Datenübernahme aus Einkommensteuererklärung in Umsatzsteuererklärung

  • Moin.


    In meiner Einkommenssteuererklärung habe ich die dort enthaltene EÜR ausgefüllt. Sie enthält alle Daten, die ich für die Umsatzsteuererklärung benötige.


    Wenn ich das Formular Umsatzsteuererklärung öffne, wird mir jedoch kein Datenimport/Datenübertragung angeboten.


    Übersehe ich etwas?

    Eine Freundin, die die Software "Steuersparerklärung" verwendet, teilte mir mit, dass bei ihr alle Daten automatisch übertragen werden.

    Übersehe ich etwas oder geht das mit WISO wirklich nicht?

    Den telefonischen Support erreiche ich leider gerade nicht. Habe mehrmals probiert. Ich hing jedesmal 20 Minuten in der Warteschleife.

    Danke für euren Rat.

    • Offizieller Beitrag

    Übersehe ich etwas oder geht das mit WISO wirklich nicht??

    Nein. Das haben wir im Forum aber auch schon sehr oft erläutert. Das bedarf entsprechender Buchungen mit dem gesonderten EÜR-Modul. Aus dem ESt-Modul heraus kann man eine USt-Erklärung nur in Verbindung mit PV-Anlagen erstellen.

  • Das ist wirklich sehr bedauerlich.


    Mir leuchten die Motive der Entscheider bei Buhl nicht ein.



    Es gibt 3 verschiedene selbstständige Berufe. Die Liste der Betriebseinnahmen und -ausgaben, differenziert nach den verschiedenen Umsatzsteuersätzen, ist dementsprechend riesig. Es wird eine Wahnsinnsarbeit, das alles manuell erneut einzutragen.

    • Offizieller Beitrag

    Es gibt 3 verschiedene selbstständige Berufe. Die Liste der Betriebseinnahmen und -ausgaben, differenziert nach den verschiedenen Umsatzsteuersätzen, ist dementsprechend riesig. Es wird eine Wahnsinnsarbeit, das alles manuell erneut einzutragen.

    Dann sollte man mit den entsprechenden Softwareprodukten laufend "buchen". Hat ja auch etwas mit zeitnahen Aufzeichnungen zu tun.

  • Ich ärgere mich, dass ein programmiertechnisch so einfacher Export von Daten in der Einkommenssteuererklärung nicht angeboten wird.


    Die Motive sind mir unbekannt, dass Buhl die Kunden da so im Regen stehen lässt.


    Ich werde mich mal bei Freunden informieren, wie alternative Software für eine Einkommenssteuererklärung das löst.

    • Offizieller Beitrag

    Ich ärgere mich, dass ein programmiertechnisch so einfacher Export von Daten in der Einkommenssteuererklärung nicht angeboten wird.

    Das ist programmtechnisch mit Sicherheit nicht einfach, da es in der vereinfachten EÜR des Sparbuchs keine hinterlegten Konten gibt, die man den jeweiligen Kennziffern der USt-Vordrucke so problemlos konkret zuordnen könnte. Das Problem ist eher, dass man sich nicht vorher mit der Programmbedienung und dessen Handbuch auseinandersetzt, sondern Wünsche als gegeben voraussetzt. Zu diesem Zweck hat die Software eben ihr gesondertes EÜR-Modul, mit dem man dann auch im Prüfungsfall gewisse formale Voraussetzungen (einigermaßen) erfüllen kann.


    Die vereinfachte EÜR des ESt-Moduls heißt ja schließlich nicht umsonst so. Sie ist für einfache EÜRs gedacht.

  • Ich ärgere mich, dass ein programmiertechnisch so einfacher Export von Daten in der Einkommenssteuererklärung nicht angeboten wird.

    hallo zusammen

    ....und ich ärger mich, dass es immer noch Menschen gibt, welche der Meinung sind:

    "in einem Steuer-sparprogramm mit Ausfüll;-und X-sonstigen Hilfen muss auch eine kplt. Buchhaltung mit Datev-ex/import zum Steuerberater oder Elster möglich sein muss.

    Am besten wäre noch, alle Tank,-und sonstige Belege einscannen und das Programm walten lassen. Und wenn eine Nachzahlungsaufforderung kommt, Fa. Buhl anschreiben sie sollen sich darum kümmern und gefälligst zahlen.

    :ill: :ill: :puke:

  • miwe4

    Ich teile Deine Argumentation nicht.


    Die Software WisoSteuer bietet eine Einkommenssteuererklärung mit inkludierter EÜR an.
    Dort sind Formularfelder enthalten, die mit der Umsatzsteuer umgehen.

    Jeder Selbstständige, der Umsatzsteuer ausweist, muss auch eine Umsatzsteuerjahreserklärung abgeben.


    Daher halte ich es für eine völlig berechtigte Erwartungshaltung, dass die Software dem Nutzer einen Export anbietet.

    Wenn das vom Anbieter nicht gewünscht ist, sollte er für Umsatzsteuerpflichtige wenigstens das EÜR in inkludierter Form gar nicht mehr anbieten, sondern dieser Nutzergruppe ausschließlich das externe EÜR vorgeben.

    Das wäre aus meiner Sicht konsistent, nutzerfreundlich und klar.

  • fermion


    du willst für 35 Euro eine eierlegende Wollmichsau.

    Jeder Selbständige, der Umsatzsteuer ausweist, wird dies über ein entsprechendes Programm machen und genau dies kannst du dann über das EÜR-Modul auch abbilden! Nur hier werden die einzelnen Sachverhalte (unterschiedliche Konten!) so abgebildet, dass die UStVA und UStE auch automatisch gefüllt werden können.

    Woher soll denn das Programm wissen, auf deine Umsätze, die du in der EÜR in einer Summe aufführst, nicht aufgeschlüsselt werden müssen auf 19%, 16%, 7%, 5% oder keine? Das hast du nirgends hinterlegt. Das gilt auch für die Vosteuer! Zudem ist hier dann noch zu berücksichtigen, dass möglicherweise innergemeinschaftliche Erwerbe oder innergemeinschaftliche Leistungen vorlagen, die gesondert erfasst werden müssen.


    Daher solltest du, bevor du dich über mangelnde Leistung eines Programmes erst einmal informieren, was das Programm kann. Es kann eben nicht nur die "einfache" Einkommensteuererklärung mit vereinfachter EÜR, sondern auch eine den Regeln entsprechende Einnahmenüberschussrechnung mit Anlage EÜR, Anlage AVEÜR, UStVA, UStE und GewStE! Also alles, was ein Selbständiger benötigt. Und das für 35 € bzw. im Abo 30 €.

  • Woher soll denn das Programm wissen, auf deine Umsätze, die du in der EÜR in einer Summe aufführst, nicht aufgeschlüsselt werden müssen auf 19%, 16%, 7%,

    Das ist nicht korrekt. In der Einkommenssteuererklärung integrierten EÜR werden zu den diversen Einnahmen/Ausgaben die Steuersätze aufgeschlüsselt.

    Eines von vielen Beispielen:
    Selbständige > Freiberufliche und selbständige Arbeit > ... - Laufende Einkünfte > Einnahmen-Überschuss-Rechnung > Betriebsausgaben > Sonstige Betriebsausgaben > Telefon und Internet > Selbst ermittelte Beträge

  • Dann sieh dir bitte das Formular an! Die Einnahmen sind in einer einzigen Zeile und somit alle Steuersätze durcheinander gewürfelt (weil die abgeführte Umsatzsteuer gesondert aufgeführt wird und nicht wie in der UStE aus der Bemessungsgrundlage ermittelt wird).
    Bei den Aufwendungen ist es genauso - dort werden sogar solche ohne Vorsteuern wie Porti mit solchen mit Vorsteuern wie Fachliteratur zusammen in einem Kz aufgeführt. Innergemeinschaftliche Erwerbe/Dienstleistungen etc. werden mit den "normalen" Käufen zusammen ausgewiesen. Die in den Eingabemasken vorhandenen Tabellen werden nicht in die Anlage EÜR übernommen und können damit auch nicht für eine UStE verwendet werden.


    Ich arbeite nun seit Anfang der 90-iger Jahre des letzten Jahrhunderts mit dem Programm - du kannst mir glauben, dass das von den Daten her nicht machbar ist. Daher arbeite ich ja mit dem Modul Einnahmen-Überschuss-Rechnung.

  • neida

    In dem von mir genannten Beispiel stehen die Ausgaben fein säuberlich pro Zeile getrennt. Jede Zeile enthält einen Steuersatz.


    Daher kann ich Deinem Argument nicht folgen.

    Nochmal:
    Überall, wo im EÜR-Bereich der Einkommenssteuererklärung Steuersätze vorkommen, halte ich einen Export für technisch problemlos möglich.
    Eine Klassifizierung der verschiedenen selbstständigen Tätigkeiten gibt es auch.

    Wo also sollte das "mathematische" Problem sein?

  • fermion

    deine Zeilen sind Hilfstabellen, die aber nicht in die Erklärung eingehen. Dort hast du nur summierte Werte. Die Hilfstabellen helfen dir zur Ermittlung deiner Werte, sonst nichts. Und es gibt keine Datenbank, die hier wie im Modul Einnahmen-Überschuss-Rechnung eine Art Journal mit allen einzelnen Buchungen hat. Nur dann könntest du exportieren. So hast du nur mehrere einzelne Punkte (Kz), die über hinterlegte Tabellen erzeugt werden. Nichts, was auch nur entfernt an eine Buchhatung erinnern könnte, aus der du exportieren könntest.

  • Ich habe gestern die Umsatzsteuererklärung in WISO Mac ausgefüllt.

    Jeder einzelne Wert, den ich benötigte war erwartungsgemäß in der EstE vorhanden.

    Ich habe mühsam manuell jeden einzeln aus der EstE in eine Exceltabelle herauskopiert.

    Daher kann ich meine Kritik nur nochmal bekräftigen. Es gibt keinen programmiertechnischen Grund, die automatische Erzeugung der UstE aus der EstE heraus nicht anzubieten. Buhl möchte nur nicht.

    Ja, die Hilfstabellen (zum Beispiel mit der Auflistung der Vorsteuerbeträge der einzelnen Betriebsausgaben) existieren in der EstE. Richtig, Buhl hat sich entschieden sie nicht für eine automatische Erzeugung der UstE zu nutzen.

    Ich verstehe darüber hinaus von den Finanzbehörden nicht, dass sie zusätzlich zu einer EÜR auch noch eine UstE verlangen, obwohl ausnahmslos alle Daten bereits in der EÜR enthalten sind.

  • Aus einem ganz einfachen Grund: EÜR und UStE haben nicht genau die gleiche Datenbasis. Bei der EÜR gilt das strikte Zahlungsprinzip aus § 11 EStG (Ausnahme 10-Tage-Regel für regelmäßige Buchungen), bei der UStE sind zwei unterschiedliche Prinzipien zu beachten: Umsatzsteuer bei Istversteuerern (wie du wahrscheinlich bist) zum Zahlungszeitpunkt, Vorsteuer zum Rechnungseingangszeitpunkt. Dann kommt noch das Tüpfelchen obendrauf, nämlich die Zuordnung zum jeweiligen Wirtschaftsjahr für die Umsatzsteuervorauszahlungen.


    Und noch einmal: die Tabellen werden nicht in Form von Journalen gespeichert, so dass ein Übertrag in die einzelnen Kennzeichen der USt möglich wäre. Jede Tabelle ist im Modul Einnahmenüberschuss nur durch mehrere Buchungen (nämlich pro Zeile deiner Tabelle eine Buchung) einzugeben und diese werden Konten (Kategorien) zugeordnet, die genaue Zuordnungen zu den Kz in der UStVA, der UStE und der GewStE haben. Diese Zuordnungen fehlen doch in deinen Tabellen, da du hier frei wählbare Angaben machen kannst. Nichts, was in einem Programm ausgewertet und eindeutig zugeordnet werden kann.


    All das ist dir unbekannt, deshalb willst du ja eine eierlegende Wollmichsau für 35 Euro, die deine fehlenden Kenntnisse im Steuerrecht ganz automatisch mit Hilfe einer großen Kristallkugel erledigt.


    Nimm das Modul Einnahmenüberschuss, dafür ist es da. Die vereinfachte EÜR im Modul Einkommensteuer ist eher für Kleinunternehmer (ohne Umsatzsteuer) oder solche mit wenigen Buchungen im Jahr.


    Außerdem:

    Es gibt 3 verschiedene selbstständige Berufe. Die Liste der Betriebseinnahmen und -ausgaben, differenziert nach den verschiedenen Umsatzsteuersätzen, ist dementsprechend riesig. Es wird eine Wahnsinnsarbeit, das alles manuell erneut einzutragen.

    Auch hier liegst du "grotten-"falsch! Es gibt zig selbständige Berufe - schon der § 18 EStG für die Freiberufler listet 7 Katalogberufe auf und den 8. sonstige. Unter den Katalogberufen sind mindestens 20 Berufe zu subsumieren.


    Guter Rat: bevor du dich über den Sinn und Unsinn eines Programmes so echauffierst wir hier, weil du falsch vorgehst und ein Programm, das anders aufgebaut ist, mit deinem vergleichst, solltest du dir einmal das Handbuch deines Programmes aufrufen und lesen! Und zwar vorab. Du hättest vielleicht sofort mit dem Modul Einnahmenüberschussrechnung angefangen und dann deine Automatik gehabt.

    Das von deiner Freundin benutzte Programm hat keine vereinfachte EÜR direkt in der Einkommensteuer, sondern springt in die Einnahmenüberschussrechnung mit Zwang zu Buchungen!

  • neida
    Danke für Deine ausführliche Antwort. Ich bin auch, anders als Du vielleicht annimmst, empfänglich für Kritik. Und Deine werde ich selbstverständlich sacken lassen.

    Ich werde Deinem Rat folgen und bei der nächste EstE das Modul EÜR verwenden.

    Weiterhin werde ich mich auf die Suche begeben nach Software und Diensten, die die Verbindung und Erledigung folgender 6 Aufgaben erlauben/erleichtern:



    1. Erstellung von Rechnungen
    2. automatische Übergabe der Rechnung an ein EÜR-Modul
    3. Onlinebanking mit Monitoring des Eingangs von Zahlungen
    4. Scan von Rechnungen/Quittungen für Betriebsausgaben mit OCR und Heuristiken, die eine weitgehend automatische Übergabe an ein EÜR-Modul erlauben
    5. Weitgehend automatische Erzeugung der UstVoranmeldung
    6. Weitgehend automatische Erzeugung der UStE
  • lavender

    Die Gehässigkeit ist unnötig.


    Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich eine fixe Budget habe.

    Meine Vermutung: Es wird keine Software für die 6 Aufgaben geben, die sich an den Bedürfnissen von Soloständigen orientiert, die also für sie skaliert. Die Angebote "aus einem Guß" werden sich wahrscheinlich nur an größere Unternehmen richten.

  • miwe4

    Hat das Thema geschlossen.
    • Offizieller Beitrag

    Da die Fragestellung mittlerweile abgearbeitet ist und das Thema doch arg abschweift, habe ich den Thread geschlossen.