat zudem zwei Wärmemengenzähler, einmal für die Fußbodenheizung und einmal für Warmwasser. Diese Zähler habe ich als "Normale Zähler" erfasst.

    Die Abrechnung sieht dann wie folgt aus.......und ich weiß nicht warum ?!?!?!?


    VG T. Hermes

  • Hallo (Mein erster Beitrag)


    Hat es hier inzwischen eine Lösung gegeben? Ich habe das gleiche Problem.

    Alle von blumenmeer1 gestellten Fragen kann ich mit ja beantworten. Das Ganze irritiert vor allem deshalb, weil ich letztes Jahr bereits eine Abrechnung erfolgreich erstellt habe. Das Programm habe ich nur um die aktuellen Rechnungen und Zählerstände ergänzt. Dass ich was anders verstellt habe, ist mir nicht bewußt.

    Hier ein Screenshot von der Abrechnung. Alle von mir manuell eingetragenen Werte stimmen hier. So sah auch die Abrechnung für das Jahr 2018 aus. Nur dass es keine negativen Zahlen gab.

    Fehler? in der Tabelle Restbestand am 31.12.2019 steht als Ergebnis korrekt 3720l, dazwischen zwei Nachtankungen. 12.11.2019 - 2733l, das ist richtig. Was die Nachtankung vom 23.11.2018 hier will weiß ich nicht, vor allem, weil die Zahl 987 unbekannt ist. Woher kommt diese Zahl? In der Abrechnung für 2018 steht dort korrekt 2400. Auch im Datenbestand von WISO.Vermieter steht: Bestand 23.11.2018 - 2400l. Woher kommt das und was solider Wert von 2018 hier?


    Das Haus hat zwei Wohnungen, EG wird selbst bewohnt, OG ist vermietet.

    Auch in der Abrechnung für das EG stehen negative Werte und zwar die exakt gleichen negativen %-Werte. Die Werte an sich sind anders, weil die Grundfläche des EG anders ist.


    Für Hilfe wäre ich dankbar.

  • Ja, ist es.

    Von der Heizung im Keller gehen drei Wärmemengenzähler ab: 1 ins OG und zwei ins EG (da das EG mal zwei Wohnungen waren). Die Summe der drei Wärmemengenzähler ergibt 15866kWh. Wie es zu den 14130kWh für die Heizung kommt, erschließt sich mir nicht. Bei der letzten Abrechnung für 2018 standen da 15832kWh für Warmwasser (also die Summe aller Wärmemengenzähler) und 28390kWh für Heizung.

  • Einen weiteren Wärmemengenzähler gibt es nicht.

    Die drei Zähler (drei, weil es mal drei Wohnungen gab) können jeweils kWh als auch m³ anzeigen. Einer ist dem OG zugeordnet, die anderen zwei dem EG.

    An allen Wasser-Abnahmestellen im Haus sind Zähler für Warmwasser in m³ vorhanden. Alle Zählerstände sind mit den entsprechenden Zuordnungen im Programm gepflegt.

    Ich war bisher davon ausgegangen, dass mit diesen og. Zählern die benötigte Energie für das warme Wasser gemessen wird und der Rest des verbrauchten Brennstoffes (Leichtes Öl) für die Heizung benötigt wird. Das Programm errechnet dann daraus die Heizkosten. Scheinbar war das falsch?

  • Besteht kein Warmwasserwärmezähler, kann nach Heizkostenformel abgerechnet werden (ist im Programm vorgesehen), da

    eine Ausnahme besteht bei Gebäuden mit zwei Wohneinheiten, von denen eine Wohnung vom Eigentümer selbst bewohnt wird.

    Heizkostenverordnung § 9 Abs. 2 sagt dazu aus:

    Kann die Wärmemenge bei Anlagen mit Heizkesseln nur mit einem unzumutbar hohen Aufwand gemessen werden, kann sie nach der Gleichung

    [Blockierte Grafik: https://www.molline.de/fileadmin/content/produkte_waerme/Infothek_Waermezaehler/Warmwasser_Abtrennformel.png]

    bestimmt werden. Dabei sind zu Grunde zu legen

    1. das gemessene Volumen des verbrauchten Warmwassers (V) in Kubikmetern (m³);

    2. die gemessene oder geschätzte mittlere Temperatur des Warmwassers (tw) in Grad Celsius (°C).

  • Ich war bisher davon ausgegangen, dass mit diesen og. Zählern die benötigte Energie für das warme Wasser gemessen wird und der Rest des verbrauchten Brennstoffes (Leichtes Öl) für die Heizung benötigt wird. Das Programm errechnet dann daraus die Heizkosten. Scheinbar war das falsch?

    Meine Empfehlung, mach mal von den Wasser- und Wärmemengenzählern einen Screenshot, denn ich vermute, dass es bei der Zuordnung der Zähler nicht stimmig ist.

  • So sieht es hinter der Heizung aus. Drei Stränge mit Zähler. Die Zähler sind Allmess Integral-V Lite 5,2

    Ich dachte, die messen das warme Wasser, da sie die Wärmemenge in kWh und auch den Durchfluss in m³ messen und anzeigen können. Andere Wärmemengenzähler gibt es nicht.



    Wenn es so ist, wie blumenmeer1 vermutet, muss ich über die Heizkostenformel abrechnen und die Zähler ganz anders zuordnen. Der Verbrauch des warmen Wassers wird ja an jeder Entnahmestelle gemessen und die Temperatur stelle ich an der Heizungsanlage direkt ein.


    PS: Wir besitzen das Haus jetzt zwei Jahre. Vorher waren wir selbst Mieter. Die Firma für die Betriebskostenabrechnung gibt es inzwischen nicht mehr. Außerdem war deren Abrechnung unprofessionell und so was von nicht nachvollziehbar, bestand aus einer wilden Exceltabelle mit ein paar Zählerständen und Zahlen. Auf deren Dienste wollte ich von Anfang an verzichten. Das macht es mir aber jetzt schwerer.


    Besten Dank für Eure Hilfe

  • Ich dachte, die messen das warme Wasser, da sie die Wärmemenge in kWh und auch den Durchfluss in m³ messen und anzeigen können.

    Das ist nicht korrekt. Ein Wärmemengenzähler ermittelt die Wärmeenergie der jenigen Wohnung in kWh. Gleichzeitig wird die Flüssigkeit, die durch die FFH gepumpt wird auch gemessen.


    Das hat aber NICHTS mit Warmwasser zu tun. Also alle Eingaben der WMZ die du in Zusammenhang mit Warmwasser eingestellt hast, entfernen. Ein Wärmemengenzähler wird einer Wohnung zugeteilt und als Umlageschlüssel1 wird NUR Wärmemengenzähler eingestellt. Sonst nichts!


  • Das sieht bei mir so aus. Stimmt ja scheinbar doch. Die Wärmemenge wird als normaler Zähler einer Wohnung zugeordnet.

    Die Summer der drei Verbräuche ergibt dann den Anteil der Warmwasseraufbereitung an den Heizkosten (15866kWh), weil ich das bei der Heizung (Abrechnungsart gemischt) als die für die Erzeugung des warmen Wassers benötigten Energie eingegeben hab. Also eine Abrechnung per Wärmemengenzähler, obwohl dafür gar keiner existiert. Hier muss jetzt die Berechnung der Wärmemenge für das Warmwasser per Formel her und nicht per Wärmezähler. Das scheint der Fehler zu sein, oder?



    Danke

  • und nicht per Wärmezähler

    Das sieht schon einmal GUT aus!


    Ich arbeite mit dem Hausverwalter, daher weiß ich nicht wie es bei dir eingestellt wird. Das Warmwasser wird nach der Formel berechnet, doch steht das im Bild Wärmezähler. Das irritiert mich, da kein solcher Zähler vorhanden ist, oder es wird so dokumentiert, dass es um Warmwasserzähler geht. Da weiß ich leider nicht Bescheid was das bedeutet. Blumenmeer wird sich sicherlich auch dazu äußern.

  • Ich habe das Bild nur hochgeladen, weil es bisher so war.

    Ich habe beim Warmwasser jetzt auf die Heizkostenformel umgestellt und die Abrechnung gemacht. Die Abrechnung scheint (für mich) erst einmal plausibel zu sein.


    Besten Dank für eure Hilfe

  • Die Abrechnung scheint (für mich) erst einmal plausibel zu sein.

    Es sieht jetzt schon besser aus, doch etwas stört mich: Das Verhältnis Heizkosten mit 44,12% und Warmwasserkosten mit 55,88%, ist zu bedenken.

    Danach wird für das Warmwasser von Xm³ (sehe nicht wieviel Warmwasser du hast, bei einem Zweifamilienhaus je nach Verbrauch bei 30-40m³) über die Hälfte der Brennstoffkosten dafür aufgewendet, das kann eigentlich nicht sein. Denn für die Wohnfläche zu heizen nur 44 % ist mir zu wenig. Da solltest du die Eingaben noch einmal prüfen.