Höheres Brutto weniger Erstattung?

  • Hallo ihr lieben,


    ich bin etwas unsicher ob das bei mir so richtig ist.


    2019 hatte ich ein Jahresbrutto von 56.000€ - beim Lohnsteuerjahresausgleich habe ich 2.500€ wiederbekommen.

    2020 hatte ich ein Jahresbrutto von 61.000€ - beim Lohnsteuerjahresausgleich habe ich 1.400€ wiederbekommen.


    Die Rahmenparameter (Werbungskosten etc.) sind gleich geblieben. Ist es richtig, dass ich knapp 1.100€ weniger zurückbekomme als im Jahr vorher?


    Danke euch im Voraus!

  • So einen "Vergleich" kann man nun wirklich nicht anstellen. Die "Rahmenparameter" sind nämlich insgesamt mit Sicherheit nicht identisch.


    Sofern man die Jahre dasselbe Programm genutzt hat, kann man, wie z.B. bei den Buhl-Steuerprogrammen, sicherlich einen Vorjahresvergleich anstoßen.

  • So einen "Vergleich" kann man nun wirklich nicht anstellen. Die "Rahmenparameter" sind nämlich insgesamt mit Sicherheit nicht identisch.


    Sofern man die Jahre dasselbe Programm genutzt hat, kann man, wie z.B. bei den Buhl-Steuerprogrammen, sicherlich einen Vorjahresvergleich anstoßen.

    Korrekt - das Steuerprogramm ist das gleiche.....ich nutze immer WISO.

  • Korrekt - das Steuerprogramm ist das gleiche.....ich nutze immer WISO.

    Na also. Dann hast Du ja auch eine Datenübernahme gemacht und das Programm kennt die Pfade. Vergleichsberechnung anstoßen und Du hast Klarheit. Und dann siehst Du, dass als erstes ja neben dem Bruttoarbeitslohn auch die einbehaltene und anzurechnende Lohnsteuer erheblich abweichen wird. Du siehst alles schwarz auf weiß.

  • Das klärt aber leider meine Frage nicht.

    Natürlich tut sie das, denn da sind alle Besteuerungsgrundlagen detailliert aufgeführt. Wir dagegen bräuchten eine Glaskugel, um das zu beantworten. Und Du möchtest wohl kaum alle relevanten Besteuerungsgrundlagen hier öffentlich ausbreiten.

  • Wenn man ein höheres zu versteuerndes Einkommen hat zahlt man mehr Steuer, das nennt man Progression wie du schon festgestellt hast.

    Dein Arbeitgeber führt die Steuer (außer Einmalzahlungen) vermutlich nach der Monatstabelle ab.


    Die Werbungskosten schreibst du erst zur Jahreserklärung rein und evtl. waren die Monatseinkünfte unterschiedlich dann ergibt sich erst mit der Jahreserklärung erst die tatsächliche Steuerschuld. Das was dein AG vorher gemacht hat ist quasi nur ein Abschlag der mehr oder weniger zum Jahr passt.


    Wie dir oben bereits empfohlen wurde rufe den Jahresvergleich auf, da wird für 3 Jahre gegenübergestellt wie sich die verschieden Posten ändern.

  • Naja es hätte ja gereicht wenn z.B. jemand sagt dass das durchaus normal ist wegen der Progression o.Ä.

    Ich wundere mich halt nur das ich trotz höherem Verdienstes, weniger erstattet bekomme.

    Es gibt keinerlei Regel in dieser HInsicht, woher auch. Die endgültig veranlagte Steuer hängt von so vielen Faktoren ab, dass man eine soclhe Aussage seriöserweisenicht machen kann. Da spielt die Höhe des Gehalts mit, aber auch die Lohnsteuerzahlungen, andere Vorauszahlungen, Versicherungsbeiträge, außergewöhnliche Belastungen, weitere Einkünfte, Regelmäßigkeit der Einkünfte aus unselbständiger Tätigkeit, Sonderzahlungen etc. etc. etc. Erstattet bekommen kann man ja nur, was man vorher bezahlt hat. Und wenn sich die Vorauszahlungen durch die Lohnsteuer nicht in dem Maße erhöht haben wie das Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit, ist schon wegen der Steuerprogrogession eine niedrigere Rückzahlung zu erwarten.