EÜR: Einkauf v. Dienstleistung im EU-Ausland m.V. (3125) nicht buchbar

  • Bin Kleinunternehmerin und kaufe ab und an Dienstlesitungen von italienischen Kolleginnen, wobei eine in Italien umsatzsteurpflichtig ist, die andere nicht.


    - Für die nicht steuerpflichtige Kollegin habe ich gerade die Ausgabe auf Sachkonto 3165 gebucht (richtig?).

    - Für die steuerpflichtige Dienstleisterin würde ich Sachkonto 3125 wählen (richtig?), doch ich kann dieses Konto einfach nicht finden bzw. in der EÜR aktivieren.


    Weiß Jemand Rat??

  • Die Lösung habe ich gefunden: Habe eine neue EÜR-Datei angelegt. Bei der Datenübernahme aus dem letzten Jahr einfach angegeben, dass ich Umsatzsteuerpflichtig bin, auch wenn ich es im engeren Sinne nicht bin, sondern nur bei Einkäufen im Ausland, die UmSt-pflichtig wären...

    Jetzt sind die KOnten 3125 + 3165 aktiviert!

  • >>Wie buchst Du dann Deine "normalen" Geschäftsvorfälle?


    Hallo Elsamate, danke fürs Antworten, hab' nämlich schon wieder Schwierigkeiten.


    Wollte gerade die Voranmeldung fürs erste Quartal nachholen (ich weiß, ganz doll spät) und hatte bisher wie immer

    - meine Honorarrechnungen auf Sachkonto 8195 (USt-frei) +

    - 1 Honorrarechnung aus Italien mit ital. Ust-ID-Nr. einer nicht USt-pflichtigen Kollegin auf (Ausgaben)Konto 3165 gebucht.


    Beim Versuch diese Daten in eine Vorsteueranmeldung zu verwandeln, gibt mir das Programm eine Fehlermeldung (s. Screenshot).


    Was mache ich falsch? Falsches Sachkonto?

    Welches ist denn richtig?



  • Hallo Elsamate,


    ich dachte meine Antwort ist ausreichend.


    Für die EÜR 2019 habe ich ein Profil als umsatzsteuerpflichtige Kleinunternehmerin gewählt (Kontenrahmen SKR03 + SKR04).

    Dies nur, weil ich das Problem habe, die italienische Kollegen-Rechnungen richtig einzupflegen.

    Ich buche so:

    Meine Einnahmen: 8195

    EU-Ausgaben mit Vorsteuer: 3165

    EU-Ausgaben ohne Vorsteuer: 3125.


    Es scheint so, als ob aber die SK für die EU-Ausgaben ohne Vorsteuer nicht korrekt sind.

    Mit Vorsteuer habe ich noch nicht ausprobiert, hole ich noch nach.

    Die über Auswerten generierte Umsatzsteuer-Voranmeldung hat nur zwei ausgefüllte Felder:

    1. Meine Einnahmen (8195 in EÜR):

    buhl.de/wiso-software/wcf/index.php?attachment/24185/


    2. EU-Ausgabe an Kollegin ohne Vorsteuer (3165 in EÜR)





    Hier nochmal die EÜR-Eingabemaske (denke inzwischen, dass hier der Fehler steckt)


  • wenn man ustpflichtig ist, darf man nicht 8195 buchen = Kleinunternehmer also ohne USt!!

    :?::?:



    sim_hb

    könntest Du evtl. beim Bilder erstellen wenn Du Windows verwendest, das Systemeigene "Snipping Tool" o. eines welche etwas erkennbares hinterlässt nutzen?!

    Bei den hier hochgeladenen kann ich, trotz Zoom-Modus/Vollbild-Funktion, leider nichts erkennen.

    Und beim "zitieren" einfach mit gedrückter linker Maustaste den gewünschten Satz markieren und nach loslassen "Zitat einfügen" wählen. Danke!

    Für die EÜR 2019 habe ich ein Profil als umsatzsteuerpflichtige Kleinunternehmerin gewählt (Kontenrahmen SKR03 + SKR04).

    :wacko: "geht nicht..und...gibt´s nicht" oder auch umgekehrt. (Mazda-deutsch)


    wie sieht es eigentlich mit einer USt.-ID für das sogen. Reverse-Charge-Verfahren aus?


    Hier nochmal die EÜR-Eingabemaske (denke inzwischen, dass hier der Fehler steckt)

    3165 an 1200??


    Habe mal eine Test-firma angelegt.

    besagter BU-satz erzeugt bei mir in der USt.-Erklärung keine Fehlermeldung

  • Wie soll ich mich ausdrücken?!

    ICH bin nicht einkommenssteuerpflichtig, und stelle Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus.

    ICH habe aber dennoch eine USt-ID-Nr., damit ich sie EU-Kollegen mitteilen kann, wenn Sie kleine Arbeiten für mich übernehmen.


    Das führt leider zu meiner Pflicht der Umsatzsteuer-Voranmeldung.

    Vereinfacht heißt das, dass ich nie USt einkassiere oder verrechnen kann, wenn ich aber einen EU-Kollegen beuftrage, der Umsatzsteuerpflichtig ist, muss ich darau 19% an das deutsche FA zahlen.


    Wenn ich SK 3125 mit Geldkonto 1200 eingebe, ist Alles Paletti, da sagt mir die generierte Voranmeldung wieviel 19% ich dem FA schulde.

    ABER mit SK 3165 gibt es ein Konflikt!!!!


    Ich möchte halt eingeben, dass auch die ital.-Kollegin Kelienunternehmerin ist (daher 3165 o. V.), aber am Ende sagt das Programm, dass es nicht korrekt ist, und ich einen Steuersatz wählen muss. Aber auch sie ist ja befreit...

    Ich möchte nur dann deutsche USt zahlen, wenn der Kollege in Italien hätte Ust berechnen müssen, nicht bei der Kollegin, die wie ich befreit ist!


    Weshalb staunst Du bei 1200? Das ist das Geldkonto (Bank).

    Und Du schreibst: >>Wie sieht es eigentlich mit einer USt.-ID für das sogen. Reverse-Charge-Verfahren aus?

    Ja, genau darum geht es ja bei mir, nur darum.


    Ist das jetzt klarer?


    Help, help, help...

  • ICH bin nicht einkommenssteuerpflichtig,

    Da komm ich jetzt ins Staunen. Und dass Du EKR 03+04 verwendest sowie umsatzsteuerpflichtige Kleinunternehmerin bist. Obwohl §19 Kleinunternehmer nicht USt.-pflichtig sind.

    Auch nach §18 UStG keine USt.-Va. abgeben brauchen und eine Jahreserklärung nur auf Anforderung durch das Finanzamt.

    Auch, dass Dir eine Kollegin Rechnung mit USt. die andere ohne USt. schickt, trotz USt.-ID

    Nicht wg. dem Geldkonto 1200


    Vllt. ist das EÜR-Modul vom Steuersparbuch für solche Geschäftsvorfälle (Kleinunternehmer/Dienstleistungseinkauf-EU Ausland<->Reverse-Charge-Verfahren) doch nicht geeignet.

  • Ich bin nicht umsatzsteuerpflichtig!


    Wenn ich das aber im Eür nicht angebe, habe ich nur SKR03 und kann Konto 3165 der 3125 nicht anwählen und das Reverse-Verfahren nicht einleiten (oder doch?). Daher mein Versuch mit der Umsatzsteuerpflicht...


    >> Auch, dass Dir eine Kollegin Rechnung mit USt. die andere ohne USt. schickt, trotz USt.-ID
    NEIN! Beide stellen mir die Rechnung ohne Ust aus. Für die, die aber in Italien Ust-pflichtig it, muss ich 19% dem deutschen FA wg. Reverse-Verfahren zahlen. Das scheint ja auch zu funktionieren.


    Problem bleibt, wie ich die Rechnung der Kollegin verbuche, für die das deutsche FA nix bekommen soll.


  • Was meinst Du mit §19?

    Klick mich -> § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer

    muss ich 19% dem deutschen FA wg. Reverse-Verfahren zahlen


    Zu einer ordentlichen Reverse Charge Rechnung gehören neben den üblichen Pflichtangaben auf einer ordentlichen Rechnung die Umsatzsteuer-ID des Leistungsempfängers kein Ausweis eines Steuersatzes und der Steuern (sondern nur der Nettobetrag) der Reverse Charge Hinweis auf der Rechnung (z.B. "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge) – Leistungsempfänger ist Steuerschuldner gemäss Art. 44 und 196 der MwSt Richtlinie 2006/112/EG.")


    u.a. hier zu lesen <Link>

    Da Dein Firmenprofil als Kleinunternehmer angelegt ist, kannst Du solche Fälle mit dem Steuer:Sparbuch auch nicht verbuchen. Obwohl bei Innergemeinschaftlichen Geschäften die Kleinunternehmerregelung nicht zum tragen kommt.

    Nicht einmal händisch die Umbuchung der USt - Vst. 1577 an 1787 vornehmen da diese Konten nicht vorhanden sind.


  • Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Bin ' ne "klein"e Freiberuflerin und es ist ziemlich normal, dass Kleine untereinander sich Jobs vermitteln (auch innerhalb der EU)...

    Ärger...

    Ich poste gleich nochmal extra was zu diesem speziellen Thema, Dir 1000 Dank fürs Mitdenken!