Wo kann ich die die Prozentsätze meines Fahrtenbuchs für die Privatnutzung eingeben?

  • Hallo an alle Wissenden hier,


    ich habe vorhin die Testversion des EÜR&Kasse heruntergeladen und mal einen Probemonat erfasst.

    Nun möchte ich gerne testen, ob das Programm das kann, was ich mir vorstelle, also eine EÜR erstellen.

    Dazu wollte ich nun angeben, zu wieviel Prozent ich meinen Pkw im betreffenden Jahr privat genutzt habe. (Das Auto ist 19 Jahre alt, ich führe schon immer ein Fahrtenbuch, weil die 1-%-Methode für mich viel zu teuer ist, ich nutze es zu mehr als 50 % betrieblich, meine Wohnung ist meine Betriebsstätte)

    Ich finde nur unter Erfassen -> Betriebsvermögen -> 1-%-Regelung Kfz; die will ich ja nicht. Wo ist denn die Möglichkeit, meinen mit meinem bewährten (analogen) Fahrtenbuch ermittelten Prozentsatz der Nutzung einzugeben?

    Die Hilfetexte erzählen alles mögliche, nur nicht, WO ich das eingeben kann.


    Danke für Eure Hilfe.


    Frau B aus N

  • Wo ist denn die Möglichkeit, meinen mit meinem bewährten (analogen) Fahrtenbuch ermittelten Prozentsatz der Nutzung einzugeben?

    Wenn das Fahrtenbuch aus EÜR & Kasse identisch mit dem aus WISO Steuer:Sparbuch ist, hast Du Pech.

    Ich habe das EÜR&Kasse Handbuch dazu durchsucht und bin auch nur auf Hinweise gestoßen wie man "tatsächliche Fahrzeugkosten" ermittelt. :rolleyes:

    Also so, wie Du es seit jeher machst.

    Die Hilfetexte erzählen alles mögliche, nur nicht, WO ich das eingeben kann.

    wenn Du mit WO meinst, wo du die Tankbelege und sonstigen Kosten für das Fahrzeug, welche ja für die % Auswertung wichtig sind, eingeben kannst.... nirgends.

    Da musst (kannst) Du schon auf das Buhl-eigene WISO Fahrtenbuch ausweichen.

  • Gebucht werden muss weiterhin manuell! Zunächst die ganzen Belege fein säuberlich nach Datum (bei mehr als 50% betrieblicher Nutzung liegt ja betriebsnotwendiges Vermögen vor) und dann je nach UStVA-Periode monatlich, quartärlich oder jährlich die Privatnutzung in einer Buchung (hierfür kann man sich eine Vorlage anlegen, Aufwendungen des Vorjahres) und am Jahresende den "Spitzenausgleich" anhand der tatsächlichen Aufwendungen des laufenden Gj.

    Die besten Grüße aus dem tiefen Süden (wo es fast immer schön ist, auch bei Regen)
    nesciens



    WISO Steuersparbuch seit 1994, Windows 7

  • Hallo Ihr beiden,


    danke zunächst für Eure Hilfe.


    Gebucht habe ich testhalber die Bankbelege des ersten Monats. Da sind Versicherung, Benzin usw. dabei. Und jetzt müsste ich nach meinem Verständnis dem Programm irgendwo sagen, wie hoch mein Anteil der privaten Nutzung ist, damit am Jahresende für die Erstellung der EÜR die Privatnutzung mit 80/20 Umsatzsteuer auf meine Betriebseinnahmen aufgeschlagen wird.


    Ich dachte, das Programm ermittelt dann automatisch von allen entsprechenden Kfz-Kosten die Privatnutzung und bucht sie um.


    Scheint nicht so zu sein und damit ist das Programm bei mir gleich wieder durchgefallen. Wollte ja eigentlich ein Programm, das mir Arbeit abnimmt.


    Ich mach's also weiterhin von Hand in Excel, funktioniert seit Jahren ...

  • damit am Jahresende für die Erstellung der EÜR die Privatnutzung mit 80/20 Umsatzsteuer auf meine Betriebseinnahmen aufgeschlagen wird.

    Wie kommst Du auf 80/20 ?? (oder war das nur als bsp. gedacht?)

    gesamt gefahrene KM abzgl. Geschäftlicher Fahrten ergibt Privat-km -> = x % Privatnutzung


    Ich dachte, das Programm ermittelt dann automatisch von allen entsprechenden Kfz-Kosten die Privatnutzung und bucht sie um.

    Kfz-Versicherung (ohne Ust.)

    Kfz-Steuer (ohne USt)

    AfA entfällt ja ...

    der Rest... Treibstoff, Reparaturen, sonstige kosten mit Ust.

    aber das kennst du ja alles.

    Scheint nicht so zu sein und damit ist das Programm bei mir gleich wieder durchgefallen.

    .....



    Ich dachte, das Programm ermittelt dann automatisch von allen entsprechenden Kfz-Kosten die Privatnutzung und bucht sie um.

    Es gibt solche Programme. Aber auch die wollen mit Zahlen gefüttert werden.

  • Es gibt solche Programme. Aber auch die wollen mit Zahlen gefüttert werden.

    Ich würde es gerne mit Zahlen füttern. Kann aber die Prozentzahl Privatnutzung nirgends eingeben ("füttern").


    Wie kommst Du auf 80/20 ?? (oder war das nur als bsp. gedacht?)

    gesamt gefahrene KM abzgl. Geschäftlicher Fahrten ergibt Privat-km -> = x % Privatnutzung



    80 % meiner Privatnutzung werden der 19 % Umsatzsteuer unterworfen, 20 % werden 0 % Umsatzsteuer unterworfen.

  • Kann aber die Prozentzahl Privatnutzung nirgends eingeben ("füttern").


    das leistet das Programm nicht. (wozu auch, kann man doch extra Programme verkaufen)


    Du kannst dir in EÜR & Kasse "Buchungsvorlagen" mit Nutzungsentnahmen anfertigen und dort die aus den Buchungen/Konten ermittelte Beträge der eingeben.


    Mein Buchhaltungsprogramm verfügt über einen "Eigenverbrauchrechner" der die Beträge aus den jeweiligen Konten ausliest und die Buchungen dann anhand der jeweils gefahrenen Anteile errechnet. Es erstellt auch eine Buchungsliste. Aber Buchen musst man schon selbst.

    Nur ist es preislich nicht mit EÜR & Kasse vergleichbar ;)

  • Danke, Elsamate.
    Wie ich schon schrieb, ist WISO EÜR&Kasse dann wohl nicht das richtige Programm für mich.


    Habe das Experiment also grade beendet und "buche" jetzt schön fleißig in meiner ollen Excel-EÜR.


    Danke an alle, die mir hier geantwortet haben!

  • Wie kommst Du auf 80/20 ?? (oder war das nur als bsp. gedacht?)

    80 % meiner Privatnutzung werden der 19 % Umsatzsteuer unterworfen, 20 % werden 0 % Umsatzsteuer unterworfen.

    Das sind die 80% USt% bzw. 20% ohne USt aus der 1%-Regelung. Bei Fahrtenbuchregelung ist die USt-Pflicht den Konten der entsprechenden Aufwendungen zu entnehmen.


    Das Auto ist 19 Jahre alt, ich führe schon immer ein Fahrtenbuch, weil die 1-%-Methode für mich viel zu teuer ist,

    Und genau gilt das pauschalierte 80%/20% nicht. Man kann sich eben nicht aus allem das für einen Günstigste heraussuchen. Man sollte da schon einmal genau lesen. Du hast die Kosten detailliert nach mit Vorsteuer belastet und ohne Vorsteuer zuzuordnen und die unentgeltliche Wertabgabe gemäß dem von Dir ermittelten Kostenanteil aufzuteilen.

  • Habe das Experiment also grade beendet und "buche" jetzt schön fleißig in meiner ollen Excel-EÜR.

    Und was bringt Dir das für eine elektronisch abzugebende EÜR und USt? Ein Prüfer möchte das mit ein paar Klicks geprüft haben.

  • Und was bringt Dir das für eine elektronisch abzugebende EÜR und USt? Ein Prüfer möchte das mit ein paar Klicks geprüft haben.

    Das mit den 80/20 hatte mir 2009 ein Mensch vom Finanzamt so erläutert, das habe ich mir nicht selbst rausgepickt. Und ein Betriebsprüfer hat es 2012 auch genau so (mit meiner Excel-Tabelle) anerkannt. Damals wars sogar noch Open Office, nicht Excel, auch das war kein Problem.


    Abgeben muss ich natürlich elektronisch, das ist mit Elster-Formular aber schnell ausgefüllt und abgeschickt, sobald ich die Excel-EÜR erstellt und damit meine Zahlen ermittelt habe.

  • Und was bringt Dir das für eine elektronisch abzugebende EÜR und USt? Ein Prüfer möchte das mit ein paar Klicks geprüft haben.

    Das mit den 80/20 hatte mir 2009 ein Mensch vom Finanzamt so erläutert, das habe ich mir nicht selbst rausgepickt. Und ein Betriebsprüfer hat es 2012 auch genau so (mit meiner Excel-Tabelle) anerkannt.

    Das ist definitiv falsch. Bei der 1%-Regelung braucht man eine pauschale Zuordnung, da man ja keinen genauen Maßstab hat. Deshalb hat der Gesetzgeber da eben 80%/20% vorgegeben. Bei der Fahrtenbuchmethode hat man ja aufgrund der Buchungen die tatsächlichen Kosten mit und ohne Umsatzsteuer gesondert erfasst. Wozu sollte man da dann pauschal zuordnen? Da besteht kein Grund zu. Man hat die mit Vorsteuer gebuchten Kosten und muss die sich eben gesondert nachhalten, wenn die sich aus den Konten nicht konkret ergeben. Und die daraus der unentgeltlichen Wertabgabe entsprechend der Fahrtenbuchaufzeichnungen zuzuordnenden anteiligen Kosten sind eben dann auch in voller Höhe der USt zu unterwerfen.


    Genau das ist eben der Unterschied zwischen Fahrtenbuchmethode und 1%-Regelung!

  • 80%/20%

    vllt nimmt Frau B diese Werte nur für die USt.-Voranmeldungen und rechnet zum Jahresende nach Fahrtenbuch ab.

    Warum sonst sollte sie dann Fahrtenbuch führen.....und den jeweiligen %-Satz mit Excel errechnen

    Offensichtlich nicht "nur". ;)

    Das mit den 80/20 hatte mir 2009 ein Mensch vom Finanzamt so erläutert, das habe ich mir nicht selbst rausgepickt. Und ein Betriebsprüfer hat es 2012 auch genau so (mit meiner Excel-Tabelle) anerkannt.

    Betriebsprüfer interessieren sich nicht für Voranmeldungen, das tun nur die USt-Sonderprüfer.


    Auch Betriebsprüfer haben mal einen schlechten Tag. :)