Steuer-Box endlich in der EÜR verfügbar: Viele Steuer-Kategorien fehlen

  • Ich habe ca. 300 Belege aus dem letzten Jahr, die ich zuweisen müsste, aber wenn ich nicht sehe, welchen Kontoumsätzen schon Belege zugeordnet wurden, macht das ganze überhaupt keinen Sinn.

    Könnte jetzt gehen, wenn ich den Änderungseintrag richtig deute:


    Versionshinweise 31.05

    ...

    Einnahmen-Überschuss-Rechnung

    • Steuer-Box: Neuer Filter für Buchungen mit verknüpften Belegen
    • ...
  • Das wäre grandios! Dann hat es sich gelohnt, mit den Buchungen noch zu warten. ;)

  • Super! :)

    Jetzt fehlen nur noch drei Punkte aus meiner Wunschliste:


    1. Weniger Daten eingeben, weil sie automatisch erkannt werden -> Geht nicht, weil man die Buchung VOR dem Abgleich mit Belegen erzeugen muss.

    2. Automatisches zuordnen von Belegen zu den Umsätzen -> Gibt es nicht, muss manuell passieren

    ERLEDIGT 3. Übersicht, dass für jede Buchung ein Beleg existiert -> Lässt sich in der Buchungsliste überhaupt nicht anzeigen

    4. Buchungsnummern automatisch erzeugen um Belege zuzuordnen -> gibt es auch nicht, nur automatisierte fortlaufende Nummern, die mit den Belegen nicht zu tun haben

  • Langsam rückt die Frist für die Abgabe der EÜR näher, daher noch einmal die Frage:

    Ist die Steuer-Box schon so weit, dass man damit wirklich arbeiten kann?

    Oder ist es immer noch schneller, alle Belege selbst zu sortieren und zu benennen und dann manuell den Zahlungen zuzuordnen?

    Ich hatte gehofft, dass ich, wenn ich dieses Jahr etwas länger Arbeit, schon einen neuen Workflow nutzen kann, weil Wiso nachgebessert hat.

    Hat jemand schon versucht, die EÜR mit der Steuer-Box zu erstellen und erste Erfahrungen gemacht?

  • Ist die Steuer-Box schon so weit, dass man damit wirklich arbeiten kann?

    Schau es Dir doch einfach selber an, ob es Deinen Ansprüchen genügt. Da jeder andere Erwartungen hat, sind die Meinungen anderer insoweit auch eher entbehrlich. Das muss nun wirklich jeder für sich entscheiden. Zumal da ja nun regelmäßig dran gearbeitet wird.

  • Es gibt halt immer wieder Probleme, die erst ganz am Ende auftauchen. Zum Beispiel habe ich im vergangenen Jahr meine gesamte EÜR DREI Mal gemacht:

    Einmal in Sevdesk, das die Zuordnung sehr gut automatisiert hat, dann aber am Ende gar keine korrekten Daten für die Steuererklärung am Ende ausgibt (da es ein reines Buchhaltungsprogramm für den Steuerberater ist).

    Dann einmal in Lexoffice, bei dem am Ende aber wichtige Features wie zum Beispiel Zugänge zu und Abgänge von Wirtschaftsgütern im Betriebsvermögen fehlten.

    Und dann ein drittes Mal wieder vollkommen Manuell in WISO EÜR.

    Da ich in diesem Jahr nicht wieder Betatester mit stundenlanger Arbeit sein wollte, dachte ich, ich frage einfach mal die Community nach Erfahrung, ob es an irgendeiner Stelle im Workflow hakt.

  • Da ich in diesem Jahr nicht wieder Betatester mit stundenlanger Arbeit sein wollte, dachte ich, ...

    Dann sollte man bewährtes nutzen. Und sofern man bucht, sollte man Bedenken, dass dieses grundsätzlich laufend und zeitnah zu erfolgen hat.

  • Zum Verständnis: Ist meine Frage nach Erfahrungen in diesem Forum nicht zulässig, oder warum wird gleich moderiert?


    Das zeitnahe Aufzeichnen ist übrigens immer noch strittig:


    In einem Schreiben hat das Bundesfinanzministerium festgelegt, dass auch Buchungen in einer Einnahmenüberschussrechnung zeitnah festzuschreiben sind (Az.: IV A 4 – S 0316/13/10003).

    Auswege zeigen neuere Urteile hier immer häufiger auf. Ermitteln Sie den Gewinn auf vereinfachte Art mittels einer Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG), so sind Sie nach den allgemeinen gesetzlichen Grundsätzen nicht verpflichtet, Aufzeichnungen zu führen und diese aufzubewahren. Entsprechend brauchen Sie bei einer Betriebsprüfung keine digitalen Unterlagen vorzulegen. Eine ordnungsgemäße Überschussrechnung verlangt lediglich, dass Sie die Höhe der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben durch Belege nachweisen (BFH, Urteil vom 12.02.2020, Az.: X R 8/18).

    (Link zu Fremdanbieter durch Moderator gelöscht)

  • Zum Verständnis: Ist meine Frage nach Erfahrungen in diesem Forum nicht zulässig, oder warum wird gleich moderiert?

    Ich moderiere nicht, sondern äußere meine persönliche Meinung. Und nach diesen hast Du doch gefragt.


    Das zeitnahe Aufzeichnen ist übrigens immer noch strittig:

    Das war nur ein freundlicher gemeinter Hinweis und darfst Du ansonsten im Rahmen einer, ggf. auch unangekündigten, Prüfung gerne selber klären.


    Bitte keine Links zu Fremdanbietern.

  • Hmm.. die Drohung mit der Prüfung kommt anscheinend häufig.. Zeit einmal für Klarheit zu sorgen:


    Bei einer Betriebsprüfung durch das Finanzamt wird normalerweise der Zeitraum der letzten 3 zusammenhängenden Jahre geprüft. Der Prüfungszeitraum kann aber auch länger oder kürzer ausfallen (z. B. Prüfung der Jahre 2019 bis 2021 im Rahmen einer Betriebsprüfung, die 2024 beginnt). Allerdings darf der Prüfer nur die Jahre unter die Lupe nehmen, für die im Zeitpunkt des Erlasses der Prüfungsanordnung bereits Steuererklärungen beim Finanzamt eingegangen sind. Erlässt der Prüfer beispielsweise 2024 eine Prüfungsanordnung, und sind bisher nur die Jahre 2018 bis 2020 beim Finanzamt eingegangen, kann er auch nur diese Jahre prüfen. Der Prüfer darf mangels Erklärungseingang weder das Jahr 2021 mitprüfen, noch hat er das Recht, sich die laufende Buchhaltung des Jahres 2022 anzusehen.


    Wenn geprüft wird, liegt die Steuererklärung also bereits vor. Und wenn die EÜR ausgedruckt zusammen mit allen Belegen in Papierform dann vorliegt, dann wird sicher nicht der Zeitpunkt der Festschreibung einzelner Buchungen überprüft.

  • Nochmals, es war ein freundlich gemeinter Hinweis, zumal ich Deine Besteuerungsgrundlagen nicht kenne.


    Aber man sollte sich im Steuer- und Buchführungsrecht nicht immer auf die einschlägigen Suchmaschinen verlassen, denn diese "antworten" nur auf die konkret gestellten Suchworte. Und mit irgendwelchen Zitaten ohne jeden Zusammenhang ist niemandem gedient. Das Steuer- und Abgabenrecht ist immer auf den Einzelfall anzuwenden und da sind die denkbaren Möglichkeiten durchaus diverser gestreut. Und es gibt auch nicht nur die Betriebsprüfung. Und sobald nicht nur ESt nebst EÜR betroffen ist, wird ganz neu gewürfelt. Also nicht irgendwelche Zitate ohne Hintergrund zum Sachverhalt in ein Forum streuen in ein Forum streuen, denn es wird auch von anderen Hilfesuchenden gelesen, die das dann verallgemeinern könnten und dadurch in die Irre geleitet würden. Eine Ausbildung in diesen Bereichen dauert nicht ohne Grund mehrere Jahre und verlangt zudem lebenslanges Lernen im Rahmen von Fortbildungen.


    Mache Du Dein Ding wie Du meinst und gut ist es.