Novelle der Heizkostenverordnung

  • Werte Verwalterkollegen,


    hat jemand aktuelle Informationen zum Stand der deutschen Gesetzgebung bzgl. Novelle der Heizkostenverordnung?


    Mit 25.10.2020 sollten ja erheblichen Änderungen auf uns alle zukommen, sofern die EU Richtlinien in nationale Gesetze gegossen werden.


    Viele Infos aus der Immowirtschaft und besonders natürlich der Meßdienstleister - aber irgendwie finde ich keinerlei aktuellen Sachstand ?

    Die WEG Reform scheint alles zu überlagern...oder wird das im Hinterstübchen still und leise verabschiedet ?


    https://www.wohnen-im-eigentum…fernablesung-wird-pflicht

    https://www.vbhg.de/index.php/…-der-heizkostenverordnung

    https://wohnungswirtschaft-heu…en-aber-auch-mehr-kosten/

    https://www.techem.de/informat…ergieeffizienz-richtlinie


    :wacko: Bin gespannt was da wirklich hierzulande realisiert wird. Denn wenn das alles so kommt, gibt es einen Riesenaufwand für Vermieter, Verwalter und für Mieter und Eigentümer einen

    erheblichen Kostenzuwachs !


    Die Funkausstattungen sind schweineteuer, die Abrechnungsbereitstellung per Papier, App, Onlineportal (monatlich !!!) wird weder der Verwalter noch ein Dienstleister umsonst machen. Mir erscheint das eine Gelddruckmaschine der Istas, Techems und Co. - Lobby zu sein....:cursing:

  • Mir erscheint das eine Gelddruckmaschine der Istas, Techems und Co. - Lobby zu sein....

    Volle Zustimmung.


    Ich prüfe sehr oft kostenlos Hilfesuchende wegen der en BK Abrechnung. Mir wird es immer schlecht, wenn ich die Kosten dieser Geldruckmaschinen (GDM) sehe.


    Und was die für einen Mist reinbaggern, einfach awful.


    Meine Jüngste wohnt bei Flensburg und hat die erste Abrechnung für 2019 bekommen. Was dort einer der GDM (mit 20. Buchstaben vorne) berechnet hat, einfach unmöglich. Selbst ein Anwalt von Haus und Grund, die die Vermieter aufgrund meinen Feststellungen angesprochen haben, war über die Logik deren Abrechnung erstaunt.

    Nur ein Beispiel:

    Bezahlung und Rechnung für Schmutzwasser für 2019 wurde Anfang 2019 erstellt und umgelegt, beim Wasser war es im August 19. Und die werben immer mit Plausibilitätsprüfung...

  • Ja, ich denke auch, dass das eher zum Nachteil als zum Vorteil für alle (Mieter) sein wird.


    Grundsätzlich sollen alle neu zu installierenden Zähler/Heizkostenverteiler per Funk abzulesen sein, ab dem 25.10.2020.
    Alle alten/vorhandenen (nicht fernablesbaren) sind bis zum 01.01.2027 nachzurüsten/zu ersetzen.


    Wie oft haben wir es, dass jemand mit den Heizkosten nicht hinkommt, wenn er im Oktober oder November eine Wohnung anmietet. In der NK-Abrechnung sieht das immer ganz schlimm aus. Wenn man aber weiß, dass sich die Heizkosten über das Jahr "verteilen", dann ist das nur noch halb so schlimm.


    Ich erwarte dadurch eher einen höheren Aufwand, Kosten, aufgeschreckte Mieter und Mieter, die sich einen feuchten Kericht darum scheren.


    Lachen werden diejenigen, wie errjot schrieb, die sich eh schon die Hände reiben.


    Das kann nur eines bedeuten: Wir machen den GDM Konkurrenz und eröffnen selbst ein solches Etablissement...!

  • Ich auch. Brauchen wir nur jemand, der die Liegenschaften mit Messzählern ausstattet. Der dickste Aufwand ist die Heizkörperbewertung...soeben gelernt die Korrekturfaktoren sind nicht statisch sondern vom HKV abhängig. Das war mir neu...

    Die reine Heizkostenabrechnung ist ja kein Hexenwerk, das macht die Software...

  • soeben gelernt die Korrekturfaktoren sind nicht statisch sondern vom HKV abhängig.

    Das ist mir auch neu. Soweit mich mein technisches Wissen gelehrt hat, wird der Umrechnungsfaktor aus den verschieden Faktoren eines Heizkörpers wie:

    Art des Heizkörper, Baulänge, Bauhöhe, Bautiefe, Sicke, Hersteller, Montagepunkt, errechnet.

    Danach wird er "K-Wert" berechnet und dient der Berücksichtigung unterschiedlicher Heizkörperleistungen gemäß DIN EN 442 bzw. DIN 4704.


    Ich habe das eine und andere Haus mit neuen funkablesbaren Geräten, auch Wasserzähler, durch eine deutschlandweit tätigen Betrieb umrüsten lassen.

    Nach ca. 3 Wochen bekommt man dann eine Berechnung den für die vorhandenen Heizkörper erforderlichen K-Wert = Umrechnungsfaktor.


    Also für mich unverständlich, warum das mit dem HKV zu tun haben soll.

  • Brauchen wir nur jemand, der die Liegenschaften mit Messzählern ausstattet.

    Ich habe mal recherchiert.


    In zwei Objekten, dort sollten die HKV erneuert werden, hatte ich Schwierigkeiten, einen Handwerker zu finden. Meine damalige Lösung war, es über ein bundesweit tätiges Unternehmen machen zu lassen. Der aus dem Raum Frankfurt kommende Betrieb vermittelt die Aufträge an Installateure die das dann vor Ort machen. Leider waren die Ausführungen nicht optimal gelaufen, dann hat das und dann das gefehlt.

    Da ich nur als kostenloser Ideengeber war und mich dann mal telefonisch dort gemeldet hatte, das war denen zu viel, die Reaktion war, dass ich quasi "aufgelegt" habe.


    Nun kommt die neue Verordnung und ich denke, dass es da eine akzeptable Lösung gibt, die ich gerne weitergeben möchte. Wir sind uns einig, dass man von den GDM weg kommen soll, denn deren Kosten belasten die Mieter doch erheblich. Da meine Feststellungen bisher meistens schlecht mit den Ausführungen war, sollte sich jeder selbst darum bemühen, etwas zu ändern.


    Ich habe zwei Anbieter in Augenschein genommen. Qundis hat alle Geräte in Funkausführung. Für das manuelle Auslesen haben die einen Datensammler. Heißt, der Ableser geht ans Haus, nicht ins Haus, und ließt die Daten in den Datensammler und der überträgt es an einen Laptop in ein entsprechendes Programm. Die Daten werden in eine Excel lesbare Datei abgespeichert.

    Dieses System kenne ich, denn ich bekomme diese Daten zugemailt und kann dann die Heizkosten abrechnen.


    Der m. E. bessere Weg habe ich bei Allmess gefunden. Der ortsansässige Fachbetrieb macht einen Kostenvoranschlag für die nachträgliche Installation der Funkmessgeräte (oder Erneuerung wegen Eichfristen), wobei es sich da lohnt auch den Kaltwasserzähler mit auszustatten, und gibt es an Allmess, die dann die Kosten bezahlen und der Eigentümer kann diese Kosten dann als Mietkosten über 5-6 Jahre an die Mieter umlegen.

    Darin sehe ich einen Vorteil, denn weder der Eigentümer noch Hausverwalter muss sich darum bemühen, dass alles funktioniert. Auch bei Allmess gibt es den mobilen Datensammler aber auch einen per Netz, doch der lohnt sich nur, wenn einer von euch viele Wohnungen betreut.

    Eine Information füge ich bei.


    Vielleicht hat aber schon einer eine entsprechende positive Möglichkeit gefunden, dann bitte auch hier eine Rückmeldung geben.