Zwei Kategorien bei Onlinekonto

  • Hallo!


    Ich bin neuer Anwender von MeinVerein und wenig erfahren was Finanzthemen angeht.


    Ich habe die Bankverbindung im Onlinezugriff eingerichtet und die Kontoumsätze importiert.


    Jetzt möchte ich die eine Belastungsbuchung der Bank für Zins und Tilgung zwei unterschiedlichen Kategorien zuweisen. Ein Teil soll "Zinsaufwendungen" zugewiesen werden und ein Teil der Kategorie "Tilgung". Wenn ich dem Handbuch folge und auf "Neue Ausgabe" gehe
    bekomme ich den Hinweis "Beim ausgewählten Konto handelt es sich um ein Onlinkonto! Direktes Anlagen oder Löschen von Zahlungen ist über ein Onlinekonto nicht möglich".


    Wie gehe ich vor, wenn ich so eine Zahlung "aufkategorisieren" möchte?

  • Das Zauberwort heißt "Splittbuchung".


    Für die Tilgung wirst Du allerdings kein passendes Konto (Kategorie) finden, da Mein Verein keine Vermögenskonten anbietet.
    Lösungsmöglichkeit 1 wäre die Zuordnung als nicht betriebsrelevant,


    Lösungsmöglichkeit 2 die Einrichtung eines Bankkontos (offline) "Darlehen" und dann die Zuordnung "Verrechnungskonto", im 2. Schritt Buchung Darlehenskonto gegen Verrechnungskonto.

  • Das ist jetzt nicht verständlich: bei "nicht betriebsrelevant" wird keine Buchungskategorie angesprochen, muß dann also auch nicht angelegt werden.


    Oder hab ich da was mißverstanden?

    Ja


    Jetzt möchte ich die eine Belastungsbuchung der Bank für Zins und Tilgung zwei unterschiedlichen Kategorien zuweisen. Ein Teil soll "Zinsaufwendungen" zugewiesen werden und ein Teil der Kategorie "Tilgung"

    Du hast dann richtigerweise von Splitbuchung gesprochen, ich habe dazu dann den Hinweis gegeben das die beiden gewünschten Kategorien angelegt werden müssen wenn die Buchung nicht als "nicht betriebsrelevant" erfolgen soll. Da die die Frage war:


    Ein Teil soll "Zinsaufwendungen" zugewiesen werden und ein Teil der Kategorie "Tilgung"

  • Meiner Überzeugung nach ist Tilgung nicht betriebsrelevant und bedarf deshalb auch keines besonderen Kontos.
    Bei den Standard-Buchungskategorien handelt es sich ausnahmslos um solche, die ergebniswirksam sind.
    Eine, wie auch immer, Anlage und Verwendung einer zusätzlichen Kategorie "Tilgung" würde dazu führen, das eine vermögensneutrale Transaktion zu einer ergebniswirksamen wird und damit das Ergebnis (Gewinn oder Verlust) verfälscht wird.
    Das ist Murks.


    Wenn Überblick über das Darlehen gewünscht wird, die von mir aufgezeigte Lösungsmöglichkeit 2 wählen.
    Weiteres Geldkonto anlegen, Darlehens-Anfangsbestand buchen und laufend die Tilgung dorthin.
    Das macht man aber nicht direkt, sondern über das Verrechnungskonto (Geldtransit).


    Schöne Grüße, Hamich

  • Ja ich habe das aber so verstanden das es sich dort um tatsächliche Belastungen durch die Bank handelt somit auch Geld abfließt was (wenn es sich nicht um ein Verein mit einer Bilanz handelt) meines Wissens nach auch ergebniswirksam ist. Da ich ohne Bilanz ja nur Einnahmen und Ausgaben erfasse..

  • Hallo Jan_lorenz,


    Kreditaufnahmen und -rückzahlungen sind niemals ergebniswirksam.
    Das ist bei Privatpersonen und anderen nicht-bilanzierenden Personen und Körperschaften nicht anders.
    Sie sind in der Regel liquiditätswirksam, "tatsächliche Belastungen, wobei Geld ab- oder zufließt.
    Bei Ratenkrediten besteht die Rate aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil.
    Die Zinsen sind Kosten (ergebniswirksam), die Tilgung ist die anteilige Rückzahlung (nicht ergebniswirksam).


    "Ergebniswirksam" heißt in diesem Zusammenhang, daß man "unter dem Strich" reicher oder ärmer wird.
    Eine Transaktion, die zu einer Erhöhung oder Verringerung des Vermögens fürt, wird als "ergebniswirksam" bezeichnet.


    Bem Aufnehmen eines Kredits wird man nicht reicher (man hat hinterher soviel mehr an Schulden, wie man mehr an Zahlungsmitteln hat - das gleicht sich aus). Genauso ist es bei der Tilgung. Man hat hinterher weniger Geld, aber auch weniger Schulden.
    Deshalb: Tilgung = nicht betriebs(ergebnis)relevant.


    Trotzdem ist es wichtig, einen Überblick über die bestehenden Schulden zu haben.
    Deshalb: Einrichtung eines Kreditkontos und dort buchen, was man zurückzahlt.

  • Dies ist der Vorschlag des DOSB wie Sportvereine Forderungen und Verbindlichkeiten verbuchen können.


    Wenn es sich um ein Kredit(-Konto) einer Bank handelt ist dein Weg der Richtige, wenn es eine Einlage eines Mitglieds handelt ist es schon schwieriger..


    In unserem Jahresabschluss führe ich alle Zahlungseingänge und -Ausgänge auf, und stelle darunter eine Auflistung der aktuellen Kassenstände (Bar und Bankkonten). Aber zu keinem Zeitpunkt habe ich eine Aufstellung über das Vermögen des Vereins denn ansonsten müsste ich u.a. alle Beitragskonten mit Guthaben und offenen Beitrags(-Rechnungen) auch darstellen.