Doppelte Nachzahlung - Programm findet keine Ursache

  • Hallo, vielleicht kann mir jemand helfen: ich bin arbeitslos mit ALG 1 und habe Kapitalerträge erwirtschaftet. Das WISO Programm hatte 1207 € Nachzahlung errechnet, das Finanzamt will jetzt über 3178 € haben. Irrtümlich hatte ich die Kranken und Pflegeversicherung mit abgesetzt, ist mir leider erst jetzt aufgefallen. Das habe ich per Planspiel jetzt bereinigt und das Wieso Programm errechnet eine Nachzahlung für mich von 1673 € insgesamt. Das leuchtet mir ein. Kann sich jemand erklären, wie es zu der sehr hohen Berechnung des Finanzamtes kommen kann? Ich hänge mal die Begründung des Finanzamtes an. Das erschließt sich für mich nicht.

  • Ich hänge mal die Begründung des Finanzamtes an.

    Das sagt leider gar nichts aus, da wohl "nur" die Info zu den Vorsorgeaufwendungen evtl. eine steuerliche Auswirkung haben könnte.


    Ohne jegliche konkrete Infos kann Dir da kein Dritter helfen. Du solltest mal Zeile für Zeile den Bescheid und die Steuerberechnung des Programms abgleichen.

  • Hallo miwe4,

    genau deshalb bin ich so ratlos. Der Zeilenabgleich hat gleiche Ergebnisse gebracht und die Software - und ich - weiss nicht wieso. Allerdings fehlt mir noch der schriftliche Bescheid. Trotzdem hier mal der Anhang mit dem Steuerabgleich wie er im Programm gemacht wird. Anmerkung : Ich habe keine früheren Verrechnungen.

    Vielleicht doch noch eine Idee?

  • Da weicht doch gar nichts ab. Und oben wurde wahrscheinlich die einbehaltene ZASt verrechnet. Das ist sicherlich eines der üblichen Darstellungsprobleme bei den Bescheiddaten. Also alles wie erklärt und einfach den Papierbescheid abwarten.

  • Das weicht ab, weil es die Verrechnungen von 1974€ einfach nicht gibt. Für mich ist schon ein Problem ob ich 1207 oder 3178 € zahlen muss.

    Aber ich sehe, Du kannst es Dir auch nicht erklären. Ich warte also auf den Papierbescheid und informiere Euch hier noch mal . Vielleicht hilft es dann ja auch anderen.

  • Das weicht ab, weil es die Verrechnungen von 1974€ einfach nicht gibt.

    Also alles wie erklärt und einfach den Papierbescheid abwarten.

  • Die einzelnen Daten weichen nicht ab - richtig. Aber was wohl miwe4 übersehen hat - in der ersten Zeile steht der zu zahlende Betrag und der ist einfach nicht erklärbar, denn die Steuerberechnung stimmt ja auch mit der Erklärung überein. Aus dem übermittelten Bescheid ist zumindest bei der Berechnung nicht zu ersehen, was hier verrechnet wurde - das müsste aus den Erläuterungen hervorgehen oder aus einem gesonderten Verrechnungsbescheid. Der Bescheid selber weicht nicht von der Erklärung ab, die Differenz in der Nachzahlung resultiert einzig und allein aus der Verrechnung - welche Forderung hier das Finanzamt hat, können wir nicht sehen. Sieh einmal deine Post durch, das müsste eigentlich ein Bescheid über die Verrechnung vorliegen.

  • Aber was wohl miwe4 übersehen hat - in der ersten Zeile steht der zu zahlende Betrag und der ist einfach nicht erklärbar, denn die Steuerberechnung stimmt ja auch mit der Erklärung überein.

    Nein, definitiv nicht übersehen. Aufgrund ähnlich gelagerter Fälle hier im Forum gehe ich eben von irgendeiner anderen Darstellung der An-/Abrechung beim FA aus, so wie wir es schon sehr oft beim Bescheiddatenabruf hatten. Da werden Verrechnungen eben anders dargestellt. Und es zählt, was unter dem Strich herauskommt. Und das ist grün und mit Pfeil markiert und zudem textlich im Bescheiddatenabruf dokumentiert. Der Nachzahlungsbetrag weicht saldiert zu 0,00€ von den erklärten Angaben ab.

    Das ist sicherlich eines der üblichen Darstellungsprobleme bei den Bescheiddaten. Also alles wie erklärt und einfach den Papierbescheid abwarten.

  • Hallo,


    ich habe jetzt den Papierbescheid erhalten. 1. miwe 4 hatte Recht, was die Darstellungsfehler angeht. Die fraglichen 1900 € sind der erste Teil einer Steuervorauszahlung. Und dann wird es verrückt: das Finanzamt verlangt von mir 5600 € Vorauszahlungen insgesamt. Das ist fast die Hälfte meines Einkommens und definitv viel mehr als der Progressionssteuersatz von 14,8 % , den ich mit dem Wieso Programm und dem Rechner vom Bayrischen Landesamt für Steuern errechnet habe. Das Finanzamt hat eventuell das Arbeitslosengeld auch mit in die Besteuerung einbezogen. Aber auch dann ist die zugrunde gelegte Summe noch zu hoch. Weiss jemand, wie es zu sowas kommen kann? Ich dachte, Vorauszahlungen sollten sich an dem aktuellen Einkommen orientieren. Stimmt das?


    Und dann: ich finde in dem Wieso- Programm keinen direkten Vergleich mehr zum Ausdrucken, so wie das früher war. Übersehe ich hier etwas? Ich finde nur das, was ich hier hochgeladen habe. Das ist ja sehr ungenau.


    Für Tipps und Ratschläge bin ich dankbar!

  • Die Vorauszahlungen orientieren sich an der Höhe der Steuer im letzten Bescheid - damit wären sie aber viel zu hoch. Du musst 1.200 Euro Steuern zahlen, wären also quartalsweise 300 Euro.

    Ist das wirklich nur Einkommensteuer? Am besten greifst du zum Telefonhörer und fragst bei deinem Sachbearbeiter, warum die Vorauszahlungen so hoch sind (erklärt auch die 1.900 Euro Verrechnung). Entweder wird da noch etwas anderes mit einbezogen oder man hat sich hier schlicht und einfach verschrieben.

  • Die Vorauszahlungen orientieren sich an der Höhe der Steuer im letzten Bescheid - damit wären sie aber viel zu hoch. Du musst 1.200 Euro Steuern zahlen, wären also quartalsweise 300 Euro.

    Das Problem ist aber leider, dass die Bearbeiter aus Gewohnheit oft gerne den Computer über die Festsetzung von Vorauszahlungen entscheiden lassen, der dann die Besteuerungsgrundlagen teilweise sogar hochrechnet. Und wenn dann das Ergebnis der Eingaben nicht kontrolliert wird, kann schon mal so etwas dabei herauskommen.


    Also in der Tat einfach mal kurz anrufen und eine freundliche Rücksprache führen, dann sollte das schnell erledigt sein. Gerne dann bitte auch das Ergebnis der Unterredung hier posten.